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Kulturnachrichten

Sonntag, 17. November 2013

Cornelius Gurlitt : Freiwillig gebe ich Kunstwerke nicht zurück

Freiwillig will Cornelius Gurlitt die in seiner Münchner Wohnung sichergestellten Kunstwerke nicht zurückgeben.

Der 80-jährige Sohn eines NS-Kunsthändlers sagte dem Magazin "Der Spiegel", sein Vater habe die rund 1.400 Bilder rechtmäßig erworben. Die Justiz und die Öffentlichkeit stellten alles falsch dar. Zuvor hatte das Magazin "Focus" berichtet, das Bundeskanzleramt und die bayerische Justiz wollten Gurlitt vorschlagen, die Bilder freiwillig dem Staat zu überlassen. Im Gegenzug solle ein Verfahren eingestellt werden. Die Justiz ermittelt gegen den Sohn eines Kunsthändlers aus der NS-Diktatur wegen Steuerhinterziehung und Unterschlagung.

Faust-Preis: Hamburger Thalia Theater und Oper Frankfurt erhalten jeweils zwei Auszeichnungen

Jedes Jahr küren die Theater-, Tanz- und Opernmacher die Besten ihres Fachs.

Gestern Abend wurden in Berlin die undotierten Faust-Theaterpreise verliehen - das Hamburger Thalia Theater und die Oper Frankfurt hatten besonderen Grund zur Freude: Beide Häuser erhielten jeweils zwei Auszeichnungen. Regisseur Luk Perceval bekam den Preis für seine Roman-Adaption von Hans Falladas "Jeder stirbt für sich allein", entstanden am Thalia Theater. Annette Kurz wurde für ihr Bühnenbild zu dem Stück ausgezeichnet. An der Oper Frankfurt wurde Regisseur Claus Guth für die Inszenierung von "Pelléas et Mélisande" geehrt, einen Preis für seine Rolle des Pelléas bekam der Bariton Christian Gerhaher.

Streit um Münsteraner Zentrum für Islamische Theologie belastet bevorstehenden Gauck-Besuch

Der geplante Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck am Zentrum für Islamische Theologie der Uni Münster steht offenbar unter keinem guten Stern.

Das ehemalige Beiratsmitglied Eren Güvercin sagte der "Welt am Sonntag", die Uni-Leitung habe ihn abgemahnt, nachdem er den Streit um Lehrstuhlinhaber Mouhanad Khorchide öffentlich gemacht habe. Rektorin Ursula Nelles wies die Vorwürfe in der Zeitung zurück. Das Blatt wiederum berichtet, es liege ein Brief von Nelles vor, der die Vorwürfe untermauere. Seit Wochen gibt es Streit um Khorchide. Sowohl konservative als auch liberalere Muslime werfen dem Professor eine mangelnde Fundierung seiner theologischen Kenntnisse vor. - Gauck will Ende November nach Münster kommen und mit seinem Besuch auch die Bedeutung des Islams für Deutschland hervorheben.

Katja Lange-Müller erhält Kleist-Preis

Für die Kleist-Gesellschaft ist Katja Lange-Müller eine der sprachmächtigsten Autorinnen der deutschen Gegenwartsliteratur.

Nun ist die Berliner Schriftstellerin mit dem mit 25.000 Euro dotierten Kleist-Preis ausgezeichnet worden. Die Laudatio für die 62-Jährige Autorin hielt die langjährige Leiterin des Kunstfestes Weimar, Nike Wagner. Das Werk von Katja Lange-Müller besteht überwiegend aus Erzählungen.

Signa eröffnet Spielzeit am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg

Eigentlich sollte die Saison am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg mit Karin Beiers Inszenierung "Die Rasenden" eröffnet werden.

Nach einem schweren Bühnenunfall musste nun gestern Abend die dänisch-österreichische Theatergruppe Signa einspringen. Die Gruppe zeigte ihre neueste Produktion "Schwarze Augen, Maria", eine fast sechsstündige Performance-Installation. Die Zuschauer wurden eingeladen ins "Haus Lebensbaum", einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Fazit der DPA-Korrespondentin: So authentisch und bewegend war Theater selten.

Libeskind: Nachbau des Berliner Schlosses ist banal und viel zu archaisch

Daniel Libeskind ist überzeugt: Der Nachbau des Berliner Stadtschlosses ist banal und viel zu archaisch.

Berlin sei raffinierter und komplizierter, sagte der amerikanische Architekt der "Berliner Zeitung". Die deutsche Hauptstadt habe keine bestimmte Architektursprache. Es gebe das besondere, klare Licht, das man einfangen müsse. Libeskind baute in Berlin das Jüdische Museum.

Simon Rattle : Menschheit wird Benjamin Brittens Musik immer brauchen

Für Simon Rattle sind Benjamin Brittens Werke unsterblich.

Der britische Dirigent sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", vor allem Brittens Opern hätten so eine emotionale Unmittelbarkeit, dass die Menschen diese Musik für immer brauchen werden. Rattle hat einige Werke des britischen Komponisten als Erster aufgenommen. Britten wäre am 22. November einhundert Jahre alt geworden. Die Berliner Philharmoniker widmen ihm aus diesem Anlass ein Festkonzert.

Schiller-Gedächtnis-Preis für Dramatiker Rainald Goetz

Rainald Goetz ist zu einer wichtigen Stimme der Modernen geworden.

So lautet die Begründung der Jury, die den in Berlin lebenden Dramatiker gestern Abend mit dem Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg ehrte. Der 59-jährige Goetz habe eine wichtige Rolle in der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Konflikten der Gegenwart, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung ist einer der bedeutendsten deutschen Literaturpreise. Er wird alle drei Jahre verliehen.

Festakt zum Wiederaufbau des Münchner Nationaltheaters vor 50 Jahren

In einer Oktobernacht 1943 wurde das Münchner Opernhaus bei einem Luftangriff der Alliierten zerstört.

Heute wird mit einem Festakt an die Wiedereröffnung des Nationaltheaters im klassizstischen Stil vor 50 Jahren erinnert. Die Festrede hält der ungarische Schriftsteller und Philosoph Péter Esterhazy. Mit Spannung wird Kirill Petrenko erwartet, der erstmals in seiner neuen Funktion als Generalmusikdirektor das Bayerische Staatsorchester leitet. Die Saison wird mit der gleichen Oper wie am 21. November 1963 - "Die Frau ohne Schatten" von Richard Strauss - eröffnet.

Tim Renner kritisiert den von ARD und ZDF geplanten Jugendkanal

"Jugendkanal. Das klingt nach Jugendfreizeitheim und ist total aus der Zeit gefallen."

Dieser Ansicht ist der Musik- und Medienproduzent Tim Renner. Er lässt kein gutes Haar an den Plänen von ARD und ZDF, die Digitalkanäle EinsPlus, EinsFestival und zdf.kultur zugunsten eines neuen Jugendkanals einzustellen. Renner sagte der Berliner Zeitung "Tagesspiegel", konsequenter und dringend nötig wäre eine Art öffentlich-rechtliches Youtube, eine Plattform, auf der Kids ihre Inhalte selbst einstellen können. Dort wären die Jugendlichen vor Willkür internationaler Konzerne sicher.

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