Seit 01:05 Uhr Diskurs

Sonntag, 15.12.2019
 
Seit 01:05 Uhr Diskurs

Kulturnachrichten

Freitag, 4. Januar 2019

Britney Spears sagt alle Shows ab

Vater der Sänger ist schwer erkrankt

US-Musikerin Britney Spears wollte ab Anfang Februar in Las Vegas ihre neue Bühnenshow "Domination" präsentieren. Doch nun hat die Sängerin alle Auftritte bis auf Weiteres abgesagt. Wegen einer schweren Erkrankung ihres Vaters lege sie eine unbefristete berufliche Auszeit ein, teilte Spears am Freitag auf ihrer Webseite mit. Dies sei eine schwierige Entscheidung gewesen, doch die Familie stehe an erster Stelle, schrieb die Sängerin auf Instagram zu einem alten Familienfoto, das sie als Kind an der Seite ihrer Eltern zeigt. Ihr Vater sei vor wenigen Monaten im Krankenhaus beinahe gestorben, führte Spears weiter aus.
Im Oktober hatte die Sängerin ihre neue Las-Vegas-Show groß angekündigt. Ihr Debüt in der Casino-Stadt gab Spears 2013 mit "Piece of Me", die Show lief vier Jahre lang.

Grütters gibt weiteres Bild aus Gurlitt-Sammlung zurück

Besitzer war der französische Politiker und Nazi-Gegner Georges Mandel

Kulturstaatsministerin Monika Grütters wird am Dienstag ein weiteres Gemälde aus der Gurlitt-Sammlung an den rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Im Berliner Martin-Gropius-Bau soll das Gemälde "Portrait de jeune femme assise" von Thomas Couture an die Familie des ursprünglichen Eigentümers übergeben- Es gehörte dem jüdische Politiker und Nazi-Gegner Georges Mandel, der in deutschen Lagern festgehalten und im Juli 1944 im Wald von Fontainebleau ermordet wurde.

Kuratorin der Wiesbaden Biennale ist tot

Maria Magdalena Ludewig ist auf einer kanarischen Insel tödlich verunglückt

Maria Magdalena Ludewig, Kuratorin und Leiterin der Wiesbaden Biennale, ist im Alter von 36 Jahren tödlich verunglückt. Am 31. Dezember 2018 wurde sie auf Fuerteventura von einer Welle ins offene Meer gezogen. Gemeinsam mit Martin Hammer hatte Maria Magdalena Ludewig 2016 und 2018 die Wiesbaden Biennale des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden künstlerisch gestaltet. Auch die Errichtung der umstrittenen goldenen Erdogan-Statue auf dem Platz der deutschen Einheit und die Installation eines REWE-Marktes im Foyer des Staatstheaters gehörten zu den von Ludewig und Hammer verantworteten Projekten. Maria Magdalena Ludewig, studierte Philosophie in Hamburg und Berlin sowie Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Der Intendant des Hessischen Staatstheaters, Uwe Eric Laufenberg, erinnerte an die Kuratorin: "Maria Magdalena hat mit unbändiger Kraft, Energie und Phantasie zwei Wiesbaden Biennalen gemeinsam mit Martin Hammer geleitet und kuratiert, sie hat uns befeuert, begeistert, über alle Grenzen getrieben und ist gleichzeitig immer der gute Geist all ihrer Künstler*innen gewesen."

Schauspieler Christoph Waltz inszeniert Oper in Wien

Es ist bereits seine dritte Operninszenierung

Der Schauspieler und zweifache Oscar-Preisträger Christoph Waltz wird im Beethovenjahr 2020 in seiner Heimatstadt Wien die Oper "Fidelio" inszenieren. Wie das Theater an der Wien mitteilte, ist es Waltz' drittes Engagement als Regisseur einer Oper. Zuvor hat er bereits "Der Rosenkavalier" (Richard Strauss) und "Falstaff" (Giuseppe Verdi) an der Flämischen Oper in Antwerpen inszeniert.
Musiktheater sei ihm stets näher gelegen als Sprechtheater, sagte Waltz: "Ich finde es immer komisch, wenn im Theater niemand singt. Wenn schon Theater, dann richtig." 2020 wird der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens gefeiert. Seine einzige Oper "Fidelio" wurde am Theater an der Wien 1805 uraufgeführt. Waltz wird die zweite Fassung der Oper inszenieren, die 1806 ebenfalls am Theater an der Wien uraufgeführt wurde.

Westfälische Verleger schließen sich zusammen

Gewerkschaft macht sich Sorgen um die Arbeitsplätze

Die Herausgeber der "Westfälischen Nachrichten" mit Sitz in Münster und des "Westfalen-Blatts" in Bielefeld verstärken ihre bisherige Zusammenarbeit und schließen sich zusammen. Das Geschäft mit Tageszeitungen, Anzeigenblättern, Druckereien und Radiostationen wird seit dem 1. Januar 2019 in der Westfälischen Medien Holding AG geführt. Der Zusammenschluss steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. De facto sei die Gründung einer gemeinsamen Medienholding die endgültige Übernahme des Bielefelder Westfalen-Blattes durch die münstersche Aschendorff-Gruppe, sagte Frank Stach, der NRW-Landesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). "Wir appellieren dringend an Aschendorff und deren Inhaber-Familie Hüffer, nicht die Billigpraxis aus Münster ohne tarifliche Bezahlung und Arbeitsschutz für Bielefeld zu übernehmen."

Robert Menasse entschuldigt sich für Fehler bei Zitaten

Die geplante Ehrung Menasses mit der Carl-Zuckmayer-Medaille wird geprüft

Nach Vorwürfen zum Umgang mit Zitaten und historischen Daten hat der österreichische Schriftsteller Robert Menasse Fehler eingeräumt und sich dafür entschuldigt. "Die Anführungszeichen waren, vom wissenschaftlichen Standpunkt betrachtet, ein Fehler", sagte der 64-jährige Autor und Träger des Deutschen Buchpreises in einem Beitrag für die Tageszeitung "Die Welt" (Samstag).Die rheinland-pfälzische Landesregierung überprüft zurzeit die für den 18. Januar geplante Ehrung Menasses mit der Carl-Zuckmayer-Medaille. Bei den Vorwürfen geht es Medienberichten zufolge um die von Menasse vorgebrachte Behauptung, dass der erste Kommissionspräsident des EU-Vorläufers Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Walter Hallstein, seine Antrittsrede 1958 auf dem Gelände des früheren NS-Vernichtungslagers Auschwitz gehalten haben soll, was aber nicht der Fall gewesen sein soll. Er habe selbst verschiedentlich darauf hingewiesen, dass er Hallstein nicht wörtlich, sondern sinngemäß wiedergegeben habe, erklärte Menasse. Die Kritik an seinem Umgang mit Zitaten bezeichnete er als "künstliche Aufregung".

Bayern gibt 1,5 Millionen für Jüdisches Kulturzentrum

Alte Münze in Bayreuth wird saniert und zu jüdischem Kulturzentrum umgebaut

Der Freistaat fördert die Instandsetzung der Alten Münze in Bayreuth mit rund 1,5 Millionen Euro. Damit könne das Gebäude saniert und zu einem jüdischen Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth umgebaut werden.
Das Geld komme aus dem Entschädigungsfonds, der vom Wissenschaftsministerium verwaltet und vom Freistaat und den Kommunen getragen werde. Die Alte Münze diente im 18. Jahrhundert als markgräflicher Betrieb zur Münzprägung. Das langgestreckte, zweigeschossige Gebäude wurde aus Sandsteinquadern mit Halbwalmdach erbaut. Nachdem die Münzprägung 1804 eingestellt worden war, nutze man das Haus von 1815 bis 1950 für schulische Zwecke. 1956 wurde dort die städtische Jugendbücherei eingerichtet, ab 1972 beherbergte das Gebäude Institutionen der Universität Bayreuth, zuletzt das Afrika-Zentrum. Heute gehört das Denkmal der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth.

Ehrenpreis für Glenn Close in Palm Springs

Filmfestival in Palm Springs ehrt Bradley Cooper als "Regisseur des Jahres"

US-Schauspielerin Glenn Close ist beim Filmfestival in Palm Springs ausgezeichnet worden. Die 71-Jährige nahm am Donnerstagabend den "Icon Award" für ihre Rolle in "The Wife" entgegen. Der Film ist unter dem Titel "Die Frau des Nobelpreisträgers" diese Woche in den deutschen Kinos angelaufen.
Close ist damit auch als beste Schauspielerin in einem Filmdrama für die Golden Globes nominiert. Als "Regisseur des Jahres" wurde Bradley Cooper für seinen Musikfilm "A Star Is Born" mit Lady Gaga ausgezeichnet. Cooper kann damit ebenfalls auf einen Globe hoffen. Wenige Tage vor der Verleihung der goldenen Weltkugeln am Sonntagabend in Beverly Hills trafen sich in Palm Springs zahlreiche Stars mit Preischancen.

Leipziger Buchmesse wird internationaler

Anteil der ausländischen Aussteller steigt auf 20 Prozent

Die Leipziger Buchmesse rechnet mit mehr als 2600 Ausstellern zur Frühjahrsschau der Buchbranche. Das sind ähnlich viele wie 2018. Der Anteil der ausländischen Aussteller sei inzwischen auf 20 Prozent gestiegen, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille. In den Vorjahren seien Italien, die Niederlande, Portugal und die Türkei dazugekommen. Deutschland sei der größte Übersetzungsmarkt der Welt", so Zille. In diesem Frühjahr wird sich Tschechien unter dem Motto "Ahoj Leipzig" mit einem großen Programm präsentieren.
Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung legt die Messe eine neue Diskussionsreihe auf. Beleuchtet werden sollen die Umbrüche im Ostblock vor 30 Jahren und die Folgen. Mit Blick auf die rechten Verlage sagte Zille:
"Oberstes Gebot ist: Die Buchmesse ist eine vielfältige Inhaltemesse.
Einzelne Stimmen, die besonders laut sind, sollen die Buchmesse nicht dominieren. Darauf haben wir - auch im Interesse aller 2600 Teilnehmer - zu achten." Die Veranstalter würden aktuell über Sicherheitskonzept und Platzierung nachdenken.

Hackerangriff auf Prominente

Auch Künstler und Satiriker betroffen

Unbekannte Hacker haben nach einem RBB-Bericht persönliche Daten und Dokumente von mehreren hundert Prominenten im Internet veröffentlicht. Mit Ausnahme der AfD seien alle im Bundestag vertretenen Parteien betroffen. Bekannt wurden auch private Daten zahlreicher Künstler, Moderatoren, Journalisten und Youtuber . Unter ihnen sind Til Schweiger, Sido, Marteria, Casper, K.I.Z., Jan Böhmermann, Oliver Welke und der Youtuber LeFloid. Eine erste Auswertung ergab, dass es sich bei den gesammelten Informationen unter anderem um Adressen und Handynummern handelt. Auch seien abgelichtete Personalausweise, Briefe, Rechnungen und Einzugsermächtigungen einsehbar. Dazu kämen persönliche Chats mit Familienmitgliedern, Kreditkarteninformationen, Bewerbungsschreiben für Parteitage und partei-interne Kommunikation. Einige der Dokumente seien schon mehrere Jahre alt. Das nationale Cyber-Abwehrzentrum ist zu einer Krisensitzung zusammengetreten.

Kulturnachrichten hören

Januar 2019
MO DI MI DO FR SA SO
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur