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Kulturnachrichten

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Medientage gehen mit Europatag zu Ende

Dazu wird EU-Kommissar Oettinger in München erwartet

Mit einem erstmals angesetzten Europatag gehen die Medientage München morgen zu Ende. Dazu wird EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) erwartet. Gut zwei Wochen nachdem der Europäische Gerichtshof das Datenschutzabkommen mit den USA gekippt hat, soll Oettinger über den digitalen Binnenmarkt und einheitliche Standards in der EU sprechen. Bisher ist unklar, welche Folgen das Luxemburger Urteil für die Internetwirtschaft hat. Viele Unternehmen verließen sich bisher darauf, dass eine Datenübermittlung in die USA unbedenklich ist. Seit Mittwoch diskutieren Hunderte Experten der Medienbranche in München in rund 90 Veranstaltungen unter dem Leitthema "Digitale Disruption - Medienzukunft erfolgreich gestalten". Den Abschluss bildet morgen nachmittag ein "Content-Gipfel" zur Frage: "Social Media first?"

Schinkel-Kirche erneut in Gefahr

Der neugotische Backsteinbau steht in Berlin-Mitte

Die Friedrichswerdersche Kirche, ein Baudenkmal des preußischen Stararchitekten Karl Friedrich Schinkel, ist erneut in Gefahr. Die evangelische Landeskirche will morgen vormittag bei einem Ortstermin über die drohenden Schäden informieren. Der neugotische Backsteinbau in Berlin-Mitte ist schon seit 2012 geschlossen, weil ein Neubau an der Westseite den Boden abgesenkt hatte - es gab Risse und Verformungen. Nun soll an der Ostseite ein weiteres Bauprojekt anlaufen, das ebenfalls zu einer Absenkung des Baugrunds führen könnte. Sie sei "entsetzt", wie in Berlin mit einem Denkmal von internationalem Rang umgegangen werde, erklärte die Kirche schon vorab.

Navid Kermani hat ein Hörspiel produziert

Ein Stück nach Texten aus dem Alten Testament und von Friedrich Hebbel

Der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Navid Kermani, hat für hr2-kultur sein erstes Hörspiel produziert. Das Stück: "Stark wie der Tod. Eine biblische Liebe" nach Texten aus dem Alten Testament und von Friedrich Hebbel ist am Sonntag um 14.05 Uhr zu hören, wie der Hessische Rundfunk in Frankfurt mitteilte. Zentrales Thema Kermanis ist nach den Angaben von hr2-kultur die Liebe: "Die Sehnsucht danach, die Erfüllung, das Scheitern, die Gewalt der Liebe, die Liebe zwischen den Menschen und die im Alten Testament immer wieder enttäuschte Liebe zwischen Gott und seinem Volk." Der 1967 in Siegen geborene Navid Kermani ist habilitierter Orientalist und lebt als freier Schriftsteller in Köln. Für sein literarisches und akademisches Werk erhielt er vor kurzem den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Unter anderem wurde er auch mit der Buber-Rosenzweig-Medaille und dem Hannah-Arendt-Preis ausgezeichnet.

Golo Mann-Preis für Historiker Werner Dahlheim

Dahlheims Werk "Die Welt zur Zeit Jesu" wecke Interesse an der Antike, so die Jury

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem profunden Wissen und der erzählerischen Kraft, mit der Werner Dahlheim ein großes Panorama der Zeit und Umwelt Jesu schildere. Dadurch gelinge es ihm, bei den Lesern des 21. Jahrhunderts Interesse und Verständnis für die Antike zu wecken, heißt es in der Begründung weiter. Der Preis ist nach dem Historiker Golo Mann (1909-1994) benannt. Der Sohn des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann verfolgte das Ziel einer Geschichtsschreibung, die wissenschaftlich und zugleich lesbar wie ein Roman sein sollte. Die Auszeichnung wird seit 2013 alle zwei Jahre vergeben. Erster Preisträger war der Historiker Volker Reinhard. Die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung soll am 28. November in Berlin überreicht werden.

Ein Bett auf dem Alexanderplatz

Das Symbol soll an Obdachlose erinnern

Noch lädt es manche vielleicht zu einem Päuschen ein: Seit heute steht ein Pflegebett auf einem Podest auf dem Alexanderplatz in Berlin. Durch Wind, Wetter und Vandalismus dürfte der Kuschelfaktor in den nächsten zwei Wochen aber sinken. Das Bett soll Passanten nahe der Weltzeituhr das Schicksal von Obdachlosen vor Augen führen. "Das Bett steht sinnbildlich dafür, was auch erkrankten Wohnungslosen passiert, wenn sie ohne Schutz draußen leben müssen", sagte Robert Veltmann, Chef des sozialen Trägers Gebewo. Unterstützt wird die Kampagne auch von mehreren kirchlichen Hilfswerken. Nach Schätzungen leben in Berlin 1000 bis 3000 Menschen auf der Straße.

Hörspieltage mit gläserner Box und sprechenden Würsten

Verliehen wird in Karlsruhe dann auch der Deutsche Hörspielpreis der ARD

Wie entsteht ein Hörspiel, was hat es mit Münchhausen auf sich, und können Würste sprechen? Antworten auf diese und andere Fragen geben die diesjährigen ARD-Hörspieltage in Karlsruhe. Vom 11. bis 15. November stehen im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Live-Inszenierungen, Hörspielnächte, Klanginstallationen, Konzerte, ein Kinderhörspieltag sowie der Wettbewerb um den Deutschen Hörspielpreis auf dem Programm. Wie der Südwestrundfunk in Karlsruhe mitteilte, sind bei dem größten Festival für das Hörspiel im deutschsprachigen Raum erstmals auch das Schweizer Radio und Fernsehen sowie der Österreichische Rundfunk als neue Partner dabei. Ein Programmhighlight sei das Live-Hörspiel "Schalltot oder lebendig" von Hermann Bohlen mit Gustav Peter Wöhler in der Hauptrolle, das satirisch die Entstehung von Hörspielen beleuchtet. In einer gläsernen Hörspiel-Box können Besucher mit Überraschungsgästen ihr eigenes Hörspiel produzieren. Um die Wurst geht es bei einem Projekt der Hochschule für Gestaltung: Auf der Speisekarte eines echten Currywurstwagens stehen neben sprechenden Würsten auch Performances. Höhepunkt des Festivals ist die Gala am 14.November. Dabei werden Preise mit einer Dotierung von insgesamt 13 500 Euro vergeben, darunter der "Deutsche Hörspielpreis der ARD". Einige Veranstaltungen werden per Live-Videostream übertragen. Die ARD Hörspieltage finden zum zwölften Mal als Austausch für Hörspielmacher und Fans statt.

"ArtReview" präsentiert Rangliste der Kunstbranche

"Power 100" Ranking listet einflussreiche Galeristen, Sammler und Künstler

Die Schweizer Galeristen Iwan und Manuela Wirth sind im Ranking "Power 100" die derzeit einflussreichsten Personen im internationalen Kunstbetrieb. Das Ehepaar landete auf der vom britischen Kunstmagazin "ArtReview" herausgegebenen Rangliste dieses Jahr auf Platz eins. Auf Platz zwei folgt der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei, der nach einem jahrelangen Ausreiseverbot im August nach Deutschland gekommen war. Auf Platz drei liegt der deutschstämmige New Yorker Galerist David Zwirner. Von den deutschen Künstlern erklomm der Fotograf Wolfgang Tillmans Platz elf. Weitere deutsche Vertreter in den "Power 100" sind etwa die Künstlerin Isa Genzken (Platz 31), die Galerien Sprüth Magers (Platz 13) und Neugerriemschneider (Platz 78) sowie der Direktor der Neuen Nationalgalerie in Berlin, Udo Kittelmann (Platz 60). Das von einer anonymen 16-köpfigen Jury erstellte Ranking gilt als die wichtigste Rangliste der weltweiten Kunstbranche. Kriterien sind der internationale Einfluss auf die Kunstproduktion und der Beitrag zur Kunst im Jahr zuvor. Die Liste umfasst weniger Künstler als vor allem Galeristen, Kuratoren, Sammler und Museumschefs.

Okwui Enwezor lobt Kunstfreiheit in Deutschland

Der Kurator der Biennale 2015 schätzt diesen freien Ort des Denkens

Okwui Enwezor, Direktor des Münchner Hauses der Kunst und Kurator der Biennale 2015 in Venedig, hat Deutschland für seine Kunstfreiheit gelobt. Es gelte jedoch wachsam zu sein, wer die mächtigsten Mitspieler seien und wer Einfluss auf die Ausstattung und Gestaltung von Museen und Ausstellungen habe, sagte der gebürtige Nigerianer der "Süddeutschen Zeitung". Öffentliche Institutionen müssten deshalb diskutieren, woher die Mittel kommen. So sei dramatisch, welche Kürzungen öffentliche Museen in den vergangenen Jahren hätten hinnehmen müssen. "Aber dennoch bleibt es eine Tatsache, dass man in Deutschland unabhängig von der Politik arbeiten kann." Das sei selbst in Europa nicht selbstverständlich, erinnerte Enwezor. Als er 2011 in München angefangen habe, hätten ihn viele gefragt, wie er mit der konservativen Regierung in Bayern zurechtkommen wolle. "Aber weder hier in München noch in Kassel, während der Vorbereitungen zur Documenta, bin ich je von Politikern oder Behörden behelligt worden." Das sei ein enormer Freiraum. Frankreich dagegen sei voller "Zombies, die alle wissen, dass sie als Untote weg sind, wenn die Regierung wechselt - oder wenn man es wagt zu sagen, 'Ich bin nicht Charlie'." Dieser freie Ort des Denkens sei unschätzbar wertvoll, betonte der Kurator.

US-Uni öffnet Archiv von García Márquez

Sie hatte den Nachlass des Literaturnobelpreisträgers letzes Jahr erworben

An der Universität Texas ist das Archiv mit dem Nachlass des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez (1927-2014) eröffnet worden. Es diene vorwiegend der Recherche, teilte das Harry Ransom Center der Hochschule in Austin mit. Es gehört zu den führenden Literaturarchiven der USA und verfügt bereits über die Nachlässe von James Joyce, Ernest Hemingway, William Faulkner und Jorge Luis Borges. Die US-Universität hatte im vergangenen Jahr nach dem Tod von García Márquez dessen Nachlass erworben. Dazu gehören Manuskripte, Notizbücher, Fotoalben und Briefe des Schriftstellers. Die Regierung in Kolumbien hatte der Familie des Autors kein Angebot gemacht.

Rosenthal-Retterin wird "Gerechte unter den Völkern"

Israelische Holocaust-Gedenkstätte "Yad Vashem" ehrt posthum Ida Jauch

Als Bekannte der Mutter von Rosenthal hatte sich die Berlinerin Ida Jauch um den verwaisten 18-Jährigen gekümmert und ihn ab 1943 vor dem NS-Terror in einer Laube einer Kleingartenkolonie versteckt. Als Jauch plötzlich im Jahre 1944 starb, wurde Rosenthal von anderen Frauen versteckt. Der später so erfolgreiche Moderator hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine gesamte Familie im Holocaust verloren und musste als Zwangsarbeiter in einer Fabrik arbeiten. "Ihre Hilfe ermöglichte mir, nach dieser schrecklichen Zeit für uns Juden, unbefangen in Deutschland zu leben, ohne Hass zu fühlen und eine Bürger dieses Landes zu sein", sagte Rosenthal später über sie. Mit dem Preis werden vom Staat Israel seit 1953 Menschen ausgezeichnet, die sich im Nationalsozialismus für Juden eingesetzt haben. Hans Rosenthal (1925-1987) prägte mehrere Jahrzehnte wie kaum ein anderer die Radio- und Fernseh-Unterhaltung in Deutschland. Im ehemaligen RIAS-Funkhaus moderierte er unzählige Rate- und Unterhaltungssendungen. "Das klingende Sonntagsrätsel", Rosenthals erfolgreichste Radiosendung, ist mittlerweile 50 Jahre alt. Das TV-Ratespiel Dalli Dalli lief im ZDF von 1971 bis 1986.

6000 Jahre altes Grabensystem in Libehna entdeckt

Archäologen rätseln über Bedeutung des Bauwerks

Ein noch unbekanntes, rund 6000 Jahre altes Grabensystem in Libehna (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) wird heute der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Erdwerk besteht aus drei konzentrischen Kreisen, wobei der äußere Kreis einen Durchmesser von etwa 200 Metern hat. Die einzelnen Kreisgräben haben einen Abstand von jeweils sechs Metern und sind etwa einen Meter tief. Was sie darstellen - ob ein Bauwerk der Macht oder ein Bollwerk zur Verteidigung - wird noch untersucht. Ebenso gibt es für die gefundenen Keramikscherben und menschlichen Knochen noch keine wissenschaftliche Erklärung. Möglich sind besondere Riten oder ein spezieller Totenkult, was nicht ungewöhnlich für die Epoche der Steinzeit war. Die Gräben wurde im Vorfeld des Erweiterungsbaus der Bundesstraße 6n entdeckt.

Althistoriker findet neuen Asterix-Band gelungen

"Der Papyrus des Cäsar" voller Anspielungen auf aktuelle Whistleblower

Angelpunkt des neuen Asterix-Heftes ist ein geheimnisvoller Papyrus des Cäsar. Es ist ein einzelnes Kapitel aus dem Gallischen Krieg, in dem Cäsar seine Rückschläge im Kampf gegen die unbeugsamen Gallier auflistet. Sein berüchtigter Spin-Doctor Syndicus rät dem Feldherrn hingegen, die Misserfolge zu unterschlagen, denn "das macht sich nicht so gut im Curriculum Vitae". Ein Whistleblower entwendet das Papier und spielt es den Feinden zu. Der Trierer Althistoriker Kresimir Matijevic, Experte für die Geschichte der späten römischen Republik und frühen Kaiserzeit, lobt: "Das Album ist pfiffig gemacht und sehr sympathisch umgesetzt." Viele historische Details seien darin mit Gegenwartsbezügen verarbeitet - wenn auch mit einem Augenzwinkern. Dass Cäsar seinen Tatenbericht wie im Comic geschönt oder Sachverhalte übertrieben hat, hält Matijevic durchaus für möglich. "Aber er verheimlicht im Gallischen Krieg nicht die Rückschläge, die er in dem jahrelangen Krieg erlitten hat", gibt der 40-Jährige zu bedenken. Viele Fakten in dem neuen Asterix seien historisch korrekt dargestellt: Die lediglich mündliche Überlieferungstradition der Gallier, der Einsatz von Brieftauben als "neue Nachrichtentechnik".

Günther Uecker mit Staatspreis NRW ausgezeichnet

"Nagelkünstler" Uecker wird heute mit der höchsten Auszeichnung NRWs geehrt

Überreicht wird Günther Uecker der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), die Laudatio hält Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Uecker (85) habe mit seinem Lebenswerk Generationen von jungen Künstlern beeinflusst und die zeitgenössische Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich mitgeprägt, hatte Kraft bei der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers gesagt. Der Staatspreis ist mit 25 000 Euro dotiert. Die Landesregierung würdigt damit Menschen, die herausragende Leistungen erbracht haben und NRW besonders verbunden sind. Uecker, der mit seinen Nagelreliefs Weltruf genießt, hat sein Atelier seit Jahrzehnten in Düsseldorf. Uecker ist der 52. Träger des Staatspreises NRW. Die Auszeichnung wurde 1986 zum 40. Geburtstag des Landes gestiftet.

Prognose: Rundfunkbeitrag bleibt bis 2020 stabil

Kommission legt Sendern Strukturreformen nahe

Der Rundfunkbeitrag wird voraussichtlich bis 2020 stabil bei 17,50 Euro im Monat bleiben. Diese Prognose gab der Vorsitzende der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, Heinz Fischer-Heidlberger, gestern bei den Medientagen München ab. "Danach muss der Beitrag steigen. Denn dann haben wir keine Rücklagen mehr." Fischer-Heidlberger empfahl des öffentlich-rechtlichen Sendern eine Strukturreform "mit der deutlichen Vorgabe: weniger ist mehr". Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor wies den Vorwurf zurück, Unsummen für teure Sportrechte auszugeben: "Wir haben Finanzgrenzen." So habe RTL zum Beispiel mehr Geld geboten für die Qualifikationsspiele der Fußball-Europameisterschaft und daher die Übertragungsrechte bekommen. ARD und ZDF könnten aber nicht auf alles verzichten, was auch die Privaten übernehmen könnten. "Es gibt viele Menschen, die sich an zu viel Werbung gestört haben", sagte Marmor mit Blick auf die RTL-Übertragungen. Viele Zuschauer wollten auch künftig die Bundesliga in der ARD-"Sportschau" sehen und Spiele der Nationalmannschaft im Ersten oder Zweiten.

Internationaler Kirchenmusik-Kongress in Bern begonnen

Am ökumenisch ausgerichteten Kongress nehmen Wissenschaftler, Musiker und Geistliche teil

In Bern hat am Mittwochabend der V. Internationale Kongress für Kirchenmusik begonnen. Zu jeder Zeit habe es Diskussionen darüber gegeben, was angemessene Kirchenmusik sei, heißt es im Programm. Gleichzeitig habe sich die geistliche Musik von ihrer religiös-institutionellen Bindung emanzipiert. Religiös konnotierte Musik finde heute auch im Konzertsaal statt, Komponisten verarbeiteten in ihren Werken zudem religiöse Themen jenseits von konfessionellen Bindungen. Der Kongress ist ökumenisch ausgerichtet. Zu den Teilnehmern zählen unter anderen der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Gottfried Locher und der katholische Bischof von Sankt Gallen und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Markus Büchel.

Isenheimer Altar kehrt in Unterlinden-Museum zurück

Transport des Flügelaltars wird Tage dauern

Der großformatige Altar mit zwei feststehenden und vier aufklappbaren Flügeln kehrt an seinen angestammten Platz in die Kapelle des ehemaligen Dominikanerinnenklosters in Colmar zurück. Der Transport sei sehr kompliziert und werde bis Sonntag dauern, sagte die Konservatorin des Museums, Pantxika de Paepe, im regionalen Rundfunk. Grünewald schuf den Altar ursprünglich für ein Kloster in Isenheim, in der Nähe von Colmar. Das Museum wurde für etwa 42 Millionen Euro renoviert. Die Ausstellungsfläche verdoppelt sich auf rund 8000 Quadratmeter. In neuen Gebäudeteilen wird die moderne Sammlung zu sehen sein, mit Werken von Jean Dubuffet, Nicolas de Staël, Pablo Picasso und Otto Dix. Mit 180 000 Besuchern pro Jahr steht das Museum an zweiter Stelle der meistbesuchten Museen Frankreichs außerhalb von Paris.

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