Seit 05:05 Uhr Studio 9

Dienstag, 19.11.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Kulturnachrichten

Montag, 19. Januar 2015

Houellebecq liest in Köln

Einziger Auftritt mit seinem umstrittenen Roman "Unterwerfung"

Der französische Autor Michel Houellebecq stellt heute abend in Köln seinen neuen umstrittenen Roman "Unterwerfung" vor. Nach dem Anschlag auf die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" hatte sich Houellebecq aus Paris zurückgezogen und angekündigt, zunächst nicht mehr für das Buch zu werben. Die Veranstaltung in Köln findet unter verschärften Sicherheitsmassnahmen statt. Sie beginnt um 19.30 Uhr und ist die einzige in Deutschland.

Berlinale-Wettbewerb komplett

19 Filme im Bären-Rennen

Das Wettbewerbsprogramm der 65. Berlinale ist komplett. Insgesamt 19 Filme konkurrieren in diesem Jahr um die Goldenen und die Silbernen Bären, wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin mitteilten. Heute gab die Berlinale die letzten fünf noch fehlenden Titel für den Wettbewerb bekannt, darunter die chilenische Produktion "The Club" von Pablo Larraín sowie "Sworn Virgin", ein Debütfilm der Italienerin Laura Bispuri. Dazu kommen zwei deutsche Produktionen, die außer Konkurrenz laufen: Wim Wenders' 3-D-Film "Every Thing will be Fine" mit James Franco, Charlotte Gainsbourg und Rachel McAdams sowie "Elser" von Oliver Hirschbiegel, ein Film über den Hitler-Attentäter Georg Elser. Zum Wettbewerb hinzugekommen sind außerdem der rumänische Film "Aferim!", der Dokumentarfilm "Der Perlmuttkopf" von Patricio Guzmán sowie der japanische Film "Chasuke's Journey" von Sabu.

Berliner Fashion Week beginnt

Luftiger Start zum Auftakt

Die britische Designerin Charlotte Ronson hat heute die Berlin Fashion Week eröffnet. Ronson führte mit ihrem New Yorker Trendlabel Gänseblümchen-Prints, luftige Oberteile vor. Dass sie ihre Kollektion für den Sommer vorstellte, war eine Ausnahme. Sonst geht es bei der Modewoche um den kommenden Herbst und Winter. In der kommenden Woche werden Prominente wie Hollywoodstar Katie Holmes und die britische Schauspielerin Liz Hurley erwartet. 10 Messen und 70 Schauen verteilen sich über die Stadt, 3000 Marken werden gezeigt. Die Fashion Week findet seit 2007 zweimal im Jahr statt und gilt als Gipfeltreffen für die deutsche Modeszene. Diesmal muss sie allerdings zwei Absagen verkraften: Die in Finanznöte geratene Messe Bread & Butter in Tempelhof fällt aus. Und Designer Michael Michalsky wollte lieber für die Ebola-Hilfe spenden als eine große Show ausrichten.

"Boyhood" gewinnt drei Trophäen in London

Filmkritiker prämieren Jugenddrama

"Boyhood" hat bei den Filmpreisen der Vereinigung London Critics' Circle drei Trophäen gewonnen. Die Filmexperten bedachten "Boyhood" gestern mit den Preisen in den Kategorien Film des Jahres, beste Regie für Richard Linklater und beste Nebendarstellerin für Patricia Arquette. Das über zwölf Jahre mit denselben Schauspielern gedrehte Filmdrama erzählt die Geschichte eines Jungen und seiner Schwester, die erwachsen werden. Der Film ist in sechs Kategorien für den Oscar nominiert.

Witwe wirft angeklagtem Achenbach "Vertrauensbruch" vor

"Showdown" im Prozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach

Im Betrugsprozess gegen Helge Achenbach hat die Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht dem Kunstberater "Vertrauensbruch" an einem schwer kranken Menschen vorgeworfen. Achenbach habe gewusst, dass ihr Mann sehr krank war, sagte Babette Albrecht im Essener Landgericht. Der Kunstberater habe seinem Duzfreund trotzdem noch kurz vor dessen Tod im Herbst 2012 zwei millionenschwere Ferraris vermittelt. Die Staatsanwaltschaft wirft Achenbach vor, Berthold Albrecht bei 22 Kunst- und Oldtimerverkäufen um rund 23 Millionen Euro betrogen zu haben. Achenbach hat die Vorwürfe ungerechtfertigter Preisaufschläge bei Kunstdeals teilweise zugegeben. Erstmals sei Babette Albrecht misstrauisch geworden, als sie nach dem Tod Berthold Albrechts sehr hohe Rechnungen für Kunst- und Autoversicherungen erhalten habe. Achenbach hatte 28 hochkarätige Kunstwerke innerhalb von knapp zweieinhalb Jahren an Albrecht verkauft, unter anderem Bilder von Kokoschka, Kirchner, Picasso und Gerhard Richter.

Kritik an diesjährigen Oscar-Nominierungen

Zu weiß, zu männlich

Seit ihren Nominierungen für die diesjährigen Oscars reißt die Kritik an der Academie of Motion Picture Arts and Sciences nicht ab. Alle Schauspieler oder Schauspielerinnen auf der Liste der Ausgewählten sind weiß, in den Kategorien Drehbuch und Regie wurde keine einzige Frau nominiert. Dabei hätten die Academy-Mitglieder nach Auffassung vieler Experten durchaus eine Chance gehabt, mit dem US-Bürgerrechtsdrama "Selma" gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Der Film mit David Oyelowo in der Rolle von Martin Luther King wurde zwar für die Königskategorie Bester Film nominiert, doch sowohl Oyelowo wie auch die - schwarze - Regisseurin Ava DuVernay gingen bei den Nominierungen leer aus. Obwohl "Selma" unter anderem von der Internetseite Rotten Tomatoes, die Kritiken sammelt, als bester Film des Jahres gewertet wurde und sogar besser als "Boyhood" abschnitt.

Arbeitslosigkeit trifft jüngere Generation härter

OECD-Studie

Berufseinsteiger und jüngere Arbeitnehmer haben es in Krisenzeiten besonders schwer, einen Job zu finden. Das zeigen Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die heute in London veröffentlicht wurden. Unabhängig vom Bildungsstand ist die Arbeitslosenrate unter den 25- bis 34-Jährigen demnach höher als bei den 55- bis 64-Jährigen. In Krisenzeiten setzten Arbeitgeber eher auf erfahrene Arbeitskräfte. Zudem verlangsame die Erhöhung des Rentenalters in der Tendenz die Rotation auf dem Arbeitsmarkt. Verglichen wurden Zahlen aus den 34 OECD-Mitgliedsländern und zehn Partnerländern.

Europaweit erste Schau von Mario Testino

Magier der Modefotografie

Von Claudia Schiffer bis Lady Gaga - Mario Testino (60), zeigt seine europaweit erste Ausstellung in Berlin. Unter dem Titel "In Your Face" vermitteln die rund 130 oft großformatigen Werke in der Kunstbibliothek am Kulturforum die Respektlosigkeit, Eleganz und Kreativität des Künstlers, wie Museumsdirektor Moritz Wullen sagte. Zu sehen sind Ikonen der Fotografie wie eine fast unbeschürzte Claudia Schiffer mit Katzenmaske, Kate Moss im Spiegelkabinett oder Carmen Kass als roter Vamp, aber auch provokante und erotische Szenen, die Testino bei den Partys der Schönen und Reichen einfing. 2012 hatte die Schau im Museum of Fine Arts in Boston mit großem Erfolg Premiere, später war sie in Buenos Aires und Sao Paolo zu sehen. Die Ausstellung läuft bis zum 26. Juli.

Passauer Opernhaus nach Sanierung wieder eröffnet

Das Gebäude hatte im Sommer 2013 vom Hochwasser massive Schäden bekommen

Jetzt ist das Fürstbischöfliche Opernhaus nach längerer Sanierung wieder eröffnet worden. Das Theatergebäude musste nach den Wasserschäden für rund 3,3 Millionen Euro wieder hergerichtet werden. Kulturstaatssekretär Sibler betonte bei der Eröffnung, dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ein gutes Beispiel gelebter Solidarität sei. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten sich dafür eingesetzt, dass das Opernhaus seine Türen wieder öffnen könne.

Max Ophüls Filmfestival in Saarbrücken

65 Filme konkurrieren um Preis als bester Nachwuchsfilm|

Es soll ein Treffen der Generationen geben: Bei der 36. Ausgabe des Max Ophüls Filmfestival treffen von heute an junge Filmemacher und Schauspieler auf so erfahrene Festivalgäste wie Margarethe von Trotta, Hannelore Hoger oder Hans W. Geissendörfer. Letzterer bekommt in diesem Jahr den Ehrenpreis des Festivals. In vielen Spielfilmen ist die Abrechnung mit der Eltern-Generation Thema. Das Max Ophüls Festival findet vom 19. bis 25. Januar in Saarbrücken statt.

Kulturnachrichten hören

Januar 2015
MO DI MI DO FR SA SO
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur