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Kulturnachrichten

Dienstag, 30. Oktober 2018

Historisches Massengrab in Mainz entdeckt

Vermutlich Typhus-Opfer aus dem 19. Jahrhundert

Bei Bauarbeiten ist in Mainz ein Massengrab aus dem 19. Jahrhundert entdeckt worden. Wie viele Tote dort begraben wurden, sei unklar - es könnten "vielleicht sogar an die tausend" sein, sagte Jens Dolata von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Bei Bauarbeiten seien zahlreiche Skelette zerstört worden. "Dort liegen jetzt zum Teil tausende einzelne Knochen", sagte Dolata. Das Massengrab könnte ersten Untersuchungen zufolge aus dem Jahr 1813 stammen. Damals war die Stadt von grassierendem Typhus betroffen. Viele Menschen fielen der Infektionskrankheit zum Opfer, sowohl Zivilisten als auch französische Soldaten, die die Stadt zu dieser Zeit besetzten. Da es sei unmöglich sei hunderte Leichen umzubetten, plädierte Dolata dafür, die intakten Skelette an Ort und Stelle zu lassen, um die Totenruhe nicht zu stören. Mainz ist in der Archäologie vor allem für zahlreiche Ausgrabungen aus der Römerzeit bekannt.

Bölls erstes Manuskript kommt nach Marbach

Deutschen Literaturarchiv bestätigt Schenkung

Das Deutschen Literaturarchiv ist um ein wertvolles Original erweitert worden. Der Stifter Karl Albrecht schenkte das Manuskript von Heinrich Bölls erstem Roman "Kreuz ohne Liebe" nach Marbach. Dort befinden sich auch andere Briefe und Manuskripte des Literaturnobelpreisträgers. Bölls Anlass für das Verfassen des Romans war ein Preisausschreiben, in dem die Auseinandersetzung des Christentums mit dem Nationalsozialismus thematisiert werden sollte. Das in Bölls Titel genannte Kreuz verweist nicht auf das religiöse Symbol, sondern auf das Hakenkreuz. Damals lehnte der Verlag die Veröffentlichung 1948 ab und Böll unternahm keine weiteren Versuche, das Werk zu publizieren. Erst 2002 erschien das Werk bei Kiepenheuer und Witsch.

Steinmeier fordert mehr Mut zur Demokratie

Jeder müsse Verantwortung übernehmen

Angesichts eines zunehmenden Populismus und antidemokratischer Stimmen hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mehr Mut zur Demokratie gefordert. Auch für die Volksparteien gebe es "einiges zu wagen für die Demokratie", sagte er bei einer Rede im Willy-Brand-Haus in Lübeck. Derzeit stehe immer stärker infrage, ob die Parteien, "die den gesellschaftlichen Wandel in den letzten Jahrzehnten kanalisiert und politisch getragen haben, dies auch unter neuen und veränderten politischen Voraussetzungen bewältigen können". Steinmeier stellte das Jahr 1968 und die sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Veränderungen in den Mittelpunkt seiner Rede. Wie damals würden auch heute, wenn auch anders als 1968, Autoritäten, Institutionen, geradezu Selbstverständlichkeiten der liberalen Demokratie infrage gestellt. Es liege in Verantwortung jedes Einzelnen, dass antidemokratische Stimmen auch in diesem Land nie wieder mehrheitsfähig würden.

Kritik an geplantem Theaterstück zu Högel-Prozess

Richter: Oldenburger Theater fehlt Fingerspitzengefühl

"Glücklich ist der Zeitpunkt, in dem das bekannt geworden ist, keinesfalls". Mit diesem Satz sprach sich der Vorsitzende Richter Sebastian Bührmann im Prozess gegen den geständigen Mörder Niels Högel gegen ein Projekt des Staatstheaters Oldenburg aus. Das Haus will die Morde an 100 Krankenhauspatienten auf die Bühne bringen. Dafür wollen die Akteure den Prozess verfolgen, die Familien der Opfer, Zeugen und Experten befragen. Bührmann sagte, keiner der Nebenkläger habe momentan Interesse, an einem Theaterstück mitzuwirken.

Künstler wollen "Europäische Republik" ausrufen

Aktion richtet sich gegen wiedererstrakten Nationalismus

Europa ohne Nationen und ohne Grenzen als Zeichen gegen das Wiedererstarken der Nationalismen: Das steht unter der Überschrift "Europäische Republik", eine Aktion vieler Künstler am 10. November, dem 100. Jahrestag des Endes des 1.Weltkrieges. In der ganzen EU soll dann um 16Uhr der Ruf von mindestens 100 Theaterbalkonen oder öffentlichen Plätzen erfolgen. Ziel des "European Balcony Projects" als künstlerische Performance mit politischem Inhalt sei eine möglichst breitenwirksame Debatte über die Zukunft Europas vor den EU-Wahlen im Mai kommenden Jahres, hieß es bei den Veranstaltern in Wien, zu denen der Schriftsteller Robert Menasse und die Publizistin Ulrike Guérot gehören. In Deutschland wird laut Organisatoren das Rote Rathaus in Berlin Schauplatz der Ausrufung sein. Weitere Aktionen sind auch in Hamburg, Düsseldorf und Köln geplant.

NRW und US-Holocaust Memorial arbeiten zusammen

Das teilte das nordrhein-westfälische Kulturministerium mit

Für den Aufbau einer Dokumentation der nationalsozialistischen Verbrechen an den Juden, kooperiert nun auch das NRW-Landesarchiv mit dem Holocaust Memorial Museum in Washington. Das erklärte Isabel Pfeiffer-Poensgen in Düsseldorf. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet, so die parteilose Kulturministerin. Konkret gehe es zunächst um Kopien von 72 000 Gestapo-Akten. Das US-Museum arbeitet bereits mit dem Bundesarchiv und weiteren Archiven in Bayern, Brandenburg und Hamburg zusammen.

Völklinger Hütte erinnert dauerhaft an Zwangsarbeiter

Das teilte der Generaldirektor mit

Die Führungen in der Völklinger Hütte thematisieren ab Donnerstag immer auch die Situation der mehr als 12.000 Zwangsarbeitern in den zwei Weltkriegen. "Die Industriekultur in allen europäischen Ländern war keine unschuldige Kultur", sagte Leiter Meinrad Maria Grewenig bei der Vorstellung zweier Installationen des französischen Künstlers Christian Boltanski. Von den Zwangsarbeitern in der Völklinger Hütte kamen 261 ums Leben, darunter 60 Kinder. Die Namen aller Zwangsarbeiter sollen auf der Internetseite des Weltkulturerbes zum Herunterladen zur Verfügung stehen. Grewenig kündigte in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Erinnerungsarbeit im Saarland (LAG) ein umfängliches Vermittlungsprogramm an.

Forderung nach mehr Stellen für Provenienzforschung

Deutscher Museumsbund: Nur so Beschäftigung mit kolonialer Raubkunst möglich

Es fehle "massiv" an Stellen. Das beklagt Prof. Wiebke Ahrndt, Direktorin des Übersee-Museums in Bremen. Die Ethnologin hat für den Deutschen Museumsbund einen Leitfaden entwickelt, wie die Museen verantwortungsvoll mit Kunst aus der Kolonialzeit umgehen können. Bisher gebe es keine rechtlichen Grundlagen für die Rückgabe von Raubkunst. "Die Museen tun es auf freiwilliger Basis, weil sie sich moralisch verpflichtet fühlen", so Ahrndt. Nach einer Tagung mit Experten aus ehemaligen Kolonien besteht der Wunsch, den Leitfaden um eine internationale Perspektive zu ergänzen.

Monheim hebt Musik-Triennale aus der Taufe

Die Stadt am Rhein will nur klein beginnen

Ein internationales Festival: Das wird ab 2020 in Monheim ausgerichtet. Es soll improvisierte und populäre Musik in Industriedenkmälern entlang des Rheins präsentieren. Nach Angaben der Stadt wird Reiner Michalke Intendant der "Monheim Triennale". Bis 2016 war er zehn Jahre lang künstlerischer Leiter des Moers Festivals. Das auf halbem Weg zwischen Köln und Düsseldorf gelegene Monheim mit 41.000 Einwohnern lockte viele Betriebe durch geringe Gewerbesteuern. Sie brachten der Gemeinde allein 2017 288 Millionen Euro ein.

An jedem vierten Tag wird ein Journalist ermordet

Das teilte die Unesco mit

Zwischen 2006 und 2017 sind 1.010 Journalisten getötet worden. Das haben die Vereinten Nationen errechnet. Zum ersten Mal hielten sich mehr als die Hälfte der Medienvertreter in Ländern ohne bewaffnete Konflikte als sie ums Leben kamen. Mit 34 Prozent der insgesamt 80 Todesfälle im Jahr 2017 war die Region Asien-Pazifik die für Journalisten tödlichste weltweit. Es folgten Lateinamerika und die Karibik mit 28 Prozent, die arabische Region mit 22 Prozent, Afrika mit 7 Prozent, Westeuropa und Nordamerika mit 6 Prozent sowie Zentral- und Osteuropa mit 3 Prozent der getöteten Journalisten. Mexiko mit 13 Todesfällen und Afghanistan mit 11 Todesfällen führten die Liste 2017 an. Der 2. November wird als Internationaler Tag gegen die Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten begangen. Nur jeder 10. Fall wird aufgeklärt.

Jörg Widmann erhält Robert-Schumann-Preis

Das teilte die Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz mit

Für sein "herausragendes Werk" wird der Musiker Jörg Widmann ausgezeichnet. Weil er in seinen Kompositionen mit unbezähmbarer Neugier nach Musikorten suche, "die vor ihm noch keiner betreten hat", heißt es in der Begründung für die Vergabe des Robert-Schumann-Preises für Dichtung und Musik 2018. Der Preis, der zuvor Pierre Boulez, Wolfgang Rihm und Aribert Reimann zugesprochen worden war, wird am 8. November verliehen.

Filmdoku löst Ermittlungen gegen Klinik aus

Arbeit der Abteilung "Pädiatrische Psychosomatik" in Gelsenkirchen umstritten

"Elternschule" zeigte im Kino, wie Kinder und Jugendliche mit massiven Ess- und Schlafstörungen behandelt werden. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Essen gegen die Einrichtung wegen des Verdachts der Misshandlung Schutzbefohlener. Ein Arzt hatte Anzeige erstattet. Es gehe um die Handlungen, die in dem Film gezeigt werden, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Seit seinem Erscheinen im Oktober sorgt der Film "Elternschule" für kontroverse Debatten über die in Gelsenkirchen angewandten Therapiemethoden. Nach Ansicht des Deutschen Kinderschutzbundes enthält der Film zahlreiche Szenen, in denen Kinder psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt sind. Die Klinik weist die Vorwürfe zurück.

Pharell Williams untersagt Trump "Happy"

Der Sänger reagiert auf eine Wahlveranstaltung des US-Präsidenten

Wenige Stunden nach dem Mord an elf Menschen in einer Synagoge in Pittsburgh ließ Donald Trump bei einer Kundgebung in Indiana den Ohrwurm "Happy" von Pharell Williams ertönen. Dieser schickte postwendend eine Klageandrohung an sein Staatsoberhaupt. "Nichts an dieser Tragödie ist ‚happy‘", schrieb der 45-jährige. Er habe Trump keine Genehmigung erteilt, dieses Lied zu nutzen und untersage, es bei zukünftigen Veranstaltungen zu spielen. R.E.M., Queen, A

Kanye West unterstützt Trump gegen US-Demokraten

Der Rapper trat der Initiative "Blexit" bei

Donald-Trump-Anhänger Kanye West zeigt mit Merchandise-Produkten erneut, wo er politisch steht. Das meldet die BBC und beruft sich dabei auf die konservative Social-Media-Macherin Candace Owens. Sie hatte am Wochenende eine Kampagne gegründet, die Afroamerikaner ermutigen soll, die Demokratische Partei zu verlassen. Rapper West habe das "Blexit"-Logo entworfen, so Owens, das nun auf Shirts und Basecaps zu sehen ist. "Blexit" steht für "Black Exit".

Wird Apu die Simpsons verlassen?

Erneut werden rassistische Klischees der Figur diskutiert

Apu Nahasapeemapetilon gehört seit fast 30 Jahren zur US-Kultcomicserie "Simpsons". Seit langem wird den Machern vorgeworfen, sich bei der Figur ethnischer Ressentiments zu bedienen. Daran hat auch eine Folge nichts geändert, in der auf die Vorwürfe eingegangen wird. Filmproduzent Adi Shanker - der mit der Serie allerdings direkt nichts zu tun hat - erklärte gegenüber dem Online-Portal „Indiewire“, Apu werde „komplett fallengelassen“. Simpsons“-Autor Al Jean widersprach auf Twitter: „Adi Shankar ist kein Produzent der Simpsons. Ich wünsche ihm alles Gute, er spricht aber nicht für die Show“.

Kakao ist älter als gedacht

Das berichtet das Fachmagazin "Nature Ecology and Evolution"

Mehr als tausend Jahre schlagen Wissenschaftler der Universität von Calgary drauf: Nicht 3900, sondern mindestens 5300 Jahre ist es her, dass die ersten Kakaobäume gepflanzt wurden. Bewiesen wurde das nun dort, wo der Ursprung der Domestizierung der Theobroma cacao durch Erbgut-Analysen schon länger vermutet wurde: im Südosten von Ecuador, am oberen Rand des amazonischen Regenwaldes. Kakao spielte bei den Mayas und Olmeken eine herausragende Rolle: Er wurde etwa als Nahrungs-, Zahlungs- und Heilmittel genutzt und auch bei religiösen Feiern.

Rapper Young Greatness ermordet

Der US-Amerikaner starb in New Orleans

Der Song "Moolah" machte ihn 2015 bekannt. Mehr als 30 Millionen Mal wurde er auf Youtube angeklickt. Wie lokale Medien berichten, wurde der 34-jährige am Montag auf offener Straße erschossen. Die Polizei fahnde nach zwei Tatverdächtigen.

Deutschland bei Bildungsgerechtigkeit nur Mittelfeld

Das weist eine Studie von Unicef aus

41 Industrieländer wurden verglichen. Deutschland landete auf Platz 23. Damit weisen auch die Vereinten Nationen uns bei der Bildungsgerechtigkeit nur im Mittelfeld aus. Für die Studie untersuchten Experten die frühkindliche Förderung und die schulischen Leistungen mit Blick auf das soziale Umfeld. Die Experten werteten vor allem Daten der Europäischen Union und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aus. Das Elternhaus erwies sich dabei in allen Ländern als wichtiger Faktor: In 16 der untersuchten europäischen Länder gehen Kinder aus den ärmsten Familien seltener in Kitas als Kinder aus wohlhabenderen Familien. Um mehr Bildungsgleichheit zu gewähren, forderte Unicef unter anderem die frühkindliche Förderung für jedes Kind zu gewährleisten.

Festakt feiert 20 Jahre Bundeskulturbeauftragte

Feier im neuen Berliner Humboldt-Forum

600 Gäste erinnerten an die Gründung des "Amtes des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien" vor 20 Jahren. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach in ihrer Festrede von einer außergewöhnlichen und erfolgreichen Idee des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Zu Recht verstehe sich Deutschland als europäische Kulturnation und Kultur und Medien seien für Land und Gesellschaft "systemrelevant", sagte Merkel. Sie bezeichnete die Kunstfreiheit als eine der wichtigsten Errungenschaften demokratischer Gesellschaften, die ständig verteidigt werden müsste. Zu den wichtigsten Aufgaben der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gehören die Förderung national bedeutender Kultureinrichtungen, die Gedenk- und Erinnerungspolitik sowie die Film- und Medienförderung. Der Etat liegt derzeit bei 1,8 Milliarden Euro. Die Kulturhoheit liegt in Deutschland aber weiterhin bei den Bundesländern.

DOK Leipzig-Festivalchefin: Frauenquote ein Erfolg

Zeit reif, sich als Kulturinstitution für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen

Die Einführung einer Frauenquote beim Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig ist aus Sicht der Direktorin ein Erfolg. Das Ziel von mindestens 40 Prozent Filmen unter weiblicher Regie im Deutschen Wettbewerb sei sogar übertroffen worden, erklärte Leena Pasanen zur Eröffnung von DOK Leipzig. Das Festival hatte die Quote in diesem Jahr eingeführt. Die Zeit sei reif, sich als Kulturinstitution für Geschlechtergerechtigkeit stark zu machen, erklärte die Festivaldirektorin. DOK Leipzig steht in diesem Jahr unter dem Motto "Fordert das Unmögliche". In den Sonderreihen liegt der Schwerpunkt auf Filmen, die Umbrüche und Hoffnungen in Vergangenheit und Gegenwart thematisieren. Bis zum 4. November werden insgesamt 306 Filme aus 50 Ländern gezeigt.

Deutscher Preis für Denkmalschutz vergeben

Höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in Deutschland

Mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz sind in diesem Jahr elf Persönlichkeiten und fünf Vereine für ihr Engagement für den Erhalt des baulichen und archäologischen Kulturerbes ausgezeichnet worden. Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD), die auch Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz ist, überreichte die Preise im französischen Straßburg. Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in Deutschland und wird in vier Kategorien verliehen. Silberne Halbkugeln erhielten in diesem Jahr Vereine aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen. Außerdem wurden unter anderem Architekturtheoretiker Jerzy Ilkosz und eine Reihe von Journalisten von ZDF, RBB und der Süddeutschen Zeitung geehrt. Der Internetpreis ging an die Herausgeber des Online-Magazins für Baukultur, moderne-regional.de, Karin Berkemann, Daniel Bartetzko und Julius C. Reinsberg.

Kirche mit Gedenktag für Missbrauchsopfer

Katholische Bischöfe folgen Anregung des Papstes

Die katholischen Bischöfe in Deutschland richten einen eigenen Gedenktag für Opfer sexuellen Missbrauchs ein. Damit wollten sie eine Anregung von Papst Franziskus aufgreifen, teilte die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mit. Der Gedenktag soll im zeitlichen Umfeld des vom Europarat initiierten "Europäischen Tages zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch" begangen werden. Dieser findet jeweils am 18. November statt. Der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz Stephan Ackermann rief alle Katholiken dazu auf, für die Opfer sexuellen Missbrauchs zu beten. "Indem wir öffentlich für die Opfer beten, wollen wir unsere Solidarität mit ihnen zum Ausdruck bringen. Zugleich soll dadurch die Sensibilität für die Thematik wachgehalten und die Kultur der Achtsamkeit gefördert werden." Für die katholische Kirche in Deutschland war im September eine Studie über sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch Geistliche vorgestellt worden. In den kirchlichen Akten der Jahre 1946 bis 2014 hatten die Forscher Hinweise auf 3.677 Betroffene sexueller Übergriffe und auf rund 1.670 beschuldigte Priester, Diakone und Ordensleute gefunden.

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