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Kulturnachrichten

Samstag, 22. Oktober 2016

LiBeraturpreis für Laksmi Pamuntjak

Für ihren Debütroman "Alle Farben Rot"

Die indonesische Autorin Laksmi Pamuntjak ist auf der Frankfurter Buchmesse mit dem diesjährigen LiBeraturpreis ausgezeichnet worden. Die 1971 geborene Journalistin habe in ihrem Debütroman "Alle Farben Rot" einen Hindu-Mythos verwandelt, um jüngste indonesische Geschichte zu vermitteln, sagte der Laudator Ruthard Stäblein. Sie breche Tabus um den Terror der Militärdiktatur, zeichne ihre Figuren aber nicht einfach in Schwarz und Weiß. Der LiBeraturpreis für Autorinnen aus Entwicklungsländern ist mit 3.000 Euro dotiert. Er wird als Publikumspreis vom Verein Litprom vergeben, der eng mit der Frankfurter Buchmesse zusammenarbeitet und von der evangelischen Kirche unterstützt wird. Die Preisträgerin wurde von Leserinnen und Lesern aus sechs Kandidatinnen ausgewählt.

Grütters fordert ermäßigte Mehrwertsteuer für E-Books

Wie Hörbücher sollen auch E-Books mit 7 Prozent besteuert werden

Die Bundesregierung will den ermäßigten Mehrwertsteuer von sieben Prozent auch auf E-Books ausweiten. Dies bleibe das Ziel, bekräftigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei einem Besuch der Frankfurter Buchmesse. Die Einführung des ermäßigten Steuersatzes für Hörbücher sei bereits ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Verlage gewesen - genauso wie die Festschreibung der Buchpreisbindung auch für E-Books. Das Kulturgut Buch müsse anders behandelt werden als bloße Handelsobjekte, sagte Grütters nach Angaben ihres Hauses. Sie werde sich auch dafür einsetzen, dass im Freihandelsabkommen TTIP keine Bestimmungen enthalten seien, die die kulturelle Vielfalt beeinträchtigten. Die Zusicherung der zuständigen EU-Kommissarin Cecilia Malmström, die Buchpreisbindung werde auf keinen Fall verhandelt, wertete Grütters als "wichtigen Etappensieg".

Mitglied von Nobel-Akademie wirft Dylan Arroganz vor

Fehlende Reaktion auf Literaturnobelpreis "unhöflich"

Ein Mitglied der Schwedischen Akademie hat dem frisch gekürten Literaturnobelpreisträger Bob Dylan Arroganz vorgeworfen, weil er bislang mit keinem Wort auf die Ehrung reagiert hat. "Das ist unhöflich und arrogant. Das muss man einfach mal so sagen", sagte der schwedische Autor Per Wästberg dem Fernsehsender SVT. So etwas sei bislang noch nie vorgekommen. Dylan war vor einer Woche als erstem Musiker überhaupt der Nobelpreis für Literatur zugesprochen worden - doch er äußerte sich bislang nicht dazu. Bislang ist unklar, ob Dylan zur Verleihung der Nobelpreise im Dezember nach Stockholm reist.

Hacker verursachen Internet-Ausfälle

Twitter, Spotify und Paypal betroffen

Ein großangelegter Hackerangriff hat zu massiven Ausfällen im Internet geführt. Der Zugang zu einigen der weltweit bekanntesten Onlineseiten war insbesondere in manchen Regionen der USA vorübergehend unterbrochen. Betroffen waren etwa der Kurznachrichtendienst Twitter, der Bezahldienst Paypal, der Musikstreamingdienst Spotify sowie andere Kunden der US-Firma Dyn, die als Schaltzentrale für den Internetverkehr fungiert. Dyn sprach von einer hochkomplexen Attacke, die eine der größten ihrer Art gewesen sei. Sicherheitsexperten zufolge hatten die Angreifer Hunderttausende von internetfähigen Geräten mit einem schädlichen Code infiziert. Dadurch hätten diese die Websites mit Unmengen von Fehlanfragen bombardiert, was zu den Störungen geführt habe. Fachleute nennen dieses Vorgehen einen DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service).

Handyfilm von Flüchtlingen gewinnt beim "Prix Europa"

Kulturkanal Arte gewinnt "Lifetime Achievement Award"

Der Film "#MyEscape", in dem Flüchtlinge über Handy-Videos von ihrer Flucht erzählen, ist einer der Gewinner des Medienfestivals "Prix Europa". Die Koproduktion von WDR, Deutscher Welle und Berlin Producers wurde in Berlin ausgezeichnet, wie die Veranstalter mitteilten. Bei dem Fachkongress wurden insgesamt 13 sogenannte bronzene Stiere für besondere Beiträge in TV, Radio und Internet vergeben. Zwei Auszeichnungen davon gingen nach Deutschland. Neben «#MyEscape», der als bester Dokumentarfilm geehrt wurde, gewann der Deutsch-Kosovare Visar Morina den Sonderpreis als bester Newcomer. Gewürdigt wurde sein Familiendrama "Babai - Mein Vater", für das der WDR verantwortlich zeichnete. Der Kulturkanal Arte wurde im 25. Jahr seines Bestehens mit dem "Lifetime Achievement Award" für seine Verdienste um den kulturübergreifenden Dialog geehrt. Die Medienpreise gingen in zehn Länder und waren insgesamt mit 78.000 Euro dotiert.

Zeitung: Maas will Buchpreisbindung trotz EuGH-Urteil

Bücher sind "herausragendes Kulturgut"

Bundesjustizminister Heiko Maas will nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gegen deutsche Preisbindungssysteme an der Buchpreisbindung festhalten. "Aus dem Urteil des EuGH zur Medikamentenpreisbindung ergibt sich keinesfalls automatisch ein Ende der Buchpreisbindung", sagte Maas der "Rheinischen Post". Die Buchpreisbindung fördere das Buch als herausragendes Kulturgut, so der Minister. Der Gesetzgeber habe das Instrument der Buchpreisbindung durch die Erstreckung auf E-Books jüngst weiter gestärkt. "Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass die Buchpreisbindung erhalten bleibt", sagte der Bundesjustizminister vor seinem Besuch der Frankfurter Buchmesse. Hingegen hatte der Vorsitzende der Monopolkommission, Achim Wambach, nach dem Urteil zur Medikamentenpreisbindung erklärt, auch die Buchpreisbindung in Deutschland sei nun nicht mehr haltbar.

Klaus Maria Brandauer mit Ehrenpreis ausgezeichnet

Auch Margarita Broich und Heino Ferch beim Hessischen Film- und Kinopreis ausgezeichnet

Der Schauspieler Klaus Maria Brandauer ist bei der Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet worden. Der 73-jährige Österreicher, der 1981 mit dem oscar-prämierten Film "Mephisto" des ungarischen Regisseurs István Szabó international bekannt wurde, nahm die Auszeichnung in der Alten Oper in Frankfurt persönlich entgegen. Mit Blick auf den Laudator Szabó sagte Brandauer: "Ich sage danke tausend Mal. Du warst es, der mir das Ticket zum Film gelöst hat." In der Kategorie "beste Schauspielerin" wurde Margarita Broich für ihre Rolle in dem "Tatort: Wendehammer" geehrt. Heino Ferch erhielt die Ehrung als "bester Schauspieler" in dem Film "Allmen und die Libellen". Als "bester Spielfilm" wurde "Fritz Lang" prämiert. Der "beste Dokumentarfilm" war nach Meinung der Jury "Ghostland - the view of the Ju'/Hoansi". Der Hessische Film- und Kinopreis ist insgesamt mit 185 000 Euro dotiert.

Bochumer Symphoniker bekommen eigenes Konzerthaus

Anneliese-Brost-Musikforum Ruhr bietet auch Musikschülern Platz

Fast 100 Jahre nach ihrer Gründung bekommen die Bochumer Symphoniker erstmals eine eigene Spielstätte in ihrer Stadt. Mit drei Konzertabenden weihen sie am kommenden Wochenende das Anneliese-Brost-Musikforum Ruhr ein. Das Haus mit zwei Sälen und bespielbarem Foyer soll außer dem Orchester auch den rund 10 000 Musikschülern der Stadt regelmäßig als Probe- und Aufführungsort musikalisches Zuhause sein.

Buchmesse steht allgemeinem Lesepublikum offen

Hardy Krüger, DJ Bobo und Cecilia Ahern sind auch da

Die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Tore für das allgemeine Lesepublikum. Zahlreiche Promis haben sich am vorletzten Tag angesagt. Dazu gehört Schauspiel-Legende Hardy Krüger, der ein Buch über seine Jugendzeit geschrieben hat. Ebenfalls erwartet werden Kinostar Florian David Fitz, Popstar DJ Bobo sowie die irische Bestsellerautorin Cecilia Ahern. Die ersten drei Tage der Buchmesse waren Fachbesuchern vorbehalten. Die 68. Frankfurter Buchmesse, weltgrößte Bücherschau, endet am Sonntag. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit rund 300 000 Besuchern.

Erste Hollywood-Trophäen für Kidman und Grant

Tochter von Phil Collins wird auch ausgezeichnet

Vier Monate vor der Oscar-Verleihung stehen in Hollywood die ersten Gewinner von Filmpreisen fest. Nicole Kidman soll für ihre Rolle in dem Filmdrama "Lion" den "Hollywood Film Award" als beste Nebendarstellerin erhalten. Ihr britischer Kollege Hugh Grant wird für den Film "Florence Foster Jenkins" mit dem Nebenrollen-Preis ausgezeichnet. Das gaben die Verleiher der Trophäen bekannt. Die 20. Preis-Gala geht am 6. November in Beverly Hills über die Bühne. Lily Collins, Tochter von Musiker Phil Collins, wird mit dem "New Hollywood Award" für ihre Rolle in dem Film "Rules Don't Apply" unter der Regie von Warren Beatty geehrt. Die Trophäe für die beste Durchbruchs-Rolle geht an die Britin Naomie Harris . Zuvor hatten die Preisverleiher schon Tom Hanks als Empfänger des Hauptdarstellerpreises benannt.

Berlin: Bibliotheken erweitern Angebot für Flüchtlinge

Deutscher Bibliotheksverband lobt die Integrationsleistung der Bibliotheken

Berlins Bibliotheken wollen Flüchtlingsunterkünfte flächendeckend mit Bücherkisten versorgen. Dafür stelle der Senat 125 000 Euro bereit, sagte die Sprecherin der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Anna Jacobi. Die Boxen sollen eine erste Versorgung mit Medien bieten. Seit gut einem Jahr geben die Bibliotheken auch Nutzerausweise an Flüchtlinge aus, die noch keine feste Wohnadresse haben. Derzeit haben rund 5200 Leser einen solchen Ausweis. Der Deutsche Bibliotheksverband lobt die Integrationsleistung der Bibliotheken, fordert aber eine gesetzliche Regelung.

Deutscher Youtuber Flula Borg geht nach Hollywood

Borg soll bei zwei Filmen mitspielen

Der deutsche Youtuber, Komiker und Schauspieler Flula Borg hat in Hollywood einen neuen Vertrag in der Tasche. Für das Studio Lionsgate, das Blockbuster wie "Die Tribute von Panem" und "Die Bestimmung - Divergent" produzierte, soll das 34-jährige Multitalent aus dem bayerischen Erlangen zwei Spielfilmprojekte realisieren. "Das ist nigelnagelneu ausgehandelt", erzählte Borg. Es sei wie ein Lottogewinn, er könne es immer noch nicht glauben. Nun müsse er seine Ideen dem Studio unterbreiten. Das US-Branchenblatt "Variety" hatte zuerst über den Deal berichtet.

Obama feiert zum letzten Mal Musikevent im Weißen Haus

Unter dem Motto "Love and Happiness"

US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle haben zum letzten Mal einer ihrer Lieblingstraditionen gefrönt: dem Musikabend im Weißen Haus. Am Freitag traten zahlreiche Stars wie Usher, Jill Scot, Janelle Monae und die Bands Bell Biv de Voe und The Roots in einem Zelt auf dem Südrasen des Regierungssitzes auf. Mit von der Partei waren zudem Hollywoodstar Samuel L. Jackson und Schauspieler Jesse Williams "Greys' Anatomy". Der Abend stand unter dem Motto "Love and Happiness". In seiner Ansprache blickte Obama auf Höhepunkte der musikalischen Abende im Weißen Haus zurück. "Wir hatten Bob Dylan und wir hatten Jennifer Hudson. Gloria Estefan und Los Lobos. Aretha, Patti, Smokey", zählte er auf. "Ich habe dafür gesorgt, dass Paul McCartney 'Michelle' für Michelle singt und Stevie (Wonder) "Happy Birthday". Es habe etwas "Bittersüßes, dass dies unser letzter musikalischer Abend als Präsident und First Lady ist."

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