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Samstag, 14.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 5. Oktober 2019

Filmfest Hamburg mit Preisverleihungen beendet

Mit Preisverleihungen und dem Film "Sorry we missed you" von Ken Loach ist das Filmfest Hamburg zu Ende gegangen. Zehn Tage lang waren Produktionen aus aller Welt zu sehen, Schwerpunkte waren Filme aus Frankreich und Deutschland. Die deutsche Schauspielerin Nina Hoss erhielt bei der Deutschland-Premiere ihres Films "Pelikanblut" den Douglas-Sirk-Preis für ihr künstlerisches Schaffen. Der vom Auswärtigen Amt gestiftete "Sichtwechsel Filmpreis" wurde dem Regisseur Julien Elie für "Dark Suns" zugesprochen. Der Film zeige ein "politisch alarmierendes, sehr deutliches Bild der gesellschaftlichen Zustände in Mexiko", urteilte die Jury über den "mutigen Film".

Deutscher Naturfilmpreis 2019 vergeben

Die Dokumentationen "Wilde Nächte - Wenn die Tiere erwachen" und "Kongo - Schutz für den Gorillawald" sind die Gewinner des Deutschen Naturfilmpreises 2019. Die Preise, die am Samstag beim Darßer Naturfilmfestival in Wieck vergeben wurden, sind mit jeweils 7.500 Euro dotiert. Der poetische Film "Wilde Nächte - Wenn die Tiere erwachen" von Uwe Müller nehme seine Zuschauer auf eine nächtliche Tour. Er zeige auf humorvolle Weise, was den Menschen in der Dunkelheit entgeht, so die Jury. Der Film "Kongo - Schutz für den Gorillawald" von Thomas Weidenbach zeige, wie es gelingen kann, der Natur einen Wert zu geben, der letztlich zu ihrem Schutz beiträgt. Dies sei eine bisher wenig beachtete Perspektive.

Private Briefe von Greta Garbo werden versteigert

Das New Yorker Auktionshaus Swann Galleries will in der kommenden Woche private Briefe der schwedisch-amerikanischen Schauspielerin Greta Garbo versteigern. Die 65 Briefe gingen zwischen 1932 und 1973 an ihre Freundin - die österreichische Schauspielerin Salka Viertel. Sie sind mit Bleistift und in deutscher Sprache verfasst. Sie gehe nicht aus und treffe sich mit niemandem, schrieb Greta Garbo nach Angaben von Swann Galleries in einer der Nachrichten. Es sei hart und traurig, alleine zu sein. Das Auktionshaus erwartet für die Briefe einen Erlös zwischen 40.000 und 60.000 Dollar.

Theologische Auseinandersetzung gefordert

Die ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus hat zu einer theologischen Auseinandersetzung mit extrem rechten Ansichten aufgerufen. Es reiche nicht, sich nur politisch damit zu befassen, erklärte die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft, Christian Staffa, bei einer Tagung in Bad Boll. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Rassismus.

Monty Python-Komiker beklagt Mutlosigkeit heutzutage

Anlässlich des 50. Jahrestags von "Flying Circus" hat Monty Python-Komiker Michael Pallin Mutlosigkeit in der Kunst- und Medienlandschaft heutzutage beklagt. Vieles würde heute als politisch inkorrekt gelten und von der BBC abgelehnt, so Pallin: "Die BBC würde uns das heute wahrscheinlich nicht mehr so machen lassen, wie damals. Wir müssten viele Formulare unterschrieben, dass wir dies und das nicht machen". Mit ihren albernen Sketchen ist die britische Komikergruppe zu einem Kult geworden. "Wir leben in einer zunehmend pythonesken Welt", erklärten sie den Erfolg auf ihrer Website: "Extreme Albernheit scheint heute relevanter zu sein als je zuvor."

Paypal steigt aus Facebooks geplantem Digitalgeld aus

Der Online-Bezahldienst Paypal hat entschieden, das Aufsichtsgremium für Facebooks geplante Digitalwährung Libra zu verlassen. Man werde allerdings das Projekt für das Digitalgeld weiterhin unterstützend begleiten, erklärte das US-Unternehmen. Laut Medienberichten denken auch die beiden Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard über einen Ausstieg nach. Zuletzt warnten die G7-Finanzminister, Libra könne das internationale Finanzsystem gefährden. Ihrer Meinung nach gehöre eine Währung nicht in die Hände eines Privatunternehmens. Als mögliche Gefahren bei der Einführung einer Kryptowährung wie Libra gelten Lücken im Datenschutz, mangelnder Investorenschutz, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Facebook will Libra im kommenden Jahr einführen.

"Abbey Road" nach 50 Jahren wieder an der Spitze

Das Beatles-Album "Abbey Road" ist 50 Jahre nach seinem Erscheinen erneut an die Spitze der britischen Charts gelangt. Es handelt sich um eine Jubiläumsausgabe mit bisher unveröffentlichtem Material. Bandmitglied Paul McCartney twitterte, "es ist schwer zu glauben, dass Abbey Road nach all den Jahren immer noch Bestand hat. Andererseits ist es ein verdammt cooles Album". "Abbey Road" war erstmals am 26. September 1969 veröffentlicht worden - sechs Tage nachdem John Lennon den Bandmitgliedern seinen Austritt mitgeteilt hatte. Das Album enthält berühmte Beatles-Lieder wie "Here comes the sun" und "Come together". 17 Wochen lang war es das meistverkaufte Album Großbritanniens. Nun hat die britische Band ihren eigenen Rekord für die längste Zeitspanne zwischen zwei Spitzenplätzen gebrochen. Vorher hatte das Album "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club" Band mit 49 Jahren und 125 Tagen den Rekord gehalten.

US-Fernsehpionierin Diahann Carroll gestorben

Die amerikanische Schauspielerin und Sängerin Diahann Carroll, die als schwarze Pionierin im Showgeschäft verehrt wurde, ist tot. Sie starb in ihrem Haus in Los Angeles an den Folgen einer Krebserkrankung. Das teilte ihre Tochter Suzanne Kay dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter" mit. Die Entertainerin, die unter anderem in der TV-Serie "Der Denver-Clan" mitspielte, wurde 84 Jahre alt. Kollegen und Freunde, darunter die Sängerin Dionne Warwick, würdigten Carrolls Verdienste. Regisseurin Ava DuVernay ("Selma") bezeichnete sie in einem Tweet als Ikone und Wegbereiterin, die ein außergewöhnliches Leben geführt habe. Carroll hatte als erste Afroamerikanerin den Theaterpreis "Tony Awards" als Hauptdarstellerin in dem Musical "No Strings" (1962) gewonnen.

Das Einheitsdenkmal kann gebaut werden

Das Freiheits- und Einheitsdenkmal vor dem wiederaufgebauten Stadtschloss in Berlin kann gebaut werden. Die Arbeiten könnten unter strengen Natur- und Artenschutzauflagen beginnen, teilte die Senatsumweltverwaltung mit. Nötig sind Ausgleichsmaßnahmen für geschützte Fledermäuse, die in den Gewölben vor Ort leben. So müssen etwa alternative Brutplätze eingerichtet, andere Gebiete in der Stadt renaturiert oder ein neues Winterquartier in den sanierten Gewölben sichergestellt werden. Auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals vor dem künftigen Humboldt-Forum soll eine riesige begehbare Waage an die friedliche Wiedervereinigung erinnern.

"Roma"-Schauspielerin wird Unesco-Botschafterin

Die UN-Kulturorganisation Unesco hat die mexikanische Schauspielerin Yalitza Aparicio zur Sonderbotschafterin für indigene Völker ernannt. Die 25-Jährige war Darstellerin in dem Film „Roma. Sie war in diesem Jahr für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Aparicio aus dem armen mexikanischen Staat Oaxaca sei wegen ihres Einsatzes gegen Rassismus, für Gleichberechtigung der Geschlechter und indigene Rechte für die Funktion als Sonderbotschafterin ausgesucht worden, teilte die Unesco mit Sitz in Paris mit.

Umstrittene Jeff Koons-Skulptur in Paris eingeweiht

Eine umstrittene Riesenplastik des amerikanischen Künstlers Jeff Koons ist in Paris feierlich der Öffentlichkeit übergeben worden. Seine Plastik, die eine Hand mit elf Tulpen darstellt, sei ein Symbol der Erinnerung und der Hoffnung, sagte der 64-Jährige. Die mehr als zehn Meter hohe und 30 Tonnen schwere Skulptur wurde unweit der Champs-Élysées eingeweiht. Koons hatte die Zeichnungen zu dem Projekt, das auf die damalige amerikanische Botschafterin Jane Hartley zurückgeht, der Stadt im Gedenken an die Opfer der Attentate in Frankreich zwischen 2015 und 2016 geschenkt. Ursprünglich sollte die monumentale Plastik aus Stahl und Bronze auf dem Vorplatz zwischen zwei Museen gegenüber dem Eiffelturm errichtet werden. Dagegen liefen viele Kulturschaffende Sturm. Sie kritisierten den Standort als zu prominent.

Trauerfeier für Günter Kunert

Zwei Wochen nach dem Tod von Günter Kunert hat in Schenefeld im Kreis Steinburg eine öffentliche Trauerfeier für den Schriftsteller stattgefunden. Auch der Liedermacher und Dichter Wolf Biermann hat seinen früheren DDR-Weggefährten und Freund Günter Kunert mit einem letzten Lied gewürdigt. Kunert und er hätten wie andere in der DDR darum gerungen, wie weit man sich mit dem SED-Regime anlegen sollte und könne, sagte Biermann. Kunert, der damals noch in der DDR lebte, hatte 1976 als einer der ersten eine Protestresolution gegen die Ausbürgerung Biermanns aus der DDR unterzeichnet. Kunert, einer der großen deutschen Dichter der Gegenwart, war am 21. September im Alter von 90 Jahren gestorben.

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