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Mittwoch, 13.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 10. November 2016

Bundes-Kulturetat steigt 2017 um fast 20 Prozent

Das teilte der CDU-Abgeordnete Kruse mit

Der Bundestag hat den Kulturetat für 2017 bewilligt. Im kommenden Jahr steige das Budget mit zusätzlichen 660 Millionen Euro bewilligt um 19,5 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro. Das gab der zuständige Berichterstatter Rüdiger Kruse (CDU) nach der sogenannten Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses bekannt. Die Bundesregierung "zeige damit ihre große Wertschätzung für die Kultur in Deutschland", ergänzte Kruse. "Neben der Bewahrung großer kultureller Schätze ist es vor allem eine spürbare Investition in die Zukunft unseres Landes." Der 'Nachschlag' soll unter anderem in den Denkmalschutz und die Museums-, Theater- und Musikförderung fließen.

Asli Erdogan droht in der Türkei lebenslange Haft

Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu

Die in Istanbul wegen Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung inhaftierte Schriftstellerin Asli Erdogan könnte zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt werden. Der Staatsanwalt wolle dies für sie und acht weitere Angeklagte fordern, berichtet Anadolu unter Berufung auf die Anklageschrift. Die Autorin war im Rahmen einer Razzia gegen Unterstützer der pro-kurdischen Zeitung "Özgür Gündem" Mitte August festgenommen worden, wenig später wurde Haftbefehl erlassen.

Raphael Gross und Gary Smith neu in Limbach-Kommission

Das teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit

In der Limbach-Kommission zur Rückgabe von NS-Raubkunst werden als jüdische Vertreter der Historiker Raphael Gross, Direktor des Simon-Dubnow-Instituts in Leipzig, und der Judaist Gary Smith, früherer Direktor der American Academy in Berlin, neu in das Gremium berufen. Ein dritter Platz, der durch den Tod der früheren Bundesgerichtshofpräsidentin Jutta Limbach freigeworden ist, wird mit Marion Eckertz-Höfer besetzt. Sie ist die ehemalige Präsidentin des Bundesverwaltungsgerichts. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch die Reform der Kommission beschlossen. Sie wird eingeschaltet, wenn es Streit um die Rückgabe von NS-Raubkunst gibt. Vertreter von jüdischen Erben hatten kritisiert, dass die Opferperspektive bisher in dem Gremium nicht den ihr gebührenden Stellenwert hat.

Bundesamt für Bauwesen über Pergamonmuseum

Behörde listet Gründe für Kostensteigerungen und Verzögerungen auf

Dass die Sanierung des Pergamonmuseums auf der Berliner Museumsinsel teurer wird und länger dauert, hat verschiedene Ursachen. Das zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung benennt dafür zum einen "massive Störungen bei der Grundinstandsetzung des historischen Gebäudes". Wegen der schwierigen Untergrundsituation der Museumsinsel hätten nachträglich mehr als 700 sogenannte Mikropfähle in Tiefen zwischen 10 und 30 Metern eingesetzt werden müssen. Zuvor habe es "keinerlei Hinweise" gegeben, dass man dabei auf zwei Pumpenhäuser aus der Bauzeit stoßen würde. auf die es bislang keinerlei Hinweise gab. Ein weiterer Grund sei die mangelhafte und teils fehlende Ausführungsplanung bei der technischen Gebäudeausrüstung. Dem damit beauftragten Fachplanungsbüro sei es trotz permanenter Gespräche nicht gelungen, die Leistungen termingerecht und in der nötigen Qualität zu erbringen. Deshalb sei dem Büro im Herbst 2015 gekündigt und die Aufträge neu vergeben worden. Das erkläre die auf 477 Millionen Euro gestiegenen Gesamtkosten und die um zwei Jahre verspätete Fertigstellung des ersten Bauabschnitts 2023.

Mehr Transparenz für Kosten bei Bundesbauten

Das teilte das Bundesbauministerium mit

Ministerin Barbara Hendricks (SPD) will bei größeren Staats-Bau-Projekten regelmäßig über Kosten- und Zeitpläne informieren. Man wolle "nicht den Eindruck entstehen lassen, die öffentliche Hand ist zu blöd zum Bauen", erklärte ihr Staatssekretär Florian Pronold. Ziel sei es, so der SPD-Politiker, künftig von Anfang an auch die erwarteten Baupreissteigerungen und eine Risikovorsorge mit einzuplanen. Dies sei nach den bisherigen Vorschriften nicht möglich. Die Steigerung der Sanierungskosten von 261 auf 477 Millionen Euro für das Pergamonmuseum in Berlin wurde wie folgt beziffert: 33 Millionen Euro für "Fortschreibung bis 2015, 80 Millionen Euro - Störungen im Planungs- und Bauablauf, 58 Millionen Euro - Baukostensteigerung, 45 Millionen Euro - Risikovorsorge". Der Haushaltsausschuss des Bundestages genehmigte heute 136 Millionen Euro für die Sanierung und weitere 87 Millionen Euro für die Haushaltsjahre bis 2021.

Neues EuGH-Urteil zu E-Books

Börsenverein kritisiert Entscheidung für Bibliotheken

Unter bestimmten Bedingungen sind E-Books und gedruckte Bücher in Bibliotheken gleich zu behandeln. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. In seiner Erklärung wird erläutert, Bibliotheken dürften digitale Bücher verleihen, ohne mit den Verlagen und Autoren marktgerechte Lizenzverträge abzuschließen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nannte das Urteil einen "falschen Schritt".Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis erläuterte: Damit Verlage und Autoren für die Verbraucher weiter an nachhaltigen Geschäftsmodellen arbeiten und am Markt bestehen könnten, bedürfe es stabiler Rahmenbedingungen. Wenn Autoren und Verlage nicht mehr mit Bibliotheken zu angemessenen Konditionen Lizenzen für die E-Book-Nutzung verhandeln könnten, erhielten sie keine marktgerechte Vergütung mehr für ihre Leistung. Gegen die niederländische Stichting Leenrecht – eine Stiftung, die mit der Erhebung der Urhebervergütung betraut ist - hatte in Luxemburg die Vereniging Openbare Bibliotheken (VOB) geklagt. Streitpunkt war der als "One-copy-one-user"-Modell organisierte Verleih.

Reinhold Beckmann verlässt die ARD-Sportschau

Das sagte der 60jährige dem "Hamburger Abendblatt"

Zum Ende der laufenden Bundesliga-Saison will sich Reinhold Beckmann als Moderator der "Sportschau" verabschieden. Er trage sich mich mit diesem Gedanken schon "seit ein, zwei Jahren". Für seine Reportagereihe sei er seit mehr als zwei Jahren "fast pausenlos unterwegs" und habe dabei Erfahrungen gemacht, die ihn über seine künftigen Schwerpunkte nachdenken ließen. Er wolle sich in Zukunft intensiv "mit Themen und Menschen auseinanderzusetzen".

Drei Neuzugänge bei der Akademie für Sprache und Dichtung

Die Institution zählt nunmehr 192 Mitglieder

Anne Bohnenkamp-Renken, Andreas Gardt und Andreas Steinhöfel sind in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen worden. Die Literaturwissenschaftlerin Bohnenkamp-Renken ist seit 13 Jahren Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts/Frankfurter Goethehaus und seit 2012 Professorin in der Universität am Main. Der Sprachwissenschaftler Gardt lehrt seit 2001 an der Universität Kassel. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Geschichte der Sprachtheorie, Text- und Diskursanalyse sowie die Rolle der Sprache in Literatur und Gesellschaft. In diesem Jahr wurde er Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Nach Erich Kästner ist Andreas Steinhöfel der zweite explizite Kinder- und Jugendbuchautor in der Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen der Erich-Kästner-Preis für Literatur und der Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk.

US-Nachrichtenportal "Breitbart" will expandieren

Bald will es auch in Europa vertreten sein

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump will das rechtspopulistische US-Nachrichtenportal "Breitbart News" sich breiter aufstellen. Chefredakteur Alexander Marlow kündigte gegenüber Reuters an, in den USA zu expandieren und Niederlassungen in Europa einzurichten. Während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte "Breitbart" sich mit verbalen Angriffen auf Hillary Clinton an die Seite des republikanischen Kandidaten gestellt. Stephen Bannon hatte im August seinen Chefredakteursposten aufgegeben und Chef von Trumps Wahlkampfteam geworden.

Neuer Chef im Museum Frieder Burda

Das teilte das Haus in Baden-Baden mit

Der langjährige Geschäftsführer des Kunstmuseums Wolfsburg, Henning Schaper, wird Direktor des Museums Frieder Burda. Der 1963 Schaper tritt seinen neuen Posten am 1. Mai an. Berufen hat ihn der Vorstand der Stiftung. Für Museumsgründer Frieder Burda sei die Personalie ein Schritt, das Museum für die Zukunft aufzustellen und einen Generationswechsel einzuleiten, hieß es in Baden-Baden. Das Haus wird seit zwei Jahren vom früheren Direktor des Lenbachhauses München, Helmut Friedel, geleitet, der weiter Berater und Kurator der Sammlung mit 1000 Werken moderner und zeitgenössischer Kunst bleiben werde. Das 2004 eröffnete Museum wurde nach Plänen des Architekten Richard Meier errichtet.

Chemnitzer Stadtrat beschließt Konzept für Theater

Das berichtet die "Chemnitzer Freie Presse"

Der Chemnitzer Stadtrat hat mit großer Mehrheit ein Konzept beschlossen, dass die Städtische Theatergesellschaft über 2018 hinaus sichern soll. So will die öffentliche Hand die Subventionen von knapp 27 Millionen Euro auf 32,5 Millionen Euro im Jahr 2025 anheben. Allerdings nur, wenn die 450 Angelstellten auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. Dann allerdings werden auch der Neubau eines Technikgebäudes und ein neues Schauspielhaus nahe der Oper ins Auge gefasst, berichtet das Blatt. Mit dem Beschluss des Zukunftskonzepts dürfte die Diskussion über die Schließung der Ballettsparte nach Auslaufen des Haustarifvertrages vom Tisch sein. Der Stadt wertete die bei einer Gegenstimme gefällte Entscheidung als Anstoß für ein neues "Kulturquartier", mit dem sich die Innenstadt aufwerten ließe, um sich um den Titel Kulturhauptstadt Europas zu bewerben.

Bundestag billigt Novelle zur Filmförderung

Es soll mehr Geld für weniger Projekte geben

Der Bundestag hat die Gesetzesnovelle zur Förderung des deutschen Films gebilligt. In den kommenden fünf Jahre sollen unter anderem die Entwicklung von Drehbüchern gefördert und das Augenmerk auf die Qualität der Werke gerichtet werden. Demnach sollen vom 1. Januar an die Fördermittel auf weniger, dafür aber erfolgversprechendere Filme konzentriert werden. Mit dem neuen Gesetz könnten künstlerische Ideen und wirtschaftliche Wagnisse, wie zuletzt Maren Ades "Toni Erdmann", auch in Zukunft weiter möglich sein, erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Außerdem würden die Fördergremien verschlankt und geschlechtergerecht besetzt. Der Linken-Politker Petzold kritisierte, wer Filmförderung am kommerziellen Erfolg messe, sei auf dem falschen Weg. Ähnlich äußerten sich die Grünen. Deren Abgeordnete Rößner beklagte eine steigende Bürokratie, die kreative Künstler einschränke.

Can Dündar moderiert im ZDF auf Türkisch

Sonderausgabe des "aspekte"-Kulturmagazins am 11. November

Der Journalist Can Dündar am kommenden Freitag ein Spezial der "aspekte"-Sendung in seiner Muttersprache Türkisch präsentieren. Laut ZDF bezeichnete Dündar dies als "Solidarität unter Medien gegen die Unterdrückung der Medien." Das Magazin wird sich mit der Situation in der Türkei, aber auch in Ungarn beschäftigten und die Auswirkungen der Wahl von Donald Trump auf Europa zu analysieren versuchen. Die Sendung wird Deutsch untertitelt sein. Der wegen Geheimnisverrats verurteilte ehemalige Chefredakteur der regierungskritischen Tageszeitung "Cumhuriyet" lebt im Exil in Deutschland.

Griechenland muss Karett-Schildkröten stärker schützen

So lautet das Urteil des Europäischen Gerichtshofes

Griechenland hat gegen seine Verpflichtung verstoßen, die Meeresschildkröte Caretta caretta zu schützen. Zur Begründung erklärten die Richter in Luxemburg, der Lebensraum der Schildkröten könne durch Bauprojekte, Wohnungen und Bars in der Nähe der Bucht von Kyparissia auf dem Peloponnes erheblich beeinträchtigt werden. Lärm, Licht und die Anwesenheit von Menschen in dem Schutzgebiet könnten zudem die Fortpflanzung der Tiere stören. Die Schildkröte legt alle zwei bis drei Jahre zwischen Mai und August Eier. Dazu kommt sie in der Nacht an Land, gräbt am Strand eine Kuhle und legt dort ihre Eier ab. Etwa zwei Monate später schlüpfen die kleinen Schildkröten und laufen zum Meer. Nach geltendem EU-Recht sind die Staaten verpflichtet, wildlebende Tiere zu erhalten und damit zur Artenvielfalt in Europa beizutragen. Kommt Griechenland dem Urteil nicht nach, könnte die EU-Kommission erneut klagen. Im äußersten Fall drohen auch Geldstrafen.

Direktor für "Haus der Geschichte Österreichs" gesucht

Ausgeschrieben wurde der Posten von der Österreichischen Nationalbibliothek

Der österreichische Kulturminister Thomas Drozda will die zentrale Leitungsfunktion für das geplante "Haus der Geschichte Österreich" bis Anfang nächsten Jahres besetzt sehen. Seit heute bis zum 8. Dezember läuft die Bewerbungsfrist. Die Entscheidung trifft ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger, nachdem ein Beirat ihr drei Vorschläge gemacht hat. Das "Haus der Geschichte Österreich" soll ein fachlich eigenständiges Museum Teil der Österreichischen Nationalbibliothek werden. Das HGÖ soll seinen Fokus auf die österreichische Geschichte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts legen. Angesiedelt in der Neuen Burg, war ursprünglich eine Ausstellungsfläche von 3.000 Quadratmetern geplant. Kulturminister Drozda will für die erste Ausstellung zum Republiksjubiläum 2018 aber nur knapp 2000 Quadratmeter verplant sehen, berichtet "Der Standart". Langfristig schweb Drozda ein Neubau vor, über den allerdings erst in der nächsten Legislaturperiode entschieden werden solle.

Kirk Douglas bekommt jüdischen Kulturpreis

Teddy-Kollek-Preis für sein Engagement für die jüdische Kultur

Einen Monat vor seinem 100. Geburtstag ist der US-Schauspieler Kirk Douglas für sein Engagement für die jüdische Kultur geehrt worden. Der Jüdische Weltkongress (WJC) verlieh ihm den Teddy-Kollek-Preis in New York. "Am 9. Dezember wird mein Vater 100 Jahre alt. Ich weiß, dass er diese Auszeichnung als sehr verfrühtes Geburtstagsgeschenk betrachtet", sagte Oscar-Preisträger Michael Douglas (72), der den Preis im Namen seines Vaters entgegennahm. Kirk Douglas, der mit bürgerlichem Namen Issur Danielovitch Demsky heißt, spielte 1953 in dem Film "Der Gehetzte" einen Holocaust-Überlebenden, dreizehn Jahre später in "Der Schatten des Giganten" einen Offizier zur Entstehungszeit Israels. Der Jüdische Weltkongress hat es sich zur Aufgabe gemacht, die nicht in Israel lebenden Juden politisch zu vertreten. Auch Noch-US-Vizepräsident Joe Biden (73) wurde auf der Gala in New York geehrt.

Ein Viertel der Verlage durch VG-Wort-Urteil gefährdet

Das prognostiziert der Börsenverein des deutschen Buchhandels

"Wir begrüßen es sehr, dass die Kulturstaatsministerin uns in der Forderung nach finanzieller Hilfe für gefährdete Verlage und einer schnellen Gesetzesänderung unterstützt", erklärte der Geschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis. "20 bis 25 Prozent der Verlage sind nach unserer Einschätzung durch die Rückforderungen der Verwertungsgesellschaften akut existenzgefährdet." Man benötige dringend sowohl europäische als auch nationale Gesetzesänderungen, damit Autoren und Verlage in Zukunft wieder gemeinsam und partnerschaftlich ihre Rechte wahrnehmen könnten. Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom April fordert die Verwertungsgesellschaft (VG) Wort von deutschen Verlagen insgesamt rund 100 Millionen Euro zurück. Die VG Wort sei durch die BGH-Entscheidung verpflichtet, die Rückforderungen für 2012 bis 2015 geltend zu machen, teilte das geschäftsführende Vorstandsmitglied Robert Staats mit. Der Bundesgerichtshof hatte entschieden, dass die Verlage nicht mehr an den Millionen-Einnahmen der VG Wort aus Urheberrechten beteiligt werden dürfen. Bisher wurden die - etwa von Copyshops und Bibliotheken erhobenen - Gelder zwischen Autoren und Verlagen aufgeteilt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters befürchtet, dass "trotz des guten Willens der Beteiligten auch Insolvenzen nicht auszuschließen sind".

Bowies Kunstsammlung wird versteigert

Kollektion hat laut Auktionshaus Wert von rund 15 Millionen Euro

Die aus mehr als 350 Werken bestehende Kunstsammlung des im Januar gestorbenen Rock-Superstars David Bowie wird in London versteigert. Nach Angaben des Auktionshauses Sotheby's hat die Kollektion einen Mindestschätzwert von rund 15 Millionen Euro. Beim Bieterwettbewerb wird mit reger Beteiligung von Kunstsammlern, Galerien, Museen und Fans gerechnet. Einige der wichtigsten Werke der Bowie-Kollektion stammen vom 1931 in Berlin geborenen Briten Frank Auerbach und vom Amerikaner Jean-Michel Basquiat (1960-1988). Dessen Gemälde "Air Power" ist mit einem Mindestpreis von rund drei Millionen Euro das teuerste Angebot. Bowie war am 10. Januar - zwei Tage nach der Veröffentlichung seines Albums "Blackstar" - mit 69 Jahren in seiner Wahlheimat New York an Krebs gestorben.

Neuer Anlauf für Einheitsdenkmal

Haushaltsausschuss hatte 2007 beschlossenen Bau wegen Kostensteigerung gekippt

Der Kulturausschuss des Bundestags will einen neuen Anlauf zu einem Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin machen. In einem öffentlichen Fachgespräch sollen neue Möglichkeiten des Projekts erörtert werden. "Wir wollen von Beginn an sicherstellen, dass die Öffentlichkeit einbezogen wird", sagte die zuständige Berichterstatterin Hiltrud Lotze. Grüne und Linke unterstützten ihren Angaben zufolge den Vorschlag, die Union reagierte zurückhaltend. Das Denkmal soll an die deutsche Wiedervereinigung erinnern. Der Haushaltsausschuss hatte den 2007 vom Bundestag beschlossenen Bau wegen einer Kostensteigerung von 10 auf 15 Millionen Euro gekippt. Geplant war eine riesige begehbare Waage neben dem wiederaufgebauten Berliner Schloss.

Privates Übergangsquartier für Berliner Pergamonmuseum

Privat finanziertes Haus soll Originalteile des weltberühmten Altars zeigen

Wegen der jahrelangen Sanierung des Pergamonmuseums soll in Berlin erstmals ein privat finanziertes Ausweichquartier entstehen. Die Stuttgarter Wolff Gruppe will den temporären Ausstellungsbau direkt gegenüber der Museumsinsel auf eigene Kosten bauen und das Geld durch Eintritte wieder hereinbekommen. Der Präsident der für das Pergamonmuseum verantwortlichen Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, sagte, damit bleibe das Thema Pergamon auch während der Sanierungszeit für die Besucher erfahrbar. Das Haus soll ab 2018 ein riesiges Panorama der antiken griechischen Stadt und Originalteile des weltberühmten Altars zeigen. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass sich die Wiedereröffnung des Altarsaals im Museum um vier Jahre bis 2023 verzögert.

Kabinett beschließt Reform der Limbach-Kommission

Zahl der Kommissionsmitglieder wird erhöht, mit dabei mindestens eine jüdische Einzelpersönlichkeit

Nach Kritik von internationalen Opfervertretern wird die sogenannte Limbach-Kommission zur Rückgabe von NS-Raubkunst reformiert. Das Bundeskabinett beschloss ein entsprechendes Konzept von Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Am Donnerstag sollen noch die Länder zustimmen. Nach dem Papier wird die Zahl der Kommissionsmitglieder von acht auf zehn erhöht. Unter den neuen Vertretern soll "mindestens" eine jüdische Einzelpersönlichkeit sein. Das Gremium berät in Streitfällen um NS-Raubkunst. Eine Gruppe von Opferanwälten aus Deutschland, Italien und den USA hatte Anfang des Jahres in einem Offenen Brief kritisiert, dem bisherigen Verfahren mangele es an Transparenz, Fairness und Gerechtigkeit.

US-Kulturschaffende entsetzt über Trumps Wahlsieg

Viele zeigten im Wahlkampf ihre Sympathien für Hillary Clinton

"Peinlich" und "furchteinflößend": Zahlreiche Prominente haben entsetzt auf Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten reagiert. "Was für ein Land, wie peinlich, was für ein Land", schrieb der mexikanische Hollywood-Star Gael Garcia Bernal auf Twitter. Immer wieder hatte Trump angekündigt, eine Mauer an der US-mexikanischen Grenze errichten zu lassen. Sängerin Cher fühlte sich gar an das Deutsche Reich erinnert: "So wie in Deutschland in den 30ern haben Ärger und Wut die USA erfasst." Im Wahlkampf hatte die Demokratin Hillary Clinton deutlich mehr Stars auf ihrer Seite als Trump. Mehrere Promis kündigten sogar an, das Land zu verlassen, falls Trump gewinnt - darunter Sängerin Barbra Streisand und Comedian Amy Schumer, wie CNN berichtete.

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