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Kulturnachrichten

Montag, 23. Januar 2017

Ai Weiwei versteigert Kunstwerke für Erdbebenopfer

Der Erlös soll Schulbau unterstützen

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat zwei seiner Werke zugunsten der Erdbebenopfer in Mittelitalien versteigern lassen. Der Erlös von 101.000 Euro soll den Bau einer Schule in der vom Erdbeben zerstörten Stadt Amatrice ermöglichen, wie das Museum "Palazzo Strozzi" in Florenz mitteilte. Das Museum hatte bis Sonntag eine große Ai Weiwei-Ausstellung gezeigt und die Spendenaktion organisiert. Ai Weiwei ist auch für sein Engagement nach dem verheerenden Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan 2008 bekannt. Damals kamen 70.000 Menschen um, vor allem Schulkinder. Ai Weiwei reiste zum Unglücksort und sammelte Beweise, um die Regierung wegen eklatanter Baumängel bei eingestürzten Schulgebäuden anzuklagen. 2010 wurde der Künstler in China festgenommen und von Sicherheitsbeamten geschlagen, kurz bevor er zur Verteidigung des Umweltaktivisten Tan Zuoren aussagen sollte. Gemeinsam mit diesem hatte er die Namen Tausender Schulkinder dokumentiert, die während des Bebens in Sichuan gestorben waren.

Filmstiftung NRW bei Filmförderung nur noch Zweiter

Finanzstärkste Landesförderanstalt ist jetzt Bayern

Die Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen hat ihren Spitzenplatz als finanzstärkste Landesförderanstalt an Bayern verloren. Im vergangenen Jahr habe die NRW-Filmstiftung 405 Projekte mit 30,1 Millionen Euro gefördert, teilte Geschäftsführerin Petra Müller in Düsseldorf mit. 2015 hatte die Stiftung für etwa die gleiche Anzahl von geförderten Film- und Medienprojekten noch rund 3,5 Millionen Euro mehr vergeben können. Grund für die neuerlichen Kürzungen seien unter anderem Einmaleffekte, hieß es. Je nach Höhe der Rückflüsse aus erfolgreichen Produktionen könnten die Finanzmittel im laufenden Jahr aber auch wieder steigen. Der FilmFernsehFonds Bayern vergab 2016 knapp 37 Millionen Euro für Projekte - acht Millionen mehr als 2015. Sorgen bereiten der Filmstiftung die Kino-Besucherzahlen, die für die Branche in ganz Deutschland nicht zufriedenstellend sind. Grund sei die "enge Taktung" immer neuer Filme in den Kinos, sagte Müller.

Twitter verbietet Bananensprayer Anti-Trump-Bild

Baumgärtel darf Trump nicht als Affen darstellen

Twitter hat dem als Bananensprayer bekannten Künstler Thomas Baumgärtel die Verbreitung eines Anti-Trump-Bildes untersagt. Auf dem Bild wird Trump als Affe mit einer Banane im Mund dargestellt. Baumgärtel wollte das Bild - das einem Sammler aus dem Ruhrgebiet gehört - für eine Kampagne auf Twitter Ads benutzen. Der Kurznachrichtendienst lehnte dies unter Hinweis auf die Richtlinien zu "Hass, heikle Themen und Gewalt" jedoch ab. Baumgärtel reagierte empört. Es könne ja sein, dass es um einen Irrtum gehe. Sollte dem aber nicht so sein, betrachte er den Fall als Zensur und Einschränkung der Kunst- und Meinungsfreiheit. "Da wird mit Angst und Bange", sagte der 56 Jahre alte Graffiti-Künstler in Köln. Am Freitag sei Trump vereidigt worden, und drei Tage später dürfe man sich schon nicht mehr über ihn auf Twitter lustig machen. Vielleicht liege es ja daran, dass Trump selbst fleißig twittere. Twitter lehnte einen Kommentar dazu ab.

Roland Emmerich drohen fünf "Goldene Himbeeren"

Nominierung für Film "Independence Day: Wiederkehr"

Der deutsche Regisseur Roland Emmerich (61) ist für seinen Film "Independence Day: Wiederkehr" gleich mehrfach in die Vorauswahl für die Spott-Trophäe "Goldene Himbeere" gekommen. Sein Blockbuster wurde in Los Angeles als schlechtester Film und als schlechteste Filmfortsetzung des Jahres 2016 nominiert. Weitere Zuschläge erhielt Emmerich für seine Regie, das Drehbuch und seine Nebendarstellerin Sela Ward. Die Nominierung für die Schmähpreise und deren Verleihung findet jeweils einen Tag vor der Oscar-Nominierung statt. 1999 hatte ihm sein Horrorthriller "Godzilla" schon einmal vier "Goldene Himbeeren" eingebracht.

Monika Grütters fordert neuen Anlauf für Einheitsdenkmal

Kulturstaatsministerin begrüßt erneute Beratung im Kulturausschuss

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat anlässlich der Beratung im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages über ein Freiheits- und Einheitsdenkmal am kommenden Mittwoch einen neuen Anlauf für ein Denkmal gefordert, das die Friedliche Revolution in der ehemaligen DDR und die Wiedervereinigung würdigt. Monika Grütters sagte: „Wir sollten in Deutschland noch einmal offen und öffentlich diskutieren, welches Freiheits- und Einheitsdenkmal wir wollen, ohne uns auf einen Entwurf oder einen Standort festzulegen." Sie sprach sich dafür aus, das Verfahren jetzt mit etwas Abstand noch einmal aufzurollen. Als Ort kämen Berlin oder Leipzig in Frage. Grütters begrüßte, dasas sich der Kulturausschuss erneut mit dem Thema befasse.

Max-Ophüls-Filmfestival startet unter neuer Leitung

Ehrenpreis für Produzent Peter Rommel

Das Filmfestival "Max Ophüls Preis" (MOP) in Saarbrücken wird erstmals von der Berliner Medienwissenschaftlerin Svenja Böttger geleitet. Das Festival gilt als eines der wichtigsten Treffen der Branche und als Karrieresprungbrett für den deutschen Filmnachwuchs. Inhaltliche Schwerpunkte sind in diesem Jahr: persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung, Eltern und Familie, Flucht und Migration und Frauenfiguren. Auf die Gewinner in den vier Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, mittellanger Film und Kurzfilm und die besten Nachwuchsschauspieler warten Preisgelder in Höhe von 111 500 Euro. Gleich am Eröffnungsabend wird der Produzent Peter Rommel ("Feuchtgebiete", "Gestrandet") mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit ist tot

Kölner Band trauert um Musiker

Der Schlagzeuger der international als Krautrock-Band bekannt gewordenen Kölner Band Can, Jaki Liebezeit, ist tot. Liebezeit starb im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung, wie die Gruppe auf ihrer Facebookseite mitteilte. Er sei friedlich eingeschlafen.Can wurde Ende der 60er Jahre in Köln gegründet. Die Band galt als avantgardistisch, von Musikexperten werden die verschiedenen Alben zu den einflussreichsten deutschen Alben gezählt. Größere kommerzielle Erfolge feierte Can vor allem mit Filmmusik. Can ließ sich musikalisch nicht einer Stilrichtung zuordnen und experimentierte mit verschiedenen Richtungen.

Apokalyptisches Denken im Weißen Haus

Weltuntergangsexperte Grüter zur Trump-Wahl

Für den Weltuntergangsexperten Thomas Grüter ist der neue US-Präsident im Vergleich mit anderen apokalyptischen Erzählungen wenig spektakulär. Im Deutschlandradio Kultur sagte Grüter, dass frühere Szenarien, in denen die Welt endete, deutlich spektakulärer waren. Er erinnerte an herabfallende Sterne, Vulkanausbrüche und das Land verheerende apokalyptische Reiter: "Da ist Trump (...) noch eine der kleineren Figuren." Ansonsten stellt Grüter fest, Trump und seine Anhänger seien wahre Apokalyptiker, die sich in ihrem Denken an der Offenbarung des Johannes orientierten. Denn dort gehe "die alte Welt unter" und ein neues "wunderbares Zeitalter" beginne. Auf Trump und seine Anhänger müsse man schon "ein bisschen aufpassen", denn diese dächten absolut. "Das heißt, es gibt nur sie und die Anderen. Die Anderen haben noch Gelegenheit, sich ihnen anzuschließen. Aber wenn sie das nicht tun, werden sie bekämpft. Und das ist schon eine Gefahr. Auch aus Donald Trumps Reden kann man entnehmen, dass er keine Kompromisse machen möchte", betonte Grüter.

Akkus schuld an Smartphone-Explosionen

Samsung entschuldigt sich bei den Kunden

Schuld an den Explosionen des Smartphone Galaxy Note 7 sind dem Unternehmen Samsung zufolge fehlerhafte Akkus. Dies hätten interne und unabhängige Untersuchungen ergeben, teilte die südkoreanische Firma in Seoul mit. Samsung habe verschiedene Korrekturen vorgenommen, um sicher zu stellen, dass dies nicht mehr passiere. Zugleich entschuldigte sich Samsung bei seinen Kunden. Der Konzern hatte die Produktion seines neuen Smartphones Galaxy Note 7  Mitte Oktober komplett eingestellt. Zuvor hatte das Unternehmen 2,5 Millionen Geräte wegen explosionsgefährdeter Akkus zurückgerufen. Nach dem Debakel lässt sich Samsung mit der Einführung des nächsten Spitzenmodells Galaxy S8 mehr Zeit als üblich. Es gebe derzeit keine Pläne, das S8 beim Branchentreff Mobile World Congress in Barcelona vorzustellen.

Europol hebt Ring von Kunstschmugglern aus

Tausende Kulturgüter sichergestellt

Bei einer "Operation Pandora" genannten Großaktion haben Polizeibehörden unter der Ägide der europäischen Polizeiagentur Europol 3.561 gestohlene Kulturgüter sichergestellt, teilte Europol in Den Haag mit. Knapp die Hälfte der sichergestellten Objekte waren Artefakte aus archäologischen Ausgrabungen, davon wurden allein 500 Artefakte im spanischen Murcia sichergestellt. Unter den sichergestellten Gegenständen befanden sich laut Europol auch Objekte von großer kulturhistorischer Bedeutung. Unter anderem wurden in Griechenland ein ottomanischer Marmorgrabstein, ein postbyzantinisches Symbol mit einer Darstellung des heiligen Georg und zwei byzantinische Artefakte sichergestellt. 75 Verdächtige wurden im Rahmen von "Pandora" bereits im Oktober und November 2016 festgenommen. Ziel war es, in den Kulturdiebstahl verwickelte kriminelle Netzwerke zu zerstören. Besonderes Augenmerk galt dem Schmuggel von Kulturgütern aus Konfliktzonen. An der Operation waren unter anderem die UN-Kulturbehörde Unesco, die Welt-Zollbehörde WCO und die Polizeibehörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt.

Bremer Literaturpreis für Terézia Mora

Förderpreis geht an Senthuran Varatharajah

Die Schriftstellerin Terézia Mora hat den Bremer Literaturpreis 2017 erhalten. Sie erhielt die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Buch "Die Liebe unter Aliens", das im Luchterhand-Verlag erschienen ist. Mora wurde 1971 in Ungarn geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Einen mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis erhielt Senthuran Varatharajah für seinen im S. Fischer Verlag erschienenen Debüt-Roman "Vor der Zunahme der Zeichen". Varatharajah wurde 1984 in Sri Lanka geboren und lebt ebenfalls in Berlin.

Dresdner Schmalfilmtage verleihen Preise

Hauptpreis ging an Julius Dommers Doku "Berta"

Die 18. Dresdner Schmalfilmtage sind zu Ende. 130 Streifen aus aller Welt wurden eingereicht, 13 von ihnen waren in den vergangenen Tagen zu sehen. "Wir waren von der Qualität der eingereichten Arbeiten überrascht, viele sind auf einem sehr hohen Niveau", sagte Festivalsprecherin Nadine Bors der Deutschen Presse-Agentur. "Von Kunst bis Trash war alles dabei. Es wurde gereist, amerikanische Hochzeitskapellen und italienische Bergdörfer mit Schlangenkult besucht und die gesellschaftlichen Normen hinsichtlich Sexualität aus weiblicher, männlicher und transgender Sicht vielfältig hinterfragt", teilte das Festival mit. Am Samstag vergab die Jury ihren mit 300 Euro dotierten Hauptpreis an Julius Dommer. Sein Dokumentarfilm "Berta" dreht sich um die Schlachtung einer gleichnamigen Kuh und greift tierethische Fragen auf. Eine lobende Erwähnung fand der französische Experimentalfilm "Les Eaux dormantes" von Emmanuel Piton. Der Dresdner Publikumspreis ging an Stefan Möckel für seinen Beitrag "What time is it?".

Timothy Garton Ash erhält Aachener Karlspreis

Britischer Historiker gilt als leidenschaftlicher Verfechter Europas

Der diesjährige Aachener Karlspreis geht an den renommierten britischen Historiker Timothy Garton Ash. Er sei "ein überzeugender und bedeutender englischer Europäer und europäischer Engländer", stellte das Karlspreis-Direktorium in Aachen fest. Garton Ashs Werk sei Anstoß einer vor allem in Europa notwendigen Debatte über Normen und Werte. „Eine Debatte, die uns alle angeht, wollen wir nicht den Hasspredigern und Populisten das Feld überlassen“, hieß es in der Begründung. Das Brexit-Votum der Briten im Juni habe er als größte Niederlage seines politischen Lebens bezeichnet. Er wolle aber nicht aufgeben, für eine enge Bindung des Vereinten Königreich und der EU eintreten. Timothy Garton Ash ist Professor für Europäische Studien an der Universität in Oxford.

Großer Andrang im neuen Museum Barberini

Freier Eintritt lockte Besucher vor der eigentlichen Eröffnung

Rund 1800 Kunst-Interessierte haben nach Museumsangaben am Samstag das neue Museum Barberini in Potsdams historischer Mitte besucht. Vor der regulären Eröffnung am Montag nutzten sie die Gelegenheit, sich bei freiem Eintritt die Eröffnungs-Ausstellungen "Klassiker der Moderne" und "Impressionismus. Die Kunst der Landschaft" anzusehen. Zum Schutz der Kunstwerke durften die Besucher nur in begrenzter Zahl in das Gebäude. Die Warteschlange auf dem Alten Markt reichte daher mehrere hundert Meter rund um das Landtagsschloss. Der Kunstmäzen Hasso Plattner hatte das Museum mit insgesamt 2200 Quadratmeter Ausstellungsfläche hinter der Fassade des historischen Palais Barberini aus dem 18. Jahrhundert in drei Jahren Bauzeit wiedererrichtet. Dort sollen jährlich drei Schauen mit Bildern aus Plattners Privatsammlung und Leihgaben von europäischen Museen präsentiert werden.

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