Seit 22:03 Uhr Feature

Dienstag, 12.11.2019
 
Seit 22:03 Uhr Feature

Kulturnachrichten

Mittwoch, 20. November 2013

Große Trauer nach Tod von Dieter Hildebrandt

Kollegen, Intendanten, Politiker - sie alle trauern um den Kabarettisten Dieter Hildebrandt.

Der 86-Jährige war in München an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer bezeichnete Hildebrandt als "Ikone des politischen Kabaretts schlechthin". Der Indendant des Bayerische Rundfunks, Ulrich Wilhelm betonte, Hildebrandt habe hintergründig und scharfzüngig das Zeitgeschehen analysiert. Der Liedermacher Konstantin Wecker nannte den Kabarettisten sein Vorbild, Bruno Jonas "einmalig".

Libération-Überfall: Pariser Polizei nimmt Verdächtigen fest

Die Pariser Polizei meldet einen Fahndungserfolg.

Nach zwei Überfällen auf französische Medien in der französischen Hauptstadt ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Er sei am Abend in einer Tiefgarage in einem Pariser Vorort gestellt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ein DNA-Vergleich soll zeigen, ob es sich bei dem Festgenommenen um den Täter handelt.

Ein bewaffneter Mann hatte am Montag die Redaktion der linksliberalen Zeitung "Libération" gestürmt und mit Schüssen einen Fotoassistenten lebensgefährlich verletzt. Drei Tage vorher hatte ein Mann die Mitarbeiter des privaten Nachrichtensenders "BFMTV" in Paris mit einem Gewehr bedroht.

Gurlitt soll 300 Bilder zurückbekommen

Cornelius Gurlitt soll etwa 300 Bilder aus dem beschlagnahmten Münchner Kunstschatz zurückbekommen.

Der Augsburger Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz sagte der "Süddeutschen Zeitung", so viele Bilder dürften zweifelsfrei Eigentum des Beschuldigten sein. Zurückgegeben werden sollen nur Kunstwerke, die nicht im Verdacht stehen, NS-Raubkunst zu sein. Die Behörde geht dem Blatt zufolge davon aus, dass die Überprüfung spätestens nächste Woche abgeschlossen sein wird.

Der Jüdische Weltkongress kritisierte die geplante Rückgabe als "unverantwortlich". Offenbar wolle die Augsburger Staatsanwaltschaft das Problem so schnell wie möglich loswerden. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger plädierte für rasche Gespräche zwischen dem Kunsthändlersohn Gurlitt und den Justizbehörden. Sie sagte dem Hessischen Rundfunk, es sei wirklich verwunderlich, dass eineinhalb Jahre vergingen, ohne dass der Beschuldigte vernommen werde.

Anglikanische Kirche in England stimmt für Frauenbischöfe

Im vergangenen Jahr hatte sich noch eine Mehrheit der anglikanischen Bischöfe in England dagegen ausgesprochen, auch Frauen zum Bischofsamt zuzulassen.

Nun scheint sich die Stimmung gedreht zu haben. Wie die derzeit in London tagende Generalsynode über Twitter mitteilte, votierten in einer Abstimmung 378 Delgierte für einen solchen Schritt, 25 enthielten sich und nur 8 stimmten dagegen. Eine Änderung des Kirchenrechts in diesem Punkt müssen alle drei Abteilungen der Synode, also die Bischöfe, die Kleriker und die Laien, jeweils mit Zweidrittelmehrheit billigen. Seit den 90er Jahren sind Frauen in der anglikanischen Kirche zum Priesteramt zugelassen; inzwischen ist ein Drittel des Klerus in England weiblich.

Malala Yousafzai mit Sacharow-Preis geehrt

Für Martin Schulz, den Präsidenten des Europaparlaments, ist Malala Yousafzai schon jetzt eine "globale Ikone".

In Straßburg nahm die 16-jährige Pakistanerin den Sacharow-Preis entgegen, mit dem das EU-Parlament jedes Jahr Persönlichkeiten und Institutionen auszeichnet, die sich besonders für Menschenrechte und die Meinungsfreiheit einsetzen. Malala erlangte weltweit traurige Berühmtheit, als ihr radikal-islamische Taliban in einem Schulbus in den Kopf schossen - ein Anschlag, den sie nur knapp überlebte. Die Schülerin setzt sich seit Jahren für das Recht aller Kinder und vor allem das von Mädchen auf einen Schulbesuch ein. Seit dem Attentat leben sie und ihre Familie in England.

WDR: Protest gegen vorgeschlagende neue Hörfunkchefin

Nun hat Tom Buhrow den Protest auch schriftlich.

Wie der Branchendienst "Meedia" berichtet, hat der Intendant des WDR zwei Schreiben seiner Mitarbeiter erhalten, in denen sie sich gegen die geplante Berufung von Valerie Weber zur Hörfunkdirektorin wehren. Ein Protestbrief wurde demnach von den Moderatoren der Jugendwelle Einslive unterschrieben, der andere von 150 der 450 Redakteure. Sie befürchten, dass Valerie Weber das Programm des WDR verwässern könnte. Derzeit ist sie Geschäftsführerin des Privatradios Antenne Bayern.

Polizei: Kunstfälscher nimmt sich das Leben

Die Kunstwelt hat schon wieder einen Fälschungsskandal von größerem Ausmaß; diesmal spielt er in Berlin.

Ein pensionierter Studienrat aus dem Stadtteil Schöneberg soll über Jahre hinweg Bilder der deutsch-französischen Künstlerin Lou Albert-Lasard gefälscht und verkauft haben. Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, hat 73-Jährige die Fälschungen gestanden und danach offenbar Selbstmord begangen. Seine Leiche sei in einem Waldstück in Brandenburg entdeckt worden. Alle Umstände deuteten auf einen Suizid hin. Der frühere Kunstlehrer soll die Fälschungen im Stile Albert-Lasards seit 2003 angefertigt haben. Käufern habe er erzählt, sie stammten aus den 1920er-Jahren und kämen aus dem Nachlass der 1969 gestorbenen Künstlerin.

Niedersachsen: Historikerkommission hält früheren Ministerpräsidenten Kopf für moralisch-politisch belastet

Hinrich Wilhelm Kopf war der erste Ministerpräsident Niedersachsens und gilt als Gründervater des Bundeslandes.

Als Vorbild sollte er aber nicht mehr bezeichnet werden. Zu diesem Schluss kommt die Historische Kommission in Niedersachsen, die die Rolle des SPD-Politikers in der NS-Zeit untersucht hat. Das berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Die Politologin Teresa Nentwig hatte in ihrer im Juni erschienenen Biografie geschrieben, Kopf habe im Zweiten Weltkrieg unter anderem das Vermögen geflohener Polen und Juden verwaltet und sich daran bereichert.

Die Historiker-Kommission bezeichnete den Politiker nun als "moralisch-politisch belastet". Kopf habe seine Rolle verharmlost. Die nach dem Politiker benannten Straße und Plätze im Land müssen nach Ansicht der Experten aber nicht umbenannt werden.

Datenschutzbeauftragter regt eigenes Schulfach Medienkompetenz an

Sie nutzen das Netz intensiv - machen sich aber zu wenig Gedanken.

Wenn es um Datenschutz geht, fehlt es vielen jungen Menschen an Risikobewusstsein. Darauf hat der Datenschutzbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, hingewiesen. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, 100 Prozent der Jugendlichen seien online - aber viele wüssten nicht, wie das Internet funktioniere. Mit einer neuen Internetseite will das Land junge Nutzer jetzt zu mehr Selbstverantwortlichkeit erziehen. Denn Datenschutz sei Selbstbestimmung, betonte Wagner. Er rief auch die Schulen zu mehr Engagement auf - und regte an, ein eigenes Fach Medienkompetenz einzuführen.

Hier der Link zu der neuen Internetseite.

Stifterverband zeichnet beste Gründerhochschulen aus

Diese Hochschulen tun nach Ansicht des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft am meisten dafür, dass aus Ideen Unternehmen werden.

Demnach sind die besten Gründerhochschulen 2013 die Hochschule für angewandte Wissenschaften in München, die Leuphana Universität Lüneburg und die Management-Hochschule HHL in Leipzig. Die drei schneiden laut Stifterverband besonders gut ab, wenn es darum geht, das Thema Gründung im Hochschulalltag zu verankern, Wissenschaftler und Studenten für das Thema zu sensibilisieren und sie auch in der Praxis zu unterstützen.

Hull wird 2017 britische Kulturstadt

Seit Liverpool 2008 Europäische Kulturhauptstadt war, wird in Großbritannien auch eine britische Kulturstadt gekürt.

Im Jahr 2017 geht der Titel für vier Jahre nach Kingston upon Hull. Das hat eine von der Regierung in London eingesetzte Jury entschieden. Sie betonte, Hull mit seinen knapp 260.000 Einwohnern habe sich erfolgreich als Stadt präsentiert, die aus dem Schatten treten wolle. Philip Larkin, einer der bedeutendsten britischen Dichter des 20. Jahrhunderts, lebte jahrzehntelang in Hull. Bekannt ist die Stadt außerdem für die Ferens-Galerie und das Truck-Theater.

Bis 2017 ist Londonderry noch britische Kulturstadt.

Fußball-Star Ronaldo baut sich ein eigenes Museum

Für Understatement ist Cristiano Ronaldo nicht gerade bekannt.

Insofern überrascht es vielleicht nicht, dass der Fußballspieler sich jetzt ein eigenes Museum baut. Das berichtet zumindest die portugiesische Zeitung "Diario de Noticias". Das Blatt schreibt, das Museum in Ronaldos Geburtsstadt Funchal auf der Insel Madeira solle spätestens Anfang kommenden Jahres eingeweiht werden. Der frühere Weltfußballer wolle dort unter anderem seine Trophäen ausstellen.

Ein Freund der Familie sagte der Zeitung, der oft als eitel kritisierte Sportler denke bei dem Projekt keineswegs in erster an Linie an sich selbst. Vielmehr wolle er Madeira helfen, mehr Touristen anzulocken.

"Forbes": Madonna ist reichster Popstar

Sie wird gern als "Queen of Pop" bezeichnet, und sie scheint auch entsprechend zu verdienen.

Madonna ist nach Schätzungen des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" der derzeit reichste Popstar. Das Magazin schätzt ihr Vermögen auf 120 Millionen Dollar. Damit steht die 55-Jährige weit an der Spitze der Liste. Auf Platz zwei kommt Lady Gaga mit einem geschätzten Vermögen von 80 Millionen Dollar vor der Band Bon Jovi.

166 antike Schmuckstücke aus dem größten mazedonischen Museum gestohlen

Das größte Museum Mazedoniens ist um einige Exponate ärmer.

Wie die Polizei in der Hauptstadt Skopje mitteilte, wurden aus dem Depot des Museums von Mazedonien 166 Objekte gestohlen. Es handelt sich um Gold- und Silberschmuck aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Die Museumsleitung kann nicht genau sagen, wann der Diebstahl stattgefunden hat - die Polizei vermutet jedenfalls, dass das Diebesgut ins Ausland verkauft wurde. Zurzeit würden die Museumsmitarbeiter befragt.

Rumänische Lehrer dürfen Schüler nicht mehr schlagen oder beleidigen

Ungefähr die Hälfte der rumänischen Eltern wird laut Umfragen bei der Kindererziehung hin und wieder handgreiflich.

Auch bei Lehrern ist es gern gesehen, wenn sie hart durchgreifen. Das zumindest soll jetzt aber aufhören: Eine neue Verordnung des Familienministeriums in Bukarest verbietet es Lehrern, Schüler zu beleidigen oder zu schlagen. Auch sollen die Kinder an den rund 3.000 Schulen im Land künftig nicht mehr zur Strafe in die Ecke gestellt werden. Wer sich nicht an die neuen Regeln hält, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet bis zu 570 Euro rechnen.

New York City: Investor lässt weltberühmte Grafitti übertünchen

Die Graffiti von "5Pointz" im New Yorker Stadtteil Queens waren weltberühmt -

jetzt sind die meisten mit weißer Farbe übermalt worden. Hinter der Aktion steht der Besitzer des früheren Lagerhauses, Jerry Wolkoff. Er hat schon vor längerer Zeit angekündigt, das Gebäude abzureißen, um Platz für Luxuswohnungen zu schaffen. Wolkoff sagte, mit der Übertünchung habe er den Künstlern ersparen wollen, dass ihre Kunst Stück für Stück heruntergerissen werde.

Der geplante Abriss von 5Pointz hatte zu heftigen Protesten geführt. In der vergangenen Woche hob ein Gericht ein vorläufiges Abrissverbot aber auf. Viele Künstler hatten zuletzt gehofft, der neue New Yorker Bügermeister Bill de Blasio werde das Gebäude zum schützenswerten Kunstwerk erklären. Gestern kritisierten hunderte Menschen die Übermalung der Graffiti: "Ein trauriger Tod für großartige Straßenkunst", twitterte einer.

Hier finden Sie Bilder der Graffiti - und der Übermalungs-Aktion.

Früherer Reporter übergibt unveröffentlichte Berichte von den Nürnberger Prozessen an Museum

Als 24-Jähriger berichtete er für den amerikanischen Armeesender AFN von den Nürnberger Prozessen.

Jetzt hat Harold Burson die Niederschriften seiner Reportagen dem Holocaust Memorial Museum in der US-Hauptstadt Washington geschenkt. Die Dokumente sind bislang nicht veröffentlicht worden; Aufnahmen der Berichte Bursons sind nicht erhalten. Der 92-Jährige sagte, es sei ein erhebendes Gefühl gewesen, in Nürnberg mit so vielen berühmten Reportern zusammenzuarbeiten. Das Programm von AFN habe sich vor allem an US-Soldaten in Europa gerichtet - doch auch unter den Deutschen habe der Sender als eine der vertrauenswürdigsten Quellen gegolten.

Staatsanwaltschaft Augsburg will Gurlitt etliche Bilder so schnell wie möglich zurückgeben

Die Augsburger Staatsanwaltschaft will Cornelius Gurlitt zahlreiche Kunstwerke so schnell wie möglich zurückgeben.

Nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Reinhard Nemetz handelt es sich dabei um Objekte, die nicht im Verdacht stehen, NS-Raubkunst zu sein und zweifelsfrei Gurlitt gehören. Vor gut anderthalb Jahren hatte die Behörde rund 1.400 Kunstwerke aus dessen Wohnung in München beschlagnahmt. Bei knapp 1.000 von ihnen soll geprüft werden, ob es sich um Raubkunst oder um von den Nazis als "entartet" verfemte Kunst handelt. Die übrigen Werke will die Staatsanwaltschaft Gurlitt nun zur Rücknahme anbieten - unklar ist allerdings, wie dieser seinen wertvollen Besitz künftig aufbewahren will. Da mittlerweile öffentlich bekannt ist, wo Gurlitt wohnt, wären die Werke bei ihm Zuhause vermutlich leichte Beute für Kunstdiebe.

Erstes Universitäts-Institut für Jüdische Theologie in Potsdam eröffnet

"Für die Universität Potsdam und unser Land beginnt etwas vollkommen Neues."

Das sagte der Präsident der Hochschule, Oliver Günther, mit Blick auf das neue Institut für Jüdische Theologie, das gestern Abend feierlich eröffnet wurde. Es ist die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Günther betonte, er wünsche sich ein weiteres Aufblühen jüdischen Lebens in Deutschland.

Im ersten Semester eingeschrieben sind 47 junge Menschen aus elf Nationen. Etwa die Hälfte von ihnen strebt eine Ausbildung zum Rabbiner oder Kantor in einer jüdischen Gemeinde an.

Theatermacher Roberto Ciulli erhält Staatspreis NRW

Roberto Ciulli ist ein Brückenbauer zwischen den Kulturen und Kämpfer für verfolgte Minderheiten.

Mit dieser Begründung wird dem Regisseur und langjährigen Intendanten des Mülheimer Theaters an der Ruhr heute der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Ciulli erhält den Preis von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei einer Feierstunde im Düsseldorfer Ständehaus. Es ist die höchste Auszeichnung des Landes und mit 25.000 Euro dotiert. - Ciulli holt seit vielen Jahren ausländische Theatertruppen ins Ruhrgebiet und gastiert mit seinem Ensemble auch in Ländern wie dem Irak oder dem Iran.

Heidelberg will UNESCO-Literaturstadt werden

Heidelberg will sich im Januar offiziell bei der Unesco als Literaturstadt bewerben.

In einer 150-seitigen Bewerbungsschrift wird auf Heidelbergs große literarische Tradition verwiesen und die Stadt als zukunftsfähiger Standort für Technologie und Medien gelobt. Der Bewerbungsprozess habe ein stärkeres Bewusstsein für den literarischen Reichtum Heidelbergs geschaffen, erklärte Oberbürgermeister Eckart Würzner. Mit einer Entscheidung der Unesco wird bis November 2014 gerechnet. - Als Literaturstadt wäre Heidelberg Teil des Unesco-Netzwerks "Creative Cities" - kreative Städte. Das Programm vernetzt weltweit Städte, die kulturelle Erfahrungen und Ideen austauschen.

"Premio Cervantes" für mexikanische Autorin Elena Poniatowska

Der begehrte Cervantes-Preis geht in diesem Jahr an eine Mexikanerin.

Die Schriftstellerin und Journalistin Elena Poniatowska werde für ihren "brillanten literarischen Werdegang" ausgezeichnet, teilte der spanische Kulturminister José Ignacio Wert in Madrid mit. Der Cervantes-Preis ist mit 125.000 Euro dotiert und gilt als bedeutendste literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt. Elena Poniatowska ist erst die vierte Frau in der Reihe der Preisträger. Die 81-Jährige schreibt bis heute für spanische und lateinamerikanische Zeitungen und machte sich auch mit ihren gesellschaftskritischen Romanen einen Namen.

Restaurierte Fresken in römischen Katakomben enthüllt

Die Priscilla-Katakomben im Norden Roms werden auch "Königin der Katakomben" genannt -

weil hier viele bedeutende Kunstwerke und Gräber aus der Antike zu finden sind. Gestern wurde eine Reihe frisch restaurierter Fresken in einer der Grabkammern vorgestellt. An den Wänden der sogenannten Lazarus-Nische sind Szenen aus der Bibel sowie Porträts der Apostel Peter und Paul aus dem 4. Jahrhundert zu sehen.

Die Priscilla-Katakomben erstrecken sich über viele Kilometer. Sie sind vor allem für die wahrscheinlich älteste Darstellung der Muttergottes bekannt. Zudem sollen auf zwei Gemälden weibliche Priesterinnen zu sehen sein - die katholische Kirche hält das aber für ein Gerücht.

Bilder aus den Katakomben finden Sie hier.

Polen: Frauenverbände gegen Kritik an "Gender"-Schulprogrammen

Ohne "Gender-Ideologie" hätte Marie Curie nie den Nobelpreis erhalten.

Davon sind Frauenverbände in Polen überzeugt. Mit Sprechchören und Transparenten protestierten sie gestern Abend in Warschau gegen Kritik an aktuellen Schulprogrammen, die die Gleichberechtigung der Geschlechter fördern sollen. Die katholische Kirche und nationalkonservative Kreise hatten die Programme kritisiert und abfällig von "Gender-Ideologie" gesprochen. Die Frauenverbände dagegen betonten, die Zukunftschancen von Jungen und Mädchen dürften nicht durch Stereotype und Aberglaube zunichte gemacht werden.

Rumänische Kunsträuber: Staatsanwälte fordern 18 Jahre Haft

Sie stahlen aus der Rotterdamer Kunsthalle von Pablo Picasso, Claude Monet und Henri Matisse.

Nun sollen zwei der mutmaßlichen Kunsträuber nach Forderung der rumänischen Staatsanwaltschaft 18 Jahre hinter Gitter. Die Verteidigung bat in ihrem Schlussplädoyer dagegen um Milde. Die beiden Männer haben zugegeben, die Bilder im Oktober 2012 gestohlen zu haben. Es war der größte Kunstraub in den Niederlanden seit mehr als zehn Jahren.

Insgesamt sind in dem Prozess sechs Rumänen angeklagt. Die sieben gestohlenen Gemälde sind weiterhin verschollen. Es gibt die Befürchtung, dass sie verbrannt wurden.

"Focus"-Chefredakteur will noch mehr Enthüllungen im Heft

Nein, frustriert sei er überhaupt nicht.

Im Interview der "Süddeutschen Zeitung" äußert sich "Focus"-Chefredakteur Quoos gelassen über jüngste Verwechslungen im Zusammenhang mit dem Münchner Kunstschatz. Obwohl der "Focus" den Fund der Bilder enthüllt hatte, hatte sich der Kunsthändler-Sohn Cornelius Gurlitt an den "Spiegel" gewandt, um seine Version der Geschichte zu erzählen. Quoos lobt nun die "Spiegel"-Kollegen dafür, dass sie zugaben, dass Gurlitt die Magazine verwechselt hatte. Für die Zukunft verspricht Quoos, der vor rund einem Jahr von "Bild" zu "Focus" wechselte, deutlich mehr exklusive Nachrichtenstücke und weniger Ratgeber-Themen. Außerdem sollen Scoops weiter zuerst im Heft veröffentlicht werden - und nicht online, so Zitat, "kostenlos verballert" werden.

Papst beichtet alle zwei Wochen

Papst Franziskus geht nach eigenen Worten alle zwei Wochen zur Beichte.

Denn schließlich, so verriet er bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz, sei auch der Papst ein Sünder. Und nicht nur er. Das Gebot zur Beichte gelte auch für alle Priester und Bischöfe. Denn sie seien ebenfalls Sünder, so der Papst. Dabei verwies Franziskus auch auf die positiven Effekte der Beichte. Das "Geheimnis der Vergebung" sei ein großes Geschenk Gottes und Quelle von Frieden und Segen.

Medienbischof Fürst: Schlechte Kommunikation führt zum Desaster

Die katholische Kirche macht derzeit mehr Schlagzeilen als ihr lieb ist - und übt Selbstkritik.

Medienbischof Gebhard Fürst gehört der Deutschen Bischofskonferenz an und warnte seine Kirche nun vor "schlechter Kommunikation". Die könne in ein "Desaster" führen, sagte Fürst. Der Blick müsse auch auf neue Medienformen gerichtet werden. Wenn sich die katholische Kirche nicht intensiv mit den jüngsten Entwicklungen auseinandersetze, verliere sie an Sprachfähigkeit, betonte der Medienbischof auf einem Kirchenempfang in Stuttgart.

Drehbuch-Autor und Schriftsteller Syd Field gestorben

Sein 1979 erschienenes Buch "Screenplay" gilt bis heute als Standardwerk für Drehbuchautoren.

Der amerikanische Autor Syd Field ist tot. Wie das Magazin "Entertainment Weekly" berichtete, starb er im Alter von 77 Jahren in Beverly Hills. In "Screenplay" plädiert Field für die klassische Drei-Akt-Struktur nach Aristoteles, die als Rückgrat des amerikanischen Mainstream-Kinos gilt. Das Buch wurde in 23 Sprachen übersetzt und gehört in Universitäten weltweit zum Unterrichtsstoff. - Seit den 80er-Jahren war Field nicht nur als Dozent, sondern auch als Berater der großen Hollywood-Studios tätig.

Kulturnachrichten hören

November 2013
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur