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Kulturnachrichten

Sonntag, 15. November 2015

Boxer-Porträt "Herbert" gewinnt Kinopreis "Lüdia"

Preis für Nachwuchsfilmer ist mit 10.000 Euro dotiert

Das Porträt "Herbert" über einen an der Krankheit ALS leidenden Boxer hat den Hauptpreis "Lüdia" des Kinofests Lünen gewonnen. Regisseur Thomas Stuber habe damit ein emotional packendes Drama gezeichnet, erklärten die Organisatoren am Sonntagabend. Die Hauptrolle spielt Peter Kurth ("Hallesche Kometen"). Der Preis, der sich an Nachwuchsfilmer richtet, ist mit 10 000 Euro dotiert. Nach Angaben der Organisatoren besuchten etwa 9000 Menschen das viertägige Festival für deutsche Filme.

Bataclan-Leitung: Musikclub wird wieder öffnen

Nicht wieder zu öffnen, wäre eine Kapitulation, so die Betreiber

Trotz des Massakers im Pariser Bataclan sieht einer der Leiter der bekannten Konzerthalle eine Perspektive für den Musikclub. "Das Bataclan wird wieder öffnen", sagte Dominique Revert in einem Interview des TV-Senders Canal+. "Es wäre eine Kapitulation, würden wir das nicht tun", zitierte der Fernsehsender BMFTV weiter aus dem Interview. Die Halle werde aber in den kommenden Monaten, vielleicht auch Jahren, ein bedrückender Ort bleiben. Im Bataclan wurden am Freitagabend etwa 90 Menschen getötet, als eines der Pariser Terrorkommandos während eines Konzerts der US-Rockband Eagles of Death Metal um sich schoss und Bomben zündete. Auch heute versammelten sich Hunderte an den Gittern am weiträumig abgesperrten Club. Sie legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Theaterpreis "Der Faust" für Mephisto-Darstellerin Beglau

Regiepreis geht an Jette Steckel

Die Schauspielerin Bibiana Beglau ist mit dem Theaterpreis "Der Faust" 2015 ausgezeichnet worden. Die 44-Jährige erhielt den Preis für Kulturschaffende an deutschen Bühnen für ihre Rolle des Mephisto in einer Faust-Inszenierung des Bayerischen Staatsschauspiels München. Als beste Regisseurin im Bereich Schauspiel wurde Jette Steckel für die Inszenierung des Stücks "Die Tragödie von Romeo und Julia" geehrt, die am Hamburger Thalia Theater zu sehen ist. Für sein Lebenswerk wurde der österreichische Opernsänger Franz Mazura ausgezeichnet. "Der Faust" wurde in insgesamt neun Kategorien vergeben. Er feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum.

ARD-Hörspieltage: "Das Projekt bin Ich!" holt Hauptpreis

"Magdeburg hieß früher Madagaskar" als bestes Kinderhörspiel ausgezeichnet

Das Hörspiel "Das Projekt bin Ich!", produziert vom Rundfunk Berlin-Brandenburg, ist mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet worden. Darin lässt Autorin Ulrike Müller fünf Schauspieler darüber sprechen, wie schwierig es ist, sich als Künstler in einer hochflexiblen Arbeitswelt mit unterbezahlten Jobs durchzuschlagen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und mit der Ausstrahlung in den Kulturradios der ARD, des ORF und des SRF sowie bei Deutschlandradio Kultur verbunden. Der ebenfalls mit 5000 Euro dotierte Deutsche Kinderhörspielpreis ging an den deutsch-kroatischen Autor Zoran Drvenkar für sein Stück "Magdeburg hieß früher Madagaskar", produziert vom Deutschlandradio Kultur. Der Publikumspreis "ARD Online Award" in Höhe von 2500 Euro ging an das Hörspiel "The King is Gone. Des Bayernkönigs Revolutionstage" von Andreas Ammer, Markus Acher und Micha Acher für den Bayerischen Rundfunk. Die ARD-Hörspieltage gelten als größtes Festival für Hörspiel im deutschsprachigen Raum. Sie fanden zum 12. Mal statt.

Foo Fighters brechen Europatournee nach Anschlägen ab

Konzerte in Turin, Paris, Lyon und Barcelona fallen aus

Nach den Anschlägen von Paris haben die Foo Fighters ihre Europatournee abgebrochen. Die Band erklärte, sie sähe sich mit großer Trauer und tief empfundener Sorge für jeden in Paris gezwungen, den Rest der Tour abzusagen. Eigentlich wollte sie nach einem Konzert am Samstag in Turin am Montag in Paris und anschließend noch in Lyon und Barcelona spielen. "Im Lichte dieser sinnlosen Gewalt, der Schließung von Grenzen, der internationalen Trauer, können wir jetzt nicht weitermachen", hieß es in der Erklärung. "Es gibt keine andere Art, es zu sagen. Das ist verrückt und zum Kotzen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei jedem, der verletzt wurde oder einen Lieben verloren hat."

Kunstsammlung von Dietmar Schönherr wird versteigert

Auch Werke von Dali und Hundertwasser kommen unter den Hammer

Über ein Jahr nach dem Tod des österreichischen Schauspielers Dietmar Schönherr sind aus seiner Privatsammlung zahlreiche Kunstwerke zugunsten von Kulturprojekten versteigert worden. Den Gesamterlös der Auktion bezifferte die Galerie Steinrötter in Münster auf mehr als 100 000 Euro. Darin enthalten seien allein 47 000 Euro für ein Aquarell von Hundertwasser aus dem Jahr 1954. In der kommenden Woche gebe es noch einen Nachverkauf. Insgesamt sollen rund 200 Kunstwerke aus der Privatsammlung Schönherrs versteigert werden. Der Erlös kommt Kulturprojekten in Nicaragua zugute. Schönherr (1926-2014), der fast 50 Jahre mit Vivi Bach (1939-2013) verheiratet war, wurde dem deutschen Publikum vor allem durch seine Rolle in der Serie "Raumpatrouille" und der TV-Show "Wünsch Dir was" bekannt.

Karikaturenpreis für Schwalm-Cartoon "Verfolgt"

Unter dem Motto "Wir sind ein Witz!" wurde der Preis zum 16. Mal verliehen

Der Brandenburger Cartoonist Reiner Schwalme (78) hat beim Deutschen Karikaturenpreis den geflügelten Bleistift in Gold gewonnen. Der aus Niederschlesien stammende Künstler wurde in Dresden für sein Bild "Verfolgt" ausgezeichnet. Zweiter und dritter Preis des diesjährigen Wettbewerbs unter dem Motto "Wir sind ein Witz!" gingen an die Bremer Karikaturistin Miriam Wurster für "Orakel" und den Hamburger Zeichner Marunde. Der Münchner Karl-Heinz Brecheis erhielt für sein Werk "Gemeinschaftspraxis" einen Publikumspreis. Die mit insgesamt 11 000 Euro dotierten Auszeichnungen wurde zum 16. Mal verliehen.

Matthes weiter Sektionsdirektor der Akademie der Künste

Christian Grashof ist sein neuer Stellvertreter

Theaterstar Ulrich Matthes (56) ist bei der Mitgliederversammlung der Akademie der Künste in Berlin als Direktor der Sektion Darstellende Kunst wiedergewählt worden. Neu in das Amt des Stellvertreters rückte Schauspieler Christian Grashof (72), wie die Akademie mitteilte. Grashof löst die Choreographin und Regisseurin Reinhild Hoffmann ab, die seit 2007 Vizechefin war. Für Matthes ist es die zweite Amtszeit. Er hatte die Aufgabe nach dem Tod von Thomas Langhoff 2012 übernommen. Beide Schauspieler vertreten nun die Sektion Darstellende Kunst im höchsten Entscheidungsgremium der Akademie. Die renommierte Institution hat derzeit in ihren insgesamt sechs Sektionen 412 Mitglieder. Ihre Aufgabe ist es, Kunst und Kultur zu fördern und die Politik zu beraten.

Motörhead sagen geplantes Paris-Konzert ab

Auch Years & Years streicht Konzert in französischer Hauptstadt

Nach der beispiellosen Terrorserie in Paris hat die britische Heavy-Metal-Band Motörhead ein geplantes Konzert in der französischen Hauptstadt abgesagt. "Wegen der schlimmen Situation, die unsere Brüder und Schwestern in Paris momentan durchleben, müssen wir unseren Gig auf Januar verschieben", schrieben die Musiker auf ihrer Facebook-Seite. Dazu posteten sie das Logo der Band in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot. Auch das britische Pop-Trio Years & Years ("King") strich kurzfristig einen geplanten Auftritt in Paris. "Unsere Liebe und Gedanken sind bei den Familien und Menschen, die betroffen sind. Wir hoffen, unsere Fans und jeder in Frankreich ist sicher und bleibt stark", teilten die Musiker auf Facebook mit.

Ehren-Oscar: Spike Lee vermisst Schwarze in Hollywood

Es sei einfacher, als Schwarzer Präsident der USA, als Präsident eines Studios zu werden, so Lee

Der Regisseur Spike Lee (58) beklagt eine Unterrepräsentanz von Schwarzen in Hollywood. "Wahrscheinlich jeder hier hat Obama gewählt. Aber wenn ich in die Büros gehe, sehe ich da keine Schwarzen, nur den Bruder am Eingang, der meinen Namen von der Liste abstreicht, wenn ich ins Studio gehe", sagte der Filmemacher ("Malcolm X") in Los Angeles bei den Governors Awards (Ehren-Oscars). Lee sagte weiter: "Es ist einfacher, als Schwarzer Präsident der USA, als Präsident eines Studios zu werden." Er sprach zu Vertretern der Filmindustrie, als er einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk entgegennahm. Zweimal war er bereits für einen Oscar nominiert, mit "Do the Right Thing" in der Sparte Drehbuch und mit dem Dokumentarfilm "4 Little Girls". Die Vergabe der Ehren-Oscars wurde 2009 erstmals von der normalen Oscar-Show im Februar abgekoppelt.

Anschläge bringen kulturelles Leben in Paris zum Stillstand

Museen und Sehenswürdigkeiten geschlossen

Museen geschlossen, Konzerte abgesagt - die blutigen Anschläge in Paris haben das kulturelle Leben in der französischen Hauptstadt weitgehend zum Erliegen gebracht. Nach den Angriffen auf das Stade de France, die Konzerthalle Bataclan und mehrere Cafés und Restaurants ordnete die Stadtverwaltung die Schließung der Museen, Bibliotheken und Konzertsäle an. Wenig später zog das Kulturministerium nach und ordnete an, die staatlichen Kultureinrichtungen im gesamten Großraum Paris bis Montag zu schließen. Der Eiffelturm wurde gar nicht erst geöffnet, und später kündigte die Betreibergesellschaft an, die Attraktion auf unbestimmte Zeit zu schließen. Neben dem Wahrzeichen der Stadt schloss auch der Louvre nach wenigen Stunden seine Türen. Das weltberühmte Museum empfängt sonst gewöhnlich mehr als 25.000 Besucher pro Tag. Auch das Schloss von Versailles begrenzte zunächst die Zahl der Besucher in Schloss und Park, bevor es am Vormittag ganz zumachte. Die Kunstmuseen Centre Pompidou und Musée d'Orsay sowie das Grand Palais, wo eine internationale Fotomesse stattfinden sollte, öffneten ebenfalls nicht. Die Oper, die Philharmonie und das berühmte Theater Comédie française sagten ihre Aufführungen für das Wochenende ab. Viele private Theater und Cabarets wie das berühmte Moulin Rouge folgten ihrem Beispiel.

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