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Montag, 16.09.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 11. November 2016

Robert Vaughn mit 83 Jahren gestorben

Der Schauspieler wirkte in vielen Kino-Klassikern mit

Der US-Schauspieler Robert Vaughn, der in Filmen wie "Bullitt" und "Die Brücke von Remagen" mitspielte, ist tot. Wie sein Manager den Branchenblättern "Variety" und "Hollywood Reporter" mitteilte, starb Vaughn an Leukämie. Er wurde 83 Jahre alt. Der gebürtige New Yorker spielte in vielen Kino-Klassikern mit, bekannt machte ihn aber seine Rolle als Napoleon Solo in der Fernsehserie "Solo für O.N.C.L.E.". Die Agenten-Serie war in den 60er Jahren in den USA ein großer TV-Hit. Für seine Nebenrolle in "Der Mann aus Philadelphia" war er 1959 für einen Oscar nominiert worden. Außerdem wirkte er in Filmen wie "Die glorreichen Sieben", "Flammendes Inferno" und "Superman III" mit.

Elefsina wird europäische Kulturhauptstadt 2021

Elefsina teilt sich den Titel mit Timisoara und Novi Sad

Die griechische Küstenstadt Elefsina (Eleusis) wird Europas Kulturhauptstadt 2021. Der Ort setzte sich gegen seine Mitstreiter Rhodos und Kalamata in Griechenland durch, wie die EU-Kommission in Brüssel verkündete. Elefsina sei nach Athen, Thessaloniki und Patras die vierte EU-Kulturhauptstadt Griechenlands, sagte EU-Bildungskommissar Tibor Navracsics. Den Titel teilt der Ort sich mit Timisoara in Rumänien und Novi Sad in Serbien, einem EU-Beitrittskandidaten. Den Titel "Kulturhauptstadt Europas" verleiht die EU seit 1985. Ziel der Initiative ist es laut EU-Kommission unter anderem, den "Reichtum und die Vielfalt der Kulturen Europas hervorzuheben", den Tourismus zu fördern und das Image der Städte zu verbessern.

Bambi für den Papst würdigt Franziskus' Nächstenliebe

Preis wurde schon am Donnerstag im Vatikan übergeben

Für seine gelebte Nächstenliebe wurde Papst Franziskus mit einem Bambi ausgezeichnet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche erhalte wie vor ihm der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt oder der US-amerikanische Unternehmer Bill Gates den Medienpreis in der Kategorie "Millennium", teilte Hubert Burda Media mit. Der Pontifex habe den Bambi bereits am Donnerstag in Rom entgegen genommen. Die Übergabe im Apostolischen Palast werde bei der Live-Übertragung der diesjährigen Bambi-Verleihung am 17. November im Berliner Stage Theater zu sehen sein. "Papst Franziskus hat die Linderung der Leiden der Armen in den Mittelpunkt seines Pontifikates gerückt und die Menschheit angesichts der weltweit wachsenden Flüchtlingsströme zu mehr Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit aufgefordert", heißt es in der Begründung der Jury.

Schauspieler wird neuer Theaterintendant in Wuppertal

Thomas Braus ist seit 2001 an den Wuppertaler Bühnen engagiert

Der Schauspieler Thomas Braus wird neuer Intendant der Wuppertaler Bühnen. Der 50-Jährige ist seit 2001 an den Bühnen der Stadt engagiert. "Wir hoffen, dass er die neue Rolle mit so viel Engagement, vor allem aber so viel Erfolg ausfüllt, wie er das bislang als Schauspieler getan hat", sagte Oberbürgermeister Andreas Mucke bei der Vorstellung. Baus folgt im August 2017 auf Susanne Abbrederis, die vorzeitig aus ihrem Vertrag ausscheidet. Braus erklärte, er wolle in Wuppertal öfter im Opernhaus spielen, enger mit Schulen zusammenarbeiten und das Stadttheater zur freien Szene öffnen. Er fühle sich auch in der Pflicht, das Ensemble zu schützen. Wuppertal hatte das Ensemble aus Finanznot verkleinert.

Dieter Hallervorden mit Theaterpreis geehrt

"Goldener Vorhang" wurde im Schlossparktheater übergeben

Schauspieler Dieter Hallervorden ist mit dem Theaterpreis Goldener Vorhang ausgezeichnet worden. Der 81-Jährige nahm die Auszeichnung des Berliner Theaterclubs bei einer Gala in seinem Schlossparktheater entgegen. Auch die Schauspielerin und Sängerin Katharine Mehrling wurde mit dem undotierten Preis der Besucherorganisation geehrt. Der Berliner Theaterclub vermittelt seinen 22500 Mitgliedern Eintrittskarten für Theater, Oper, Musical, Show und weitere Kulturveranstaltungen zu ermäßigten Preisen. Der Goldene Vorhang sei die einzige Auszeichnung für Schauspieler, die vom Publikum direkt vergeben werde, erklärte der Theaterclub. Geehrt werden sollen Künstler, "die sich Abend für Abend um die Gunst des Publikums bemühen". Bisherige Preisträger der seit 1976 verliehenen Auszeichnung waren unter anderen Inge Meysel, Harald Juhnke, Judy Winter und Katharina Thalbach.

Else Lasker-Schüler-Lyrikpreis an Safiye Can verliehen

Auszeichnung wurde erstmals nach 20 Jahren wieder vergeben

Die Dichterin Safiye Can ist in Wuppertal mit dem Lyrikpreis der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft ausgezeichnet worden. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde erstmals nach 20 Jahren wieder vergeben. Die Jury erklärte, Cans lyrische Bildsprache "mit ihrer Magie und Suggestionskraft aus dem Spannungsfeld orientalischer und okzidentaler Kultur" sei verwandt mit der der jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler. Can, die Tochter von tscherkessischen Einwandern aus der Türkei ist, veröffentlichte hat die beiden Lyrikbände "Rose und Nachtigall" und "Diese Haltestelle habe ich mir gemacht" veröffentlicht. Zentrales Thema der Offenbacherin sei die verunsichernde Liebe, hieß es. Bislang wurde der Lyrikpreis erst zweimal vergeben, 1994 an Thomas Kling und 1996 an Friederike Mayröcker. Seitdem fehlten der Lasker-Schüler-Gesellschaft trotz ihrer 1.400 Mitglieder die notwendigen Mittel für den Preis, wie es hieß.

Ilse Aichinger mit 95 Jahren gestorben

Mit ihrem einzigen Roman "Die größere Hoffnung" wurde sie 1948 schlagartig bekannt

Die Schriftstellerin Ilse Aichinger ist mit 95 Jahren in Wien gestorben. Das sagte ihre Tochter Mirjam Eich der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die österreichische Dichterin stammte aus einer jüdischen Familie und überlebte die Nazi-Zeit gemeinsam mit ihrer Mutter in einem Versteck in ihrer Geburtsstadt Wien. 1948 wurde sie mit dem Roman "Die größere Hoffnung" schlagartig bekannt. In den 50er Jahren war sie häufig bei Treffen der "Gruppe 47" zu Gast. Dort lernte sie auch den Schriftsteller Günter Eich kennen, den sie 1953 heiratete und mit dem sie zwei Kinder bekam. Aichinger galt als literarische Einzelgängerin und schuf in geheimnisvoller, verrätselter Sprache Werke von analytischer Schärfe und lyrischer Kraft. Für ihre Gedichte, Erzählungen und Hörspiele wie "Knöpfe" wurde sie mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Neue Rote Liste des Deutschen Kulturrats veröffentlicht

Gefährdete Thomas Mann-Villa in Los Angeles gerettet

Der deutsche Kulturrat hat seine neue Rote Liste der gefährdeten Kultureinrichtungen veröffentlicht. Drei Institutionen sind dazu gekommen: Das Schloss Freienwalde in Brandenburg und das Eldorado-Kino in München, die als akut gefährdet gelten, sowie das schon geschlossene Friedrich Gerstäcker-Museum. Die Thomas Mann-Villa in Los Angeles war eigentlich auch dabei, aber nun gibt es eine Zusage des Bundes das Haus anzukaufen und zu renovieren. Mit der Roten Liste will der Kulturrat regelmäßig Zeichen gegen Kulturabbau setzen und die Öffentlichkeit wachrütteln.

Herausgeber der "Cumhuriyet" in Türkei festgenommen

Ehemaliger Chefredakteur Dündar moderiert ZDF-Sendung "Aspekte"

In der Türkei ist der "Cumhuriyet"-Herausgeber nach Angaben der Zeitung nach seiner Rückkehr aus Deutschland festgenommen worden. Wie das Blatt berichtete, wurde Akin Atalay am Flughafen in Istanbul verhaftet. "Cumhuriyet" ist die letzte große regierungskritische Zeitung in der Türkei. Erst vor gut einer Woche waren der Chefredakteur Murat Sabuncu sowie weitere Führungsmitglieder der Zeitung inhaftiert worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, den gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli befürwortet zu haben. Der ehemalige "Cumhuriyet"-Chefredakteur Can Dündar war im Mai wegen der angeblichen Preisgabe von Staatsgeheimnissen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Er lebt nun im deutschen Exil und präsentiert am Freitag Abend eine Spezialausgabe der ZDF-Kultursendung "Aspekte". Die Sendung werde sich unter anderem mit der gefährlichen Lage von Journalisten, Kulturschaffenden und Künstlern in der Türkei befassen, teilte das ZDF mit. Der Gastmoderator werde die Sendung auf Türkisch mit deutschen Untertiteln moderieren, um auch die Türkisch sprechenden Zuschauer im In-und Ausland zu erreichen.

Kunstmuseum und Privatsammlung trennen sich

Zusammenarbeit des Kunstmuseums Moritzburg und der Privatsammlung Gerlinger scheitert an unterschiedlichen Vorstellungen

Das Kunstmuseum Moritzburg Halle und die Privatsammlung Hermann Gerlinger gehen getrennte Wege. "Wir trennen uns einvernehmlich. Grund sind unterschiedliche Auffassungen, wie die Sammlung in die Gesamtkonzeption des Museums eingebunden wird", sagte der Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Christian Philipsen, in Halle. In den vergangenen drei Jahren seien starke Differenzen zutage getreten. Nach der Schau "Inspiration des Fremden - Die Brücke-Maler und die außereuropäische Kunst" ende die Zusammenarbeit. Nach Ende der Ausstellung werde die Sammlung zurückgegeben. Die "Brücke"-Sammlung von Hermann Gerlinger gehört zu den bedeutendsten deutschen Privatsammlungen. Sie hatte dem Museum zufolge seit 2001 ihr Domizil in Halle. Die Leihgabe umfasst mehr als 1000 Werke, vornehmlich Arbeiten auf Papier sowie 40 Gemälde. Ein Teil der Dauerausstellung und regelmäßig thematische Sonderausstellungen werden aus dem Sammlungsbestand bestückt.

Dunja Hayali erhält Annemarie-Renger-Preis

Auszeichnung erfolgt für Einsatz gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus

Die Journalistin Dunja Hayali ist für ihren Einsatz gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus mit dem Annemarie-Renger-Preis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) wurde Hayali in Berlin überreicht. Mit dem nach der ehemaligen ASB-Präsidentin und früheren Bundestagspräsidentin benannten Preis würdigt der ASB-Bundesverband den Einsatz der ZDF-Moderatorin für Toleranz und Meinungsfreiheit. Preisträgerin Dunja Hayali, deren Eltern aus dem irakischen Mossul stammen, warnte in ihrer Dankesrede vor populistischen Tendenzen in der Gesellschaft. Zugleich rief sie dazu auf, Zivilcourage zu zeigen und seine Stimme gegen Hass und Rechtsextremismus zu erheben. Hayali zählt zudem mit Komiker Ingolf Lück und Politiker Karl-Josef Laumann zu den neuen Trägern des Landesverdienstordens Nordrhein-Westfalen. Wie die Staatskanzlei bekanntgab, wird Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die drei in NRW geborenen Prominenten am Donnerstag mit 14 weiteren Preisträgern in Düsseldorf auszeichnen.

Israels Nationaltheater spielt in besetztem Gebiet

Proteste von Künstlern, Akademikern und Linken

Das israelische Nationaltheater Habima ist erstmals in einer Siedlung im besetzten Westjordanland aufgetreten. Damit hat sich Kulturministerin Miri Regev durchgesetzt, die vor der Vorstellung in Kiryat Arba die Bühne betrat und weitere Aufführungen ankündigte. Im Vorfeld gab es zahlreiche Proteste von Künstlern, Akademikern und Linken gegen die geplante Aufführung, weil dies zu einer Normalisierung des Zustandes der Besetzung beitragen würde. Als einziges Mitglied des Ensembles boykottierte Schauspieler Shlomi Bertonov den Auftritt. Ministerin Regev hat neue Förderrichtlinien durchgesetzt um Auftritte in besetzen Gebieten für die Theater lukrativer zu machen.

Martinsumzüge in Fürth müssen Pegida weichen

Fehlerhafte Planung der Stadtverwaltung

Da im fränkischen Fürth Pegida-Demonstranten am Martinstag auf die Straße gehen wollen, können mehrere Kinder-Laternenumzüge nicht stattfinden. Das berichten die "Fürther Nachrichten" (Online-Ausgabe). Verantwortlich dafür ist den Angaben zufolge die Stadtverwaltung, die den Pegida-Aufmarsch auf den Fürther Obstmarkt verlegte, obwohl dort am frühen Abend auch drei Martinsumzüge evangelischer Kindergärten vorgesehen waren. Einer von ihnen fällt aus, ein anderer wird verlegt und ein dritter um eine Woche verschoben. Der evangelische Pfarrer Hans-Ulrich Pschierer sagte dem Blatt zufolge, man habe den Mädchen und Jungen eine "bedrohliche Kulisse" ersparen wollen. In einem Schreiben eines der Kindergärten, des Elternbeirats und des Geistlichen an die Zeitung heißt es: "Den Kindern vermitteln wir Offenheit und Menschenfreundlichkeit gegenüber allen Notleidenden unserer Zeit." Nun werde man von Rechtspopulisten verdrängt, die für Abgrenzung und Ausländerfeindlichkeit stünden. Martin von Tours gehört zu den bekanntesten Heiligen im christlichen Festkalender. In diesem Jahr gedenken die Gläubigen seines 1.700. Geburtstags.

Leonard Cohen ist tot

Singer-Songwriter starb im Alter von 82 Jahren

Der kanadische Sänger und Songwriter Leonard Cohen ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren. In einer Erklärung seiner Plattenfirma heißt es, man habe „einen der meistverehrten und produktivsten Visionäre in der Musik verloren. Cohen wuchs im kanadischen Montréal auf und siedelte später in die USA über. Seine Karriere begann er als Lyriker, wandte sich dann aber der Musik zu. Er vermischte Folkmusik mit einer dunkleren Note, die ihm weltweit Fans einbrachte. Zu Cohens bekanntesten Liedern zählen "Halleluja", "Suzanne" und "So Long Marianne". Sie wurden vielfach auch von anderen Künstlern interpretiert. Erst im vergangenen Monat hatte Cohen sein letztes Album herausgebracht, „You Want It Darker". In den Songs setzte er sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander.

Schriftsteller Julian Barnes erhält Siegfried-Lenz-Preis

Mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Hamburger Rathaus übergeben

Der britische Schriftsteller Julian Barnes ist mit dem Siegfried-Lenz-Preis geehrt worden. Die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Hamburger Rathaus übergeben. Der Vorstandsvorsitzende der Siegfried-Lenz-Stiftung, Günter Berg, würdigte Barnes als "herausragenden europäischen Erzähler und Essayisten". So eindrücklich seine Bücher von satirischen und ironischen Tonlagen geprägt seien, "so unmittelbar stellt er sich in die Tradition eines Erzählens, das essenzielle Lebensfragen der Menschen verhandelt". Mit dem Siegfried-Lenz-Preis werden internationale Schriftsteller ausgezeichnet, "deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz (1926-2014) nah ist". Den ersten Siegfried-Lenz-Preis hatte 2014 der israelische Schriftsteller Amos Oz erhalten.

Weltweite Trauer um Leonard Cohen

Künstler und Politiker würdigen Lebenswerk des Kanadiers

Nach dem Tod des kanadischen Sängers und Songwriters Leonard Cohen ist der 82-Jährige vom Ministerpräsidenten seines Landes, Justin Trudeau, gewürdigt worden: Seine Musik habe Generationen berührt, schrieb er bei Twitter. "Kanada und die Welt werden ihn vermissen." Der Bürgermeister von Cohens Geburtsstadt Montreal, Denis Coderre, schrieb: "Wir haben einen unserer größten Botschafter und Ikonen verloren." Die Fahnen in Montreal würden auf Halbmast gesetzt. Fans und Kollegen verliehen ihrer Trauer um Cohen im Internet Ausdruck. "Danke Dir Leonard Cohen. Danke für alles", schrieb die Sängerin Lily Allen. Der Schauspieler Kiefer Sutherland schrieb, dass ein "brillanter kanadischer Künstler" gestorben sei. "Eine weitere magische Stimme ist verstummt", schrieb die Sängerin und Schauspielerin Bette Midler. Oscar-Preisträger Russell Crowe bedankte sich bei Cohen für "die stillen Nächte, die Betrachtungen, den Durchblick, das sarkastische Lächeln und die Wahrheit". "Vielleicht nur Paul Simon und seine Landsfrau Joni Mitchell waren auf einer Stufe mit ihm als Song-Poet", urteilte das Musikmagazin "Rolling Stone" über Cohen. Und die "New York Times" würdigte ihn als "einen der bedeutendsten Songschreiber unserer Zeit".

Bund gibt 8,65 Millionen Euro für Hohenzollerngruft

Gruft gilt als wichtigstes fürstliches Grab in Deutschland

Der Berliner Dom bekommt für die geplante Sanierung der Hohenzollerngruft 8,65 Millionen Euro vom Bundestag. Wie die Domverwaltung mitteilte, sind damit 50 Prozent der kalkulierten Kosten finanziell abgesichert. "Wir müssen nun mit weiteren öffentlichen und privaten Geldgebern und dem Land Berlin reden", erklärte Geschäftsführer Lars-Gunnar Ziel zu den Ergebnissen der Sitzung des Bundestagshaushaltsausschusses. Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom mit knapp 100 Särgen aus fünf Jahrhunderten gilt als die wichtigste fürstliche Grablege in Deutschland. Mehr als 700.000 Besucher werden pro Jahr in Dom und Gruft gezählt. Bei der geplanten Sanierung soll der Zugang zur Gruft umgestaltet und barrierefrei werden. Das Klima in der Grablege soll kühler und trockener werden, was für die Särge dringend notwendig sei, hieß es. Aus eigenen Mitteln könne der Berliner Dom die Summe von knapp 17,3 Millionen Euro nicht aufbringen, erklärte Ziel. Das Haus finanziere sich fast ausschließlich aus Einnahmen durch Touristen und Konzertbesucher und investiere jedes Jahr rund eine Millionen Euro in den Unterhalt des Gebäudes.

Deutsches Filmfest startet in Peking

Filme der vergangenen zwei Jahre in drei chinesischen Städten

In drei Städten werden ausgewählte Filme der vergangenen zwei Jahre gezeigt. Organisiert wird das Festival von German Films und dem Goethe-Institut in China. Auf dem Programm stehen international bekannte Filme wie "Colonia Dignidad" von Florian Gallenberger, aber auch kleinere deutsche Produktionen wie "4 Könige" von Theresa von Eltz oder "Grüße aus Fukushima" von Doris Dörrie. Neben zwölf aktuelleren Filmen zeigt eine Retrospektive das filmische Schaffen von Rainer Werner Fassbinder (1945-1982). Das Filmfestival findet in der chinesischen Hauptstadt Peking sowie in den Städten Chengdu und Shenzhen statt.

Bundesmittel für Schinkelsche Bauakademie

Bundestag gibt 62 Mio. Euro für Wiederaufbau frei

Der Bundestag hat 62 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie in Berlin beschlossen. Die Entscheidung habe der Haushaltsausschuss gefällt, teilte der CDU-Abgeordnete Rüdiger Kruse der dpa mit. Der Bundestag habe für das Projekt gewonnen werden können, weil die neue Bauakademie ein Werk von nationaler Bedeutung sein werde, so Kruse. Das 1836 entstandene Gebäude des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel gilt als wegweisend für das 19. Jahrhundert. Die DDR hatte es nach schweren Kriegs-Beschädigungen 1962 abreißen lassen. Seit 2004 erinnert eine in Originalgröße errichtete Attrappe an den geometrisch gegliederten Backsteinbau.

Ausstellung zu Kinder-Comic Fix und Foxi

Schau im Hannoveraner Wilhelm-Busch-Museum wird morgen eröffnet

Mit einer Schau von rund 150 Werken gibt das Wilhelm Busch Museum in Hannover einen Einblick in das Universum der Comic-Helden Fix und Foxi. Das Werk ihres Erfinders Rolf Kauka (1917-2000) sei noch nie so umfassend zu sehen gewesen, sagte Museumsdirektorin Gisela Vetter-Liebenow. Die Ausstellung zeige die Entwicklung der beiden Füchse und ihrer Begleiter Lupo, Oma Eusebia und Co von der ersten Auflage im Oktober 1953 an. Fix und Foxi sei bis heute der bedeutendste deutsche Comic, sagte Vetter-Liebenow. Als die Serie im Jahr 1994 eingestellt wurde, seien weltweit 780 Millionen Hefte verkauft worden. Kauka habe mit Fix und Foxi den "Comic in Deutschland aus der Schmuddelecke geholt".

Auktion von Bowie-Kunstsammlung

Erlös übertrifft schon am ersten Tag alle Erwartungen

Die Versteigerung der Kunstsammlung des verstorbenen Sängers David Bowie hat die Erwartungen schon am ersten Tag deutlich übertroffen. Allein das hoch gehandelte Gemälde "Air Power" des US-Amerikaners Jean-Michel Basquiat erbrachte in London einen Kaufpreis von fast sieben Millionen Euro statt der erwarteten drei bis vier Millionen. Ein Bild des britischen, deutschstämmigen Malers Frank Auerbach, das mit maximal 690.000 Euro taxiert worden war, wurde für 3,7 Millionen Euro ersteigert. Ein rundes Popart-Gemälde des Briten Damien Hirst, das der Sänger Bowie selbst mit Initialen und Datum abgezeichnet hatte, fand für mehr als 700.000 Euro einen neuen Besitzer. Insgesamt hatte das Auktionshaus Sotheby's für die zweitägige Versteigerung einen Gesamtschätzwert von 15 Millionen Euro angegeben. Inzwischen liegt der Erlös bei fast 28 Millionen Euro. Er soll Bowies Familie zugutekommen.

Neue Mitglieder für Limbach-Kommission berufen

Kommission wird durch jüdische Vertreter verstärkt

In der Limbach-Kommission zur Rückgabe von NS-Raubkunst werden als jüdische Vertreter der Historiker Raphael Gross, Direktor des Simon-Dubnow-Instituts in Leipzig, und der Judaist Gary Smith, früherer Direktor der American Academy in Berlin, neu in das Gremium berufen. Ein dritter Platz, der durch den Tod der früheren Bundesgerichtshofpräsidentin Jutta Limbach freigeworden ist, wird mit Marion Eckertz-Höfer besetzt. Sie ist die ehemalige Präsidentin des Bundesverwaltungsgerichts. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch die Reform der Kommission beschlossen. Sie wird eingeschaltet, wenn es Streit um die Rückgabe von NS-Raubkunst gibt. Vertreter von jüdischen Erben hatten kritisiert, dass die Opferperspektive bisher in dem Gremium nicht den ihr gebührenden Stellenwert hat.

Bundesamt für Bauwesen über Pergamonmuseum

Behörde listet Gründe für Kostensteigerungen und Verzögerungen auf

Dass die Sanierung des Pergamonmuseums auf der Berliner Museumsinsel teurer wird und länger dauert, hat verschiedene Ursachen. Das zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung benennt dafür zum einen "massive Störungen bei der Grundinstandsetzung des historischen Gebäudes". Wegen der schwierigen Untergrundsituation der Museumsinsel hätten nachträglich mehr als 700 sogenannte Mikropfähle in Tiefen zwischen 10 und 30 Metern eingesetzt werden müssen. Zuvor habe es "keinerlei Hinweise" gegeben, dass man dabei auf zwei Pumpenhäuser aus der Bauzeit stoßen würde. Ein weiterer Grund sei die mangelhafte und teils fehlende Ausführungsplanung bei der technischen Gebäudeausrüstung. Dem damit beauftragten Fachplanungsbüro sei es trotz permanenter Gespräche nicht gelungen, die Leistungen termingerecht und in der nötigen Qualität zu erbringen. Deshalb sei dem Büro im Herbst 2015 gekündigt und die Aufträge neu vergeben worden. Das erkläre die auf 477 Millionen Euro gestiegenen Gesamtkosten und die um zwei Jahre verspätete Fertigstellung des ersten Bauabschnitts 2023.

Asli Erdogan droht in der Türkei lebenslange Haft

Autorin war im Rahmen einer Razzia Mitte August festgenommen worden

Die in Istanbul wegen Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung inhaftierte Schriftstellerin Asli Erdogan könnte zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt werden. Der Staatsanwalt wolle dies für sie und acht weitere Angeklagte fordern, berichtet Anadolu unter Berufung auf die Anklageschrift. Die Autorin war im Rahmen einer Razzia gegen Unterstützer der pro-kurdischen Zeitung "Özgür Gündem" Mitte August festgenommen worden, wenig später wurde Haftbefehl erlassen.

Bundes-Kulturetat steigt 2017 um fast 20 Prozent

Zusätzliche Ausgaben sollen unter anderem in den Denkmalschutz und die Museums-, Theater- und Musikförderung fließen

Der Bundestag hat den Kulturetat für 2017 bewilligt. Im kommenden Jahr steige das Budget mit zusätzlichen 660 Millionen Euro um 19,5 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro. Das gab der zuständige Berichterstatter Rüdiger Kruse nach der sogenannten Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses bekannt. Die Bundesregierung "zeige damit ihre große Wertschätzung für die Kultur in Deutschland", ergänzte Kruse. "Neben der Bewahrung großer kultureller Schätze ist es vor allem eine spürbare Investition in die Zukunft unseres Landes." Der 'Nachschlag' soll unter anderem in den Denkmalschutz und die Museums-, Theater- und Musikförderung fließen.

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