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Kulturnachrichten

Samstag, 2. Januar 2016

"Unforgettable" - Soulsängerin Natalie Cole gestorben

US-Soulsängerin hatte sich einer Nierentransplantation unterzogen

Für ihre Fans und ihre Familie bleibt sie "unforgettable" - unvergesslich: Die US-Soulsängerin Natalie Cole ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Die Tochter der Jazzlegende Nat "King" Cole, mit dem sie 1991 das berühmte "Unforgettable" im virtuellen Duett sang, starb in einem Krankenhaus von Los Angeles, wie ihre Familie bestätigte. Natalie Cole war gesundheitlich schwer angeschlagen. In früheren Jahren nahm sie Heroin und Kokain, machte mehrere Entziehungskuren und musste sich einer Lebertransplantation unterziehen. Ihre Karriere war eng mit der ihres Vaters verwoben. Dieser erlebte sie jedoch nicht mehr auf der Bühne, da er 1965 mit 45 Jahren starb, als seine Tochter eine Jugendliche war. 1976 erhielt sie ihren ersten Grammy für den Titel "This Will Be". Ihren größten Erfolg hatte sie 1991 mit dem Album "Unforgettable... With Love", auf dem sie einige Klassiker ihres Vaters sang. Das Album gewann den Grammy als bestes Album des Jahres und wurde mehr als sieben Millionen Mal in den USA verkauft.

Schaubühne zeigt Theaterstück "Fear" unverändert

Eine AfD-Politikerin hatte die Berliner Schaubühne wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung verklagt

Nach einem Gerichtsstreit will die Berliner Schaubühne ihr Stück "Fear" in unveränderter Form zeigen. "Meine Inszenierung thematisiert ein sich zunehmend verschärfendes Klima der Angst und der Gewalt in Deutschland", sagte Regisseur Falk Richter der Deutschen Presse-Agentur. Die Anti-AfD- und Anti-Rechtspopulismus-Collage "Fear" steht ab 8. Januar wieder auf dem Spielplan der Schaubühne. Eine Demo-Organisatorin und eine AfD-Politikerin hatten geltend gemacht, in dem Theaterstück werde ihre Menschenwürde verletzt, indem sie durch das Zeigen ihrer Bilder Zombies gleichgestellt und mit Massenmördern beziehungsweise Neonazis verglichen würden. Das Landgericht sah in der Inszenierung jedoch keinen Eingriff in die Menschenwürde. Jeder Besucher könne erkennen, dass es sich nur um ein Theaterstück handele. "Es liege auch keine schwere Persönlichkeitsverletzung vor", so das Gericht Mitte Dezember. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ai Weiwei plant Mahnmal für ertrunkene Flüchtlinge

Mahnmal soll auf der griechischen Insel Lesbos entstehen

"Viele Menschen haben unter den Wellen ihr Leben verloren...wir brauchen ein Denkmal", sagte der chinesische Künstler Ai Weiwei der Nachrichtenagentur AFP. Er habe bereits ein Atelier auf Lesbos eingerichtet, das sich an "verschiedenen Projekten" beteiligen werde. Der international renommierte Künstler hob die Bedeutung der gegenwärtigen Flüchtlingskrise hervor. "Das ist ein sehr historischer Moment in jeder Hinsicht", sagte Ai. Als Künstler wolle er sich mehr in die Debatte darüber einmischen und Kunstwerke mit Bezug zu der Krise schaffen, die dazu beitragen sollten, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen. Ai hatte diese Woche Flüchtlinge auf Lesbos besucht und Fotos und Videos von ihnen veröffentlicht. Im September hatte Ai bei einem Besuch in London gesagt, er sei "sehr stolz" auf den Empfang, den Deutschland sehr vielen Flüchtlingen bereitet habe. In London hatte sich Ai mit weiteren Künstlern an einem Solidaritätsmarsch für Flüchtlinge beteiligt.

Ägyptischer Autor freigesprochen

Schriftsteller und Journalist waren wegen Verstoß gegen öffentliche Moral angezeigt

Der ägyptische Schriftsteller Ahmed Nadschi muss nicht wegen eines angeblich sexuell freizügigen Texts ins Gefängnis. Zusammen mit dem Chefredakteur eines literarischen Magazins wurde der Autor am Samstag freigesprochen, wie sein Anwalt Mahmud Othman sagte. Ein Leser hatte sich über den im August 2014 in dem Magazin veröffentlichten Text beschwert. Die Staatsanwaltschaft wurde auf Grund eines Gesetzes tätig, das die Veröffentlichung von Material untersagt, das der öffentlichen Moral widerspricht. Nadschi hätten bei einem Schuldspruch bis zu zwei Jahre Gefängnis und umgerechnet rund 1200 Euro Geldstrafe drohen können.

George Lucas kritisiert neuen "Star Wars"-Film

"Das Erwachen der Macht" sei nicht neu, sondern ein "Retro"-Film, so Lucas

Der Kassenschlager "Star Wars: Das Erwachen der Macht" hat ein vernichtendes Urteil von seinem wohl wichtigsten Kritiker erhalten. "Star Wars"-Schöpfer George Lucas, der sein Imperium vor drei Jahren an Disney verkauft hatte, bezeichnete die Entwickler als "weiße Sklavenhändler", die ihn nicht ausreichend am Entstehungsprozess beteiligt hätten. Herausgekommen sei ein "Retro"-Film, statt mit neuen Planeten und Raumschiffen ein wirklich neues Werk zu schaffen, sagte Lucas im Interview mit PBS-Journalist Charlie Rose. Das Weltraummärchen auf seine Weise fortzusetzen, hätte Lucas zufolge vermutlich zehn Jahre gedauert, weshalb der heute 71-jährige Regisseur die Aufgabe abgetreten habe. Lucas entschuldigte sich später für den Begriff "weiße Sklavenhändler". "Ich habe mich versprochen und einen sehr unangebrachten Vergleich bemüht", teilte der Star-Regisseur der "New York Times" zufolge mit.

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