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Kulturnachrichten

Sonntag, 16. Oktober 2016

Literaturpreis für spanische Bestseller-Autorin Redondo

Der Planeta-Preis ist die am höchsten dotierte literarische Auszeichnung der spanischsprachigen Welt.

In diesem Jahr geht der Preis an die Schriftstellerin Dolores Redondo. Wie die Jury in der Nacht zum Sonntag in Barcelona mitteilte, erhielt die 47-Jährige die mit 601 000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Kriminalroman «Todo esto te daré» (All das werde ich dir geben). Redondo gelang der Durchbruch mit ihrer Baztán-Trilogie. Alle drei Bücher («Das Echo dunkler Tage», «Die vergessenen Kinder» und «Der nächtliche Besucher») kletterten auf Platz eins der Bestsellerliste in Spanien. Sie wurden schon kurz nach der Veröffentlichung mehr als 500 000 Mal verkauft, in mehr als 30 Sprachen übersetzt und fürs Kino verfilmt.

Neue Reliquie im Frankfurter Kaiserdom

Eine im April aus dem Frankfurter Kaiserdom gestohlene Reliquie der heiligen Hedwig ist durch eine andere Reliquie ersetzt worden.

Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Knochenreliquie der Herzogin von Schlesien (1174-1243). Die aus Polen an den Main gebrachten Knochenteile sind am Sonntag in einer Seitenkapelle des Doms platziert worden. Dort stand auch die gestohlene Reliquie. Die heilige Hedwig wird als Trösterin der Heimatvertriebenen verehrt.
Stadtdekan Johannes zu Eltz sagte, in Zeiten, in denen das deutsch-polnische Verhältnis nicht ganz einfach sei, sei eine in beiden Ländern verehrte Heilige von unschätzbarem Wert.

Dario Fo in Mailand beigesetzt

Tausende Italiener nehmen mit Partisanenlied Abschied von Theatermann

Tausende Italiener haben in Mailand mit dem Partisanenlied "Bella Ciao" Abschied vom großen linken Theaterautoren und Literaturnobelpreisträger Dario Fo genommen. Der Beerdigungszug wand sich am Samstag bei heftigem Regen vom Piccolo Teatro Strehler durch die Straßen der norditalienischen Metropole zum Domplatz, wo Fos Sarg unter einem Zelt aufgebahrt wurde. Der Künstler war am Donnerstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Sein Sohn Jacopo Fo und mehrere Größen der italienischen Kulturszene würdigten den furchtlosen Kritiker der Eliten, bevor eine Band eine Version des italienischen Partisanenlieds "Bella Ciao" intonierte.

Ausländische Schauspieler fühlen sich in Altenburg-Gera unwohl

Schauspieldirektor Bernhard Stengele in beschreibt Stimmungsumschwung

Seit Sommer 2015 beobachtet Bernhard Stengele, Schauspieldirektor in Altenburg-Gera, eine sich radikalisierende Atmosphäre in der Stadt, die ihn den Weggang ausländischer Mitarbeiter befürchten lässt. „Es gab noch keine körperlichen Übergriffe, es gab den Versuch von körperlichen Übergriffen. Aber die Atmosphäre ist so angespannt, dass die Leute sagen, ich habe keine Lust mehr, hier zu sein", sagte er im Deutschlandradio Kultur . Als Stengele vor fünf Jahren seine Arbeit in Thüringen begann, stieß sein internationaler Theateransatz, der Austausch mit Produktionen und Schauspielern aus Burkina Faso, Griechenland, Russland und der Türkei beim Altenburger Publikum auf großes Interesse. Das Publikum sei weiterhin freundlich gesonnen, aber die Lebensumstände des Ensembles würden schwieriger. Stengele selber verlässt am Ende der Spielzeit Altenburg. „Wenn man merkt, dass das Bewusstsein für die Probleme größer wird als die Freude, wenn es gut funktioniert (..), dann bin ich es meinem Publikum und der Stadt schuldig, dass ich sage: Meine besten Kräfte habt ihr gehabt, ich muss jetzt weiterziehen", begründete er seinen Schritt im Deutschlandradio Kultur.

Karl-Sczuka-Preis für Radiostück "Desert Bloom"

Klangportrait der US-Wüstenstadt Las Vegas überzeugt

Die drei Macher des Radiostücks "Desert Bloom" bekommen in Donaueschingen im Schwarzwald den diesjährigen Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst.
Die in Bremen geborene Klangkünstlerin Christina Kubisch, der österreichische Komponist und Produzent Peter Kutin sowie der österreichische Musiker und Tontechniker Florian Kindlinger haben mit "Desert Bloom" die US-Wüstenstadt Las Vegas porträtiert. Der Preis ist mit 12 500 Euro dotiert. Er wird jährlich vom Südwestrundfunk (SWR) vergeben und gilt als einer der wichtigsten Auszeichnungen für akustische Kunst. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Komponist Asmus Tietchens, die Schriftsteller Oswald Egger und Friederike Mayröcker, Regisseurin Iris Drögekamp sowie der Klangkünstler Thomas Gerwin.

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