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Kulturnachrichten

Freitag, 15. November 2013

Deutscher Kulturrat warnt vor Googles Digitalisierung

Mit Beunruhigung hat der Deutsche Kulturrat auf das Urteil aus den USA zur Digitalisierung von Büchern durch Google reagiert.

Selbstverständlich müsse der Inhalt von Büchern der Allgemeinheit zur Verfügung stehen, sagte Geschäftsführer Olaf Zimmermann. Allerdings müssten dabei Verlags- und Autorenrechte gewahrt werden. Auch wenn die Angebote von Google gratis seien, sei es naiv zu glauben, der Internetkonzern handele aus rein altruistischen Motiven. Vor einem New Yorker Gericht hatte Google nach jahrelangem Streit Recht bekommen und darf nun Bücher ohne Urheberrechtsschutz ins Netz stellen. Dagegen hatte eine Autorenvereinigung geklagt.

Internationale Mediengruppen wenden sich an Sicherheitsrat

Wenn unter anderem die BBC, die australische Sendergruppe ABC und die Deutsche Welle sich an den Uno-Sicherheitsrat wenden, dann machen sie sich wirklich Sorgen.

Gemeinsam mit vier weiteren internationalen Sendergruppen haben sie vor der zunehmenden Gewalt gegen Journalisten und Blogger gewarnt. In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie den Sicherheitsrat auf, aktiv zu werden. Allein in diesem Jahr seien weltweit 60 Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden. Es müsse endlich ein dauerhaftes Bewusstsein für die Tragweite des Problems geschaffen werden. Die bisherigen Maßnahmen und Resolutionen hätten zu keiner Verbesserung geführt.

Vorlesetag: Zehntausende Freiwillige im Einsatz

Mehr als 80.000 Menschen bundesweit haben heute bereits vorgelesen oder werden das noch tun.

Zum 10. Vorlesetag der Stiftung Lesen haben sie in Schulen, Kindergärten, Fußgängerzonen, Zügen oder Büros Auszüge aus ihren Lieblingsbüchern vorgetragen. Die Beteiligung habe in diesem Jahr ein Rekordniveau erreicht, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Stiftung, Jörg Maas. 2013 seien fast genauso viele Vorleser unterwegs wie an den neun vorangegangenen Vorlesetagen zusammen. Dieser Erfolg spiegle die Bedeutung des Vorlesens für Kinder. Ziel müsse es nun sein, dass Vorlesen zum festen Bestandteil im Alltag von Kindern werde.

Ungarischer Schriftsteller bekommt politisches Asyl in Kanada

Für den ungarischen Autor Akos Kertesz ist es eine freudige Nachricht:

Kanada hat dem 80-jährigen Holocaust-Überlebenden politisches Asyl gewährt. Grund ist die politische Verfolgung, der er in seiner Heimat ausgesetzt ist. Er fühle sich in Kanada mittlerweile zu Hause, sagte Kertesz einer ungarisch-amerikanischen Internetseite. Der Schriftsteller hatte im März 2012 seinen Asylantrag gestellt. Hintergrund war ein Brief, in dem er seinem Land vorgeworfen hatte, die Verantwortung für den Mord an den ungarischen Juden nicht wahrzunehmen. Die Behauptung zog eine massive Hetzkampagne rechtsextremer Medien nach sich. Budapest entzog Kertesz die Ehrenbürgerschaft.

Romanische Kirchen Kölns sollen Welterbe werden

In etwa zehn Jahren könnte es in Köln neben dem Dom ein weiteres Weltkulturerbe geben.

Darauf hofft der Förderverein romanische Kirchen. Er will eine Welterbe-Bewerbung für die insgesamt 12 Gotteshäuser auf den Weg bringen. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters erklärte, es handele sich um ein einmaliges Ensemble, das bewahrt werden müsse. Die Stadt werde die Bewerbung bei der Unesco deshalb unterstützen. Die 12 romanischen Kirchen in Köln stehen teilweise noch auf römischen Fundamenten und gelten als stilbildend für Nordwesteuropa.

Japanischer Kaiser bricht mit Bestattungstradition

Es ist fast 400 Jahre her, dass sich ein japanischer Kaiser hat einäschern lassen.

Amtsinhaber Akihito und seine Frau Michiko wollen diese Bestattungsmethode nun wieder einführen. Den Bruch mit der Tradition begründet das Kaiserhaus vor allem mit den Kosten - der Monarch wolle seinen Untertanen so wenig wie möglich zur Last fallen. Außerdem planten seine Frau und er, sich in dem gleichen Grab bestatten zu lassen und so Platz in der Familiengruft zu sparen. Akihito ist 79 Jahre alt. Als Kaiser hat er nur repräsentative Aufgaben, ist bei seinem Volk aber sehr beliebt.

Schweiz muss 1,2 Millionen Euro für verschenkten van Gogh zahlen

Es war ein teures Geschenk:

Umgerechnet 1,2 Millionen Euro Anwaltskosten hat die Schweiz dafür ausgegeben, ein Kunstwerk als Geschenk annehmen zu können. Es handelt sich um eine Zeichnung des Malers Vincent van Gogh, die dem staatlichen Museum Winterthur von einem Sammler aus den USA vermacht worden war. Gegen den Transfer hatte die Erbin eines jüdischen Sammlers geklagt. Das Werk sei Raubkunst. Wie der "Tagesanzeiger" meldet, hat die Schweiz den Prozess in New York zwar gewonnen, die Kosten für die Anwälte aber wird sie nicht erstattet bekommen.

Papst-Interview verschwindet von Vatikan-Seite

Der Vatikan hat ein Interview mit dem Papst von seiner Homepage genommen.

Das Gespräch mit der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" hatte in der Kirche zuvor für Aufsehen gesorgt. Die Höflinge in der Kurie seien die "Lepra des Papsttums" soll Franziskus unter anderem gesagt haben. Das Problem dabei: Der Journalist, der das Gespräch führte, hatte die Aussagen weder aufgenommen noch mitgeschrieben. Sie waren auch von kircheneigenen Zeitungen nachgedruckt worden. Aus Rom hieß es nun, der Papst sei über einige Formulierungen "nicht glücklich gewesen".

Bundesregierung weist Kritik am Umgang mit Münchner Kunstfund zurück

Dass man sich nicht rechtzeitig um den Skandal gekümmert hat, davon kann keine Rede sein.

Das findet die Bundesregierung. Sie hat Kritik an ihrem Umgang mit dem Münchner Kunstfund zurückgewiesen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Federführung für den Fall habe bei der Staatsanwaltschaft Augsburg gelegen. Kulturstaatsminister Neumann habe sich jedoch immer dafür eingesetzt, dass NS-Raubkunst zurückgegeben werde. Bei 590 der über 1.400 beschlagnahmten Bilder gibt es einen Verdacht, dass es sich um Raubkunst handelt. Nach Angaben des bayerischen Justizministeriums will sich die Landesregierung mit dem Besitzer, Cornelius Gurlitt, gütlich einigen, was mit den Werken passieren soll.

SPD-Politikerin Högl gegen Verbot von Prostitution

Es ist besser, Prostitution zuzulassen und darüber zu reden, als sie zu verbieten und damit in dunkle Ecken zu verbannen.

Diese Haltung hat die SPD-Politikerin Eva Högl im Interview mit dem Deutschlandfunk verteidigt. Högl hat einen Aufruf gegen die Kampagne von Alice Schwarzer unterschrieben, die ein Verbot der Prostitution fordert. Högel sagte, käuflicher Sex gehöre zu unser Wirklichkeit - ihn zu verbieten löse keine Probleme. Stattdessen müsse mehr gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution getan werden. - Gestern war Alice Schwarzers Buch "Prostitution - ein deutscher Skandal" erschienen.

Das Interview können Sie hier nachhören.

PEN: Situation für Blogger weltweit verschlechtert sich

Auf der ganzen Welt nehmen die Probleme für Blogger zu.

Das kritisiert der Präsident der Schriftstellervereinigung PEN, Josef Haslinger. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er, vor allem in China verschlechtere sich die Situation, aber auch in Vietnam und den arabischen Ländern. Dabei habe der Arabische Frühling gezeigt, wie wirkungsmächtig Blogs als Foren geworden seien. Haslinger äußerte sich anlässlich des heutigen Tag des inhaftierten Schriftstellers. Mit diesem erinnert PEN jährlich an Autoren, die in ihrer Heimat verfolgt werden.

Russischer Regierungspolitiker verunglimpft "europäische Toleranz"

In Europa ist eine "antichristliche Revolution" im Gange.

Diese Behauptung stammt von einem Duma-Abgeordneten der russischen Regierungspartei "Geeintes Russland". Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter behauptete Alexej Puschkow, die sogenannte "europäische Toleranz" verwandle sich allmählich zu einer Moral-Diktatur. Damit spielte er auf eine Nachricht über eine norwegische Fernsehmoderatorin an. Ihr Sender hatte ihr verboten, ein Schmuckkreuz zu tragen. Der Fall hatte in Russland für Aufsehen gesorgt.

Historische Grotte in Hamburger Garten entdeckt

Sie war mit Efeu überwuchert und blieb offenbar über Jahrzehnte unbeachtet.

In einem Garten an der Hamburger Außenalster ist bei Bauarbeiten eine Grotte aus dem 19. Jahrhundert entdeckt worden. Darüber berichtet die Zeitung "Die Welt". Sie zitiert das Denkmalschutzamt der Hansestadt: Bei der künstlichen Grotte handele es sich um den ersten Fund dieser Art in Deutschland. Wahrscheinlich gehörte die Grotte zu einem herrschaftlichen Wintergarten, in dem exotische Pflanzen ausgestellt wurden. Der Investor will den Fund erhalten.

Internetzensur von Bildern: Treffen in Kopenhagen mit Facebook und Google

Facebook blieb restriktiv, Google zeigte sich offener und Apple war gar nicht erst gekommen.

Bei einem Treffen mit EU-Politikern und Journalisten gestern in Kopenhagen ging es um die Frage, welche Bilder von den Konzernen zensiert werden. Anlass waren die Hippie-Bücher des dänischen Autors Peter Øvig Knudsen

Neues Museum zum DDR-Alltag in Berlin

Berlin hat bereits ein DDR-Museum, jetzt kommt ein zweites hinzu.

In der Kulturbrauerei im Szeneviertel Prenzlauer Berg zeigt eine Dauerausstellung den Alltag der DDR-Bürger. Wie die Stiftung Haus der Geschichte mitteilte, werden rund 800 Originalobjekte sowie Film- und Tonaufnahmen und biografische Berichte präsentiert. Die Schau hat rund eine Million Euro gekostet. Sie ist ab morgen für Besucher geöffnet.

US-Zeitung entschuldigt sich für Präsidentenkritik - nach 150 Jahren

Da haben sich die Verantwortlichen reichlich Zeit zum Nachdenken genommen.

Die US-Zeitung "Harrisburg Patriot-News" hat einen Leitartikel zurückgezogen - aber erst 150 Jahre nach seiner Veröffentlichung. Das Blatt entschuldigte sich dafür, eine Ansprache von Präsident Abraham Lincoln am 19. November 1863 in Gettysburg als dummes Geschwätz abgetan zu haben. Die Rede gilt heute als eine der besten und wichtigsten in der US-Geschichte. Die Redaktion könne sich die krasse journalistische Fehleinschätzung von damals nur so erklären, dass sie aus dem Einfluss der Parteilichkeit oder durch starken Alkoholkonsum des Reporters herrührte, hieß es.

Weiße Flecken: Französische Zeitung erscheint ohne Fotos

Die Ausgabe war kein Fehldruck - auch wenn statt der Bilder weiße Flecken auf den Zeitungsseiten prangten.

Die französische Zeitung "Libération" ist gestern ohne Fotos erschienen. Damit wollte sie eigenen Angaben zufolge darauf aufmerksam machen, wie wichtig Fotos für die Information sind. Anlass war die jährliche Ausstellung "Paris Photo", die noch bis Sonntag läuft. Die Zeitung schrieb dazu auf Seite Eins, dass es für Zeitungsfotografen kaum noch Arbeit gebe - unter anderem stünden häufig Unternehmens- und PR-Fotos kostenlos zur Verfügung. Kriegsreporter, deren Fotos noch begehrt sind, riskierten dagegen für ein geringes Honorar ihr Leben.

Grüne wollen 400 Promotionen an ehemaliger Stasi-Hochschule prüfen lassen

An der ehemaligen Stasi-Hochschule in Potsdam-Golm wurde zum Beispiel über die beste Verhörmethode von Dissidenten promoviert.

Die brandenburgische Grünen-Fraktion will nun 400 der Promotionen prüfen lassen. Sie teilte mit, die Doktorarbeiten, die an der Juristischen Hochschule entstanden seien, genügten in keiner Weise den wissenschaftlichen und moralischen Ansprüchen. Fraktionschef Axel Vogel sagte, im Prinzip müssten die Titel aberkannt werden. Die Behörde für Stasi-Unterlagen begrüßte den Vorstoß, wies aber auf den Einigungsvertrag von 1990 hin, wonach Doktortitel nicht nachträglich aberkannt werden dürfen. - Die Juristische Hochschule in Potsdam-Golm galt als Kaderschmiede des Ministeriums für Staatssicherheit.

Urteil: Kritischer Artikel von 1979 muss nicht aus dem Online-Archiv der "Zeit" gelöscht werden

1979 befasste sich Nikolaus Brender in einem kritischen Artikel für die "Zeit" mit dem Erziehungskonzept des Jugendsozialwerks "Salem-Bruderschaft".

Im Online-Archiv der Wochenzeitung ist der Text bis heute auffindbar - und das völlig zu Recht, wie jetzt die Pressekammer am Münchner Landgericht entschieden hat. Laut der "Süddeutschen Zeitung" sind die Richter der Ansicht, der Artikel sei heute noch von öffentlichem Interesse. Denn der Umgang der Behörden mit Erziehungseinrichtungen in der Nachkriegszeit sei zeitgeschichtlich relevant. Die Organisation, die heute "Salem International" heißt, hatte argumentiert, der Artikel des späteren ZDF-Chefredakteurs Brender sei überholt und daher unwahr.

Wer sich selbst ein Bild machen will, kann den Artikel hier nachlesen.

Vargas Llosa: Angela Merkel ist so pragmatisch - und mütterlich

Angela Merkel ist bei den Lateinamerikanern beliebt, weil sie so mütterlich ist.

Davon ist zumindest der peruanische Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa überzeugt. Dem Magazin "Quintessence" sagte er, Merkel sei sehr pragmatisch und gleichzeitig sehr mütterlich. Weiter führte er aus: "Das mögen wir Lateinamerikaner, weil wir Mamas mögen, noch dazu so nette und freundliche." Deutschland habe ohnehin keinen Grund, sich zu beklagen - dem Land gehe es gut.

Götter auf Bier-Etiketten: Australische Brauerei verärgert Hindus

Ganesha und Lakshmi sehen fröhlich bunt aus und repräsentieren asiatisches Flair.

Das dachte sich zumindest eine kleine australische Brauerei und druckte die hinduistischen Gottheiten auf ihre Bierflaschen. Damit erntete sie allerdings Wut und Protest von gläubigen Hindus. Der Präsident der hinduistischen Gesellschaft sagte, Ganesha und Lakshmi seien nicht dafür da, Bier zu verkaufen. Viele streng gläubige Hindus lebten abstinent. Die Brauerei hat sich mittlerweile entschuldigt und sucht nach neuen Etiketten-Designs.

Nach Münchner Kunstfund: Bayern will auf Gurlitt zugehen

Bayern will sich mit dem Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt gütlich über die bei ihm beschlagnahmten Bilder einigen.

Justizminister Winfried Bausback sagte der "Süddeutschen Zeitung", das sei im Interesse aller. Bausback führte aus, wichtig sei, dass die Erforschung der Herkunft der Bilder jetzt auf breiter Front mit vereinten Kräften erfolge. Geklärt werden müsse, bei welchen der 1.400 Bilder es sich um NS-Raubkunst handele. - Die Augsburger Staatsanwaltschaft kündigte an, in der kommenden Woche rund 600 Gemälde aus dem Fund im Internet zu veröffentlichen.Bisher wurden nur 25 der Werke im Netz aufgelistet.

Schauspielschule Ernst Busch: Berliner Abgeordnetenhaus gibt 30 Millionen Euro für neuen Campus frei

"Eine Odyssee findet ein glückliches Ende."

Mit diesen Worten hat die Berliner Schauspielschule Ernst Busch die Bewilligung der Mittel für den Bau ihres neuen Campus kommentiert. Einstimmig hatte zuvor der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses 30 Millionen Euro freigegeben. Mit dem Geld sollen die ehemaligen Opernwerkstätten im Stadtteil Mitte für die Zwecke der Hochschule umgebaut werden. Der Baubeginn ist für Juni 2014 geplant.

Wegen finanzieller Schwierigkeiten stand das Projekt zwischenzeitlich auf der Kippe - die Studenten der Hochschule hatten sich mit kreativen Protestaktionen für eine Fortführung eingesetzt.

Der beste Freund: Hunde wurden als erstes in Europa gezähmt

Forscher streiten schon lange darüber, wann und wo der beste Freund des Menschen gezähmt wurde.

Finnische Wissenschaftler glauben jetzt, die Antwort gefunden zu haben: Der Hund wurde als erstes in Europa domestiziert. Stattgefunden haben soll das vor etwa 20.000 bis 30.000 Jahren, zur Zeit der Jäger und Sammler. Für ihre Studie verglichen sie DNA-Material moderner Hunde mit fossilen Überresten von prähistorischen Wölfen. Die größten Übereinstimmungen gab es dabei zwischen modernen Hunden und ihren europäischen Vorgängern.

Münchner Kunstfund: 590 weitere Bilder werden ins Internet gestellt

Bisher sind nur 25 Bilder des Münchner Kunstfundes im Netz zu sehen.

In der kommenden Woche sollen es aber hunderte mehr werden: Die Augsburger Staatsanwaltschaft will rund 590 weitere Gemälde aus dem Fund im Internet veröffentlichen. Das kündigte die Leiterin der kürzlich gegründeten Expertengruppe, Berggreen-Merkel, in Berlin an. Ihren Angaben zufolge handelt es sich um Werke, die als mögliches Raubgut aus der NS-Zeit gelten. Mit der Veröffentlichung wolle man sicherstellen, dass die Herkunft der Bilder so schnell wie möglich geklärt werden könne.

Richter lehnt Sammelklage amerikanischer Autoren gegen "Google Books" ab

Im Rechtsstreit mit der amerikanischen Autorenvereinigung Authors Guild kann Google einen Erfolg für sich verbuchen.

Ein Bezirksrichter in New York hat eine Sammelklage der Autoren gegen das Angebot "Google Books" für unzulässig erklärt. Er verwies zur Begründung auf den sogenannten Fair-Use-Paragrafen: Danach ist es erlaubt, urheberrechtlich geschütztes Material einzuscannen und in Auszügen zu veröffentlichen, wenn das zum Wohl der Allgemeinheit geschieht. Derselbe Richter hatte die Klage zunächst zugelassen - ein Berufungsgericht hob seine Entscheidung aber wieder auf. Der Grund: Der Fair-Use-Paragraf sei nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Lehrergewerkschaft ruft bundesweit zu Protesten an Goethe-Instituten auf

Prekäre und atypische Beschäftigungsverhältnisse haben beim Goethe-Institut zugenommen.

So lautet die Kritik der Lehrergewerkschaft GEW. Sie rief deshalb bundesweit zu Protesten auf. Heute wollen Beschäftigte des Berliner Goethe-Instituts für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen. In den kommenden Tagen sind auch in anderen Städten Aktionen geplant. Die GEW fordert seit Dezember 2012 Verhandlungen über tarifvertragliche Vereinbarungen für freie Mitarbeiter.

Deutschland unterstützt Bau des Jüdischen Museums in Sao Paulo

Für den Bau eines Jüdischen Museum in Sao Paulo erhält Brasilien Unterstützung aus Deutschland.

Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, werden 310.000 Euro bereitgestellt, um die Synagoge "Beth-El" als Kern des Museums zu erhalten. Das "Museu Judaico de São Paulo" werde dann in der Synagoge und einem modernen Glasanbau untergebracht. Es soll über Geschichte und Kultur des Judentums und dessen Beitrag zur Entwicklung des Landes informieren. - Auf der Flucht vor den Nazis fanden rund 20.000 deutsche Juden in Brasilien eine neue Heimat.

Naturschutz: US-Behörde zerstört sechs Tonnen Elfenbein

Nicht nur Großmutters Armreif war aus Elfenbein - das Material ist nach wie vor beliebt.

Doch durch den illegalen Handel mit den Stoßzähnen sterben jedes Jahr rund 30.000 Elefanten. Die US-Naturschutzbehörde hat dagegen ein deutliches Zeichen gesetzt. Bei einer Protestaktion zerschlug sie in Denver im Bundesstaat Colorado sechs Tonnen Elfenbein zu Pulver. Die Stoßzähne, Schnitzereien und Schmuck hatte der US-Zoll in den vergangenen 25 Jahren Schmugglern abgenommen.

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