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Kulturnachrichten

Samstag, 9. November 2013

Montenegro: Unbekannte demolieren Redaktionsgebäude der Zeitung "Vijesti"

Es ist nicht der erste Angriff auf die montenegrinische Zeitung "Vijesti".

Wie das regierungskritische Blatt berichtet, haben Unbekannte in der Nacht mit Steinen die Eingangstür demoliert. Sie hätten sich als Gegner eines Homosexuellen-Umzugs zu erkennen gegeben. "Vijesti" hatte die Veranstaltung unterstützt. Erst vor einem Monat waren im Redaktionsgebäude Scheiben eingeworfen worden. Auch ein Firmenwagen war beschädigt worden.

Olympische Fackel wird auf Weltraumspaziergang ausgeführt

Die Olympische Fackel wird heute zum ersten Mal durch das Weltall spazieren getragen.

Zwei russische Kosmonauten sollen die Fackel zu einem Außeneinsatz mitnehmen. Aus Sicherheitsgründen wird sie allerdings nicht entzündet. Die Fackel war am Donnerstag in der Internationalen Raumstation ISS angekommen.
Am Montag soll sie wieder zurück zur Erde gebracht werden und reist dann in den Winterspielort Sotschi. - Vom 7. bis 23. Februar finden dort die Olympischen Wettkämpfe statt.

Stiftungen leiden unter Niedrigszinspolitik , sagt Ratsvorsitzender von Bundesstiftung

Die Niedrigzinspolitik bedroht laut Markus Meckel auch die Arbeit der Stiftungen in Deutschland.

Meckel ist Ratsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Im Deutschlandradio Kultur sagte er, durch die neue Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank verliere die Stiftung 1,3 bis 1,5 Millionen Euro. Rund die Hälfte der Arbeit werde aus Zinsen, also aus Erträgen des Kapitalstocks finanziert. Zahlreiche eigene und bezuschusste Projekte könnten nun angesichts der fehlenden Mittel nicht stattfinden. Meckel glaubt, dass von den schwindenden Zinserträgen alle Stiftungen im Land betroffen sind.

Das komplette interview mit Markus Meckel können Sie [hier| ] nachhören.

Streit um Pollock-Bild: Forensiker findet Anzeichen für Authentizität

Ruth Kligman bestand darauf, dass dies Jackson Pollocks letztes Bild sei.

Allerdings sind nicht alle Experten der gleichen Meinung wie die mittlerweile verstorbene Pollock-Geliebte: Einige halten das Werk für eine Fälschung. Ein amerikanischer Forensiker fand nun Hinweise, dass Kligman doch Recht hatte. Der Wissenschaftler analysierte im Auftrag des Kligman-Nachlasses Fasern, Haare und Sand aus dem Werk und fand Übereinstimmungen mit Pollocks' Studio. Für das Auktionshaus Phillips, das das Gemälde versteigern will, ist das aber kein ausreichender Nachweis. Die Begründung: "Kunst dürfe nicht auf Wissenschaft reduziert werden." - Pollock soll das Bild, das unter dem Namen "Red, Black & Silver" bekannt ist, wenige Wochen vor seinem tödlichen Auto-Unfall 1956 gemalt haben.

Ein Toter und Verletzte nach Explosion in Pariser Musicaltheater

Nach der Explosion in einem Pariser Theater ist ein Mitarbeiter gestorben.

Bei den Proben zu dem Musical "1789 - Les Amants de la Bastille" waren versehentlich mehrere Feuerwerkskörper explodiert. Insgesamt wurden 15 Menschen verletzt; rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Das Musical wird im Palais des Sports im Südwesten von Paris aufgeführt.

"SZ": Britischer Schauspieler Russell Brand stößt politische Diskussion an

Russell Brand ist bisher nicht unbedingt als politischer Experte in Erscheinung getreten.

Den britischen Schauspieler kennt man eher von Skandalgeschichten und seiner Ex-Frau, der Sängerin Katy Perry. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, diskutiert aber gerade "ganz England" über Brands politische Äußerungen. Der 38-Jährige hatte eine "Revolution in der Politik" gefordert und sich offen als Nicht-Wähler bekannt. Laut "SZ" löste das eine Debatte von Journalisten und Politikern aus.

Rasputin-Film wird von russischer Kritik verrissen

"'Rasputin' ist so schlecht, dass man sich am besten vorstellt, es sei alles nur eine Halluzination".

Mit dieser und anderen vernichtenden Kritiken hat die russische Presse auf den neuen Film von Gérard Dépardieu reagiert. Ein "trivialer Zeichentrickfilm im Fantasystil" sei das, hieß es in der Zeitung "Trud". Dépardieu gelinge es weder, Rasputin als komische noch als diabolische Figur darzustellen. Dabei war der Rasputin-Film eines der Argumente, mit denen Russlands Präsident Putin Dépardieu die russische Staatsbürgerschaft verliehen hatte: Der französische Schauspieler habe damit einen wichtigen Beitrag zur russischen Kultur geleistet, erklärte Putin bei der Verleihung 2012.

Der Rasputin-Film läuft in Russland in als leicht gekürzte Variante des französischen Originals.

Klanginstallation von Turner-Preisträgerin in Düsseldorf

Susan Philipsz' Medium ist der Klang.

Eines der Werke der britischen Turner-Preisträgerin ist jetzt in Düsseldorf zu hören. Die Installation "The Missing String" beschallt die Beletage des Ständehauses, in dem das K21 untergebracht ist. Streicher und Blechblasinstrumente spielen unter anderem die "Metamorphosen für 23 Solostreicher" von Richard Strauss, das dieser wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges komponierte. Dazu sind Signalhörner zu hören, die im Krieg beschädigt wurden. - Das Kunstwerk wird bis April 2014 ausgestellt.

Fachbuch-Autor vermutet weitere Kunstschätze in Privathaushalten

Wer weiß, was für Bilderschätze noch in Privatwohnungen lagern?

Zumindest nach Ansicht des Fachbuch-Autors Konrad Kramar könnte der Münchner Kunstfund kein Einzefall bleiben. Der Deutschen Presseagentur sagte Kramar, bereits während des Kunstraubs durch die Nazis seien viele Werke in unbekannte Hände gelangt. Schon damals sei viel gestohlen worden. - Kramar hat ein Buch über die mehr als 5000 geraubten Kunstwerke geschrieben, die die Nazis bis 1945 in einem steirischen Salzbergwerk lagerten.

Jahrestag der Reichspogromnacht: Gauck bei Übergabe von Denkmal in Eberswalde

"Wachsen mit Erinnerung" heißt das Denkmal.

Es wurde im brandenburgischen Eberswalde auf den Grundmauern der 1938 niedergebrannten Synagoge errichtet. Bundespräsident Joachim Gauck nimmt heute anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht an der Übergabe der Skulptur teil. Sie besteht aus einem Betonraum ohne Decke, in dessen Innenraum elf Linden wachsen. Die Wände haben weder Fenster noch Türen, so dass ein Zugang nicht möglich ist. - Heute wird in ganz Deutschland an die Reichspogromnacht von 1938 erinnert. Vom 9. auf den 10. November wurden in ganz Deutschland Synagogen und jüdische Geschäfte zerstört.

Sinterklaas darf Schwarze Peter mitbringen

Der niederländische Nikolaus darf seine Helfer mit nach Amsterdam bringen.

Das hat das dortige Verwaltungsgericht entschieden. Kritiker hatten gegen den traditionellen Einzug des Sinterklaas in Begleitung der "Zwarten Pieten", geklagt, weil sie diese rassistisch finden. Das Gericht äußerte sich zu diesem Vorwurf zwar nicht, erklärte jedoch, die Schwarzen Peter seien keine Gefährdung der öffentlichen Ordnung. Um die Nikolaus-Begleiter hatte es in den vergangenen Wochen in den Niederlanden heftige Diskussionen gegeben.

Während sich einige schwarze Bürger davon verletzt fühlten, hatte sich zuletzt die Mehrheit der Niederländer dafür ausgesprochen, die Figuren beizubehalten.

Weltkirchenrat wählt Kenianerin Agnes Abuom an seine Spitze

Für den Weltkirchenrat ist es eine doppelte Premiere.

Zum ersten Mal steht eine Frau und eine Afrikanerin an der Spitze des ökumenischen Rates. Die Kenianerin Agnes Abuom wurde zum Abschluss der Vollversammlung von den 150 Mitgliedern des Zentralausschusses gewählt. Abuom ist Anglikanerin. Sie stammt aus Nairobi und war bereits Afrika-Präsidentin des Kirchenrates. - Im Ökumenischen Rat der Kirchen haben sich rund 350 christliche Glaubensgemeinschaften zusammengeschlossen. Mit der katholischen Kirche besteht eine Zusammenarbeit in verschiedenen Gruppen.

Moskauer Ballettchef Filin sieht Bolschoi-Premiere

Mit einer dunklen Brille verfolgte er die Premiere des Klassikers "Marco Spada".

Der verletzte Chef des Moskauer Balletts am Bolschoi Theater, Sergej Filin, habe in der Vorstellung in der ersten Zuschauerreihe gesessen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Filin habe bei kraftvollen Sprüngen der Solisten und synchronen Massenszenen immer wieder länger applaudiert.

Der Ballettchef war im Januar Opfer eines Säureanschlags geworden. Wegen seiner schweren Verätzungen ließ er sich monatelang in der Augenklinik Aachen behandeln. Filin war unter anderem nach Moskau zurückgekehrt, um vor Gericht gegen die mutmaßlichen Attentäter auszusagen. Das Urteil steht noch aus.

Filin hatte stets erklärt, dass er die Ballettleitung am Bolschoi-Theater nicht aufgeben wolle.

Amerikanischer Journalist in Venezuela verhaftet

Jim Wyss berichtete für den "Miami Herald" aus Venezuela.

Wie die amerikanische Zeitung mitteilte, ist der Journalist jetzt dort verhaftet worden. Er habe über die bevorstehenen Regionalwahlen und chronische Versorgungsengpässe in dem Land geschrieben. Zur Zeit befindet er sich im Gewahrsam des Militärischen Abschirmdienstes Venezuelas. Der "Miami Herald" fordert die sofortige Freilassung seines Mitarbeiters. Immer wieder werden Journalisten in Venezuela bei der Ausübung ihrer Arbeit behindert oder sogar deswegen verfolgt.

Experten sollen über Zukunft der Stasi-Unterlagenbehörde beraten

Über die Zukunft der Stasi-Unterlagenbehörde soll eine Expertenkommission erstmal nachdenken.

Darauf haben sich Union und SPD bei ihren Verhandlungen zu einer großen Koalition geeinigt. Die Experten sollen Vorschläge machen, wie die Aufgaben der Behörde nach 2019 geregelt und ob ihre Bestände dann bereits in das Bundesarchiv überführt werden können. Damit haben sich beide Seiten auf einen Weg geeinigt, der weitgehend bereits vom Bundestag festgelegt worden war. Der hatte das Bestehen der Stasi-Unterlagenbehörde bis 2019 festgelegt.

Theatermitarbeiter in Magdeburg protestieren

Mit Posaunen und Trompeten haben gestern die Bühnenmitarbeiter in Sachsen-Anhalt protestiert.

In einem lautstarken Protestzug umrundeten sie den Landtag in Magdeburg. Damit wollen sie auf Pläne der Landesergierung aufmerksam machen, die Gelder für Theater um sechs Millionen Euro auf 30 Millionen zu kürzen. Sie fürchten unter anderem um ihre Arbeitsplätze und die Zukunft ganzer Spielstätten. Bis zur nächsten Landtagssitzung am Donnerstag soll der Protestzug nun täglich stattfinden.

Ennio Morricone: Emotionen in der Musik werden durch Technik erreicht

Ein Komponist muss wissen, was er schreibt.

Das sagt Ennio Morricone. Der Filmkomponist erklärt in der "Berliner Zeitung", er selbst müsse eine Melodie erst wenn sie fertig sei so hören, wie das Orchester sie spiele. Während er sie schreibe, brauche er das nicht. Der 84-Jährige erinnert daran, dass viele große Komponisten früher gar nicht an den Punkt kamen, an dem ihre Musik von einem Orchester aufgeführt wurde. Viele seien da schon tot gewesen. Morricone selbst hat die Musik für mehr als 500 Filme geschrieben. Ob ein Stück funktioniert, hängt ihm zufolge nicht nur von den Emotionen ab. Diese würden eigentlich durch Technik erreicht, die der Komponist beherrsche, um die gewünschte Botschaft zu transportieren.

Vatikan zeigt erstmals Petrus-Reliquien

Mit der Aktion soll "die Begeisterung und Überzeugung der ersten Christen" geweckt werden.

Der Vatikan will die Reliquien des Heiligen Petrus erstmals öffentlich zeigen. Die Gebeine sollen am 24. November, dem letzten Tag im "Jahr des Glaubens", ausgestellt werden. Das schreibt der Präsident des Päpstlichen Rates für Neuevangelisierung, Rino Fisichella, in der Vatikanzeitung "Osservatore Romano". Es handele sich um die Reliquien, die die Tradition als diejenigen des Apostels Petrus anerkennt. Bei archäologischen Ausgrabungen unter dem Petersdom in den 30er-Jahren wurden frühchristliche Gräber gefunden. Inwieweit Einzelfunde menschlicher Überreste dem Jünger Jesu zugeordnet werden können, ist unter Forschern umstritten.

Der Überlieferung nach starb Petrus um das Jahr 67 als Märtyrer in Rom. Er soll am Ort des heutigen Petersdoms beigesetzt worden sein.

Schauspieler Christian Tasche gestorben

Bekannt war er vor allem als Staatsanwalt im Kölner "Tatort".

Jetzt ist der Schauspieler Christian Tasche unerwartet im Alter von 56 Jahren gestorben. Das teilte der Westdeutsche Rundfunk mit. Tasche stand seit 1997 als Staatsanwalt Wolfgang von Prinz vor der Kamera. Außerdem spielte er Rollen in zahlreichen weiteren Fernsehserien und Filmen und trat als Revue-Sänger am Dortmunder Schauspielhaus auf.

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