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Kulturnachrichten

Sonntag, 10. November 2013

"Oh Boy" für den Europäischen Filmpreis nominiert

"Oh Boy" ist gleich drei Mal nominiert.

Der deutsche schwarz-weiß-Film geht beim Europäischen Filmpreis in den Kategorien "bester Spielfilm" und "bester Debütfilm" ins Rennen. Außerdem ist das Werk von Regisseur Jan Ole Gerster für den Publikumspreis nominiert. Hauptdarsteller Tom Schilling tritt in der Kategorie "bester Schauspieler" an. Er spielt in "Oh Boy" einen jungen Tagträumer, der durch Berlin streift. Beim Deutschen Filmpreis war das Werk bereits sechsfach ausgezeichnet worden.

Gurlitt soll Werke bei Goebbels' Ministerium gekauft haben

200 Werke soll der Kunsthändler Hildebrand Gurlitt vom damaligen Propagandaministerium gekauft haben.

Darüber berichtet "Zeit Online" unter Berufung auf die "Bild am Sonntag". Der liege ein Kaufvertrag von 1940 vor, wonach Gurlitt für insgesamt 4.000 Schweizer Franken Ölgemälde und andere Bilder von Joseph Goebbels' Ministerium erworben habe. Das entspricht einem Preis von 20 Franken pro Stück. Unter den Arbeiten sind auch Werke, die heute laut "Zeit Online" viele Hunderttausende bis Millionen Euro wert sein dürften, zum Beispiel Picassos "Bauernfamilie" oder Emil Noldes "Hamburger Hafen". - Im März 2012 waren in der Schwabinger Wohnung von Gurlitts Sohn Cornelius rund 1.400 Kunstwerke gefunden worden. Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei mehreren Arbeiten um NS-Raubkunst handelt.

Fall Snowden: Guardian-Chefredakteur muss vor Innenausschuss aussagen

Alan Rusbridger soll zum Fall Snowden aussagen.

Der Chefredakteur des britischen "Guardian" werde im kommenden Monat vom Innenausschuss im britischen Unterhaus befragt werden. Das teilte die Zeitung mit. Der "Guardian" hatte Unterlagen des Whistleblowers Edward Snowden veröffentlicht und auch über die Aktivitäten des britischen Geheimdienstes berichtet. Konservative Abgeordnete werfen Rusbridger vor, damit die Nationale Sicherheit gefährdet zu haben.

Pharao Tutanchamun: Wagenunfall soll Todesursache gewesen sein

Seit Jahrzehnten rätseln Forscher, woran der ägyptische Pharao Tutanchamun gestorben ist.

Britische Wissenschaftler glauben jetzt, mit Hilfe einer "virtuellen Autopsie" die Antwort gefunden zu haben: Tutanchamun soll bei einem Wagenunfall ums Leben gekommen sein. Laut einem Medienbericht entdeckte das Team charakteristische Verletzungen auf einer Körperseite. Die Analyse eines Hautfetzen habe außerdem bestätigt, dass sich die Mumie im Sarkophag selbst entzündet habe. Als Grund geben die Forscher eine "verpfuschte Mumifizierung" an: Eine chemische Reaktion der Öle habe zu der Verbrennung geführt. - Tutanchamun war 1324 vor Christus im Alter von 19 Jahren gestorben.

Hörspielpreis der ARD geht an Paul Plampers "Der Kauf"

Im Kampf um die Traumwohnung zeigen zwei Paare plötzlich unschöne Eigenschaften.

Aus diesem Stoff hat Paul Plamper sein Hörspiel "Der Kauf" gemacht. Es wurde gestern mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Außerdem wird das Stück in den Kulturprogrammen aller ARD-Sender ausgestrahlt. Die ARD-Rundfunkanstalten sowie das Deutschlandradio konnten jeweils ein Hörspiel für den Wettbewerb einreichen. - Er fand im Rahmen der ARD-Hörspieltage statt, die heute zu Ende gehen.

Jahrestagung der Evangelischen Kirche in Düsseldorf

Bei der Jahrestagung der Evangelischen Kirche in Deutschland soll es heute auch um das umstrittene Familienpapier gehen.

Die Tagung wurde in Düsseldorf mit einem Gottesdienst eröffnet. Kirchenbasis und Bischöfe hatten das im Sommer veröffentlichte Familienpapier kritisiert, weil es die traditionelle Ehe entwerte. Es betont eine Anerkennung aller familiären Lebensformen, auch homosexueller Partnerschaften und Patchworkfamilien.

Auf der Tagung wird heute außerdem ein Nachfolger für die bisherige Präses der Synode, die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckhardt, gewählt. - Die Jahrestagung dauert noch bis Mittwoch.

Hunderte Briten stehen Schlange bei Vorsprechen für "Star Wars"

Sie träumen davon, einmal in der Welt von Luke und Prinzessin Leia mitzuspielen.

Hunderte Briten standen in Bristol Schlange, um bei der Vorauswahl für eine Rolle in "Star Wars" dabei zu sein. Die Walt-Disney-Studios hatten vor wenigen Tagen angekündigt, dass für die neue Episode der Weltraum-Saga noch Schauspieler gesucht würden - darunter Darsteller für ein "starkes 17-jähriges Mädchen" und einen "cleveren jungen Mann". Der Film soll im Dezember 2015 in die amerikanischen Kinos kommen. In den kommenden Wochen soll es in England weitere Vorsprech-Runden geben.

Brücke von Mostar verbindet Ethnien nicht, meint kroatischer Schriftsteller

Die Brücke im kroatischen Mostar wurde wieder aufgebaut - aber die ethnischen Gruppen verbindet sie immer noch nicht.

Das meint der Schriftsteller Predrag Matvejevic, der in Mostar geboren wurde. Die Brücke verbindet das von bosnischen Muslimen bewohnte Ostufer der Stadt mit dem kroatisch dominierten Westen. Matvejevic äußerte sich zum Jahrestag der Zerstörung des Kulturdenkmals: Vor zwanzig Jahren war die Brücke von kroatischen Militärs in die Luft gesprengt worden. Zehn Jahre später wurde sie mit internationaler Hilfe originalgetreu wieder aufgebaut. Der Übergang sei heute für Kroaten und Muslime nicht mehr gefährlich, so Matvejevic, aber allemal beschwerlich. Der Grund: Die Kroaten liebäugeln weiterhin mit einem Anschluss ihrer Stadthälfte an Kroatien, während sich die bosnischen Muslime nach Sarajevo orientieren.

Schauspielerin Christiane Paul über ihren Film "Eltern"

In "Eltern" spielt Christiane Paul eine Ärztin, die sich zwischen Kind und Karriere aufreibt.

Die Schauspielerin sieht allerdings keine Parallelen zwischen sich und ihrer Rolle. Paul hat selbst zwei Kinder und war lange als Ärztin tätig. Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte die 39-Jährige, sie wolle und müsse arbeiten. Sie glaube auch, dass Kinder das verstehen könnten. Trotzdem versuche sie, die Waage zu halten und auch mal einen Termin abzusagen, wenn es ihr wichtiger sei, zuhause zu bleiben.

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