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Montag, 06.04.2020
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 14. Dezember 2019

Archäologen entdecken Mini-Sphinx in Ägypten

In Ägypten haben Archäologen bei Ausgrabungen eine Miniatur-Sphinx entdeckt. Die sehr gut erhaltene Statue sei 35 Zentimeter hoch und habe eine Länge von 55 Zentimetern, sagte der für Mittelägypten zuständige Antiquitätendirektor Dschamal al-Samstaui am Samstag. Die feinen Details des Gesichts zeigten die Fähigkeiten der alten ägyptischen Künstler. Die Statue sei in der Nekropole Tuna al-Dschabal in der mittelägyptischen Provinz Minja gefunden worden. Die Sphinx ist ein ägyptisches Fabelwesen, häufig mit dem Körper eines Löwen und dem Gesicht eines Menschen. Die berühmteste Sphinx steht in Giseh bei Kairo nahe den Pyramiden. In den vergangenen Monaten hatten die Antikenbehörden des nordafrikanischen Landes immer wieder historische Ausgrabungsstücke präsentiert.

Wasserrohrbruch im Schauspielhaus Bochum

Das Schauspielhaus Bochum muss wegen eines Wasserschadens den Spielbetrieb in seinem Großen Haus einstellen. Die Kammerspiele seien nicht betroffen, teilte das Theater mit. Am Samstagmorgen sei der Rohrbruch im Keller des Hauses entdeckt worden. Die Feuerwehr habe das Wasser zwar zügig abpumpen können, technische Einrichtungen seien aber beschädigt worden. Bis zum Mittwoch müssten die Vorstellungen im Großen Haus ausfallen. Weitere Angaben zum Schaden und den Folgen könnten noch nicht gemacht werden. Es sei möglich, Theaterkarten umzutauschen oder zurückzugeben.

Hausmusikkonzerte zu Ehren von Beethoven

Zum Auftakt des Beethoven-Jahres sind am Wochenende Konzerte in 100 Wohnzimmern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant. Bundesweit finden in knapp 700 Wohnzimmern Konzerte unter dem Motto "Beethoven bei uns" statt, wie die Beethoven Jubiläums GmbH mitteilte. Neben Hauskonzerten sind Auftritte in Museen, Bibliotheken, Kneipen, Yoga-Studios oder Bauernhöfen angekündigt. 2020 wird der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (1770-1827) gefeiert. "Musik zu Beethovens Zeit fand vor allem in Privatsalons und Zimmern statt", hieß es weiter. Eröffnet werden soll das Beethoven-Jahr offiziell am Montag mit einem Festkonzert in Bonn, der Geburtsstadt des Komponisten.

Debatte um Klimaschutz prägt neue Wörter

Die Debatte um Klimaschutz hat neue Wörter des Jahres 2019 geprägt. Das zeigt das Wörterbuch der Neologismen. Dafür hat das Mannheimer Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) zum Jahresende eine ganze Reihe von Wortschöpfungen gesammelt. Im Wörterbuch findet man jetzt etwa den "Elektrotretroller", auch bekannt als "E-Scooter". Den nutzen Menschen, wenn sie etwa zum "Unverpacktladen" fahren, wo Lebensmittel und andere Waren lose angeboten werden. Dort könnte der umweltbewusste Einkäufer sich Produkte des "Urban Farming" besorgen. Das sind Gemüse oder Obst aus Anbau auf städtischen Flächen oder Hausdächern. Auch die "Flugscham" darf nicht fehlen, ein mulmiges Gefühl, wenn man - wissend um dessen Abgase - in den Flieger steigt.

Chorfenster von Tony Cragg in Dorfkirche zu sehen

In der Dorfkirche von Großbadegast, einem Ortsteil der Stadt Südliches Anhalt, wurden am Samstag die neuen Chorfenster des britischen Künstlers Tony Cragg eingeweiht. Der Bildhauer war krankheitsbedingt nicht dabei. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hingegen nahm an der Zeremonie teil. Cragg habe in den vergangenen Monaten drei abstrakte Fenster in Blau- und Gelbtönen gestaltet und sich dafür an mathematischen Formeln und Symbolen bedient, teilte die Evangelische Landeskirche Anhalts in Dessau-Roßlau mit. Die Werke zeigten, dass Naturwissenschaft und Religion in einen Dialog treten könnten, hieß es. Cragg wurde im diesjährigen Ranking "Kunstkompass" als einer der wichtigsten Künstler weltweit aufgeführt. Der 70-Jährige stammt gebürtig aus Liverpool. Er lebt in Wuppertal, wo er den Skulpturenpark Waldfrieden schuf, in dem zahlreiche Werke von ihm und anderen bekannten Künstlern gezeigt werden.

In Norwegen werden Telefonzellen zu Lesestationen

Die Norweger funktionieren ihre aus der Mode gekommenen Telefonzellen in kleine Büchereien um. Kulturministerin Trine Skei Grande weihte diese Woche die erste offizielle Lesestation dieser Art am Solli-Platz in Oslo ein - passenderweise nicht weit entfernt von der Nationalbibliothek. In nächster Zeit sollen alle 100 verbliebenen Telefonzellen im Land in solche sogenannten Lesekioske umgebaut werden. Diese stehen in Norwegen unter Denkmalschutz und dürfen deshalb äußerlich nicht verändert werden. Das gilt allerdings nicht für das Innere, in dem nun künftig Bücher zum Tauschen ausliegen sollen.

Immaterielle Wünsche dominieren Briefe an Christkind

Die Mitarbeiter der Weihnachtspostfilialen haben in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Beim Christkind-Postamt in Engelskirchen (Nordrhein-Westfalen) sind gut anderthalb Wochen vor Heiligabend schon rund 100.000 Briefe von Kindern aus aller Welt eingegangen. Das seien gut 10.000 mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres, sagte eine Sprecherin der Deutschen Post. Sie versprach: "Jeder Brief wird beantwortet." Auf den Wunschzetteln der Kinder stünden dieses Mal vor allem Klassiker wie Puppen, Playmobil, Lego, Roller oder Malstifte. Das bestätigt auch die Leiterin des Christkind-Postamts im unterfränkischen Himmelstadt. "Mindestens die Hälfte der Kinder wünscht sich außerdem Sachen, die man nicht kaufen kann - zum Beispiel mehr Zeit mit dem Papa, einen schönen Tag mit Freunden oder dass die Oma wieder gesund wird", sagte die Post-Sprecherin. Viele der kleinen Absender beschäftige auch das Thema Klimaschutz - etwa "dass der Plastikmüll aus den Meeren verschwindet".

Schauspieler Gerd Baltus gestorben

Er gehörte zu den bekanntesten Fernsehgesichtern Deutschlands. Jetzt ist Gerd Baltus im Alter von 87 Jahren in Hamburg gestorben. 1953 debütierte er ohne Schauspielausbildung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und gehörte von 1959 bis 1966 zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. Später wirkte er in zahlreichen TV-Produktionen mit. Er war unter anderem in Serien wie "Tatort", "Der Kommissar" und "Der Alte" zu sehen. Zudem arbeitete er regelmäßig als Hörspielsprecher. Als Stärke des gebürtigen Bremers galt die Verkörperung schwieriger Individualisten und Sonderlinge. Baltus erhielt unter anderem den Deutschen Filmpreis für seine Rolle des Leutnant Beckerath in der Verfilmung der Thomas-Mann-Novelle "Wälsungenblut".

Belgischer Karneval kein Weltkulturerbe mehr

Wegen Antisemitismusvorwürfen verliert der traditionsreiche Straßenkarneval in der belgischen Stadt Aalst seinen Status als Weltkulturerbe. Das zuständige Unesco-Gremium strich die rund 600 Jahre alte Tradition der flämischen Stadt am Freitag von der Liste, wie die Unesco mitteilte. Die Organisation begründete dies mit wiederkehrenden rassistischen und judenfeindlichen Darstellungen, die mit ihren Grundwerten unvereinbar seien. Die Unesco stehe zu ihren Gründungswerten wie Würde, Gleichheit und gegenseitigen Respekt und verurteile jede Form von Rassismus, Antisemitismus und Xenophobie.

US-Schauspieler Danny Aiello ist tot

Er war keiner der großen Hollywood-Stars, aber ein Schauspieler, den sich viele merkten. Jetzt ist Danny Aiello im Alter von 86 Jahren in New Jersey verstorben. Aiello spielte in zahlreichen Hollywood-Produktionen, wie z.B. "Der Pate", "Do the Right Thing" oder "Once upon a time im America". 1989 war er sogar für einen Oscar nominiert. Oft verkörperte der im berüchtigten New Yorker Viertel Hell's Kitchen aufgewachsene Sohn italienischer Einwanderer harte Kerle, aber er glänzte auch in anderen Genres. Cher, die mit ihm gemeinsam in «Mondsüchtig» zu sehen war, nannte ihn auf Twitter einen «genialen, komödiantischen Schauspieler».

Kultursender Arte wächst im Netz rapide

Der deutsch-französische Kultursender Arte hat mit seinen Sendungen und Clips im Internet 2019 ein rasantes Wachstum hingelegt. Über alle Plattformen und Verbreitungswege hinweg erzielte Arte bis zum Herbst durchschnittlich rund 90 Millionen Abrufe pro Monat - das sind drei Viertel mehr Abrufe als im Vorjahreszeitraum. "Arte reagiert mit seinen digitalen Angeboten erfolgreich auf den veränderten Medienkonsum eines jüngeren Publikums", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut vor dem Fernsehrat in Magdeburg. Den größten Zuwachs verbuchte Arte auf Youtube mit 523 000 Abonennten. Arte will das weiter ausbauen und setzt auf Effekte wie Virtual Reality (VR) und 360-Grad-Ansichten. Der Kulturkanal arbeitet den Angaben zufolge zudem an Möglichkeiten, mit Künstlicher Intelligenz Übersetzungen und Untertitelungen automatisiert und schneller zu erstellen.

Simone Young wird Chefdirigentin in Sidney

Simone Young wird neue Chefdirigentin des Sydney Symphony Orchestra. Die australische Dirigentin tritt ihre dreijährige Amtszeit 2022 an, wie ihre Pressesprecherin mitteilte. Im Jahr davor wird sie als designierte Chefdirigentin mehrere Konzerte in Sydney leiten. Youngs Debüt als Chefdirigentin 2022 fällt mit der Wiedereröffnung des Sydney Opera Houses zusammen, das bis dahin saniert wird. Seit 1996 gastiert sie regelmäßig beim Sydney Symphony Orchestra und kehrte auch während ihrer Zeit als Generalmusikdirektorin des Philharmonischen Staatsorchesters und Intendantin der Staatsoper Hamburg (2005 bis 2015) immer wieder ans Pult des Orchesters zurück.

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Fazit

Atelierbesuch bei Jenny MichelKunst aus Staub und Spinnweben
Schaukästen mit fein säuberlich rubrizierten Wollmäusen. (Galerie Gillian Morris)

Das derzeit ständig präsente Bild des Coronavirus dient als Beleg für eine Macht, die für unser Auge unsichtbar ist. Die Künstlerin Jenny Michel beschäftigt sich seit Jahren mit kleinsten Teilchen: Staub, Spinnweben und elektromagnetische Felder im Raum.Mehr

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Die Moderatorinen des Chai Society Podcasts. (Radio Bremen / Christian Wasenmüller)

Die Podcastlandschaft treibt viele bunte Blüten. Die Black Brown Queer-Community ist sehr aktiv und gerade mit einigen neuen Podcasts am Start. Sie bilden die ganze Bandbreite zwischen erfrischend-unterhaltsam bis politisch-feministisch ab.Mehr

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