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Montag, 24.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 17. Januar 2018

Filmregisseur Hugh Wilson gestorben

"Police Academy"-Erfinder wurde 74 Jahre alt

Der Regisseur und Drehbuchautor der Filmkomödie "Police Academy", Hugh Wilson, ist tot. Er starb am 14. Januar in seinem Zuhause in Charlottesville im US-Staat Virginia im Alter von 74 Jahren an Lungenkrebs. Wilson erfand 1978 die beliebte Sitcom "WKRP in Cincinnati", die von seiner Zeit als Mitarbeiter eines Radiosenders in Atlanta inspiriert war. Später schrieb er das Drehbuch zu "Police Academy" mit und führte Regie. Er war auch Regisseur des Films "Der Club der Teufelinnen" mit Diane Keaton, Bette Midler und Goldie Hawn.

Bremer Literaturpreis geht an Thomas Lehr

Auszeichnung erfolgt für seinen Roman "Schlafende Sonne"

Der Berliner Schriftsteller Thomas Lehr erhält den Bremer Literaturpreis 2018. Er bekommt die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen im vergangenen Jahr erschienenen Roman "Schlafende Sonne", wie der Bremer Senat am mitteilte. Das Werk beschäftigt sich mit den Krisen des 20. Jahrhunderts - vom Ersten Weltkrieg über die Teilung Deutschlands bis zu den Problemen der Gegenwart. Die Jury lobte die "erzählerische Kraft" und den "sprachlichen Wagemut" des Autors. Der Förderpreis im Wert von 6 000 Euro geht an Laura Freudenthaler für ihren Roman "Die Königin schweigt". Die Auszeichnungen werden am 29. Januar bei einem Festakt im Bremer Rathaus verliehen.

Verein glaubt an Rettung von Schloss Morsbroich

Laut Standortkonzept lässt sich Defizit um mehr als 400 000 Euro verringern

Das von der Schließung bedrohte renommierte Museum Schloss Morsbroich in Leverkusen hat nach Ansicht des privaten Museumsvereins mit einem strikten Sparkurs Chancen auf eine Rettung. Dazu müssten die Öffnungszeiten sowie der Ausstellungsetat eingeschränkt, der Eintritt erhöht und das schmucke Schloss offensiver vermarktet werden, sagten Vereinsvertreter in Leverkusen bei der Präsentation eines Standortkonzeptes für das bundesweit bekannte Kunsthaus. Das Defizit von etwa 1,15 Millionen Euro ließe sich so um mehr als 400 000 Euro verringern, rechnete der Verein vor. Wirtschaftsprüfer hatten 2016 als Sparmaßnahme für die hoch verschuldete Stadt Leverkusen vorgeschlagen, das Museum aufzulösen und die Kunstsammlung mit Werken von Joseph Beuys bis Gerhard Richter zu verkaufen. Das drohende Aus für das 1951 eröffnete Museum hatte bundesweit Proteste ausgelöst.

Nachlass von Nicolas Born geht an Akademie der Künste

Vorstellung des Nachlasses während einer Matinee

Die Berliner Akademie der Künste hat den Nachlass des Schriftstellers Nicolas Born übernommen. Zu Borns Werken zählt der Roman "Die Fälschung", der 1981 von Volker Schlöndorff mit Bruno Ganz und Hanna Schygulla verfilmt wurde. Zum Nachlass gehören nach Angaben der Akademie Roman-Manuskripte, Hörspiele, Kalender und Notizen. Das Archiv umfasse mehr als 50 Kästen und werde derzeit erschlossen. Born habe auch eine "beeindruckende, inhaltsreiche Arbeits- und Privatkorrespondenz" hinterlassen - darunter mit Herbert Achternbusch, Rolf Dieter Brinkmann, Walter Höllerer, Hilde Domin und Sarah Kirsch. Die Akademie stellt den Nachlass an diesem Sonntag in einer Matinee vor.

Enttäuschung bei Hamburger Kunsthalle

Besucherzahlen bleiben hinter Erwartungen zurück

Die Erwartungen an einen mehrjährigen Umbau der Hamburger Kunsthalle haben sich offenbar nicht erfüllt. Mit 340 000 habe die Besucherzahl in 2017 unter der Prognose von 400 000 gelegen. Auch müsse die Kunsthalle ein Minus von rund einer Million Euro verkraften. Erfreulich sei dagegen, dass 70 000 Kinder und Jugendliche gezählt wurden. Das Jahr 2016 mit der Wiedereröffnung und mehrwöchigem freiem Eintritt hatte der Kunsthalle mit 562 000 Besuchern einen Rekord beschert. Rund 22 Millionen Euro waren investiert worden, um den historischen Haupteingang am Gründungsbau wieder zu öffnen und ein Foyer zu gestalten. Ein Teil des aktuellen Defizits soll durch eine bereits erfolgte Preiserhöhung des Eintritts ausgeglichen werden.

Sievernich wird Kurator des Hauptstadtkulturfonds

Leiter des Martin-Gropius-Baus folgt auf Joachim Sartorius

Der Berliner Museumsdirektor Gereon Sievernich wird neuer Kurator des Hauptstadtkulturfonds. Damit wird der langjährige Leiter des Martin-Gropius-Baus mitverantwortlich für die Förderung von bundesweit wichtigen Kulturprojekten in Berlin. Als Direktor des Gropius-Baus hat Sievernich seit 2001 das Haus zu einem international renommierten Kunst- und Kulturort entwickelt. Die neue Aufgabe soll er als Nachfolger von Joachim Sartorius vom 1. April an für zwei Jahre übernehmen. Darauf hat sich der gemeinsame Ausschuss des Hauptstadtkulturfonds geeinigt. Für den Fonds stellt der Bund jährlich 15 Millionen Euro zur Verfügung. Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte, mit Sievernich werde ein höchst anerkannter Kultur- und Museumsmanager neuer Kurator. Wie sie dankte auch Berlins Kultursenator Klaus Lederer dem scheidenden Amtsinhaber Sartorius für seine sachkundige und engagierte Arbeit.

Nominierungen für den Grimme-Preis

Privatsender stärker vertreten als bisher

Bei den Nominierungen für den Grimme-Preis sind in diesem Jahr die Privatsender stärker vertreten als in Vorjahren. Die Nominierung von insgesamt neun privaten Produktionen zeige "eine positive Tendenz bei der Programmqualität der Privaten", erklärte die Direktorin des Grimme-Instituts, Frauke Gerlach. Aus 900 Einreichungen wählte die Jury 70 Produktionen und Einzelleistungen aus. Dabei habe sich gezeigt, "dass sich der Serien-Boom auch in Deutschland weiter fortsetzt", sagte Gerlach. In der Kategorie Fiktion schafften es fünf Serien auf die Nominierungsliste, darunter mit der Netflix-Serie "Dark" erstmals auch eine Serie eines Streaminganbieters. Bei den fiktionalen Produktionen wurden Filme zu gesellschaftspolitischen und historischen Themen nominiert. Dazu zählen die ARD-Produktion "Das Leben danach" (WDR) über ein traumatisiertes Oper der Loveparade-Katastrophe sowie der ZDF-Zweiteiler "Landgericht". Die Preisträger werden am 14. März in Essen bekanntgegeben, die Auszeichnungen am 13. April im Theater Marl verliehen. Der undotierte Preis gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis.

Matt Damon entschuldigt sich für #MeToo-Äußerungen

Der Schauspieler hatte im Dezember unpopuläre Positionen vertreten

US-Schauspieler Matt Damon hat sich für seine umstrittenen Äußerungen in der Debatte um sexuelle Übergriffe entschuldigt. "Ich wünsche, ich hätte viel mehr zugehört, bevor ich mich da eingeschaltet habe", sagte der 47-Jährige in der TV-Show "Today". "Es tut mir wirklich leid." Viele der Frauen der "Time's Up"-Bewegung, die für einen kulturellen Wandel in Hollywood eintritt, seien seine Freunde, die er liebe und respektiere. Er unterstütze diese Frauen und wolle ein Teil des Wandels sein, sagte Damon. Im Dezember hatte Damon mehrmals unpopuläre Positionen in der Debatte um den Filmproduzenten Harvey Weinstein vertreten. So hatte der Filmstar gesagt, es sei etwas anderes, jemandem den Po zu tätscheln, als jemanden zu vergewaltigen. Außerdem hatte er kritisiert, dass nicht über Männer gesprochen werde, die sich - wie er - immer anständig verhalten hätten. Nach den Äußerungen hatten ihm Kritiker und auch Fans vorgeworfen, sexuelle Übergriffe gegen Frauen zu relativieren.

Rundfunk-Mitarbeiter sendete Raketenwarnung

Technischer Fehler habe nicht vorgelegen

Nach der versehentlichen Warnung vor einem Raketenangriff in Japan hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen Mitarbeiter für den Fehler verantwortlich gemacht. Der Mitarbeiter habe eigentlich eine andere Eilmeldung senden wollen, erklärte der Sender NHK. NHK erklärte, derzeit werde überlegt, wie ein solches Versehen in Zukunft verhindert werden könne. "Nordkorea hat offenbar eine Rakete abgefeuert. Suchen Sie Schutz in Gebäuden und Kellern", hieß es in der Warnung, die NHK über seine Internet-Seite, Twitter und die Smartphone-App verbreitete. Wenige Minuten später wurde die Meldung gelöscht. Der Sender entschuldigte sich bei seinen Nutzern.

Strafprozess um Kölner Stadtarchiv beginnt

Fünf Angeklagte wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung vor Gericht

Fast neun Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat der Strafprozess um eine der größten Baukatastrophen der vergangenen Jahrzehnte begonnen. Wegen fahrlässiger Tötung beziehungsweise Baugefährdung müssen sich fünf Angeklagte vor dem Kölner Landgericht verantworten. Dabei handelt es sich um einen Polier, zwei damalige Bauleiter und zwei Zuständige für die örtliche Bauüberwachung. Das Archivgebäude war am 3. März 2009 bei U-Bahnbauarbeiten eingestürzt. Laut Anklage sollen Fehler beim U-Bahnbau Ursache für die Katastrophe gewesen sein. Zwei Anwohner starben, Unmengen Archivalien wurden unter Schuttbergen begraben. Der Schaden wird auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt. Für den Prozess beraumte die Kölner Strafkammer zunächst insgesamt 116 Verhandlungstage bis zum März 2019 an. Wegen drohender Verjährung muss das Urteil spätestens Anfang März kommenden Jahres fallen.

Musik-Livestream-Wettbewerb in New York

Mehr als 120 New Yorker Musiker treten über Streaming-App gegeneinander an

Im Wettstreit um 20 000 Dollar Preisgeld treten mehr als 120 New Yorker Musiker über eine Livestreaming-App gegeneinander an. Bei dem einwöchigen Wettbewerb wird ab heute ausgewertet, welche Auftritte am häufigsten und am längsten angesehen sowie welche am meisten im Internet geteilt wurden. Bei der App "Live.me", die den Wettbewerb zeigt, konnten die Sänger und Instrumentalisten sich schon im Lauf der vergangenen Woche dem Publikum präsentieren. Die Musiker können von überall aus auftreten - ob im U-Bahnhof, an einer Straßenecke, im Aufnahmeraum oder im eigenen Schlafzimmer. Am Tag der Grammy-Verleihung dürfen die Gewinner zudem ein Konzert in einem bekannten New Yorker U-Bahnhof spielen.

Uwe Saeger überlässt Vorlass Neubrandenburg

Literaturzentrum Neubrandenburg baut Ost-Schriftsteller-Archiv aus

Als 14. Autor übergibt Uwe Saeger an diesem Donnerstag feierlich seinen Vorlass, der aus rund 30 000 Seiten besteht. Dazu gehören Manuskripte, Essays, Tagebücher, Filmtexte sowie Briefwechsel mit Verlagen und Kollegen. Der aus Ueckermünde stammende Schriftsteller bekam für seine Veröffentlichungen den Ingeborg-Bachmann-Preis und den Grimme-Preis. Die Sammlung soll späteren Forschungen dienen. Das Literaturzentrum beherbergt schon den umfangreichen Nachlass von Hans Fallada, Brigitte Reimann, Helmut Sakowski und Joachim Wohlgemuth.

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