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Kulturnachrichten

Dienstag, 5. November 2013

Flechtheim-Erben wollen Gurlitt-Sammlung überprüfen lassen

Die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim wollen den Münchner Kunstfund gründlich überprüfen lassen.

Es bestehe der begründete Verdacht, dass unter den rund 1.400 gefundenen Werken auch Gemälde aus dem ehemaligen Besitz Flechtheims seien. Alfred Flechtheim hatte unter dem Druck der Nationalsozialisten seine Sammlung verkaufen müssen. Seine Erben verwiesen nun auf das Gemälde "Löwenbändiger" von Max Beckmann, das Cornelius Gurlitt dem Auktionshaus Lempertz angeboten hatte. Es stammt aus Flechtheims Sammlung. Gurlitt ist der Sohn eines Kunsthändlers, der im Auftrag der Nationalsozialisten sogenannte "entartete Kunst" verkaufen sollte. In seiner Wohnung wurden vor zwei Jahren zahlreiche Werke gefunden, bei denen es sich um NS-Raubkunst handeln soll.

Erste Ergebnisse zu Ermittlungen im Münchener Kunstfund

Der Münchner Kunst-Fund enthält auch bislang unbekannte Gemälde.

In der Wohnung des Kunsthändler-Sohnes Cornelius Gurlitt wurden unter anderem ein Selbstporträt von Otto Dix und ein Bild von Marc Chagall gefunden, von deren Existenz zuvor niemand wusste. Das erklärten die Ermittlungsbehörden und die Kunsthistorikerin Meike Hoffman auf einer Pressekonferenz. Unter den entdeckten Bildern seien zudem nicht nur Werke der Moderne. Das älteste Gemälde stamme aus dem 16. Jahrhundert. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass die Münchner Zollfahndung im Jahr 2011 in der Wohnung Gurlitts über 1.400 teils bedeutende Kunstwerke gefunden hatte. Es soll sich zu einem großen Teil um Bilder handeln, die sein Vater als sogenannte "entartete Kunst" im Auftrag der Nationalsozialisten verkaufen sollte.

Kulturrat kritisiert Stuttgarter Pläne für Hochschulgesetz

Der deutsche Kulturrat hat die Reformpläne der baden-württembergischen Landesregierung kritisiert.

In einer Erklärung heißt es, mit einem neuen Landeshochschulgesetz wolle die grün-rote Koalition Gebühren für die Aufnahmeprüfungen zu künstlerischen Studiengängen verpflichtend einführen. Künftig solle das nicht mehr im Ermessen der Hochschulen sein. Der Geschäftsführer des Kulturrates, Olaf Zimmermann, erklärte, wenn sich diese Regelung in Baden-Württemberg durchsetze, könnte dieses schlechte Vorbild in anderen Bundesländern Nachahmer finden. Das sei eine zusätzliche Belastung für künstlerische Studienfächer und ihre rund 60.000 Studenten.

Otto-Dix-Haus in Gera muss schließen

Wer das Otto-Dix-Haus in Gera besichtigen möchte, hat dazu heute die vorerst letzte Gelegenheit.

Denn von morgen an muss das Museum auf unbestimmte Zeit schließen. Grund ist eine Entscheidung des Stadtrates. Der hatte ein millionenschweres Sparprogramm abgelehnt. Deshalb hat die Kommune nun einen generellen Ausgabenstopp verhängt. Die Maßnahme betrifft alle städtischen Museen und Bibliotheken. Sie bleiben geschlossen, bis es einen Nachtragshaushalt gibt.

Schauspieler Hans von Borsody ist tot

Der Theater-und Fernsehschauspieler Hans von Borsody ist tot.

Er starb im Alter von 84 Jahren in Kiel. Von Borsody stammte aus einer Wiener Künstlerfamilie, schon sein Vater war Schauspieler. Nach einer Ausbildung zum Fotografen und anschließend zum Schauspieler wurde Hans von Borsody in den 50er Jahren ein beliebter Darsteller in deutschen Heimatfilmen, trat aber auch immer wieder im Theater auf. Als "Detektiv Cliff Dexter" gelangte er in den 60er Jahren zu großer Bekanntheit.

Lehrer und Absolventen der Vaganova-Akademie wehren sich gegen Nikolai Tsiskaridze als Leiter

Es sei eine "inakzeptable, ja kriminelle Entscheidung".

Mit deutlichen Worten haben sich über einhundert Professoren und Absolventen von Russlands wichtigster Ballettakademie gegen ihren neuen Direktor gewandt. In einem Brief an Präsident Wladimir Putin heißt es, der Vaganova-Akademie in St.-Petersburg und dem gesamten russischen Ballett drohe großer Schaden. Vor einer Woche waren die bisherige Direktorin und die künstlerische Leiterin der Akademie ohne Angabe von Gründen abgesetzt worden. Sie sollen durch den Tänzer Nikolai Tsiskaridze ersetzt werden. Der ist in der Ballettwelt aber sehr umstritten. Ihm wird nachgesagt, in den Säureanschlag auf den künstlerischen Leiter des Bolschoi-Theaters in Moskau, Sergej Filin, verwickelt zu sein.

Eröffnungsfilm für Berlinale steht

Die 64. Berlinale beginnt zwar erst am 6. Februar, doch Filmfans können sich schon jetzt auf den Eröffnungsbeitrag freuen.

Wie die Festspielleitung in Berlin mitteilte, handelt es sich um die Weltpremiere von Wes Andersons "Grand Budapest Hotel". Die Komödie verspreche ein großartiger Auftakt zu werden, erklärte Festivaldirektor Dieter Kosslick. Die kunstvolle Ausstattung und das große Staraufgebot trügen die unnachahmliche Handschrift des amerikanischen Regisseurs.

Museen in Deutschland klagen über Schwierigkeiten bei Digitalisierung

Deutsche Museen und Archive würden ihre Sammlungen gerne verstärkt über das Internet zugänglich machen.

Das ist aber oft schwieriger als erwartet. Wie der geschäftsführende Direktor des Jüdischen Museums Berlin, Börries von Notz, erklärte, ist die Digitalisierung und Veröffentlichung der Bestände nicht nur teuer - sie scheitert auch oft am Urheberrecht. Dadurch seien viele deutsche Museen bei der Präsentation und Nutzung ihrer Sammlung stärker eingeschränkt als Häuser im Ausland. Von Notz betonte, er und seine Kollegen wollten Ende des Monats auf einer Konferenz beraten, wie sich die Situation verbessern lasse.

Norwegen: Zweite Auflage der Biografie über Breiviks Mutter mit Änderungen

Es sind nur ein paar sprachliche Änderungen, völlig normal für eine zweite Auflage.

So sieht es der norwegische Verlag "Aschehoug", der eine Biografie über Wenche Behring Breivik, die Mutter des Attentäters von Oslo, herausgegeben hat. Die Änderungen betreffen allerdings auch sensible Stellen des Buches. Dort wird eine Autorin angegriffen, die an einer Konkurrenz-Biografie arbeitete. Die Darstellungen des schon nach wenigen Tagen vergriffenen Bandes werden in der Neuauflage entschärft. Nachdem der Verlag von der geplanten Konkurrenz-Veröffentlichung erfahren hatte, wurde die eigene Ausgabe zeitlich vorgezogen.

China: Katholischer Untergrund-Bischof gestorben

Der frühere Präsident der katholischen Untergrundbischöfe in China, Peter Liu Guandong, ist tot.

Wie der asiatische katholische Pressedienst mitteilte, starb er bereits am 28. Oktober im Alter von 94 Jahren. Sein Leichnam sei am folgenden Tag im ostchinesischen Baoding bei einer heimlichen Feier von Priestern und Gläubigen bestattet worden. Liu lebte den Berichten zufolge in den vergangenen 16 Jahren im Untergrund, um einem Hausarrest zu entgehen. Er soll 1989 eine wichtige Rolle bei der Einrichtung einer romtreuen Bischofskonferenz im Untergrund gespielt haben.

Die offizielle katholische Kirche in China muss sich der Autorität Pekings unterwerfen - das lehnen die Untergrund-Katholiken ab.

Kroatien: Stadt Vukovar erklärt sich zur Sonderzone gegen die serbische Minderheit

Die Stadt Vukovar hat sich zu einer "Zone der besonderen Pietät" erklärt.

Das hat laut Medienberichten der Stadtrat beschlossen. Mit dieser Formulierung wolle man dafür sorgen, dass die serbisch-sprachigen Beschriftungen in der kroatischen Stadt verschwinden. Anfang der Neunziger Jahre hatten serbische Streitkräft Vukovar zerstört. Heute lebt nur noch eine serbische Minderheit in der Stadt. Laut EU und Landes-Gesetzen muss diese Minderheit geschützt werden, etwa indem Straßen auch in ihrer Sprache ausgewiesen werden. Seitdem ist ein Streit um die Symbole serbischer Kultur entbrannt.

"Theater heute": "Die große Tanker Berlins"

Wir haben die vielen großen Tanker, die personalintensiv und teuer sind.

So begründet der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz in der Zeitschrift "Theater heute" das Ungleichgewicht zwischen Freier Szene und etablierten Häusern im Kulturetat der Hauptstadt. Insgesamt belaufe sich der Etat auf 400 Millionen Euro - davon stünden nach internen Berechnungen seiner Abteilung etwa 27 Millionen der Freien Szene zur Verfügung. Er sei deswegen dafür, dass die großen Häuser mehr mit freien Künstlern kooperierten und ihre Ressourcen zur Verfügung stellten. Eine solche Öffnung der Institutionen könne auch mit sanftem kulturpolitischen Druck erfolgen, so Schmitz.

Ansprüche auf in München gefundene Kunstwerke wohl schwierig zu klären

Nach der Entdeckung von 1.500 von den Nazis geraubten Kunstwerken in München dürfte die Frage der Rückgabe einige Probleme bereiten.

Die Berliner Rechtsanwältin Imke Gielen, die zahlreiche Erben in solchen Fällen vertritt, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", es sei nicht zu erwarten, dass es für alle beschlagnahmten Kunstwerke eine Rückgabeverpflichtung gebe. So könnten Museen, denen Werke als "entartet" eingezogen worden seien, keine Ansprüche anmelden. Anders sehe es bei Erben aus, deren Familien wegen ihrer jüdischen Abstammung in der NS-Zeit Kunstwerke weggenommen wurden.

Gielen plädierte dafür, dass kurzfristig eine Liste der gefundenen Werke veröffentlicht wird, etwa in der Lost-Art-Datenbank. Damit könnten auch Historiker die Herkunft der Bilder prüfen. Die Staatsanwaltschaft will sich am Vormittag zu dem Fund äußern. Möglicherweise könnte sie dabei auch die Namen der Werke bekanntgeben. Sie waren in der Wohnung des Sohns eines Kunsthändlers gefunden worden, der im Auftrag der Nazis die als entartete Kunst konfiszierten Bilder verkaufen sollte.

Zentralrat der Juden fordert Aufklärung des NS-Raubkunst-Fundes von München

Der spektakuläre Fund von NS-Raubkunst in München muss sorgfältig aufgeklärt werden.

Das verlangt Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" sagte er, die Herkunft der Bilder müsse in jedem Fall genau rekonstruiert werden, um die rechtmäßigen Besitzer oder deren Nachkommen ausfindig zu machen. Dabei solle man sich den Grundsätzen der Washingtoner Konferenz verpflichtet fühlen. Diese sehen eine Rückgabe von Raubkunst auch in Fällen vor, die juristisch verjährt sind. Graumann sagte weiter, der Fund mache wieder einmal deutlich, dass der Holocaust nicht nur Massenmord, sondern auch Massenraubmord gewesen sei.

Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi will iranische Fernsehprogramme verbannen

Auf diesem Weg könnten die Mikrofone der Propaganda zum Schweigen gebracht werden.

So begründet die iranische Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi ihren Vorschlag, die ausländischen Fernseh- und Radiokanäle des Regimes nicht länger per Satellit zu übertragen. Die Satelliten seien in europäischem oder US-amerikanischem Besitz. Laut Ebadi liegt es in der Hand der Betreiber, die Verbreitung iranischer Propaganda zu verhindern. Dies wäre eine Sanktion, die vor allem die Regierung und nicht das iranische Volk träfe. Ebadi erhielt vor zehn Jahren für ihren Einsatz für die Menschenrechte im Iran den Nobelpreis. Die Juristin lebt im britischen Exil.

Demokratische Republik Kongo: Regierung würdigt getötete französische Journalistin

Sie war eine Kapazität auf dem Gebiet des investigativem Journalismus.

Mit diesen Worten würdigt der Kommunikations-Minister der Demokratischen Republik Kongo, Lambert Mende, die in Mali getötete französische Journalistin Ghislaine Dupont. Das Kondolenzschreiben adressierte er an Duponts Arbeitgeber, den Auslandssender RFI. Die Afrika-Korrespondentin hatte sich immer wieder mit der Regierung des Kongo angelegt. So war sie vor sieben Jahren wegen ihrer Berichterstattung des Landes verwiesen worden. Dupont und ihr Kollege Claude Vernon waren am Samstag in der malischen Tuareg-Hochburg Kidal entführt und getötet worden.

David Byrne: Von Musik-Streaming-Diensten profitieren einige - nur nicht die Künstler

"Das Internet saugt die kreativen Inhalte aus der Welt, bis nichts mehr übrig ist."

Diese Befürchtung hat der Musiker und Ex-Talking-Head-Sänger David Byrne, bei Streaming-Diensten wie Spotify. Diese bieten Musiktitel per Monatsabo an. In einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung" schreibt Byrne, selbst Daft Punk hätten mit ihrem weltweiten Sommer-Hit "Get Lucky" nicht genügend Abrufe erzielt, um allein davon leben zu können. Spotify zahle nur eine winzige Summe und davon tröpfelten maximal 20 Prozent an die Künstler. Einige verdienen sich laut Byrne an dem System eine goldene Nase - für die Künstler aber blieben nur die Krümel übrig.

Ehemaliger Direktor der Jewish Claim Conference muss acht Jahre in Haft

Ein ehemaliger Angestellter der Jewish Claim Conference muss für acht Jahre in Haft.

Das Strafmaß legte ein New Yorker Gericht fest, nachdem der 55-Jährige bereits im Frühjahr wegen Betrugs schuldig gesprochen worden war. Der frühere Programmdirektor war Teil eines Netzwerks, das im großen Stil Gelder unterschlagen hatte. Er und 30 weitere Beschuldigte hatten Anträge von Opfern des Holocausts gefälscht und sich so die Entschädigungssummen erschlichen. Die Jewish Claim Conference ist ein Zusammenschluss jüdischer Organisationen, die im Auftrag des Bundestags die Zahlungen an die Opfer des Holocausts regelt.

US-Senat stimmt für neues Gesetz gegen Diskriminierung Homosexueller

An einem US-amerikanischen Arbeitsplatz darf man nicht aufgrund seines Geschlechts, seiner Hautfarbe oder seiner nationalen Herkunft benachteiligt werden - von der sexuellen Orientierung war bislang nicht die Rede.

Der US-Senat hat nun eine Änderung dieser Regelung auf den Weg gebracht. In Zukunft soll auch eine Benachteiligung von Homosexuellen, Transsexuellen und Bisexuellen geahndet werden. Nach dem Senat muss nun das von konservativen Republikanern geprägte Repräsentantenhaus zustimmen. Vor 17 Jahren war ein ähnlicher Gesetzentwurf knapp gescheitert.

Geheimakten der argentinischen Militärdiktatur entdeckt

Künstler und Intellektuelle werden wohl von allen Diktaturen gefürchtet.

Das bezeugen auch die "schwarzen Listen", die gerade in Argentinien gefunden wurden. Die Geheimakten der Militärdiktatur habe man in einem Luftwaffen-Gebäude entdeckt, sagte der argentinische Verteidigungsminister Agustín Rossi. Auf den "schwarzen Listen" stünden mehr als 300 Personen, geordnet nach vier verschiedenen Gefährlichkeitsstufen. Darunter seien die bekannte Sängerin Mercedes Sosa, der Tango-Musiker Osvaldo Pugliese und der Schriftsteller Julio Cortázar.

Zu den Geheimdokumenten gehören insgesamt sechs Mappen mit 280 Originalakten. Den Angaben zufolge geben sie Einblicke in die Zeit vom Staatsstreich 1976 bis zur Amtsübernahme der demokratischen Regierung unter Raúl Alfonsín 1983.

Kritik an Dresdner Kreuzchor auf China-Tournee

Die Gedanken sind frei - allerdings nicht in China.

Der Dresdner Kreuzchor hat bei seiner China-Tournee auf das gleichnamige Lied verzichtet und muss deswegen nun harsche Kritik einstecken: Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrats, nannte diese Entscheidung des Chorleiters einen - Zitat - "Kniefall vor der autoritären Regierung der Volksrepublik". Freiheit dürfe nicht verhandelbar sein - auch und gerade in der Kultur. Der Chorleiter hatte zuvor erklärt, eine politische Demonstration mit Minderjährigen - in welcher Form auch immer - sei grundsätzlich nicht zu vertreten.

Bundesverfassungsgericht verhandelt über Staatsnähe des ZDF

Fernsehen in ausschließlich staatlicher Hand ist nicht zulässig.

So hat das Bundesverfassungsgericht bereits 1961 geurteilt. Heute stellt sich diese Frage erneut: Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hamburg finden, dass Politiker und Staatsvertreter den Fernseh- und Verwaltungsrat des ZDF dominieren. Nach der Ablösung des damaligen Chefredakteurs Klaus Brender im März 2010 hatten sie Klage eingereicht. Das Bundesverfassungsgericht könnte sich an seinem Urteil zu den Gremien des Westdeutschen Rundfunks orientieren: 1991 hatten die Karlsruher Richter dem WDR eine Staatsquote von rund einem Drittel zugebilligt.

Kaiserslautern: Adolf Hitler nicht länger Ehrenbürger

Eigentlich ist man Ehrenbürger einer Stadt nur so lang man lebt.

Dass die Stadt Kaiserslautern den Namen Adolf Hitler aus den Büchern streichen lässt, ist daher nur ein symbolischer Akt. Nach Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern und dem niedersächsichen Goslar ist Kaiserslautern nun die dritte Stadt, die per Stadtratsbeschluss die einst verliehene Ehrenbürgerwürde aberkennt.

DJV bestätigt Chef im Amt

Der neue Chef ist der alte Chef.

Der Deutsche-Journalisten-Verband hat seinen Vorstandvorsitzenden Michael Konken im Amt bestätigt. Der 60-jährige Journalismus-Dozent wird den Verband weitere zwei Jahre lang leiten. Auch seine Stellvertreter bleiben im Amt.

Koalitionäre könnten Wlan-Störerhaftung abschaffen

Noch sind die Koalitionsverhandlungen nicht abgeschlossen, da gibt es schon Lob für eine mögliche große Koalition.

Internetaktivisten haben sich positiv über die Pläne der Netzpolitiker von CDU/CSU und SPD geäußert. Sie hatten sich gestern darauf geeinigt, die sogenannte Wlan-Störerhaftung abschaffen. Das würde bedeuten, dass Inhaber eines öffentlichen drahtlosen Internet-Zugangs - etwa in einem Café - nicht mehr haften, wenn ein Gast darüber beispielsweise illegal Musik herunterlädt. Der Verein "Digitale Gesellschaft" begrüßte das Vorhaben der Politiker. Es ließe sich am besten durch eine Änderung des Telemediengesetzes umsetzen.

Henning Mankell veröffentlicht doch noch einen Wallander-Krimi

Scheinbar hat der Autor Henning Mankell Mitleid mit den Fans, die seinem Kommissar Wallander nachtrauern.

Obwohl Mankell schon vor drei Jahren das Ende der Krimi-Reihe beschlossen hatte, kommt nun ein neuer Band heraus, der den endgültigen Schlusspunkt bilden soll. Die Geschichte habe er bereits vor neun Jahren für eine Krimiserie verfasst, schreibt Mankell im Nachwort. Zudem gewährt der schwedische Autor Einblicke in seine Arbeit: Anhand von Tagebucheinträgen können die Leser die Entstehung der Figur nachvollziehen.

Sieben Künstler werden mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet

Mit seiner anspruchsvollen Komik und analytischer Schärfe könne er höchst komplexe Zusammenhänge darstellen.

So lautet das Urteil der Jury über den politischen Kabarettisten "HG.Butzko", der in diesem Jahr mit dem Deutschen Kleinkunstpreis geehrt wird. Die Auszeichnung erhält er in der Sparte Kabarett. Daneben werden sechs weitere Preise vergeben, unter anderem an das Duo "Knuth & Tucek" in der Kategorie Chanson, Lied, Musik. Die beiden Künstler, Nicole Knuth und Olga Tucek, überzeugten mit "engelsgleichen Stimmen" auf hohem musikalischen Niveau. In der Sparte Kleinkunst wird das Duo "Ohne Rolf" mit Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg geehrt.

Der mit insgesamt 25 000 Euro dotierte Preis gilt als einer der wichtigsten der deutschsprachigen Kleinkunstszene. Die Auszeichnungen werden am 9. März in Mainz überreicht.

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