Seit 09:30 Uhr Sonntagsrätsel

Sonntag, 22.09.2019
 
Seit 09:30 Uhr Sonntagsrätsel

Kulturnachrichten

Samstag, 28. Januar 2017

Zuckerberg kritisiert Trump für Einwanderungspolitik

Facebook-Gründer ruft dazu auf, für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige die "Türen offen" zu lassen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump mit pauschalen Einreiseverboten und Abschiebungen kritisiert. "Die Vereinigten Staaten sind eine Nation von Einwanderern, und wir sollten stolz darauf sein", schrieb Zuckerberg auf seiner Facebookseite. Darin verwies er auch auf die Herkunft seiner Ur-Großeltern, die aus Deutschland, Österreich und Polen gekommen seien. Die Erlasse zur Einwanderung beunruhigten ihn, schrieb Zuckerberg. Er rief zudem dazu auf, für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige die "Türen offen" zu lassen. Einige seiner besten Schüler seien Kinder illegaler Einwanderer ohne Papiere gewesen, als er vor einigen Jahren an einer örtlichen Schule Unterricht gegeben habe. "Auch sie sind unsere Zukunft", erklärt der 32-Jährige. Trump hatte am Freitag die Einreise aller Flüchtlinge in die USA für vorerst 120 Tage verboten.

Stampa neuer Leiter des Festspielhauses Baden-Baden

Intendant des Dortmunder Konzerthauses übernimmt ab Sommer 2019

Der Intendant des Dortmunder Konzerthauses, Benedikt Stampa, wird neuer künstlerischer Leiter des Festspielhauses Baden-Baden. Der 51-Jährige soll das Amt nach dpa-Informationen im Sommer 2019 übernehmen. Zuvor hatte der Stiftungsrat der privaten Trägerstiftung des Festspielhauses die Personalie abgesegnet. Stampa folgt auf Andreas Mölich-Zebhauser, der das Haus in Baden-Baden seit 1998 leitet und zum Ende der Saison 2018/2019 in den Ruhestand geht. Der aus dem westfälischen Emsdetten stammende Musikmanager Stampa war vor seinem Wechsel nach Dortmund Geschäftsführer der Laeiszhalle, der früheren Musikhalle Hamburg. Die Leitung des damals noch jungen Konzerthauses Dortmund übernahm er im Jahr 2005. Er entwickelte dort Formate wie "Popabo" und "Exklusivkünstler", unter anderem auch um ein junges Publikum für die Klassik zu gewinnen.

Iranischer Regisseur Farhadi erwägt Oscar-Boykott

Schauspielerin Taraneh Alidoosti hat ihren Boykott bereits bestätigt

Der iranische Star-Regisseur und diesjährige Oscar-Kandidat Asghar Farhadi erwägt aus Protest gegen die neue US-Einwanderungspolitik einen Boykott der Oscar-Zeremonie. Er werde seine Entscheidung in den nächsten Tagen bekanntgeben, hieß es von seinem Büroleiter. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor weitreichende Einreisebeschränkungen verfügt, um "radikale islamische Terroristen" fernzuhalten. Betroffen sind vorerst alle Flüchtlinge und viele Menschen aus muslimischen Ländern. Farhadis Film "The Salesman" ist dieses Jahr in der Kategorie bester ausländischer Film für den Oscar nominiert. 2012 hatte Farhadi in derselben Kategorie bereits einen Oscar für das Gesellschaftsdrama "Nader und Simin - Eine Trennung" gewonnen. Seine Hauptdarstellerin Taraneh Alidoosti hat ihren Boykott aus Protest gegen das "diskriminierende, rassistische und daher inakzeptable" US-Dekret bereits bestätigt.

Fotograf Lennart Nilsson gestorben

Fötenaufnahmen machten ihn weltberühmt

Der für seine Aufnahmen von Föten berühmte schwedische Fotograf Lennart Nilsson ist tot. Wie seine Familie der schwedischen Nachrichtenagentur TT sagte, starb er im Alter von 94 Jahren. Zunächst Kriegs- und Porträtfotograf, wandte er sich in den 50er Jahren der Fotografie mit optischen Makrospezialgeräten zu. 1959 veröffentlichte er ein vielbeachtetes Werk über Ameisen. Später fotografierte Nilsson mit Hilfe von Endoskopen in den Mutterleib hinein. Das New Yorker Magazin "Life" brachte Nilssons Bild eines in seiner Fruchtblase schwimmenden Embryos 1965 auf seiner Titelseite. Damit war der Fotograf mit einem Schlag weltbekannt. Der darauf folgende Band "Ein Kind entsteht" - eine Bilddokumentation über entstehendes Lebens im Mutterleib - ist bis heute weltweit ein Bestseller. Darin findet sich auch das berühmte Bild eines Fötus, der an seinem Daumen zu lutschen scheint.

Hans Otto Theater sucht neuen Intendanten

Amtszeit von Tobias Wellemeyer endet im Sommer 2018

Die Stadt Potsdam sucht einen neuen Intendanten für das Hans Otto Theater und schreibt die Stelle aus. Die Amtszeit von Tobias Wellemeyer ende im Sommer 2018 nach neun Jahren, teilte die Stadt mit. Wellemeyer und Oberbürgermeister Jann Jakobs hatten zum Jahresende den Wechsel vereinbart. Die Landeshauptstadt strebe neue künstlerische Impulse an, hieß es. Die Bewerber sollen demnach Konzepte vorlegen, wie sie das künstlerische Profil stärken und das Haus mit seinen personellen und finanziellen Ressourcen erfolgreich führen wollen. Der künftige Intendant soll gleichberechtigt mit dem Geschäftsführenden Direktor das Haus leiten. Zur Auswahl des Kandidaten wird eine Findungskommission gebildet.

Peter Brandt leitet Beirat für Karl-Marx-Ausstellung

Neue Schau soll im Mai 2018 eröffnet werden

Der Historiker Peter Brandt, Sohn von Ex-Bundeskanzler Willy Brandt, ist zum Chef eines wissenschaftlichen Beirats für die neue Dauerausstellung im Geburtshaus von Karl Marx in Trier berufen worden. "Ich habe da nicht lange überlegt", sagte Brandt (68) in Trier. Die neue Schau soll zum 200. Geburtstag des Philosophen Marx im Mai 2018 im Museum Karl-Marx-Haus eröffnet werden. Marx, einer der geistigen Väter des Kommunismus, verbrachte die ersten 17 Jahre seines Lebens in Trier. "Wir wollen versuchen, ein objektives Bild von Marx zu zeichnen und nichts glattzubügeln", sagte Brandt am Rande der Konstituierung des insgesamt neunköpfigen Beirats. Es solle in der neuen Schau nicht nur um die Person Marx gehen, sondern vor allem um die Wirkungsgeschichte seines Werkes. Diese werde künftig mehr als die Hälfte der gesamten Ausstellungsfläche von 450 Quadratmetern beanspruchen. Die bisherige Ausstellung in dem Museum endet inhaltlich im Jahr 1989. "Sie soll aktualisiert werden", sagte der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Kurt Beck.

Abdankungsbrief von König Georg III. jetzt online

Teile des Windsor-Archivs jetzt per Internet zugänglich|

Ein ungenutzter Abdankungsbrief des britischen Königs George III. aus dem Jahr 1783 ist jetzt im Internet abrufbar. Das Dokument des Monarchen aus dem Haus Hannover gehört zu den 350 000 digitalisierten Seiten aus dem königlichen Archiv in Windsor, die über ein neues Online-Portal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. In dem während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs geschriebenen Brief teilt der König mit, er wolle sich nach seiner Abdankung nach Hannover zurückziehen. Der Brief wurde während einer politischen Krise im März 1783 verfasst, aber nie genutzt. Die Online-Sammlung des Georgian Papers Programme enthält zudem weitere Privatdokumente von George III. und seiner Frau Charlotte. Historischen Erkenntnissen zufolge soll der Monarch an einer Geisteskrankheit gelitten haben, weswegen er in Geschichtsbüchern häufig als "mad King George" bezeichnet wird. Während seiner Regierungszeit lösten sich die amerikanischen Kolonien von ihrer britischen Herrschaft.

Emmanuelle Riva mit 89 Jahren gestorben

Französische Filmdiva wurde mit "Hiroshima mon Amour" weltberühmt

Die französische Schauspielerin Emmanuelle Riva ist tot. Die Filmdiva starb im Alter von 89 Jahren nach langer Krankheit in Paris, wie ihre Agentin Anne Alvares Correa mitteilte. Die Schauspielerin sei aber bis zuletzt aktiv gewesen. Sie habe kürzlich noch vor der Kamera gestanden und sei im Herbst noch für eine Lesung nach Rom gereist. Riva war 1959 mit "Hiroshima mon Amour" des Regisseurs Alain Resnais weltberühmt geworden. Ihren letzten großen Erfolg hatte sie 2012 mit "Liebe" des österreichischen Filmemachers Michael Haneke. Die Geschichte über die Liebe eines alten Ehepaares brachte ihr den französischen Filmpreis César und eine Oscar-Nominierung ein. Ihr letzter Film "Paris Pieds nus" kommt im März in die französischen Kinos.

PEN beklagt Unterdrückung der Opposition in der Türkei

Autorenverband sieht Meinungsfreiheit vor Verfassungsreferendum bedroht

Der Autorenverband PEN International warnt mit Blick auf das Verfassungsreferendum in der Türkei eindringlich vor einer massiven Einschränkung der Meinungsfreiheit. "Wir haben den Eindruck, dass die Regierung den Ausnahmezustand nutzt, um die Opposition zum Schweigen zu bringen", sagte die Verbandsvorsitzende Jennifer Clement der Nachrichtenagentur AFP. Vor der Volksabstimmung über die Einführung des Präsidialsystems müssten auch die Gegner zu Wort kommen. "Das Referendum abzuhalten und die Verfassung zu ändern ohne jegliche Opposition, Diskussion oder Debatte in der Türkei, ist zutiefst antidemokratisch", sagte Clement. In diesem Fall wäre das Ergebnis des Referendums illegitim. Ein Votum für Erdogans Vorhaben würde den Weg ebnen zu einer "echten totalitären Diktatur, und das ist zutiefst besorgniserregend", sagte die PEN-Vorsitzende. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich im April statt.

John Hurt mit 77 Jahren gestorben

Schauspieler erlag einem Krebsleiden

Im Alter von 77 Jahren ist der britische Schauspieler Sir John Hurt gestorben. Er sei einem Krebsleiden erlegen, teilte sein Agent Charles McDonald mit. Der zweimal für einen Oscar nominierte Darsteller ist unter anderem für sein Porträt des deformierten Joseph Merrick in "Der Elefantenmensch" bekannt. Er spielte auch den Zauberstabmacher Mr. Ollivander in den "Harry Potter"-Filmen und den Hauptdarsteller Winston Smith in der Verfilmung des dystopischen Romans "1984". In "12 Uhr nachts - Midnight Express" spielte er einen Heroinabhängigen und wurde für einen Oscar nominiert. "Es war schrecklich, heute von John Hurts Tod zu erfahren", schrieb der Regisseur Mel Brooks via Twitter, der einmal mit ihm zusammengearbeitet hatte. In dem für einen Oscar nominierten Film "Jackie" ist der Schauspieler zur Zeit auf der Leinwand zu sehen: Der verwitweten First Lady Natalie Portman bietet er dabei seinen Beistand als Priester an.

Paphos feiert Eröffnung als Europäische Kulturhauptstadt

Zyprische Hafenstadt feiert mit Konzerten und Ausstellungen

Zum Start ins Kulturhauptstadt-Jahr haben in der zyprischen Hafenstadt Paphos zweitägige Feiern begonnen. Bereits am Samstagvormittag wurden die Einwohner mit Musik in den bekanntesten Cafés der Stadt eingestimmt, wie Reporter vor Ort berichteten. Unter dem Motto "Paphos - ein Kunstwerk" sind mehrere Konzerte und Kunstausstellungen geplant. Der Höhepunkt ist am Samstagabend: Junge Leute aus ganz Zypern erinnern an die Geschichte und Mythologie der Stadt. 15 Kilometer östlich von Paphos soll die Liebesgöttin Aphrodite aus dem Schaum des Meeres gestiegen sein. In der Nähe des Hafens soll Apostel Paulus gepredigt haben. An den Feierlichkeiten werden sowohl griechische als auch türkische Zyprer teilnehmen. Damit soll unterstrichen werden, dass die Menschen auf Zypern auf eine Wiedervereinigung der Insel hoffen, die seit 1974 geteilt ist. Paphos ist eine der beiden Europäischen Kulturhauptstädte 2017. In Aarhus (Dänemark) wurde die Eröffnung bereits am vergangenen Wochenende gefeiert.

Preisverleihung beim 38. Max-Ophüls-Filmfestival

Auszeichnungen für Film-Nachwuchs werden in Saarbrücken vergeben

Heute Abend werden die Preise des 38. Max-Ophüls-Filmfestivals in Saarbrücken vergeben. Sie haben einen Gesamtwert von fast 112-tausend Euro. Die 15 Auszeichnungen werden unter anderem in den Kategorien Spielfilm, Schauspieler und Dokumentarfilm vergeben. Das Filmfestival ist ein wichtiges Forum für Nachwuchsregisseure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es ist nach dem in Saarbrücken geborenen Filmregisseur Max Ophüls benannt.

Hosenfeld-Szpilman-Preis vergeben

Auszeichnung für Orchester und Sprachwissenschaftlerin

Die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden und die Jiddistik-Doktorandin Miriam Schulz bekommen den diesjährigen Hosenfeld-Szpilman-Gedenkpreis. Erstmals wird die Auszeichnung für ethisches Handeln im Widerstand damit an zwei Preisträger vergeben, wie die Leuphana Universität in Lüneburg mitteilte. Der Preis ist diesmal mit 10 000 Euro dotiert. Das 2007 gegründete Ensemble in Dresden hat es sich zur Aufgabe gemacht, Werke von zwischen 1933 und 1945 verfolgten Komponisten jüdischer Herkunft vor dem Vergessen zu bewahren. Die Doktorandin Miriam Schulz setzte sich an der Columbia-Universität in New York mit der Zerstörung der jüdischen Gemeinden in Polen auseinander. Die Universität Lüneburg erinnert mit der Auszeichnung an die Rettung des jüdischen Komponisten Wladyslaw Szpilman durch den Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld 1944.

Carsten Brosda wird neuer Kultursenator in Hamburg

SPD-Politiker wird Nachfolger von Barbara Kisseler

Carsten Brosda soll neuer Kultursenator in Hamburg werden. Das teilte die Senatskanzlei in der Hansestadt mit. Brosda ist Nachfolger von Barbara Kisseler, die im vergangenen Oktober gestorben war. Brosda war bislang Staatsrat und hatte die Kulturbehörde bereits in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Finanzsenator Peter Tschentscher geführt. Neue Staatsrätin in der Kulturbehörde wird die frühere Justizsenatorin Jana Schiedek. Der neue Kultursenator ist gelernter Journalist und promovierter Kulturwissenschaftler. Er verfügt über langjährige Erfahrung in Verwaltung und Politik. So war er unter anderem stellvertretender Leiter des Planungsstabes im Bundesarbeitsministerium und Abteilungsleiter Kommunikation in der SPD-Parteizentrale. Seit Juni 2011 ist Brosda in Hamburg und übernahm zunächst die Leitung des Amtes Medien in der Senatskanzlei.

Kulturnachrichten hören

Januar 2017
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5

Fazit

Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur