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Kulturnachrichten

Donnerstag, 7. November 2013

Kultur soll als Staatsziel ins Grundgesetz aufgenommen werden

Die Kultur soll als Staatsziel im Grundgesetz verankert werden.

Darauf haben sich die Mitglieder der zuständigen Arbeitsgruppe bei den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD verständigt. Unionsfraktionsvize Michael Kretschmer sagte in Berlin, es sei längst anerkannt, dass Kulturförderung nicht mehr nur eine Aufgabe der Länder sei, sondern dass auch der Bund in vielen Bereichen Verantwortung trage.

Zuletzt hatte der Bundestag vor rund einem Jahr auf Antrag von SPD und Linken über die Frage debattiert, ob Kultur und Sport als Staatsziele ins Grundgesetz aufgenommen werden. Damals hatten sich auch Vertreter der Union dagegen ausgesprochen.

Positives China-Bild in ausländischen Filmen als Voraussetzung für Zulassung zu chinesischen Kinos

Die Zahl ausländischer Filme, die in Kinos in China gezeigt werden dürfen, wird von den Behörden streng reguliert.

Eine Ausnahme machen sie nur bei Ko-Produktionen, für die sich ausländische mit chinesischen Filmemachern zusammentun. Die Direktorin der staatlichen "China Film Co-Production Company" hat jetzt in den USA die Voraussetzungen dafür erläutert: In den Filmen müsse ein zeitgemäßes, positives Chinabild vermittelt werden. Chinesen dürften nicht nur als Drogendealer und Mafiosi dargestellt werden. Zudem müssten 20 Prozent der Investitionen aus China kommen und eine angemessene Anzahl chinesischer Schauspieler engagiert werden. - Drehbücher müssten von den Behörden abgesegnet werden, hieß es weiter. Das sei aber keine Zensur, sondern solle dabei helfen, kulturell bedingte Fettnäpfchen und Ärger zu vermeiden.

Journalisten in Gefahr: Reporter ohne Grenzen veröffentlicht neuen Bericht zu Syrien

Die Situation für Journalisten in Syrien ist heute schwieriger, als sie es auf dem Höhepunkt der Gewalt in Afghanistan oder Libyen war.

Zu diesem Schluss kommt der neue Bericht der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG). Demnach erschweren besonders systematische Entführungen und ständig wechselnde Frontverläufe die journalistische Arbeit. Seit Beginn des Konflikts 2011 seien mindestens 110 Medienvertreter getötet worden. Mindestens 67 Reporter befänden sich in der Gewalt einer der Konfliktparteien oder würden vermisst. Zur größten Gefahr für Journalisten vor Ort seien inzwischen militante Islamisten geworden, teilte die Organisation mit.

Hier der Link zum Bericht.

900 Interviews mit Holocaust-Überlebenden erstmals veröffentlicht

Die Hebräische Universität Jerusalem hat 900 bislang unveröffentlichte Interviews mit Zeitzeugen des Holocaust online gestellt.

Die Tonaufnahmen der "Oral History Division" der Hochschule stammen hauptsächlich aus den 1970-er und 80-er Jahren. Sie umfassen Augenzeugen-Berichte aus den Konzentrationslagern Bergen-Belsen und Theresienstadt, Schilderungen des Widerstands in polnischen Ghettos und von Rettungsaktionen in Ungarn oder Spanien. Die Interviews wurden alle transkribiert und können online nach Ort, Zeit oder Namen durchsucht werden.

Hier der Link zu dem Projekt.

Demenzerkrankungen könnten durch Zweisprachigkeit aufgehalten werden

Wer Angst hat, an Demenz zu erkranken, sollte über einen Sprachkurs nachdenken.

Laut einer Studie aus Indien sind Menschen, die mindestens zwei Sprachen beherrschen, erst später an verschiedenen Formen der Demenz erkrankt. Das galt sogar für Analphabeten, war also unabhängig vom Bildungsniveau. Laut dem Bericht in der Fachzeitschrift "Neurology" untersuchten die Forscher fast 650 Demenzkranke im Alter von durchschnittlich 66 Jahren. Gut ein Drittel von ihnen sprach zwei oder mehr Sprachen. Bei ihnen war die Krankheit viereinhalb Jahre später ausgebrochen als bei den anderen Patienten.

Europäischer Gerichtshof: Verfolgte Homosexuelle haben Anspruch auf Asyl in Europa

Schwule und Lesben, die in ihrer Heimat verfolgt werden, haben in Europa Anspruch auf Asyl.

Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden. Die Richter sind der Ansicht, dass Homosexuelle eine soziale Gruppe im Sinne des Asylrechts darstellen, wenn in ihren Herkunftsländern gleichgeschlechtliche Verbindungen unter Strafe stehen. Es könne nicht erwartet werden, dass sie ihre sexuelle Orientierung geheim hielten, denn sie sei ein bedeutsames Merkmal der Identität.

Im konkreten Fall hatten drei Schwule aus Sierra Leone, Uganda und dem Senegal in den Niederlanden um eine Anerkennung als Flüchtlinge gestritten. In ihren Heimatländern wird Homosexualität strafrechtlich verfolgt.

Spanien erklärt Stierkampf zum Immateriellen Kulturerbe

Für die einen ist er eine wichtige Tradition, für die anderen schlicht Tierquälerei.

Das spanische Parlament hat den Stierkampf zum Immateriellen Kulturgut erklärt. Die Mehrheit kam laut Medienberichten durch die regierenden Konservativen zustande, die Sozialisten enthielten sich, die übrigen Parteien stimmten dagegen. Mit dem Gesetz wird die Regierung dazu aufgefordert, einen "nationalen Plan" für die Stierkampf-Förderung zu erarbeiten. Außerdem soll sie die Aufnahme des Stierkampfs in die Unesco-Liste des immateriellen Weltkulturerbes der Menschheit beantragen. Die Initiative zu dem Gesetz geht auf ein Volksbegehren zurück. Anhänger des Stierkampfes hatten 600.000 Unterschriften gesammelt.

Regierungskritiker streichen kommunistisches Denkmal in Sofia in Rosa

Es war wohl ein ungewohnter Anblick:

Aus Protest gegen die bulgarische Regierung haben Aktivisten ein Denkmal vor der Zentrale der sozialistischen Partei in der Hauptstadt Sofia mit rosa Farbe angestrichen. Die Polizei nahm alle sechs Beteiligten fest. Unter ihnen ist auch der regierungskritische Blogger Assen Genow. Der bulgarische Innenminister Zwetlin Jowtschew sprach von Vandalismus. Die regierungskritische Studentenbewegung forderte die Freilassung der Inhaftierten.

NS-Kriegsverbrecher Priebke in Italien bestattet

Wochenlang war darum gestritten worden, wo Erich Priebke bestattet werden soll.

Jetzt ist der im Oktober in Rom gestorbene NS-Kriegsverbrecher auf einem italienischen Gefängnis-Friedhof beigesetzt worden. Nur die Familie kenne den genauen Ort, meldet die Zeitung "La Repubblica". Sowohl die Behörden in Priebkes langjährigem Wohnort in Argentinien als auch in seinem Geburtsort in Brandenburg hatten eine Bestattung abgelehnt. Der frühere SS-Offizier war 1944 maßgeblich an der Ermordung von mehr als 300 Zivilisten in der Nähe von Rom beteiligt. Bis zu seinem Tod hatte er keine Reue gezeigt.

Südkoreanischer Dichter wegen Beleidigung der Präsidentin zu Geldstrafe verurteilt

Der Dichter Ahn Do Hyun ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er die südkoreanische Präsidentin beleidigt haben soll.

Das Gericht in Jeonju im Süden des Landes setzte die Strafe auf umgerechnet 700 Euro fest - sie wird allerdings für zwei Jahre ausgesetzt. Ahn soll die Park Geun Hye im Wahlkampf 2012 auf Twitter des Diebstahls bezichtigt haben. Hintergrund ist der Streit um den Nachlass eines koreanischen Unabhängigkeitskämpfers. Eine Jury hatte Ahn Ende Oktober für unschuldig befunden; ihr Votum ist aber nicht bindend.

Neuer "Guide Michelin" mit so vielen deutschen Sterne-Restaurants wie nie

Deutschland hat so viele Sterneköche wie nie zuvor.

Im neuen "Michelin"-Führer sind insgesamt 274 Restaurants mit einem, zwei oder drei Sternen ausgezeichnet worden. Das Restaurant "Überfahrt" im bayerischen Rottach-Egern kürten die Restaurant-Tester zum elften deutschen Drei-Sterne-Restaurant. 39 Lokale wurden erstmals mit einem Stern prämiert. Einen solchen Zuwachs gab es laut "Michelin"-Chefredakteur Ralf Flinkenflügel zuletzt vor 45 Jahren. - Die deutsche Gastronomie habe sich sehr dynamisch entwickelt und sich hinter Spitzenreiter Frankreich als Spitzenküche etabliert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

SPD-Politiker Siegmund Ehrmann zu Raubkunst

Was die Rückgabe von Raubkunst betrifft, muss eine Regelung für den privaten Bereich gefunden werden.

Dafür macht sich SPD-Politiker Siegmund Ehrmann stark. Im Deutschlandradio Kultur sagte der kulturpolitischer Sprecher der Bundestags-Fraktion, für öffentliche Einrichtungen habe das Washingtoner Abkommen von 1998 Bindungskraft und werde auch umgesetzt. Es sieht die Restitution aus moralischen Gründen vor. Was aber offen sei, sei die Handhabung im privaten Bereich. Da sehe er Handlungsbedarf, auch für die Kulturpolitik.

Das komplette Interview können Sie hier nachhören.

Keine Sexszenen - Magazin analysiert Oscar-Chancen

Bloß keine Sexszenen - sonst sinken die Oscar-Chancen für einen Schauspieler.

Das hat das britische Magazin "Delayed Gratification" herausgefunden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" auf ihrer Onlineseite berichtet, analysierte das Magazin alle Charaktere, die seit 1928 mit dem Oscar für die Hauptrolle ausgezeichnet wurden. Ergebnis: Besonders gute Chancen hat ein männlicher Schauspieler, wenn er eine fiktive Figur spielt, die aus Nordamerika kommt und Soldat, Sheriff, Monarch oder Politiker ist.

Auch bei Schauspielerinnen galt der Nordamerika-Bezug - allerdings gewannen sie laut "SZ" eher, wenn sie eine Hausfrau oder eine Mutter darstellten, als wenn sie eine Karrierefrau spielten. Hier finden Sie den Artikel der "Süddeutschen Zeitung".

Zu Camus' 100. Geburtstag - Feuilletons loben letztes Werk

Albert Camus ist auch heute noch aktuell.

Darin sind sich die deutschen Feuilletons am 100. Geburtstag des französischen Intellektuellen einig. Die "Süddeutsche Zeitung" zitiert einen Sorbonne-Dozenten, der schreibt, Camus' Aktualität "blühe immer dort neu auf, wo die Demokratie sprießen" wolle. Der "Tagesspiegel" urteilt, Camus sei der "Dichter am Ende der Ideologien" und deshalb heute so "radikal gegenwärtig". Der Schriftsteller komme uns als "unabhängiger, unbeirrbarer Geist" entgegen, so die "Neue Zürcher Zeitung". "NZZ" und "SZ" betonen beide, das schönste Werk des Autors sei wohl seine unvollendet, postum erschienene Biografie "Der erste Mensch".

Marvel plant Comic mit pakistanisch-amerikanischem Mädchen als Superheldin

Die neue Superheldin wird 16 Jahre alt, pakistanisch-amerikanischer Herkunft und muslimisch sein.

Heißen soll die neue Comicfigur Kamala Khan. Ab Februar kommenden Jahres wird ihr die Firma Marvel ein monatlich erscheindes Heft widmen. Es sei wichtig, unsere sich verändernde Welt abzubilden, sagte die Redakteurin der Comics - und eine muslimisch-amerikanische Identität sei Teil davon. Aus dem Hause Marvel stammen zum Beispiel die Superhelden "Captain America" und "Spider-Man".

Rumänische Filmregisseure fürchten um Einschnitt in Förderung

Laut rumänischen Regisseuren ist die Filmproduktion des Landes jetzt schon chronisch unterfinanziert.

Sie befürchten, dass sich diese Situation nun noch verschlimmert. In einem offenen Brief protestierten Filmemacher des Landes gegen einen neuen Gesetzentwurf, wonach künftig nur noch 50 Prozent der Mittel für die Filmproduktion vorgesehen sind. Mit den restlichen 50 Prozent der rund 6 Millionen Euro sollen die Kommunen künftig Kinosäle sanieren und unterhalten. Der Filmfonds sei in den letzten Jahren schon stark gekürzt worden, hieß es in dem Schreiben, obwohl die einheimischen Streifen alle wichtigen Auszeichnungen in Europa gewonnen hätten. Die Regierung dürfe keine weitere Kürzung zulassen.

Unterschrieben haben den Brief unter anderem Calin Netzer, der schon den Goldenen Bären auf der Berlinale erhielt, sowie Cristian Mungiu, der mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde.

Griechische Polizei räumt besetzten Staatsfunk

Seit Juni hielten Journalisten das Gebäude des griechischen Senders ERT in Athen besetzt.

Jetzt hat die Polizei begonnen, das öffentlich-rechtliche Funkhaus zu räumen. Laut den Behörden kam es dabei zu Handgemengen und dem Einsatz von Tränengas. ERT war im Zuge des griechischen Sparprogramms überraschend geschlossen worden. Als Nachfolger des Senders war ein neuer Staatsfunk gegründet worden. Die Mitarbeiter von ERT hatten aber aus dem besetzten Gebäude ein Protestprogramm via Internet gesendet.

Gera will Museen und Bibliotheken wieder öffnen

Die Kritik hat offenbar zu einem Einlenken geführt:

In Gera sollen ab heute städtische Museen und Bibliotheken wieder regulär öffnen. Die Einrichtungen waren gestern wegen eines Ausgabenstopps auf unbestimmte Zeit geschlossen worden. Das hatte bundesweit für Kritik gesorgt - die die Abgeordneten des Stadtrates wohl zum Umdenken bewogen hat. In einer Erklärung hieß es, nach fraktionsübergreifenden Gesprächen gebe es nun "ernsthafte Absichten", ein Sparkonzept für die Stadt umzusetzen. Damit könne der Ausgabenstopp gelockert werden. Das Konzept war vom Rat zuvor abgelehnt worden.

Stubbs-Gemälde von Känguruh und Dingo bleiben in England

George Stubbs' Känguruh bleibt in England.

Das Gemälde des britischen Malers war Anfang des Jahres von einem unbekannten Käufer außerhalb von Großbritannien erworben worden. Auch die australische Nationalgalerie hatte das Werk für sich gefordert. London hatte das Känguruh-Bild sowie Stubbs' Gemälde eines Dingos daraufhin mit einem Exportbann belegt. Durch die finanzielle Spende eines Großreeders konnte das National Maritime Museum in Greenwich die Bilder nun erwerben. - Stubbs hatte die Tiere im 18. Jahrhundert nach Erzählungen gemalt. Sie sind die ersten bekannten Abbildungen der Tiere in westlicher Kunst.

Universität Bochum entlastet Lammert von Plagiatsvorwurf

Schwächen in der Zitatweise gibt es - aber den Verdacht auf Plagiat rechtfertigt das nicht.

So urteilt die Universität Bochum über die Dissertation von Bundestagspräsident Norbert Lammert. Sie gab bekannt, kein Verfahren zur Aberkennung des Doktorgrades zu eröffnen. Das habe das Rektorat nach einer eingehenden Prüfung der Arbeit beschlossen. - Ein anonymer Blogger hatte Lammert vorgeworfen, dass sich auf 42 Seiten seiner Arbeit Unregelmäßigkeiten fänden.

Filin sagt nach Säureattacke aus

Im Prozess um die Säureattacke auf den künstlerischen Leiter des Bolschoi-Theaters hat das Opfer erstmals als Zeuge ausgesagt.

Sergej Filin erklärte, er sei bereits im Vorfeld von dem Hauptangeklagten, einem früheren Solisten der Ballettkompagnie, bedroht worden. Dabei ging es um die künstlerische Ausrichtung des Balletts und um die Verteilung prestigeträchtiger Solopartien. Der Angeklagte bestreitet, dass er mehrere Komplizen dazu angestiftet hat, Filin mit Säure zu übergießen. Er habe allerdings dem Plan zugestimmt, Filin zu verprügeln. Die Attacke im Januar, bei der Filin fast sein Augenlicht verlor, hatte international für Aufsehen gesorgt und ein Schlaglicht auf die Machtkämpfe in einer der wichtigsten russischen Kultureinrichtungen geworfen.

Mali: Al Kaida bekennt sich zu Mord an französischen Journalisten

Ihre Ermordung sei nur ein Teil des Preises, den Präsident Hollande für die Intervention in Mali zahlen müsse.

Mit diesen Worten hat sich die regionale Al Kaida zu dem Mord an zwei franzöischen Journalisten in Mali bekannt. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die mauretanische Nachrichtenwebseite Sahara Medias. Ein Sprecher für Al Kaida habe bei Sahara Medias angerufen und ein Bekennerschreiben verlesen. - Anfang des Jahres waren französische Truppen gegen die islamistischen Milizen im Norden des Landes vorgegangen.

Brasilianische Polizei ermittelt wegen Graffitis gegen Justin Bieber

Kunst oder Schmiererei?

Diese Frage muss sich der Teenie-Star Justin Bieber in Brasilien stellen lassen. Die Polizei in Rio de Janeiro ermittelt nach eigenen Angaben gegen den 19-Jährigen. Es geht um die Frage, ob er die Wand eines leerstehenden Hotels illegal mit Graffitis besprüht hat. Der Kanadier hatte sich vorgestern auf der Mauer mit Sprüchen wie "Respektiert die Privatsphäre" verewigt. Biebers Sprecher versicherte, Rios Bürgermeister habe die Aktion genehmigt.

Alternativwährung: Bezahlen mit Einmachgläsern in tchechischer Grenzstadt möglich

Das macht dann drei Gläser Marmelade.

In der tschechischen Stadt Varnsdorf an der Grenze zu Sachsen ist das kein ganz ungewöhnlicher Satz. Dort können Kunden mit speziellen Einmachgläsern bezahlen. Sie haben einen Gegenwert von 30 Tschechischen Kronen - rund 1,20 Euro. Wer das Glas befüllt zum Tausch bietet, steigert den Wert. Ausgedacht hat sich die Alternativwährung eine Initiative namens "Lokalwirtschaft". Sie hofft, dass der Gläsertausch den Absatz regionaler Produkte in der Region steigert - die Gegend gehört zu den ärmsten des Landes.

Gen-Forschung: Briten dazu aufgerufen, freiwillig Gendaten zur Verfügung zu stellen

Bitte liefern Sie uns Ihre Gene.

In Großbritannien sind 100.000 Menschen aufgerufen, ihre Gendaten freiwillig für die Wissenschaft zur Verfügung zu stellen - und zwar offen zugänglich für jeden Forscher. Ein ähnliches Projekt läuft bereits in den USA. Mitorganisator George Church von der Harvard Medical School sagt, die Daten könnten Forschungen enorm voran treiben. Andererseits birgt das Projekt Gefahren, immerhin sollen die Teilnehmer ihr gesamtes Erbgut preisgeben. Niemand weiß, was passieren könnte, sollten die Daten in falsche Hände geraten, warnen Kritiker.

Deutscher Philologenverband fordert 20-Milliarden-Paket für Schulen

Die Bildungsrepublik Deutschland muss mit Leben gefüllt werden.

Das fordert der Deutsche Philologenverband und erwartet deshalb von der neuen Bundesregierung einen Pakt zwischen Bund und Ländern. Verbandschef Heinz-Peter Meidinger sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", in den kommenden vier Jahren müssten mindestens 20 Milliarden Euro allein für den Schulbereich bereitgestellt werden. Anders könne kein leistungsfähiges Ganztagssystem geschaffen werden. Meidinger betonte, ohne die Hilfe des Bundes sei das nicht zu schaffen. Die meisten Länder seien finanziell zu schwach.

Dresdner OB stellt sich hinter Kreuzchor-Leiter

Ein Knabenchor ist keine Plattform zur Erreichung politischer Ziele.

Mit dieser Einschätzung hat sich die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz hinter den Leiter des Kreuzchores gestellt. Peter Kopp hatte vor einer Chinareise beschlossen, das Lied "Die Gedanken sind frei" dort nicht aufzuführen, um die Gastgeber nicht zu provozieren. Dies war unter anderem vom Deutschen Musikrat scharf kritisiert worden. Orosz betonte, sie könne nicht erkennen, dass die Entscheidung durch politischen Druck oder vorauseilenden Gehorsam zustande gekommen sei. Sie halte es für schwierig, eine Konzertreise zur kulturellen Belehrung der Gastgeber zu missbrauchen. Der Chorleiter sei seiner Verantwortung gegenüber den minderjährigen Musikern gerecht geworden.

Theaterintendanten tagen in Heidelberg

Wenn es um die Sanierung ihrer Bühnen geht, wollen die deutschen Intendanten gerne ein Wörtchen mitreden.

Die besten Theaterbauten seien in der Vergangenheit dort entstanden, wo Künstler und Architekten zusammen einen gemeinsamen Weg gefunden hätten, betonte der Heidelberger Intendant Holger Schultze. In seinem erst kürzlich fertigsanierten Haus tagte gestern der künstlerische Ausschuss des Deutschen Bühnenvereins. Die Experten betonten, dass die Gebäude architektonisch immer durchlässiger würden, symbolisiere auch eine zunehmende Weltoffenheit in Deutschland.

Astronauten nehmen olympische Fackel mit ins Weltall

Die olympische Fackel ist auf dem Weg ins Weltall.

Nach unserer Zeit am frühen Morgen hob eine Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab - an Bord drei Raumfahrer und die Fackel. Aus Sicherheitsgründen lodert das olympische Feuer allerdings nicht, dafür soll ein künstliches Leuchten für Stimmung sorgen. Noch heute sollen die Raumfahrer die Internationale Raumstation ISS erreichen, wo zwei Kosmonauten die Fackel übernehmen. Später soll sie wieder zurück zur Erde gebracht werden, in den Olympischen Winterspielort Sotschi. - Vom 7. bis 23. Februar finden dort die Olympischen Wettkämpfe statt.

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Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

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