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Kulturnachrichten

Montag, 24. Oktober 2016

"Applaus"-Preise für Club- und Musikkultur vergeben

Der Preis soll die Vielfalt der Musik- und Clublandschaft stärken

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat heute herausragende Vertreter der deutschen Club- und Musikkultur mit dem Spielstättenprogrammpreis „Applaus" ausgezeichnet – kurz für „Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten“. Die Hauptpreise gingen an den Stadtgarten in Köln, den Golden Pudel Club in Hamburg und „biegungen im ausland“ in Berlin. Insgesamt erhielten 64 Preisträger aus 13 Bundesländern Prämien zwischen 5.000 und 25.000 Euro. Der Förderpreis ist ein Projekt der gemeinnützigen Initiative Musik und mit insgesamt 900.000 Euro der höchstdotierte Bundesmusikpreis Deutschlands. Zusätzliche 1,5 Millionen Euro stellt der Bund für die Digitalisierung von Aufführungstechnik in rund 200 Musikclubs zur Verfügung. Ein undotierter Sonderpreis ging an Birgit und Horst Lohmeyer für ihr Festival „Jamel rockt den Förster. Das Open Air engagiert sich seit 2004 gegen rechtsextreme Strukturen im Landkreis Nordwestmecklenburg.

1960er-Popidol Bobby Vee ist tot

Er starb im Alter von 73 Jahren

Bobby Vee, US-Popidol in den 1960er Jahren und Sänger des Hits "Take Good Care of My Baby", ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Das teilte sein Sohn Jeff Veline mit. Bei Vee war 2011 Alzheimer diagnostiziert worden. Vee war gerade 15 Jahre alt, als er 1959 für den bei einem Flugzeugunglück umgekommenen Buddy Holly in Moorhead im US-Staat Minnesota einsprang und auf die Bühne ging. Geboren wurde er als Robert Velline in Fargo, North Dakota. Mit seiner Band The Shadows hatte er zunächst mit "Suzie Baby" einen regionalen Hit. In seiner Karriere platzierte er 38 Songs in den Top-100 der USA.

Jüdisches Museum Berlin gibt geraubtes Gemälde zurück

Ölskizze "Das Gastmahl der Familie Mosse" soll rechtmäßigen Erben übergeben werden

Das Jüdische Museum Berlin gibt ein in der NS-Zeit geraubtes Werk an seine legitimen Eigentümer zurück. Anton von Werners Ölskizze "Das Gastmahl der Familie Mosse" von 1899 werde den Erben von Felicia Lachmann-Mosse übergeben, teilte das Museum am Montag mit. Die Skizze war im Zusammenhang mit den Zwangsauktionen aus der Kunstsammlung des Verlegers Rudolf Mosse 1934 entzogen worden. Schon zum Zeitpunkt des Ankaufs hatte das Museum Kontakt zum Sohn von Felicia Lachmann-Mosse, dem Historiker George L. Mosse, aufgenommen, um die Provenienz zu klären. Diese Anfragen blieben ergebnislos, ebenso wie die Recherchen in späteren Jahren, teilte das Museum weiter mit. Das entscheidende Dokument fand sich dann im Archiv der Kunstsammlungen Augsburg. Die Skizze war eine Vorarbeit für ein Gemälde, das Rudolf Mosse für den Speisesaal seines Palais' am Leipziger Platz beim Maler Anton von Werner in Auftrag gegeben hatte. Das großformatige Gemälde wurde vermutlich im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Ölskizze ist in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin zunächst noch weiter zu sehen.

Auftakt zur achten bundesweiten Plattenladenwoche

An der siebentägigen Aktionswoche nehmen rund 120 Läden in über 70 Städten teil

Die Band Revolverheld hat in Hamburg die achte bundesweite Plattenladenwoche eröffnet. Damit beginnt die siebentägige Aktionswoche, an der bundesweit etwa 120 Geschäfte in mehr als 70 deutschen Städten teilnehmen. In diesem Jahr läuft die Veranstaltung unter dem Motto "Muttersprache", denn acht von zehn Titeln der GfK-Jahrescharts waren im vergangenen Jahr deutschsprachig. Initiator Marcus-Johannes Heinz vom Fachhändlerverbund Aktiv Musik Marketing will mit der Plattenladenwoche für den Kauf von CD und LP im Fachgeschäft werben. Noch immer geben Kunden nach seinen Worten zwei von drei Euros für diese Tonträger zum Anfassen aus. Auch die Musikbranche setze wieder verstärkt auf das Marketing-Potential von CD und LP: "Es wird viel Wert gelegt auf ein aufwändiges Booklet, und bedeutende Alben erscheinen heute fast immer auch als Deluxe-Edition in einer besonderen Aufmachung."

Deutscher Preis für Denkmalschutz verliehen

Unter den Preisträgern ist das Kloster Stift zum Heiligengrabe in Brandenburg

In Görlitz wurde der Deutsche Preis für Denkmalschutz verliehen. In den Kategorien Silberne Halbkugel, Journalistenpreis und Internetpreis wurden zehn Persönlichkeiten und Personengruppen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben. Die Äbtissinnen Friederike Rupprecht und Erika Schweitzer vom evangelischen Kloster Stift zum Heiligengrabe im Landkreis Ostprignitz-RuppinUnter wurden mit der Silbernen Halbkugel geehrt. In der Begründung der Jury heißt es, die Äbtissinnen hätten in den vergangenen 20 Jahren mit "Beharrlichkeit, Klugheit und Geschick" die Sicherung und Wiederherstellung des umfangreichen und teils stark gefährdeten Ensembles vorangetrieben. Das 1257 von Zisterzienserinnen gegründete und 1548 zur Reformation übergegangene Kloster in der Prignitz wurde nach 1989 neu aufgebaut. Es gilt als das besterhaltene in Brandenburg. Der Deutsche Preis für Denkmalschutz ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in Deutschland.

US-Friedensaktivist Tom Hayden ist tot

Er starb im Alter von 76 Jahren

Der US-Friedensaktivist Tom Hayden ist tot. Wie seine Frau Barbara Williams mitteilte, starb er am Sonntag nach langer Krankheit in Kalifornien. In den 60er Jahren wurde er während des Vietnamkriegs unter anderem durch seine Reisen in den Norden des Landes bekannt. Zudem erlangte Hayden durch seine Ehe mit der Schauspielerin Jane Fonda Bekanntheit, die sich ebenfalls gegen den Vietnamkrieg engagierte. Fast zwanzig Jahre lang war Hayden als Abgeordneter des kalifornischen Unterhauses sowie als Senator aktiv. Zuletzt setzte er sich verstärkt für Themen wie Umweltschutz und Bildung ein.

Deutscher Comedypreis: Sonderpreis für "Zimmer frei!"

Die Reihe wird für ihre 20-jährige Erfolgsgeschichte geehrt

Der Sonderpreis des Deutschen Comedypreises geht in diesem Jahr an "Zimmer frei!" Die gerade ausgelaufene WDR-Reihe werde für ihre 20-jährige Erfolgsgeschichte geehrt, teilte RTL mit. Ohne Zweifel sei es "die unterhaltsamste und lustigste WG der Fernsehgeschichte" gewesen, begründete Ralf Günther, Geschäftsführer von Köln Comedy, die Vergabe. Die Verleihung des Comedypreises findet an diesem Dienstag in Köln statt.

Angriffe von Grusel-Clowns machen Profi-Clowns Sorgen

Zirkusverband beklagt den Schaden an der Kunstfigur Clown

Nach den zunehmenden Attacken von sogenannten Grusel-Clowns auf Passanten fürchtet der Verband Deutscher Zirkusunternehmen einen Imageschaden für die artistische Figur. "Mit einem Clown soll eigentlich Spaß, Freude und Tollpatschigkeit assoziiert werden. Über ihn soll man lachen", sagte der Vorsitzende des Vereins, Dieter Seeger, der Deutschen Presse-Agentur. Warum die Maskierten sich ausgerechnet für ein Clowns-Kostüm entscheiden, kann sich Seeger nur zusammenreimen: "Möglicherweise hat das mit einigen Kinofilmen zu tun, in denen der Bösewicht als Clown auftritt - zum Beispiel bei Überfällen." Gerade bei Kindern wirke sich das traumatisch aus. In einer Mitteilung des Dachverbands Clowns in Medizin und Pflege heißt es weiter: "Sie sind weder komisch noch beeindruckend, sondern ein grotesker Abklatsch einer zutiefst menschlichen, positiven Freude an der Anarchie."

Wirtschaftsverbände-Preis an Bibliothek in Genthin

Ehrung erfolgt für Vorhaben ein Kompetenzzentrum "Deutsch als Fremdsprache" einzurichten

Die Stadt- und Kreisbibliothek "Edlef Köppen" in Genthin erhält in diesem Jahr den Bibliothekspreis der mittelständischen Wirtschaft. Das teilten die Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern des Landes mit. Die Bibliothek bekommt die Ehrung für das Vorhaben, ein Kompetenzzentrum "Deutsch als Fremdsprache" einzurichten. Damit sollen Freiwillige unterstützt werden, die Flüchtlingen beim Deutsch lernen helfen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Er wird alle zwei Jahre von den vier Wirtschaftskammern ausgeschrieben. Beteiligen können sich alle Bibliotheken des Landes. 2016 hatten den Angaben zufolge acht Leihbüchereien aus Salzwedel, Oschersleben, Halle, Magdeburg und Genthin teilgenommen.

Frankfurter Buchmesse bei Besuchern auf Vorjahresniveau

Frankreich ist Ehrengast der nächsten Buchmesse

Die 68. Frankfurter Buchmesse ist mit Besucherzahlen etwa wie im Vorjahr zu Ende gegangen. Rund 277 000 Menschen kamen in den fünf Tagen zur weltgrößten Bücherschau mit mehr als 7000 Aussteller aus rund 100 Ländern. Bei den Fachbesuchern gab es nach Angaben der Organisatoren mit etwa 142000 ein leichtes Plus von 1,3 Prozent. Am Wochenende drängte sich das Lesepublikum vor allem um zahlreiche bücherschreibende Prominente wie Hardy Krüger, Daniela Katzenberger oder DJ Bobo. Insgesamt war die Buchmesse dieses Jahr stark politisch geprägt. Neben den Vorgängen in der Türkei stand auch die Krise in Europa im Mittelpunkt. Im Verlagsgeschäft ging es vor allem um den digitalen Wandel in der Branche. Ehrengast waren in diesem Jahr Flandern und die Niederlande, die einen gemeinsamen Kultur- und Sprachraum haben. Für die Buchmesse 2017 ist Frankreich Ehrengast.

Nackte Trump-Skulptur in Los Angeles versteigert

Erlös von 22 000 Dollar soll Hilfsorganisation für Immigranten zugute kommen

Eine lebensgroße Straßenkunst-Statue, die Donald Trump völlig nackt zeigt, ist bei einer Auktion für knapp 22 000 Dollar versteigert worden. Das wenig schmeichelhafte Abbild des republikanischen Präsidentschaftskandidaten mit dem Titel "The Emperor has no Balls" (übersetzt etwa: "Der Kaiser hat keine Eier") kam bei einer Straßenkunst-Versteigerung im Auktionshaus Julien's in Los Angeles unter den Hammer. Die nackte Trump-Figur, mit fülligem Bauch und unter der Gürtellinie zurechtgestutzt, hatte Mitte August für Schlagzeilen gesorgt. Aktivisten hatten fünf identische Statuen in San Francisco, New York, Los Angeles, Cleveland und Seattle an öffentlichen Plätzen aufgestellt. Fotos und Selfies mit dem Kunstwerk machten im Netz schnell die Runde. Die Behörden ließen die Skulpturen noch am selben Tag entfernen. Nur ein Exemplar blieb dem Auktionshaus zufolge übrig. Ein Teil des Verkaufserlöses soll einer Organisation zugute kommen, die sich für Immigranten stark macht.

Ingo Zamperoni wundert sich über Hass auf Journalisten

Ehemaliger ARD-Korrespondent übernimmt die "Tagesthemen"

Deutschland hat sich aus Sicht des neuen "Tagesthemen"-Moderators Ingo Zamperoni verändert. "Zum Beispiel ist der Wind, der den Medien entgegenbläst, merklich rauer geworden. Den Begriff "Lügenpresse" benutzte vor meiner USA-Zeit niemand. Der Umgangston hat sich verschärft", sagte Zamperoni in einem "Tagesspiegel"-Interview. Der Journalist war zuletzt für fast drei Jahre ARD-Korrespondent in Washington und übernimmt am Montag die Moderation der "Tagesthemen". "Ich frage mich, woher dieser ungezügelte Hass kommt, der auf Einzelne von uns niederprasselt", sagte Zamperoni. "Da wird ein Ton salonfähig, der nichts Konstruktives hat."

Afrikanische Albinos tragen Schönheitswettbewerb aus

Minderheit leidet unter Ausgrenzung und Angriffen

In einigen Teilen Afrikas werden sie ausgegrenzt oder sogar angegriffen und getötet - nun haben afrikanische Albinos erstmals einen Schönheitswettbewerb ausgetragen. In der kenianischen Hauptstadt Nairobi präsentierten sie sich auf dem Laufsteg, um sich als Miss Albino oder Mister Albino zur Wahl zu stellen. Auf den großen Auftritt waren sie in einem Trainingscamp vorbereitet worden. Zu den Zuschauern zählte Vize-Staatschef William Ruto. Die Teilnehmer kamen in Berufskleidung, etwa mit Armeeuniform oder als Rugby-Spielerin, auf den Laufsteg um zu zeigen, dass sie aktiver Teil der Gesellschaft sind. "Wir wollen unser Talent zeigen, wir wollen der Stigmatisierung und Diskriminierung entgegentreten", sagte Isaac Mwaura, Kenias erster Albino-Abgeordneter, der die Veranstaltung organisierte. In Ländern im Osten und Süden Afrikas, etwa in Tansania, Malawi, Burundi und Mosambik, werden Albinos immer wieder tätlich angegriffen, oft schon als Kinder. Manchen Albinos werden sogar die Gliedmaßen abgehackt, um daraus Zaubertränke zu brauen, die Glück und Wohlstand bringen sollen.

Scarlett Johansson im eigenen Geschäft am Verkaufstresen

Hollywoodstar eröffnet Laden in Paris

Hollywoodstar Scarlett Johansson hat die Galarobe gegen ein blau-weißes Ringelshirt getauscht und sich bei der Eröffnung ihres eigenen Popcorn-Ladens in Paris selbst hinter den Verkaufstresen gestellt. Im "Yummy Pop"-Laden im In-Viertel Marais servierte die Schauspielerin den Kunden Gourmet-Popcorn in exotischen Geschmacksrichtungen. Das Konzept entwickelte Johansson mit ihrem französischen Ehemann Romain Dauriac, dessen Schwester Geschäftsführerin des Ladens ist. Angeboten wird der klassische Kinosnack in ausgefallenen Variationen, darunter auch der persönliche Favorit des "Avengers"-Stars, Popcorn mit Trüffel-Parmesan-Salbeigeschmack.

US-Paar vermacht Kunstsammlung dem Musée d'Orsay

Präsident Hollande zeichnet 80-Jährige mit Verdienstorden aus

Ein Paar aus dem US-Bundesstaat Texas hat sich entschlossen, seine umfangreiche Kunstsammlung dem Pariser Musée d'Orsay zu vermachen. Der Geschäftsmann Spencer Hays und seine Ehefrau Marlene unterzeichneten in Anwesenheit von Staatspräsident François Hollande eine entsprechende Vereinbarung in der französischen Hauptstadt. In einer ersten Tranche wollen sie dem Museum 187 Werke von bekannten Künstlern wie Edgar Degas und Amedeo Modigliani überlassen - in einem Gesamtwert von 173 Millionen Euro. Hays und seine gleichaltrige Frau haben mehr als 600 Kunstwerke aus dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert gesammelt. Die rund 350 Millionen Euro teure Sammlung wächst ständig weiter. Für ihre Spende, die nach dem Tod der beiden in Kraft treten soll, zeichnete Hollande sie mit dem höchsten französischen Verdienstorden aus, dem Légion d'honneur.

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