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Kulturnachrichten

Montag, 2. November 2015

Grütters plant neues Filmförderungsgesetz

Das Gesetz soll im Januar 2017 in Kraft treten

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) will mit einem neuen Filmförderungsgesetz Kreativität und Mut im deutschen Film stärken. Die bisherigen Eckpunkte sehen unter anderem vor, die Zahl der Gremien und Sitzungen bei der Filmförderungsanstalt zu verringern, damit mehr Fachleute aus der Praxis gewonnen werden können. Die Fördergremien sollen in Zukunft paritätisch aus Männern und Frauen bestehen und Fördergelder transparenter verteilt werden. Zudem wird sich wohl der Abgabesatz für die öffentlich-rechtlichen Sender von 2,5 auf 4 Prozent erhöhen. Mitte November beraten Vertreter der Filmbranche bei einem Runden Tisch in Potsdam über die Neuerungen.

Finalisten für Deutschen Drehbuchpreis 2016 stehen fest

Preis wird während der Berlinale verliehen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Finalisten für den Deutschen Drehbuchpreis 2016 nominiert. Es sind David Nawrath und Paul Salisbury, Stephan Falk und Anke Sevenich sowie Ute Wieland, wie die Kulturstaatsministerin am Montag in Berlin bekanntgab. Mit der Nominierung ist eine Prämie von 5.000 Euro verbunden. Der Preis wird am 12. Februar 2016 anlässlich der Berlinale verliehen. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro; zudem kann er Förderungshilfen von bis zu 20.000 Euro für die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs beantragen. Nominiert wurden die unverfilmten Drehbücher: «Atlas» von David Nawrath und Paul Salisbury, «Sayonara Rüdesheim» von Stephan Falk und Anke Sevenich sowie «Tigermilch» von Ute Wieland.

Unesco: Weltweit über 700 Journalisten getötet

Arbeit im arabischen Raum am gefährlichsten

Mehr als 700 Journalisten sind zwischen 2006 und 2014 weltweit bei der Ausübung ihres Berufes getötet worden. Durchschnittlich alle fünf Tage werde ein Journalist umgebracht, teilte die Kultur- und Bildungsorganisation Unesco in Paris mit. In den Jahren 2013 und 2014 seien 178 Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden. 64 waren laut Unesco in der arabischen Region tätig, die damit 2013/2014 das für Journalisten weltweit gefährlichste Gebiet war. 51 Journalisten wurden gemäß den Angaben in Lateinamerika und der Karibik umgebracht, 30 in Asien und der Pazifikregion, 23 in Afrika und 10 in Zentral- und Osteuropa. In ihrem Bericht zu Meinungsfreiheit und Medienentwicklung verlangte die Unesco, alle Täter zu bestrafen. Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten führe häufig zu Selbstzensur in der Berichterstattung und somit zu weniger verlässlichen Informationen für alle.

Antikes Ziegelfragment an Irak zurückgegeben

Ziegelstück war anonym zugesandt worden

Ein 2600 Jahre altes Tonziegelstück ist in Berlin dem Irak zurückgegeben worden. Das Fragment war der Stiftung Preußischer Kulturbesitz anonym zugesandt worden.
Der Absender hatte es nach eigenen Angaben 1975 in Babylon gefunden und dann ohne Genehmigung aus dem Irak mitgenommen. Stiftungspräsident Hermann Parzinger und der Direktor des Vorderasiatischen Museums, Markus Hilgert, übergaben den Ziegel am Morgen dem irakischen Botschafter Hussain M. F. Alkhateeb.
Auf dem antiken Ziegelstück findet sich als gestempelte Inschrift eine Widmung des babylonischen Herrschers Nebukadnezar II. (605-562 v. Chr.). Das Fragment soll ursprünglich in einem monumentalen Bauwerk in der Stadt Babylon verbaut gewesen sein. Inschriften, die Auskunft über den Bauherren und seine politischen Leistungen gaben, seien damals üblich gewesen und in Massen gefertigt worden, hieß es.
Im April war bereits ein mehr als 4000 Jahre altes Ziegelstück mit einer sumerischen Inschrift an den Irak zurückgegeben worden. Auch diesen Fund hatte die Stiftung per Post erhalten.

Ex-Senator und Schauspieler Fred Thompson gestorben

Beliebter Schauspieler starb mit 73 Jahren in Nashville

Der frühere US-Senator und Schauspieler Fred Thompson ist tot. Er sei im Alter von 73 Jahren an den Folgen eines wiederauftretenden Lymphoms gestorben, teilte seine Familie gestern mit. Der 1,98 Meter große Schauspieler war vor allem durch seine TV-Rolle als New Yorker Anwalt Arthur Branch in der Serie "Law& Order" bekanntgeworden. Außerdem spielte er in Filmen wie "Jagd auf Roter Oktober" und "Stirb Langsam 2" mit. Thompson war neun Jahre lang (1994-2003) US-Senator und kurzzeitig im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur für die Wahl 2008. Einen Namen als Anwalt machte er sich als Mitglied der Senatskommission, die gegen den damaligen Präsidenten Richard Nixon in der Watergate-Affäre ermittelte, die 1974 zu dessen Rücktritt führte.

Grütters plant neues Filmförderungsgesetz

Kreativität und Mut sollen im deutschen Film gestärkt werden

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will mit einem neuen Filmförderungsgesetz Kreativität und Mut im deutschen Film stärken. Sie kündigte "inhaltliche Weichenstellungen" an, die die kulturpolitischen und kulturellen Aspekte der Filmförderung verstärken. "Auch weniger bekannte Filmemacher und innovative Formen sollen einen angemessenen und vielleicht auch größeren Raum bekommen", sagte Grütters. Zu den geplanten Maßnahmen gehören etwa eine verstärkte Drehbuch- und Kurzfilmförderung, die Berufung von mehr Filmexperten in die Entscheidungsgremien und eine bessere Versorgung der Kinos mit Filmkopien im ländlichen Raum.

Clemens J. Setz erhält Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Ehrung für seinen neuen Roman

Der österreichische Schriftsteller und Übersetzer Clemens J. Setz (32) hat in Braunschweig den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis bekommen. Der Schriftsteller wurde für seinen Roman "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" geehrt. Die Jury lobte vor allem den virtuosen Schreibstil des Autors. . Mit großem Sprachwitz entwerfe der universal gebildete Autor einen Thriller mit zahllosen Bezügen zur Hoch- und Populärkultur, hieß es. Spielerisch würden verschiedene Erzählarten integriert und Realitätsversionen probiert. Setz führe mitten hinein in zentrale Fragen der Gegenwart. Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis gehört zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Er wurde bei einem Matinee-Festakt im Braunschweiger Staatstheater übergeben.

Michael Werner kritisiert geplantes Kulturgutschutzgesetz

Kunsthändler sieht keinen Bedarf an Gesetzes-Novelle

Kunsthändler Michael Werner hat sich in einem Kommentar in der Zeitung "Die Welt" entschieden gegen die geplante Novelle zum Kulturgutschutzgesetz gestellt. Laut Werner seien Kultur und Geld keine Gegner und man dürfe nationale Identität und Kunsthandel nicht zu Kontrahenten aufbauen. Der Handel sei gar der wichtigste Teil des Kunstbetriebs. "In unserer Realität muss jeder Künstler, allein oder mithilfe eines Galeristen, auf dem Markt Abnehmer finden, ohne dabei seine Kunst aus den Augen zu verlieren", schrieb Werner. Grütters sollte die Kunst beschützen, schade ihr aber nur, wenn sie den Kunsthandel gefährde, denn "ohne den Kunstmarkt gibt es keine Kunst." Werner schreibt weiter, der Kunsthandel sei nicht Gegner, sondern einziger Träger des Kunstlebens. Gerade der Handel könne einen entscheidenden Beitrag zur nationalen Identität leisten.

Polnische Doku erhält internationale Goldene Taube

Der Preis im deutschen Wettbewerb geht an Tom Lemke

Der polnische Dokumentarfilm "Brothers" von Wojciech Staron hat die Goldene Taube im internationalen Wettbewerb des Dokumentar- und Animationsfilmfestivals Dok Leipzig gewonnen. Für seinen Film über ein altes polnisches Brüderpaar erhielt der polnische Filmemacher außerdem den Preis der Ökumenischen Jury. Im deutschen Wettbewerb erhielt Tom Lemke die Goldene Taube für seinen Film "Land am Wasser". Beide Preise sind mit jeweils 10 000 Euro dotiert. Erstmals wurde in diesem Jahr der beste kurze deutsche Dokumentar- und Animationsfilm mit einer Goldenen Taube ausgezeichnet. Sie ging an Benjamin Kahlmeyer für "Eisen". Insgesamt wurden am Samstagabend in Leipzig sieben Goldene und eine Silberne Taube sowie weitere Auszeichnungen mit einem Preisgeld von zusammen 75 500 Euro vergeben. Damit ist DOK Leipzig das nach Veranstalterangaben höchstdotierte Dokumentarfilmfestival in Deutschland.

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