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Kulturnachrichten

Samstag, 4. Oktober 2014

Zum Cranach-Jahr 2015 - 20.000 Tulpen in Wittenberg gepflanzt

Pflanzaktion als Startschuss für das Cranach-Jubiläumsjahr 2015

Die Blumenzwiebeln wurden heute in Form einer Cranach-Schlange in die Erde gesetzt. Als Gärtner auf dem 400 Quadratmeter großen Beet betätigte sich am 499. Geburtstag Cranachs dem Jüngeren (4. Oktober 1515) auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Die Schlange war Wappentier der Cranach-Familie. Lucas Cranach der Ältere (1472-1553) und sein gleichnamiger Sohn gehören zu den wichtigsten Malern der Reformationszeit. Die Künstlerwerkstatt befand sich in Wittenberg. In Museen und Kirchen der Stadt sind auch mehrere ihrer Werke zu besichtigen. Mit seinem Thesenanschlag im Jahr 1517 in Wittenberg hatte Martin Luther (1483-1546) die Reformation ausgelöst.

Filmfestival Cottbus - Direktor Roland Rust tritt zurück

Bisher keine Hintergründe zur Trennung

Das Cottbuser Filmfestival des osteuropäischen Films und sein langjähriger Chef Roland Rust gehen ab sofort getrennte Wege. Das gab die Festival-Geschäftsführung auf der eigenen Homepage bekannt. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg meldet, soll es in den vergangenen Jahren zunehmend Spannungen zwischen Rust und dem Veranstalter gegeben haben. Das einzigartige Festival osteuropäischer Filme im Osten Deutschlands entstand 1991 auf Initiative ehemaliger DDR-Filmclubs. Seit 1992 wirkte Rust an der Entwicklung mit. Vier Jahre später stieg er zum Künstlerischen Leiter auf und wurde 2003 auch zum Direktor ernannt.

Soziologe M. Rainer Lepsius in Weinheim gestorben

Der "denkende Bürger" wurde 86 Jahre alt

Lepsius, von der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» als «Der denkende Bürger» bezeichnet, wurde am 8. Mai 1928 in Rio de Janeiro geboren und hatte in München sowie an der London School of Economics und in den USA studiert. Von 1963 bis 1981 lehrte er an der Universität Mannheim, bevor er an die Universität Heidelberg wechselte. Von 1971 bis 1974 war Lepsius Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, die ihn im Jahr 2000 mit dem Preis für ein herausragendes wissenschaftliches Lebenswerk ehrte. Er zählte zu den Herausgebern der Max-Weber-Gesamtausgabe. Lepsius beschäftigten vor allem die Handlungsspielräume der einstigen DDR-Eliten und die Entscheidungsabläufe in den Institutionen der DDR. Er hatte sich nach der deutschen Einigung auch intensiv bei der Neustrukturierung der Soziologie in den neuen Bundesländern engagiert. Mit einer Denkschrift von 1961 zur Lage der Soziologie und Politischen Wissenschaft gilt er auch als Historiker der deutschen Soziologie seit 1945.

Die "Provinziale" - Dokumentarfilme in Eberswalde

Heute beginnt das 11. Internationale Filmfest Eberswalde

Eröffnet wird das Filmfest heute mit dem ungarischen Film "Besence Open" von Kristóf Kovács - in Anwesenheit des Regisseurs und zweier Protagonisten. Damit wird auch der Wettbewerb für lange Dokumentarfilme gestartet. Das Filmfest Eberswalde – die „Provinziale" - ist ein Festival für Dokumentarfilme, Kurzspielfilme und Animationsfilme mit Wettbewerben in allen Kategorien. Seit dem Gründungsjahr 2004 hat es eine kontinuierliche qualitative Entwicklung genommen. Mittlerweile verzeichnen die Festivalmacher jährlich mehr als 800 Filmeinsendungen aus der ganzen Welt. Das Thema Provinz ist dabei bindend für die langen und kurzen Dokumentarfilme. Das Filmfest Eberswalde möchte solchen Filmen eine Plattform geben. In diesem Jahr findet das 11. Filmfest Eberswalde vom 4. – 11. Oktober im Paul-Wunderlich-Haus in Eberswalde statt.

Plastik von Giacometti soll 100 Millionen Dollar bringen

Sotheby's will mit «Chariot» einen Auktionsrekord für Skulpturen aufstellen

Derzeit liegt der Rekord für Skulpturen bei etwa 104 Millionen Dollar. Auch das ist ein Giacometti, aufgestellt 2010 bei Sotheby's.
Damals hatte die Commerzbank «L'Homme qui marche I» verkauft, den sie zuvor zusammen mit der Dresdner Bank erworben hatte. Giacometti, 1901 in Graubünden geboren, gehört zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Skulpturen zeichnen sich durch eine extrem dünne Linienführung aus. «Chariot» zeigt die Figurine einer Göttin, die auf einem langen Stab auf der Achse zweier Räder steht. Giacometti, er starb 1966 in Chur, hatte mehrere dieser «Streitwagen gemacht», doch nur zwei sind Sotheby's zufolge in privater Hand. Der jetzt angebotene war vier Jahrzehnte in einer privaten Sammlung.

US-Komiker Steve Martin wird für sein Lebenswerk geehrt

Schauspieler, Autor, Komiker, Produzent und Musiker - Martin ist ein amerikanisches Original

Das renommierte American Film Institute (AFI) will dem Hollywoodstar einen Lebenswerk-Ehrenpreis verleihen, wie der Verband am Freitag in Los Angeles bekanntgab. Zu früheren Preisträgern gehören Stars wie Jane Fonda, Meryl Streep, Clint Eastwood, Kirk und Michael Douglas sowie Tom Hanks. Martin soll den 43. «Life Achievement Award» im Juni 2015 erhalten. Er hatte im vorigen Jahr bereits einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk erhalten. Martin wurde auch schon mit Emmy-Trophäen als TV-Schreiber, Grammys und Buchpreisen ausgezeichnet. Er drehte über dreißig Spielfilme, darunter «Tote tragen keine Karos», «Solo für zwei», «Roxanne», «Grand Canyon» und «Vater der Braut».

Kunst am Bau in Berlin

An öffentlichen Bauten soll Kunst für alle sichtbar Visitenkarte des kulturellen Lebens sein.

Vom monumentalen Wandbild des früheren DDR-Staatskünstlers Walter Womacka über den riesigen Stempel auf dem Stasi-Museum bis zu den verschlungenen Eisenarmen vor dem Kanzleramt - auf Schritt und Tritt begegnet dem Spaziergänger in Berlin Kunst am Bau. Einer Umfrage zufolge ist in keiner anderen Stadt die Dichte an öffentlich geförderter «Freiluftkunst» so groß wie hier. Zu verdanken hat das Berlin seiner besonderen Geschichte. Zu DDR-Zeiten sorgte die «Anordnung über die künstlerische Ausgestaltung von Verwaltungsbauten» schon seit 1952 für eine enge Beziehung zwischen Kunst und Architektur. Später wurden auch Wohnungsbauten planmäßig mit Werken des sozialistischen Realismus gestaltet. Nach der Deutschen Einheit sorgte der Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin für einen wahren Boom an Aufträgen für Gebäudekunst- nicht zuletzt, weil zahlreiche Ministerien in «historisch kontaminierte Gebäude» einzogen, wie es hieß. «Da war Kunst am Bau ein deutliches Zeichen, um zu zeigen: Hier ist jetzt Demokratie drin», sagt Werner Schaub, Vorsitzender des Bundesverbands Bildender Künstler und Mitglied im Sachverständigenkreis Kunst am Bau. Seither tun sowohl der Bund wie auch das Land viel, um mit renommierten Künstlern besondere Visitenkarten in der Stadt abzugeben.

Kunst gehört nicht nur ins Museum

Künstlerverband fordert von Ländern mehr Engagement für Kunst am Bau

«Der Bund hat hier in vorbildlicher Weise eine Vorreiterrolle übernommen. Es wäre gut, wenn die Länder dem Beispiel folgen würden», sagte Verbandschef Werner Schaub. «Mit mehr als 10 000 Kunstwerken an öffentlichen Bauten hat der Bund inzwischen vermutlich die größte Kunstsammlung Europas, wenn nicht der Welt.» Schaub gehört dem Sachverständigenkreis an, der das Bundesbauministerium seit 2003 in grundsätzlichen Fragen zu diesem Thema berät. Er schlug den Ländern vor, wie der Bund durchschnittlich ein Prozent der Baukosten für Kunstprojekte zu verwenden.

Literaturpreis für Murakami

Der japanische Erfolgs-Schriftsteller Haruki Murakami erhält den «Welt»-Literaturpreis 2014

Der 65-jährige Murakami bekomme die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung für sein literarisches Gesamtwerk, teilte der Springer-Konzern mit. Murakami verbinde in seinem Werk die große Tradition der europäischen und amerikanischen Moderne mit Einflüssen aus der Popkultur und der Genreliteratur, hieß es. Der Preis wird am 7. November im Berliner Axel-Springer-Haus übergeben. Die Laudatio hält der österreichische Autor Clemens J. Setz. Murakamis Bücher wurden den Angaben zufolge in rund 50 Sprachen übersetzt. Sein Durchbruch in Deutschland gelang ihm mit Romanen wie «Mister Aufziehvogel», «Gefährliche Geliebte» und «Naokos Lächeln». Der japanische Schriftsteller ist der 16. Preisträger. Vorgänger sind unter anderem Daniel Kehlmann , Amos Oz, Imre Kertész und Bernhard Schlink.

Cecilia Bartoli will immer eine Geschichte erzählen

Eine schöne Stimme zu haben sei nicht genug

Die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli (48) will in ihren Rollen auch immer ein Geschichte erzählen. «Es gibt so viele Kollegen, die wollen auf der Bühne keine alte, hässliche Frau darstellen», sagte die italienische Sängerin der «Süddeutschen Zeitung». Es sei nur eine Frage des Spiels. «Ich denke, Opernsänger müssen sich um die Musik kümmern, aber auch eine Geschichte erzählen.» Sonst sei man nur ein Lautsprecher. Cecilia Bartoli gilt als eine der erfolgreichsten Opernsängerinnen der Welt.

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