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Kulturnachrichten

Dienstag, 27. Oktober 2015

Riesenspinne soll in New York versteigert werden

Erwartet wird eine Rekordsumme bis zu 35 Millionen Dollar

Eine Riesenspinne aus Bronze könnte bei einer Versteigerung in New York bis zu 35 Millionen Dollar (rund 32 Millionen Euro einbringen). Damit wäre die etwa sieben Meter hohe Spinne mit acht Beinen das teuerste je bei einer Auktion verkaufte Werk der französischen Künstlerin Louise Bourgeois (1911-2010), teilte das Auktionshaus Christie's heute in New York mit. Das 1997 hergestellte Werk soll am 10. November versteigert werden. Ab Halloween am Samstag soll die Spinne, die weltweit schon in Ausstellungen zu sehen war, zuvor noch rund zwei Wochen lang den Eingang von Christie's mitten in Manhatten bewachen.

Streit um NS-Kunst beschäftigt Verwaltungsgericht

Mehrer Werke waren in einer Lagerhalle beschlagnahmt worden

Der Streit um die in Bad Dürkheim entdeckte NS-Kunst beschäftigt inzwischen die Justiz. Das Verwaltungsgericht Berlin bestätigte heute einen Bericht der Zeitung "Die Rheinpfalz", wonach der Mann, in dessen Lagerhalle die Stücke entdeckt worden waren, Klage eingereicht hat. Sie wende sich gegen den Bescheid des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen, das die beschlagnahmten Werke der Bundesrepublik zugeordnet hatte. Der Bescheid war "unbeschadet der Rechte Dritter" ergangen. Wenn jemand also sein Eigentum an den Kunstwerken nachweisen könne, ginge er ins Leere, so das Gericht. Die Begründung der Klage liege aber noch nicht vor. Im Mai waren nach einer Razzia wegen des Verdachts der Hehlerei an rechtswidrig erlangtem Bundesvermögen mehrere NS-Werke in der Lagerhalle beschlagnahmt worden, die von dem Kläger angemietet worden war. Dazu gehörten auch zwei Bronze-Pferde von Josef Thorak (1889-1952). Schon bald zeichnete sich ein Streit um die Besitzrechte ab. Während der Bund Hinweise dafür sah, dass die Stücke ihm gehören, ließ der Mieter der Halle erklären, er habe sie vor mehr als 25 Jahren rechtmäßig von der russischen Armee und den früheren Herstellern gekauft.

Zusammenarbeit zwischen Krenek Institut und Weill Fest

Ernst Krenek im Zentrum des Festivals

"Krenek, Weill & Die Moderne" lautet das Motto des Kurt Weill Festes 2016. Der Wiener Komponist steht neben Kurt Weill im Mittelpunkt der Ausgabe im nächsten Jahr. Dazu gibt es eine intensive Kooperation mit der Ernst Krenek Institut Privatstiftung aus Krems in Niederösterreich, wie die Veranstalter des Festes am Dienstag in Dessau-Roßlau mitteilten. Rund 60 Veranstaltungen und ein Rahmenprogramm beleuchten vom 26. Februar bis 13. März 2016 die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts an Spielstätten in Dessau, Halle, Magdeburg, Wittenberg und Wörlitz. Krenek, wie Weill im Jahr 1900 geboren, war ebenfalls nach dem Ersten Weltkrieg zum Studium nach Berlin gegangen.

Internationaler Kunstpreis für Bildhauer Jörg Plickat

Auszeichnung für "Gespaltener Planet"

Der Bildhauer Jörg Plickat ist mit dem internationalen Kunstpreis "Macquarie Group Sculpture Prize" gewürdigt worden. Im Rahmen der weltweit größten öffentlichen Skulpturenausstellung unter freiem Himmel "Sculpture by the Sea" im australischen Sydney erhielt er den Preis, der mit 60.000 Dollar dotiert ist. Das teilte die schleswig-holsteinische Regierungspressestelle mit. Ausgezeichnet wurde Plickats großformatige Stahlarbeit "Gespaltener Planet", eine Mahnung an die Weltpolitik, Gegensätze zu überwinden, um gemeinsam Herausforderungen wie Armut und Erderwärmung anzunehmen. Jörg Plickat wurde 1954 in Hamburg geboren und studierte Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Er schuf über 60 Skulpturen im öffentlichen Raum, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Seine bevorzugten Materialien sind Bronze, Naturstein und Stahl.

3500 Jahre alter Grabschatz auf Peloponnes entdeckt

"Sensationelle" Funde aus Königspalast

Archäologen haben auf der griechischen Halbinsel Peloponnes einen Grabschatz entdeckt. Schwerter, goldene und silberne Kelche und mehr als 1000 andere Beigaben seien im Grab eines etwa 30 bis 35 Jahre alten Mannes gefunden worden. Wie die Athener Zeitung "Kathimerini" berichtet, schätzen die Ärchäologen der amerikanischen Universität Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio das Alter des Grabes auf 3500 Jahre. "Das Grab und die Funde sind sensationell", sagte die griechische Archäologin Eleni Stylianou der Deutschen Presse-Agentur. Geunden wurde es im Raum des Palastes des mythologischen Königs Nestor, der zur Zeit der Trojanischen Kriege in der Region der Stadt Pylos geherrscht habe, hieß es. Das Archäologen-Team hat die Ausgrabungen dort noch nicht beendet.

Evangelische Publizistin Carola Wolf gestorben

Sie war unter anderem langjährige Sprecherin des Kirchentages

Die evangelische Publizistin Carola Wolf ist gestern im Alter von 84 Jahren gestorben. Dies bestätigte der Deutsche Evangelische Kirchentag in Fulda dem epd. Wolf war viele Jahre Sprecherin des Kirchentages und der Evangelischen Kirche der Union. Die Journalistin und Mitbegründerin der Evangelischen Medienakademie stammte aus Berlin und lebte zuletzt in Potsdam. Wolf war von 1962 bis 1996 für die Öffentlichkeitsarbeit der bundesweiten Kirchentagstreffen verantwortlich. Anschließend übernahm Wolf bis zum Januar dieses Jahres die Pressearbeit für die Evangelische Kirche der Union in Berlin. Die Journalistin war außerdem Vorsitzende des Kuratoriums der Evangelischen Medienakademie, die sie auch mit begründet hatte. Wolf studierte Geschichte in Freiburg und machte anschließend ein Volontariat bei der "Badischen Zeitung". Vor ihrer Tätigkeit beim Kirchentag leitete sie fünf Jahre lang das hessische Politikressort beim "Main-Echo". Wolf veröffentlichte zudem mehrere Bücher zum Kirchentag, zu Ost-West-Fragen und zu Frauenthemen.

Moskau will Wohnhaus von Tarkowski wieder aufbauen

Das Gebäude war 2004 nach einem Brand abgerissen worden

Fast 30 Jahre nach dem Tod von Kultregisseur Andrej Tarkowski will Russland das frühere Moskauer Wohnhaus des Künstlers wieder aufbauen. Das nach einem Brand beschädigte Gebäude war 2004 abgerissen worden. Nun wolle die Stadtverwaltung das Haus, in dem Tarkowski von 1934 bis 1962 lebte, originalgetreu nachbilden und dort für umgerechnet 450 000 Euro ein Kulturzentrum einrichten, sagte Behördensprecher Waleri Leonow russischen Agenturen zufolge. Vorgesehen seien etwa ein kleiner Filmsaal sowie ein Museum. Der zu Sowjetzeiten geächtete Tarkowski gilt als bedeutendster russischer Regisseur nach Sergej Eisenstein ("Panzerkreuzer Potemkin"). Russland hatte 2012 das Archiv des Künstlers für 1,5 Millionen Pfund vom Auktionshaus Sotheby's in London ersteigert. Ein Teil der Sammlung ist in Tarkowskis ehemaligem Wohnhaus in Jurjewez rund 240 Kilometer nordöstlich von Moskau ausgestellt, das als Museum dient. Tarkowski starb am 29. Dezember 1986 im Alter von 54 Jahren in Paris an Krebs. Er liegt in der französischen Hauptstadt begraben.

Verleger Manfred Beltz Rübelmann gestorben

Der Senior-Chef der Verlagsgruppe Beltz wurde 84 Jahre alt

Der Senior-Chef der Verlagsgruppe Beltz, Manfred Beltz Rübelmann, ist tot. Er starb bereits am vergangenen Samstag im Alter von 84 Jahren, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Zum Programm der Beltz Rübelmann Holding zählen Kinder- und Jugendbücher wie "Der Grüffelo", Fachmedien wie die Zeitschrift "Psychologie Heute" sowie Sachbücher und Ratgeber. Beltz Rübelmann war 1960 nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre und Chemischen Technik bei Beltz eingestiegen und wurde drei Jahre später Gesellschafter. Die kinderlosen Senioren Beltz adoptierten ihn 1970; danach war er alleiniger Gesellschafter. Er baute den Verlag und die Druckbetriebe aus. Der passionierte Musiker war in verschiedenen Branchenverbänden aktiv, etwa als Vorsitzender des Verbandes der Druckindustrie Baden-Württemberg, als Vizepräsident des Bundesverbandes Druck und als Schatzmeister beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels. 2011 gründete er die Beltz-Rübelmann-Stiftung. Seine vier Kinder sind Gesellschafter der Beltz-Rübelmann-Holding. Aktuell beschäftigt die Unternehmensgruppe 370 Mitarbeiter und erwirtschaftet 65 Millionen Euro Umsatz. Sie gehört nach eigener Darstellung zu den 50 größten Verlagen Deutschlands.

Jim Dine verschenkt Bilder an Museum Folkwang

230 Blätter der grafischen Arbeiten des Pop-Art-Künstlers gehen nach Essen

Der amerikanische Pop-Art-Künstler und Grafiker Jim Dine hat dem Essener Museum Folkwang 230 Blätter seiner grafischen Arbeit geschenkt. Darunter sind Radierungen, Lithografien und Holzschnitte. Die Gabe passe sich hervorragend in die Sammlung amerikanischer Malerei und Druckgrafik ab der 1960er Jahre ein, teilte Museumsdirektor Tobia Bezzola mit. Jim Dine wurde einem breiten Publikum vor allem durch bunte Herz-Motive in seinen Bildern bekannt. Dine gilt als Mitbegründer der Pop Art, er war Weggefährte von Andy Warhol und Roy Lichtenstein. Das Museum Folkwang widmet Jim Dine ab 31. Oktober die Ausstellung "About the Love of Printing".

DOK Leipzig hat begonnen

Das Festival für Dokumentar- und Animationsfilm zeigt mehr als 300 Filme

In Leipzig hat gestern abend das 58.Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilm begonnen, dass 300 Filme aus 62 Ländern zeigen wird. Nach Angaben der DOK-Leipzig-Veranstalter hat es sich es zu einem der bedeutendsten internationalen Branchentreffpunkte entwickelt und zieht jährlich Produzenten, Verleiher und Filmemacher in die Stadt. Für Fachbesucher gibt es 79 Veranstaltungen. Höhepunkt wird am 31. Oktober die Verleihung von sieben Goldenen Tauben und einer Silbernen Taube sein. Im vergangenen Jahr zählte das Festival mehr als 42 000 Besucher, 500 mehr als im Vorjahr.

Barbera bleibt Direktor der Filmfestspiele Venedig

Der Italienier wird im Amt bestätigt

Der Italiener Alberto Barbera leitet auch im kommenden Jahr die Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Der Verwaltungsrat des Festivals bestätigte den 65-Jährigen im Amt, wie die Biennale mitteilte. Ebenfalls weiter in ihren Positionen bleiben die Leiter der Biennale für Tanz, Musik und Theater, Virgilio Sieni, Ivan Fedele und Àlex Rigola. Der Italiener Barbera war bereits von 1998 bis 2002 Leiter des Filmfestivals von Venedig und kehrte 2012 nach einer Pause zurück.

Jürgen Henkys gestorben

Früherer Berliner Theologieprofessor wurde 85 Jahre alt

Der Berliner Theologieprofessor und Kirchenlieddichter Jürgen Henkys ist tot. Wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bestätigte, starb Henkys bereits in der vergangenen Woche im brandenburgischen Petershagen. Henkys gehörte lange Zeit der evangelischen Synode in Ost-Berlin und der Synode des DDR-Kirchenbundes an. Von Anfang der 90er Jahre bis zu seinem Ruhestand 1995 lehrte er als Professor für Praktische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität. Überregional bekannt wurde er durch seine Liedübertragungen, die zu zahlreichen Übernahmen ins kirchliche Gesangbuch führten.

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