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Kulturnachrichten

Dienstag, 14. Oktober 2014

Viel Applaus für Karin Bergmann: Burgtheater hat jetzt eine Intendantin

Das gab der österreichische Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) auf einer Pressekonferenz im Traditionshaus mit. Die erste Chefin des Burgtheaters erhält einen Vertrag bis 2019. Sie hatte sich gegen 21 Mitbewerber durchgesetzt.

Die 61jährige, die 1982 als Pressesprecherin von Claus Peymann an die Burg gegangen und unter der Intendanz von Klaus Bachler 1999 stellvertretende Direktorin geworden war, habe es in kurzer Zeit geschafft, dem von einer Finanzkrise gebeutelten Haus wieder eine gute Perspektive zu geben, teilte Ostermayer mit.
Die Entscheidung wurde im Burgtheater mit Jubel und Applaus quittiert. Bergmann war nach der Entlassung von Intendant Matthias Hartmann im März als Interims-Chefin an das Haus berufen worden und hatte sich offiziell auf dessen Nachfolge beworben.

Vorreiter? Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern verzichtet auf Social Media

In Facebook und Twitter sehe man keinen größeren Nutzen, der den Einsatz des dafür erforderlichen Personals rechtfertigen würde, teilte die Landesregierung in Schwerin mit.

Mecklenburg-Vorpommern sei das erste Bundesland, das die Nutzung von social media einstellt, sagte der stellvertretende Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Gabriel Schulz, auf Anfrage der Katholischen Nachrichtenagentur.

Schulz begrüßte diesen Schritt ausdrücklich. Er habe bereits seit längerem die betroffenen Einrichtungen des Landes aufgefordert, die Nutzung sozialer Netzwerke einzustellen, da diese Plattformen nicht im Einklang mit deutschen und europäischen Datenschutzstandards stünden. Auch das hätten Medienwissenschaftler der Technischen Universität Berlin in einem Gutachten unterstrichen. Das Papier soll bei der Landespressekonferenz am 21. Oktober vorgestellt werden.

Stefan Lübbe ist tot: Kölner Verleger wurde 57 Jahre alt

Der Sohn von Verlagsgründer Gustav Lübbe erlag in Südfrankreich einem Herzinfarkt.

Nach dem Tod seines Vaters 1995 erbten Stefan Lübbe und seine Schwester Cornelia Lübbe-Roggen je 40 Prozent der Verlagsanteile, die Witwe Ursula Lübbe die verbliebenen 20 Prozent. Ab 2006 war Lübbe Alleingesellschafter der Verlagsgruppe.
Das verlegerische Erbe übernimmt Lübbes Ehefrau Birgit. Das Unternehmen hat seinen Mitarbeitern bereits mitgeteilt, dass die operative Struktur der Bastei Lübbe AG unverändert bleibt. Stefan Lübbe hatte bereits im vergangenen Jahr die operative Führung der Geschäfte dem Vorstand übergeben.

Geraubte Kulturgüter: Auch damit finanzieren sich die Terroristen des IS

Terrororganisationen in vielen Regionen der Welt, besonders der sogenannte "Islamische Staat", finanziere sich wesentlich durch den Handel mit geraubten Kulturgütern.

Das sagte Staatsministerin Maria Böhmer der Nachrichtenagentur dpa. Vor allem Syrien und der Irak erlebten derzeit einen "dramatischen kulturellen Aderlass", sagte die Christdemokratin, die im Auswärtigen Amt für Kultur zuständig ist. Böhmer appellierte an die Weltgemeinschaft, diesen Handel zu unterbinden.

Nach 20 Jahren wieder möglich: Somalis können Briefe verschicken

Die somalische Post nahm heute offiziell wieder ihren Betrieb wieder auf. Briefe aus dem In- und Ausland würden wieder zugestellt, erklärte der zuständige Minister Mohammed Ibrahim im britischen Sender BBC.

Die Wiederaufnahme des Briefverkehrs nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg, soll als Symbol für die Rückkehr des Landes zu normalen Verhältnissen verstanden werden. Dazu gehört auch die Vergabe von Postleitzahlen.
Vor einer Woche war in der Hauptstadt Mogadischu erstmals ein Geldautomat in Betrieb genommen worden.

Pro Quote Regie: Filmemacherinnen fordern Gesetz

Die aus rund 200 Filmemacherinnen bestehende Gruppe von "Pro Quote Regie" fordert, die gerechte Beteiligung von Frauen im Filmgeschäft gesetzlich zu verankern.

"Wir können das Problem nicht lösen, wir haben einen anderen Job", erklärte Mitinitiatorin Imogen Kimmel nach Gesprächen mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters und einer Staatssekretärin von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig.
Nach Aussage von "Pro Quote Regie" gehen weniger als 15 Prozent der Regieaufträge von Fernsehsendern an Frauen.

Kunsthaus Bregenz mit neuem Chef: Thomas Trummer verlässt Mainz

Der 47-Jährige soll die Stelle im Mai 2015 antreten, teilte das
Kunsthaus in Bregenz mit.

Thomas Trummer folgt Yilmaz Dziewior, der ans Museum Ludwig in Köln wechselt.
"Das Gebäude des Kunsthauses Bregenz eignet sich für waghalsige Ideen, als Atelier für Prototypen und als Fangnetz für gegen den Strich gebürstete Geschichten», sagte Trummer, der in der Steiermark geboren wurde, von 1996 bis 2006 Kurator für moderne und zeitgenössische Kunst am Belvedere in Wien war und bis 2012 als Kurator für Bildende Kunst bei der Siemens
Stiftung arbeitete.

Ehrung für Michael Köhlmeier: Walter-Hasenclever-Preis 2014

Der österreichische Schriftsteller erhält den mit mit 20.000 Euro dotierten Preis am 9. November in Aachen.

Michael Köhlmeier sei ein Sprachkünstler, der seine Leser in den Strudel seiner vielfältigen komischen, tragischen und widersprüchlichen Geschichten ziehe, begründete die Stadt ihre Entscheidung. Sein literarisches Können erweise sich dabei in umfangreichen, auf lange Strecken von Zeitgeschichte angelegten Romanen wie «Die Abenteuer des Joel Spazierer» über den kurzen Roman «Idylle mit ertrinkendem Hund» bis hin zur pointierten Novelle «Sunrise», lobte die Jury.
Köhlmeier wurde 1949 in Vorarlberg geboren. Der österreichische Schriftsteller, Musiker und Moderator veröffentlichte zahlreiche Romane zu zeitgeschichtlichen Themen.
Die Auszeichnung, die alle zwei Jahre verliehen wird, erinnert an den Schriftsteller und gebürtigen Aachener Walter Hasenclever (1890-1940). Zu den bisherigen Preisträgern zählen Peter Rühmkorf, George Tabori und Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller.

Elektro-Pionier Mark Bell mit 43 Jahren gestorben

Produzent prägte die Musik von Björk und Depeche Mode mit.

Der britische Produzent sei in der vergangenen Woche im Alter von 43 Jahren an den Folgen einer Operation gestorben, erklärte gestern sein Label Warp Records. Bell und der Musiker Gez Varley waren in den frühen 90er Jahren mit der Band LFO bekannt geworden, mit der sie die Techno-Musik weiterentwickelt und mit Gesangseinspielungen und klaren Melodien verbunden hatten.

Später schloss sich Bell mit der isländischen Popsängerin Björk zusammen und produzierte 1997 ihr erfolgreiches Album "Homogenic". Auch an ihrem Multimediaalbum "Biophilia" 2011 war Bell beteiligt. Außerdem produzierte er 2001 das Depeche Mode Album "Exciter".

Dropbox dementiert: Kein Hacker-Angriff

Die im Internet aufgetauchten Nutzerdaten stammten aus anderen Diensten, erklärte der Online-Speicherdienst.

Damit dementierte er einen Bericht über den Diebstahl von Millionen von Passwörtern. Gleichzeitig räumte Dropbox ein, dass es einen Hacker-Angriff gegeben habe. Weil viele Nutzer zur selben Kombination aus Benutzername und Passwort neigten, hätten die Angreifer mit Datensätzen anderer Dienste versucht, sich bei Dropbox einzuwählen.

65 Jahre Bundespressekonferenz: Gezügelte politische Selbstdarstellung

Dass die Journalisten in der Bundespressekonferenz als Gastgeber aufträten und Politiker als geladene Gäste, sei international "fast einzigartig". Dieser Ansicht ist der Medienwissenschaftler Stephan Weichert.

Im Deutschlandradio Kultur sagte Weichert, die Bundespressekonferenz sei ein Ort, "wo die Selbstdarstellung der Politiker zunehmend schwieriger wird." Kein Computerbildschirm könne die persönliche Begegnung und die Auseinandersetzung mit den Fragen der Journalisten ersetzen. "Genauso wenig wie Twittermeldungen von Politikern das richtige, ordentliche journalistische Interview ersetzen können." Politiker neigten allerdings immer mehr dazu, sich über soziale Netzwerke direkt ans Volk zu wenden und den Journalismus als "Gatekeeper" zu umgehen.

In der Weimarer Republik hatten Journalisten erstmals in Deutschland Pressekonferenzen eigenständig organisiert. Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Praxis wieder aufgenommen. Nach der ersten Bundestagswahl 1949 hatten die Journalisten im Bonner Bundeshaus „alle beim Bundestag akkreditierten Journalisten zur Gründung einer Bundespressekonferenz“ aufgerufen. Geladene Gäste der ersten Veranstaltung waren Konrad Adenauer und Ludwig Erhard.

Pariser Orsay-Museum zeigt de Sade-Ausstellung

Skandalautor wird als Wegbereiter eines neuen Lustbildes geehrt

Von heute an zeigt das Pariser Musée d`Orsay unter dem Titel «De Sade. Attaquer le soleil» (etwa: De Sade. Die Sonne angreifen) rund 500 Werke, in deren Mittelpunkt der Autor als Wegbereiter eines neuen Bildes der Lust in der Malerei steht. Anlass ist der 200. Todestags de Sades am 2. Dezember. Mit der Mega-Werkschau soll gezeigt werden, dass sich die bildhafte Darstellung von Begierde und Gewalt dank des Autors von «Die 120 Tage von Sodom» von Normen und moralischen Gesetzen befreit habe. Die Ausstellung mit Arbeiten von Goya, Ingres, Rodin, Picasso, Max Ernst und Hans Bellmer dauert bis zum 25. Januar.

Ägyptologe Seidlmayer mit Gerda-Henkel-Preis ausgezeichnet

Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts in Kairo wurde gestern für Verdienste in «politisch schwieriger Zeit» ausgezeichnet.

In der Begründung der Jury heißt es, der Ägyptologe Stephan Seidlmayer habe den «kulturhistorischen Dialog zwischen Deutschland und Ägypten» gefördert. Der gebürtige Würzburger Seidlmayer (56) leitet in Ägypten unter anderem Grabungen auf der Nilinsel «Elephantine» sowie ein Projekt für ein «Altägyptisches Wörterbuch». Der Preis wird im Zwei-Jahres-Turnus für Leistungen im Bereich der historischen Geisteswissenschaften verliehen und ist mit 100 Tausend Euro dotiert.

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