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Kulturnachrichten

Samstag, 28. November 2015

Schweizer Theaterregisseur Luc Bondy gestorben

67-Jähriger war schwer krank

Der Schweizer Theaterregisseur Luc Bondy ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Das gab das von ihm seit 2012 geleitete Odéon-Theater in Paris heute bekannt. Bondy hatte seit einiger Zeit mit einer schweren Erkrankung zu kämpfen. Die für Januar angesetzte Othello-Inszenierung musste deswegen verschoben werden. Im Laufe seiner erfolgreichen Karriere als Theatermacher war Bondy unter anderem auch jahrelang als Intendant der Wiener Festwochen tätig.

Weitere Kammern in Tutanchamun-Grab erwartet

Experten werten Radarbilder aus

Das krisengeplagte Ägypten hofft auf einen archäologischen Sensationsfund im weltberühmten Tal der Könige. Japanische Experten werten nach Angaben des Ministeriums für Altertümer in den kommenden vier Wochen Radarbilder aus, die Hinweise auf Geheimkammern hinter der Nordwand des Grabes von Tutanchamun geben. Bei einer Pressekonferenz in Luxor sagte Minister Mamduch Damati, dass sich Experten ´"zu 90 Prozent" sicher seien, weitere Räume zu finden. Die Auswertung der Bilder soll nach seinen Angaben etwa einen Monat dauern. Erst dann soll es einen Plan zum weiteren Vorgehen geben. Der britische Archäologe Nicholas Reeves war im August mit der Theorie weiterer Kammern im Tutenchamun-Grab an die Öffentlichkeit getreten. Im September nahm eine Forschungsexpedition im Tal der Könige die Suche nach dem bislang unentdeckten Grab der legendären Königin Nofretete auf.

Hollywood räumt Fehlbesetzung ein

Bei "Gods of Egypt" spielen ausschließlich weiße Stars die Hauptrollen

Das Hollywoodstudio Lionsgate räumt ein, bei der Besetzung des Fantasy-Epos "Gods of Egypt" die angemessene "Vielfalt" versäumt zu haben. Nach einem Bericht des "Hollywood Reporter" entschuldigen sich Lionsgate und Regisseur Alex Proyar jetzt offiziell für ihr Casting. Zuvor hatte unter anderen Bette Midler Kritik an der Wahl der Stars geübt. "Ägypter sind nicht weiß, weder in der Geschichte noch heute. Was ist mit Eurer Geografie? Dies ist Afrika." Das mit 140 Millionen Dollar (132 Millionen Euro) produzierte Drama zeigt Gerard Butler, Geoffrey Rush, Nikolaj Coster-Waldau and Brenton Thwaites als Götter und Helden der Antike. Er kommt am 28. April in deutsche Kinos.

Villa Grisebach versteigert Kunst für 56 Millionen Euro

Allein Max Beckmanns "Bildnis eines jungen Mädchens" brachte 1,225 Millionen Euro

Das Auktionshaus Grisebach hat das beste Jahresergebnis in seiner 30-jährigen Geschichte erzielt. 2015 seien Kunstwerke für insgesamt rund 56 Millionen Euro versteigert worden, teilte die Villa Grisebach zum Abschluss ihrer viertägigen Herbstauktionen in Berlin mit. Höhepunkt war der Donnerstag, an dem in einer Stunde 11,4 Millionen Euro erzielt wurden. Allein das unvollendete "Bildnis eines jungen Mädchens" von Max Beckmann (1884-1950) brachte 1,225 Millionen Euro ein. Das "Helle Sonnenblumenbild" von Emil Nolde (1867-1956) fand einen Privatsammler, der 1,04 Millionen Euro dafür zahlte.

Thema Raubkunst: Parzinger für Stärkung der Forschung

Auch internationale Vernetzung solle ausgebaut werden

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat dazu aufgerufen, die Forschung zur Herkunft von Kunstwerken zu stärken. "Deutschland ist vorangekommen, es gibt jetzt mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste einen zentralen Ansprechpartner", erklärte Parzinger in Berlin. "Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände arbeiten gut zusammen. Wir haben exzellente Forscherinnen und Forscher, aber wir haben leider nicht genug von ihnen oder nicht genügend Mittel, um sie zu beschäftigen." Parzinger war als Redner zu einer Tagung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste geladen. Das Magdeburger Zentrum ist der zentrale Ansprechpartner zu Fragen von NS-Raubgut, fördert die Herkunftsforschung (Provenienzrecherche) und dokumentiert Kunstverluste in der «Lost Art»-Datenbank. Parzinger plädierte dafür, die Ausbildung von Provenienzforschern als wichtigen Bestandteil des Studiums der Kunstgeschichte zu etablieren und mehr Geld in die Recherche und internationale Vernetzung zu investieren.

Julia Haller erhält Kardinal-König-Preis

Preis ist mit 11.000 Euro dotiert

Julia Haller (37), deutsche Künstlerin aus Frankfurt am Main, hat den Kardinal-König-Kunstpreis 2015 erhalten. Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner überreichte die mit 11.000 Euro dotierte Auszeichnung bei einem Festakt in der Mozart-Stadt. Der alle zwei Jahre von der Erzdiözese Salzburg vergebene Kunstpreis will "Initiativen zur Begegnung und zum Dialog zwischen Künstlerinnen und Künstlern und der römisch-katholischen Kirche" fördern. Gleichzeitig wurde eine Ausstellung mit Arbeiten aller 22 in diesem Jahr nominierten Künstler eröffnet. Der Kardinal-König-Kunstpreis wurde 2004 gegründet und 2005 erstmals vergeben. Ausgewählt wird laut den Statuten ein Werk, das "eine für den zeitgenössischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurs wichtige Position darstellt".

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