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Kulturnachrichten

Freitag, 25. November 2016

Nicolas Cage erhält Ehrenpreis für Nachhaltigkeit

Weitere Preisträger sind auch die Fantastischen Vier

Für sein soziales Engagement hat Hollywood-Star Nicolas Cage die Ehrenauszeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises erhalten. Cage zähle zu den Hollywood-Schauspielern mit dem umfangreichsten sozialen und humanitären Engagement, begründete die Jury ihre Entscheidung. Für seinen Einsatz hatten ihn 2009 bereits die Vereinten Nationen als "Weltbürger des Jahres" ausgezeichnet. Der Preis soll am abend bei einer Gala in Düsseldorf übergeben werden. Weiterer Preisträger ist in diesem Jahr Ban Ki Moon für seinen Einsatz zum Klimaschutz. Er hatte den Preis bereits im Oktober erhalten. Premierminister Tshering Tobgay wird für den Staat Bhutan "als eines der nachhaltigsten Länder der Erde" geehrt. Weitere Ehrenpreisträger sind die Fantastischen Vier. Die vier Musiker engagierten sich als Band und privat für eine nachhaltige Zukunft. Thomas D. propagiere nachhaltigen Konsum und biologische Landwirtschaft auf seinem Öko-Landsitz. Smudo setze mit seinem Rennstall-Team auf nachhaltig produzierte heimische Biokraftstoffe.

Engels-Haus in Wuppertal wird saniert

Der 200.Geburtstag von Friedrich Engels soll angemessen gefeiert werden

Das Engels-Haus in Wuppertal soll bis zum November 2020 restauriert und umgebaut werden. Damit wolle man die Voraussetzungen dafür schaffen, dass der 200. Geburtstag von Friedrich Engels angemessen gefeiert werden könne, teilte die Stadtverwaltung mit. Derzeit sei das Gebäude - ein großbürgerliches Fachwerkhaus im Stil des Bergischen Spätbarocks - nur eingeschränkt nutzbar. Nach der Modernisierung soll das historische Gebäude auch künftig für Empfänge, Veranstaltungen und Trauungen genutzt werden können. Wegen der geplanten Arbeiten ist das Engels-Haus bereits seit dem 1.November gesperrt. Das danebenliegende Museum für Frühindustrialisierung kann aber weiterhin besucht werden.

Grütters fördert Forschung zu NS-Vergangenheit

Ausschreibung für deutsche Ministerien und Behörden

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat ein Forschungsprogramm zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit deutscher Ministerien und Behörden ausgeschrieben. Ziel sei ein ressortübergreifender Zugang, der Fragestellungen und Perspektiven ermögliche, die nicht auf eine einzelne Institution begrenzt seien, teilte die Staatsministerin in Berlin mit. Auch für vergleichende Forschung - etwa unter Einbeziehung von DDR-Behörden - sei das Programm offen. Für den Zeitraum von 2017 bis 2020 sollen den Angaben zufolge vier Millionen Euro zur Verfügung stehen. Das Bundeskanzleramt mit seiner "ressortübergreifenden Relevanz" werde als eigener Forschungsprogrammteil mit einer Million Euro gefördert. Das Bundesarchiv soll die Forschung koordinieren.

Mehr Geld vom Bund für Händel-Festspiele

Dieses Jahr werden fünf verschiedene Oratorien aufgeführt

Die Händel-Festspiele in Halle bekommen 2017 mehr Geld vom Bund. Der Zuschuss steigt um 40 000 Euro auf 190 000 Euro, wie die halleschen Bundestagsabgeordneten Christoph Bergner und Karamba Diaby nach der Verabschiedung des Bundeshaushaltes mitteilten. Der Intendant der Händel-Festspiele, Clemens Birnbaum, betonte, die Bundesförderung sei ein Zeichen für die gewachsene überregionale und internationale Ausstrahlung des größten Musikfestes in Sachsen-Anhalt. Er verstehe die Förderzusage allerdings auch als Auftrag, den eingeschlagenen Weg weiter fortzusetzen. Der Gesamtetat des Festivals liegt bei 1,5 Millionen Euro. Die Festspiele stehen vom 26. Mai bis zum 11. Juni 2017 unter dem Titel "Original? - Fälschung?". Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums werden diesmal fünf verschiedene Oratorien geboten. Der Barock-Komponist Georg-Friedrich Händel (1685-1759) wurde in Halle geboren, verbrachte aber den Großteil seines Lebens in Großbritannien.

Tschechischer Schauspieler Peterka gestorben

Frantisek Peterka spielte Fantômas aus "Die Märchenbraut"

Der tschechische Schauspieler Frantisek Peterka ist tot. Er starb nach Angaben der Agentur CTK im Alter von 94 Jahren in einem Hospiz in Liberec. In der Rolle des Fantômas in der Fantasy-Kinderserie "Die Märchenbraut" wurde er auch einem deutschen Publikum bekannt. Bevor es ihn an die Schauspielschule verschlug, wollte Peterka in seiner Jugend Gewichtheber werden. Er wirkte an Theaterbühnen in Uherske Hradiste und Liberec und war in rund 250 Rollen zu sehen. In äußerst beliebten Spielfilmen der 1970er und 80er Jahre zeigte er sein komödiantisches Talent.

Landesmuseum Kassel wiedereröffnet

Nach acht Jahren und mehr als 31 Millionen Euro Renovierungskosten

Nach acht Jahren Sanierung ist das Landesmuseum in Kassel wiedereröffnet worden. Es zeigt auf 3800 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Geschichte Hessens. Zu sehen sind mehr als 6000 Objekte. Die Renovierung hat das Land nach Angaben des Kunstministeriums mehr als 31 Millionen Euro gekostet. Kunstminister Boris Rhein sprach bei der Eröffnung von einer wegweisenden Ausstellungskonzeption. Das Museum ermögliche, "hessische Geschichte von den ersten Hessen bis in die Gegenwart zu erleben", sagte er. 2008 war das Haus für die Umbauten geschlossen worden. Ursprünglich sollte es 2013 zum 1100. Stadtjubiläum wiedereröffnet werden.

Andenken an Sex Pistols sollen brennen

Gegen Punk-Nostalgie

Der britische Modedesigner Joe Corré, Sohn des Sex-Pistols-Managers Malcolm McLaren und der Modeschöpferin Vivienne Westwoodan will morgen seine Sammlung an Erinnerungsstücken an die legendäre Punk-Band in London in Flammen aufgehen lassen. Grund für den außergewöhnlichen Protest ist eine Veranstaltungsreihe in Museen, Galerien und Biblotheken, die das 40-Jahre-Jubiläum des Songs "Anarchy in the UK" der Sex Pistols feiert. Corré fürchtet, die Punk-Bewegung könne durch das Establishment vereinnahmt werden. Eine erste Test-Schallplatte ging Anfang der Woche bereits in Flammen auf, nachdem sie Berichten zufolge nicht die erhoffte Summe von einer Million Britische Pfund auf Ebay für einen wohltätigen Zweck erzielte. Corré wollte damit Kritiker entgegenkommen, die seine Aktion in erster Linie als Geldverschwendung betrachten. Die Sammlung, die am Samstag brennen soll, ist Corré zufolge fünf Millionen Pfund wert (umgerechnet knapp sechs Millionen Euro).

So viele Studierende in Deutschland wie nie zuvor

Verlässliche Finanzierung der Hochschulen gefordert

In Deutschland gibt es so viele Studenten wie nie zuvor. Im Wintersemester 2016/2017 seien nach ersten vorläufigen Berechnungen rund 2,8 Millionen Studierende eingeschrieben, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Das sind 48.300 oder 1,8 Prozent mehr als im Vergleich zum Wintersemester 2015/2016. Grüne, Hochschulrektoren, Gewerkschaften und Vertreter der Studierenden forderten mit Blick auf die Zahlen eine verlässliche Finanzierung der Hochschulen auch über den laufenden Hochschulpakt hinaus. Die Zahl der Studienanfänger, die im Studienjahr 2016 (Sommersemester und folgendes Wintersemester) erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule aufgenommen haben, sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 Prozent auf 505.900.

Kunstwerk von Mohammed-Zeichner in Flammen

Polizei vermutet Brandstiftung

Eine große Holzinstallation des schwedischen Künstlers Lars Vilks in Südschweden ist teilweise niedergebrannt. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Lars Vilks ist durch seine Karikaturen des Propheten Mohammed bekannt geworden und wird häufig bedroht. 2015 war er das Ziel eines Attentats in einem Kulturcafé in Kopenhagen. Das Kunstwerk mit dem Namen "Nimis" besteht aus mehreren Holztürmen, Gängen und Brücken. Es wurde 1980 im Naturreservat Kullaberg in Höganäs im südschwedischen Schonen errichtet. Ein Viertel der Skulptur soll bei dem Brand zerstört worden sein.

Kunstmesse Straßburg: ST-ART mit zugkräftigen Namen

Werke von u.a Joan Miró, Jörg Immendorff und Banksy werden präsentiert

Die Kunstmesse ST-ART in Straßburg ist am Freitag mit mehr als 90 internationalen Galerien und 500 Künstlern aus 20 Nationen gestartet. An der Branchenmesse nimmt erstmals auch die bekannte französische Fondation Maeght teil, die in einer Sonderausstellung Gemälde und Skulpturen von Joan Miró und Jörg Immendorff präsentiert. Neben den Klassikern der Moderne wird vor allem Kunst aus dem 21. Jahrhundert gezeigt, darunter Bronzeskulpturen von Jan Fabre und Arbeiten von Street Art-Künstlern wie C215 und Banksy. Ein Drittel der Aussteller kommen aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland, darunter aus Italien, Spanien, Belgien und den USA. Die bis zum 28. November dauernde ST-ART ist eine der ältesten Kunstmessen Frankreichs und die wichtigste außerhalb von Paris.

Festspielhaus Füssen: Start im März

Nach Renovierung soll auch wieder ein Ludwig-Musical gegeben werden

Voraussichtlich im kommenden März soll der Spielbetrieb im Festspielhaus Füssen wieder aufgenommen werden. In dem Theatergebäude in Sichtweite von Schloss Neuschwanstein soll auch in Zukunft Kultur, Kunst und Entertainment geboten werden, wie Jan Leuze, einer der neuen Hauptgesellschafter, mitteilte. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet. Auch ein Ludwig-Musical soll dort wieder aufgeführt werden. Zuvor stehen Renovierungsarbeiten an. "Technisch muss alles wieder auf den Stand gebracht werden", sagte Leuze. Der Münchner Insolvenzverwalter Marco Liebler hatte gestern das Festspielhaus an eine Investorengruppe verkauft. Nach seinen Angaben erfolgte der Verkauf im letzten Zeitfenster des Insolvenzverfahrens.

Spanischer Dichter Macarro Castillo gestorben

Unter Franco saß er 23 Jahre in Haft

Der spanische Dichter und langjährige politische Gefangene Fernando Macarro Castillo ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Während der Franco-Herrschaft (1939-1975) saß der Autor insgesamt fast 23 Jahre lang in Haft. Unter dem Pseudonym Marcos Ana veröffentlichte er mehrere Bücher. In seinem bekanntesten Werk, "Decidme cómo es un árbol" (Sagt mir, wie ein Baum aussieht), setzt er sich auch mit seiner langen Zeit im Gefängnis auseinander. Als junger Mann trat er in die KP ein und schloss sich im Bürgerkrieg den Republikanern im Kampf gegen die Franco-Truppen an. 1961 ging er zunächst ins französische Exil und kehrte 1976, ein Jahr nach Francos Tod, nach Spanien zurück.

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Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

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