Dienstag, 22.10.2019
 

Kulturnachrichten

Freitag, 13. Januar 2017

Deutscher Kabarett-Preis an Alfred Dorfer

Der österreichische Kabarettist erhält die Auszeichnung morgen in Nürnberg

Der österreichische Kabarettist Alfred Dorfer erhält den Deutschen Kabarett-Preis 2016. Die mit 6000 Euro dotierte Auszeichnung wird am Samstag in der Tafelhalle in Nürnberg übergeben. Dem Nürnberger Burgtheater zufolge sind seine Themen politisch, gehen aber gleichzeitig weit über die Tagesaktualität hinaus. "Ihre volle Wirkung entwickeln seine Kabarett-Programme oft erst ein wenig zeitversetzt - dann aber umso intensiver." Der Deutsche Kabarett-Preis wird von der Stadt Nürnberg gestiftet und jährlich vom Burgtheater vergeben. Der Förderpreis geht an den vom Bodensee stammenden Kabarettisten René Sydow. Schauspieler und Kabarettist Stephan Zinner aus Oberbayern erhält den Sonderpreis. Alle drei Preisträger werden bei der Preisverleihung Ausschnitte aus ihren ausgezeichneten oder aktuellen Programmen präsentieren. Der Schweizer Künstler und Hauptpreisträger von 2013, Andreas Thiel, wird den Abend moderieren.

Chicago Symphony Orchestra in der Elbphilharmonie

Damit wird die internationale Eröffnung gefeiert

Mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Leitung von Riccardo Muti spielt am Samstag das erste internationale Orchester in der Elbphilharmonie. Auf dem Programm stehen Werke von Paul Hindemith, Edward Elgar und Modest Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" in Bearbeitung für Orchester von Maurice Ravel. Vor dem Konzert wird auch noch einmal Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz sprechen, da das Konzert als internationale Eröffnung der Elbphilharmonie gilt. Chicago ist die Partnerstadt Hamburgs. In den nächsten Wochen werden dann auch noch die Wiener Philharmoniker und die Berliner Philharmoniker zu Gast sein.

Britischer Starfotograf Lord Snowdon gestorben

Er war von 1960 bis 1978 mit Elizabeths jüngerer Schwester Margaret verheiratet

Der britische Fotograf Antony Snowdon ist tot. Der frühere Schwager von Königin Elizabeth II. sei im Alter von 86 Jahren friedlich in seinem Haus gestorben, teilte der Buckingham-Palast mit. Snowdon war von 1960 bis 1978 mit Elizabeths jüngerer Schwester Margaret verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte. In zweiter Ehe vermählte er sich mit der Regieassistentin Lucy Lindsay-Hogg. Die beiden hatten eine Tochter. Auch diese Verbindung wurde geschieden.Snowdon wurde als Antony Armstrong-Jones geboren und machte sich vor allem mit Porträt- und Filmaufnahmen einen Namen. Nach seiner Hochzeit mit Prinzessin Margaret wurde er von der Königin als Earl of Snowdon in der erblichen Adelsstand erhoben.

Proteste gegen Journalisten-Ausschluss

ARD und ZDF ohne Zugang zu Rechtspopulistenkongress in Koblenz

Die öffentlich-rechtlichen Sender protestieren vehement gegen den möglichen Ausschluss von der Berichterstattung bei einem Kongress europäischer Rechtspopulisten in Koblenz. Es sei "ein Angriff auf die Pressefreiheit", dass ZDF-Reporter ausgeschlossen würden, erklärte das ZDF. Zuvor hatte bereits die ARD dagegen protestiert, dass sie keinen Zugang zu dem Treffen bekommen soll. Am Samstag kommender Woche plant die Europaparlaments-Fraktion "Europa der Nationen und der Freiheit" (ENF) einen Kongress in Koblenz. Erwartet werden unter anderem die Vorsitzende der ENF-Fraktion und Chefin von Frankreichs rechtsextremer Front National (FN), Marine Le Pen, der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders und die AfD-Vorsitzende Frauke Petry. In der ENF-Fraktion sitzt auch der deutsche AfD-Politiker Marcus Pretzell. Er teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass von dem Kongress in Koblenz unter anderem ARD und ZDF sowie einzelne Journalisten ausgeschlossen werden. Der ARD behielt sich rechtliche Schritte vor. Auch der Deutsche Journalistenverband (DJV) kritisierte das Vorgehen der Veranstalter des ENF-Kongresses scharf.

Rihm erhält Preis der Europäischen Kirchenmusik

Der Karlsruher ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten

Wolfgang Rihm erhält den Preis der Europäischen Kirchenmusik 2017. Rihm werde für "seine großen Verdienste um die Komposition und Lehre zeitgenössischer Musik sowie für sein besonderes Schaffen im Horizont Geistlicher Musik" geehrt, teilte die Stadt Schwäbisch Gmünd mit. Sie vergibt den mit 5.000 Euro verbundenen Preis seit 1999. Rihm, der in Karlsruhe und Berlin lebt, ist einer der weltweit wichtigsten zeitgenössischen Komponisten. In dieser Woche wurde die neue Elbphilharmonie mit seinem Werk "Reminiszenz" eröffnet. Rihm hat eine Vielzahl geistlicher Werke geschrieben. Der Komponist soll die Auszeichnung im Rahmen des Festivals Europäischer Kirchenmusik am 15. Juli im Schwäbisch Gmünder Münster erhalten. Zu den in den vergangenen Jahren geehrten Musikern und Komponisten gehören unter anderen Arvo Pärt, Hans Zender, Daniel Roth, Helmuth Rilling und der Leipziger Thomanerchor.

"taz" startet deutsch-türkisches Internetportal

Zur Redaktion gehört auch Ali Celikkan von "Cumhuriyet"

Die Berliner "tageszeitung" will den Eingriffen in die Pressefreiheit in der Türkei mit einem neuen Internetportal begegnen. Die Internetseite "taz.gazete" soll am 19. Januar online gehen, kündigte die Zeitung an. Auf dem Portal würden vor allem türkische Autoren berichten. Alle Beiträge sollen in türkischer und deutscher Sprache erscheinen. Grund für den Start des Internetportals sei die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der immer aggressiver gegen die freie Presse vorgehe, erklärte die Zeitung. "Während das autoritäre türkische Regime ein Medium nach dem anderen ausschaltet, geben wir ein neues, freies und unabhängiges Medium heraus", sagte "taz"-Redakteurin Fatma Aydemir, die das Projekt leiten wird. "taz.gazete" solle sich mit Berichten, Kommentaren, Essays und Interviews an Leser sowohl in der Türkei als auch in Deutschland richten, hieß es. Die Idee für das zweisprachige Portal sei entstanden, nachdem Ende Oktober Mitarbeiter der türkischen Tageszeitung "Cumhuriyet" verhaftet worden waren, erklärte die Zeitung.

Paderborn scannt einzigartige Mittelalter-Schrift

Das Diözesanmuseum hat den Rom-Reisebericht aus Cambridge geliehen

Eine einzigartige mittelalterliche Handschrift des englischen Gelehrten Magister Gregorius wird vom Paderborner Diözesanarchiv digitalisiert. Das vom St. Catherine's College in Cambridge ausgeliehene Werk "De mirablilibus urbis Romae" sei die einzige überlieferte Abschrift eines Reiseberichts zu den Wunderwerken Roms, teilte das Diözesanmuseum mit. Nach der Digitalisierung werde das Manuskript aus dem 13. Jahrhundert in der Sonderausstellung des Museums "Wunder Roms im Blick des Nordens" (31. März bis 13. August) und damit erstmals in Deutschland zu sehen sein. Der Reisende aus dem Norden berichtet nicht wie damals üblich über die Heiligtümer Roms, sondern von den antiken Relikten, wie es hieß. Bereits im 12. Jahrhundert hätten sich Reisende unter die Rompilger gemischt, die nicht mehr nur das christliche Rom sehen wollten, sondern auch die Ruinen des antiken, heidnischen Roms. Magister Gregorius sei einer von ihnen.

Victoria and Albert Museum beruft neuen Direktor

Der bisherige Leiter Roth hatte überraschend seinen Hut genommen

Das Victoria and Albert Museum in London hat einen neuen Direktor als Nachfolger des Deutschen Martin Roth berufen. Tristram Hunt soll die Leitung des Kunstgewerbemuseums in den kommenden Monaten übernehmen, hieß es. Der bisherige Labour-Abgeordnete für Stoke-on-Trent wolle dafür seinen Sitz im britischen Parlament aufgeben, berichtete die BBC. Der 42-Jährige promovierte Historiker gilt als Experte für das 18. und 19. Jahrhundert und ist Autor mehrerer Bücher zur Geschichte Großbritanniens, sowie Produzent von TV-Geschichts-Dokumentationen. Hunt sagte, er sei "hocherfreut und geehrt". "Ich liebe das Victoria and Albert Museum, seit ich ein kleiner Junge bin", sagte er der Mitteilung zufolge. Die Neubesetzung war notwendig geworden, nachdem der bisherige Leiter Martin Roth im vergangenen Jahr überraschend seinen Hut genommen hatte. Enttäuschung über das Brexit-Votum und seine Folgen nannte er als einen der Gründe für seine Entscheidung. Der Deutsche hatte das Victoria and Albert in den vergangenen fünf Jahren zu einem der erfolgreichsten Museen in Großbritannien gemacht.

Studio Babelsberg will wieder eigene Filme drehen

Dafür wurde eine Tochterfirma gegründet

Nach mehr als 20 Jahren will das Studio Babelsberg wieder deutsche Filme in Eigenregie produzieren. Dafür habe Vorstandschef Christoph Fisser gemeinsam mit dem Filmproduzenten Tom Zickler die Produktionsfirma "Traumfabrik Babelsberg" gegründet, teilte Studio Babelsberg mit. Ziel sei die Entwicklung und Herstellung von deutschen Eigen- und Koproduktionen. In den letzten Jahren hatte das Studio als Dienstleister für internationale Filmproduktionen gearbeitet. Zickler habe "ein fantastisches Gespür für gute Projekte", sagte Fisser. Der 52-Jährige Zickler hatte seine Karriere in den 1980er Jahren in Babelsberg gestartet und schon während seines Studiums an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf Erfahrungen als Aufnahmeleiter bei der DEFA gesammelt. Nach der Wende produzierte er gemeinsam mit Til Schweiger Filme wie "Knockin' on Heaven's Door", "Keinohrhasen" und "Honig im Kopf". Zickler will zum 1. Februar sein Büro auf dem Studiogelände beziehen.

Misereor-Chef Spiegel wird ausgezeichnet

Er erhält den Hans-Rosenthal-Ehrenpreis

Der Vorstandschef des katholischen Hilfswerks Misereor, Pirmin Spiegel, erhält den mit 10 000 Euro dotierten Hans-Rosenthal-Ehrenpreis. Damit solle Spiegel am 11. März in Landau für sein großes soziales und humanitäres Engagement geehrt werden, teilte das ZDF mit. Die Auszeichnung wird seit 2003 jedes Jahr von der Hans-Rosenthal-Stiftung und dem Verein "Aktion Hilfe in Not" an Menschen verliehen, die sich besonders und uneigennützig für Menschen in Not einsetzen. Frühere Preisträger sind Karlheinz Böhm, Franz Beckenbauer und die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, Daniela Schadt. Zur Jury zählen unter anderem der Intendant des Südwestrundfunks, Peter Boudgoust, die Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer und "Focus"-Herausgeber Helmut Markwort. Der Preis ist nach dem 1987 gestorbenen ZDF-Moderator Hans Rosenthal benannt. 2012 wurde der gebürtige Pfälzer Spiegel von Papst Benedikt XVI. zum päpstlichen Ehrenkaplan (Monsignore) ernannt.

Ari Rath mit 92 Jahren gestorben

Der Journalist und Zeitzeuge kritisierte Geschichtsaufarbeitung in Österreich

Der frühere Chefredakteur der "Jerusalem Post" Ari Rath starb mit 92 Jahren in einem Wiener Krankenhaus. Rath musste als Sohn einer jüdischen Familie als Dreizehnjähriger 1938 mit seinem Bruder vor den Nationalsozialisten aus Wien nach Palästina fliehen. 1948 kehrte er in seine Geburtsstadt zurück und nahm Jahrzehnte später die österreichische Staatsbürgerschaft wieder an. Er setzte sich bis zu seinem Tod gegen Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz ein. Die mangelnde Geschichtsaufarbeitung Österreichs kritisierte der vielfach ausgezeichnete Publizist hart. Er nahm ab 2013 am Projekt "Die letzten Zeugen" vom Wiener Burgtheater teil. Dort erzählten sechs Zeitzeugen, die den Nazi-Terror überlebten, ihre Geschichte. In seiner laut eigenen Aussagen "wahren Heimat" Israel galt er als bestens vernetzter Doyen des Journalismus. Er setzte sich stets vehement für eine friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern ein. Das sei die einzige Lösung im Nahen Osten.

Kammermusik-Saal der Elbphilharmonie eingeweiht

"Ensemble Resonanz" bespielt den Kleinen Saal des neuen Konzerthauses

Mit einem ideenreichen Konzert des "Ensemble Resonanz" ist am Donnerstag auch der Kleine Saal der Elbphilharmonie in Hamburg eröffnet worden. Bis zum letzten Augenblick hatte der japanische Akustiker Yasuhisa Toyota an der Klang-Optimierung des 550 Plätze fassenden Kammermusik-Saals gefeilt. Entstanden ist ein in klassischer Schuhkarton-Form gestalteter Raum, der wie geschaffen ist für innovative Hör-Erfahrungen. Das zeigte sich bei dem effektvollen Auftragswerk "Release" des österreichischen Avantgarde-Komponisten Georg Friedrich Haas. Unter der Leitung des Dirigenten Emilio Pomàrico präsentierte das künftig im Kleinen Saal residierende Streicherkollektiv eindrucksvoll auch Werke der klassischen Moderne, so Bartoks "Musik für Saiteninstrumente und Schlagzeug", zusammen mit dem Schlagquartett Köln. Die französische Sopranistin Sandrine Piau sang Alban Bergs "Frühe Lieder" in der Streicherfassung. Im Anschluss trat das NDR Elbphilharmonie Orchester zum zweiten Mal im Großen Konzertsaal auf. Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock präsentierte das Orchester einmal mehr, zu welchen Klangerlebnissen man in der "Elphi" gelangen kann.

Sachsen kauft Brauerei von Fürst Pückler

Die Immobilie aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ersteigert

Für 100.000 Euro hat das Land Sachsen bei einer Zwangsversteigerung die einstige Brauerei des Fürsten Pückler-Muskau gekauft. Das teilte das Finanzministerium mit. Das Brauhaus auf dem Gelände der Unesco-Weltkulturerbestätte in Bad Muskau gehört zum kulturhistorischen Erbe des Gartengestalters. Es wurde 1844/45 von Ludwig Persius nach dem Vorbild der Berliner Bauakademie errichtet - als Ziegelstein-Bauwerk mit neogotischem Gasthof. Nach etwa 80 Jahren wurde das Haus an einen privaten Betreiber verkauft, die Nutzung als Brauerei lief 1992 aus. Danach verfiel das Baudenkmal und ist heute in einem ruinösen Zustand. Nach Einschätzung der Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" müssen Dach und Fassade möglichst schnell notgesichert werden, erklärte Stiftungsdirektor Cord Panning. Das betreffe auch die "fantastischen Gewölbkeller".

Limbach-Kommission empfiehlt Rückgabe

Aquarell von Schmidt-Rottluff

Die "Limbach-Kommission" zur Rückgabe von NS-Raubkunst hat der Stadt Hannover empfohlen, das Aquarell "Marschlandschaft mit rotem Windrad" von Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) an die Erben zurückzugeben. Die Kommission sei zu dem Schluss gekommen, dass die Nationalsozialisten das Gemälde unrechtmäßig aus dem Besitz des jüdischen Ehepaares Rüdenberg entwendet hätten, teilte die Stadt Hannover mit. Das 1922 entstandene Werk befindet sich heute im hannoverschen Sprengel Museum, einem der führenden deutschen Museen für die Kunst der Moderne. Der Schokoladen-Fabrikant und Kunstsammler Bernhard Sprengel (1899-1985) hatte das Bild 1939 über den Kunsthändler Hildebrand Gurlitt und den hannoverschen Zwischenhändler Erich Pfeiffer erworben. Der Vorbesitzer Max Rüdenberg führte bis zur sogenannten Arisierung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 eine Bettfedernfabrik in Hannover. 1942 wurden Rüdenberg und seine Frau ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie im selben Jahr starben. Im August 2015 beauftragte die Stadt die Limbach-Kommission zu klären, wem das Gemälde gehöre. Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) sagte, die Empfehlung der Kommission sei für die Stadt bindend.

Literaturtreffen zeichnet Katja Lange-Müller aus

Sie erhält in Lübeck den Günter Grass-Preis

Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller erhält den "Günter Grass-Preis - von Autoren für Autoren", der von den Teilnehmern des Lübecker Literaturtreffens gestiftet worden ist. Der Preis soll am 19. Februar im Lübecker Rathaus überreicht werden, die Laudatio wird die österreichische Schriftstellerin Eva Menasse halten. Das teilte die Hansestadt Lübeck mit. Die Autoren begründeten ihre Entscheidung prägnant: "Katja Lange-Müller - kein Wort zu viel und jedes perfekt gewogen." Die Auszeichnung wird seit 2011 im Zweijahresrhythmus von den Autoren vergeben, die an dem von Günter Grass (1927-2015) ins Leben gerufenen Treffen teilnehmen. Zu Ehren des Literaturnobelpreisträgers erhielt der Preis in diesem Jahr den Zusatz "Günter Grass-Preis". Das diesjährige Lübecker Literaturtreffen findet am 17. und 18. Februar statt.

Tenor Kaufmann dominiert deutschen Klassikmarkt

Drei seiner Alben in den Top Ten des Jahres 2016

Startenor Jonas Kaufmann ist die unangefochtene Nummer eins auf dem deutschen Klassikmarkt. Gleich drei seiner Alben schafften es in die Top Ten der Klassik-Jahrescharts 2016, wie das Marktforschungsunternehmen GfK Entertainment berichtet. Eine große Fangemeinde hat auch der italienische Pianist Ludovico Einaudi: Sein Album "Elements" belegt Rang zwei. Eher ungewöhnlich ist das Auftauchen von Tote Hosen-Frontmann Campino in den Klassik-Charts: Er erzählt gemeinsam mit dem Bundesjugendorchester unter Dirigent Alexander Shelley das Märchen "Peter und der Wolf in Hollywood" und erreicht damit Rang 13. Die Jahreswertung in der Sparte Jazz führt Norah Jones mit "Day Breaks" an. Dahinter folgen Gregory Porter und Till Brönner.

Stadt Düsseldorf springt für Eon ein

Finanzierung des Museums Kunstpalast

Nach dem Ausstieg des Energiekonzerns Eon aus der Finanzierung des Museums Kunstpalast will die Stadt Düsseldorf einspringen. Die Stadt wolle ihren Zuschuss ab 2018 um 1,4 Millionen Euro auf 8,5 Millionen erhöhen, sagte der Geschäftsführer des Kunstpalastes, Harry Schmitz. Der Rat wolle die bereits eingeplante Erhöhung Ende des Jahres bei den Etatberatungen offiziell beschließen. Eon hatte dem Kunstpalast noch bis Ende 2017 einen Jahres-Betriebskostenzuschuss von 750 000 Euro zugesichert. Mit dem Beitrag der Stadt wird die Finanzlücke nun sogar überkompensiert. Im Herbst verabschiedet sich Direktor Beat Wismer in den Ruhestand. Eine Nachfolge ist noch nicht gefunden. Zentrale Ausstellung 2017 wird anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation eine Schau zu Martin Luthers Malerfreund Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553) sein.

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