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Kulturnachrichten

Donnerstag, 15. Januar 2015

"Boyhood", "Selma" und "The Imitation Game" mit Oscar-Chancen

Oscar-Nominierungen wurden bekanntgegeben

Die Filmdramen "Boyhood", "Selma" und "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben" gehen ins Rennen um den Oscar als bester Film. Die drei Werke gehören zu den neun nominierten Beiträgen für den wichtigsten Filmpreis der Welt. Dabei ist auch die britisch-deutsche Produktion "The Grand Budapest Hotel". Das gab die Oscar-Akademie heute bekannt. Richard Linklater und Wes Anderson haben Chancen auf den Regie-Oscar. Linklater wurde für sein vielgelobtes Kindheitsporträt "Boyhood" genannt, Anderson für seine britisch-deutsche Groteske "The Grand Budapest Hotel". Auch Wim Wenders hat mit seiner Dokumentation "Das Salz der Erde" Chancen auf eine Trophäe. Der 69-Jährige könnte in der Sparte "Beste Dokumentation" gewinnen. Der Film erzählt vom Werk des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Keira Knightley und Meryl Streep wurden für die Kategorie der besten Nebendarstellerin nominiert. Streep wurde für ihre Rolle als Hexe in "Into the Woods" genannt, Knightley für "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben". Bei den Männern gehören Robert Duvall und Ethan Hawke zu den fünf Nominierten für den Oscar als beste Nebendarsteller. Die Oscar-Trophäen werden am 22. Februar in Los Angeles zum 87. Mal vergeben. Als Moderator wird dann erstmals der US-Schauspieler Neil Patrick Harris auf der Bühne stehen. Im vergangenen Jahr gewann das Sklavendrama "12 Years a Slave" die Auszeichnung als bester Film.

Lammert und Linke verurteilen Strafe gegen arabischen Blogger

Bundestagspräsident Lammert und die Linken-Bundestagsfraktion haben die Bestrafung des saudi-arabischen Bloggers und Menschenrechtsaktivisten Raif Badawi als unmenschlich verurteilt

Lammert beklagte, dass Saudi-Arabien Badawi öffentlich auspeitschen ließ. Mit staatlicher Autorität werde im Namen Gottes "gegen Mindeststandards der Menschlichkeit verstoßen", sagte Lammert im Bundestag. Als barbarisch bezeichnete die menschenrechtspolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Annette Groth, das Urteil. "Saudi-Arabien gilt der Bundesregierung als strategischer Verbündeter. Von einem strategischen Verbündeten muss jedoch eingefordert werden, dass er elementare Grundrechte und Menschenrechte nicht mit Füßen tritt", erklärte Groth und forderte die sofortige Freilassung Badawis. Der 30-jährige Blogger Raif Badawi war im Mai zu zehn Jahren Haft und 1.000 Peitschenhieben verurteilt worden, von denen er jede Woche 50 erhalten soll. Laut der Anklage soll er auf seiner Webseite "Saudi-Arabische Liberale" Beiträge veröffentlicht haben, die den Islam beleidigen. Morgen soll die Auspeitschung im saudi-arabischen Dschidda fortgesetzt werden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ruft zum Protest gegen die Strafe auf. Der Verurteilte hatte am vergangenen Freitag die ersten 50 Peitschenhiebe erhalten.

Botticelli-Schau in Berlin und London geplant

Berlin und London widmen dem italienischen Maler ab Herbst eine große gemeinsame Ausstellung

Seine "Göttin der Anmut" ziert viele Zwei-Euro-Münzen, seine Venus wirbt für Mineralwasser, Rasierapparate und Kreditkarten: Der italienische Maler Sandro Botticelli (1445-1510) ist nicht nur einer der wichtigsten Maler der Renaissance, sondern längst auch eine Ikone der Popkultur. Bei einer Ausstellung in Berlin und London soll der Einfluss des großen Malers auf Kunst, Design und Mode bis in die Gegenwart nachgezeichnet werden. Herzstück der Schau sind mehr als 40 Originalwerke. Die Berliner Gemäldegalerie und das britische Victoria and Albert Museum stellten die ab Herbst geplante Ausstellung heute gemeinsam vor. Die Berliner Botticelli-Sammlung ist mit 8 Gemälden und 86 Zeichnungen die bedeutendste außerhalb Italiens, sagte Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer. Erstmals soll den Veranstaltern zufolge das Werk in Bezug zu seinen Interpretationen und Nachahmungen gesetzt werden. Zu den mehr als 130 Objekten der Schau gehören neben den Botticelli-Originalen auch zahlreiche andere Meisterwerke europäischer Kunst, etwa von Dante Gabriel Rossetti, René Magritte, Elsa Schiaparelli und Andy Warhol - häufig als Leihgaben aus anderen großen Häusern. In Berlin soll die Schau vom kommenden September an zu sehen sein, in London wird sie von März bis Juli 2016 gezeigt.

Verschollene Gemälde wieder in Sanssouci

Vier verschollen geglaubte wertvolle Gemälde sind 70 Jahre nach Kriegsende nach Potsdam-Sanssouci zurück gekehrt

Die Werke stammen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mitteilte. Am kommenden Mittwoch werden sie Journalisten im Neuen Palais präsentiert. Erst dann sollen auch Details über die abenteuerliche Rückführung bekanntgegeben werden. Beteiligt waren daran Sotheby's New York, des Münchner Auktionshaus Ketterer Kunst und ein Privatdetektiv. Ein Gemälde gab den Angaben zufolge Litauen zurück. Noch immer vermisst die Stiftung zehntausende Objekte, die durch den Zweiten Weltkrieg verloren gingen. Darunter sind mehr als 3000 Ölgemälde mit Meisterwerken von Rubens und van Dyck, etwa 1100 Skulpturen sowie tausende Porzellane. Zu den Verlusten zählen auch Möbel, wertvolle Bücher und Grafiken.

Hollande eröffnet neue Pariser Philharmonie

Architekt kritisiert Eröffnungstermin

Das erste Konzert in dem 2400 Zuschauer fassenden Saal war den 17 Anschlags-Opfern in der französischen Hauptstadt gewidmet. "Die Terroristen wollten die Kultur treffen", sagte Hollande. Architekt Jean Nouvel boykottierte aus Protest gegen den Eröffnungstermin die Einweihung seines Baus. Der Zeitplan verstoße gegen "architektonische und technische Anforderungen", schrieb Nouvel in der Zeitung "Le Monde". Präsident Hollande sprach von einem "außergewöhnlichen" Konzerthaus und nannte die Eröffnung ein herausragendes Kulturereignis. Der Bau im Nordosten von Paris dauerte acht Jahre und kostete 386 Millionen Euro, drei Mal so viel wie ursprünglich vorgesehen. Der größte Konzertsaal bietet 2400 Gästen Platz. Die Sitze sind wie bei der Berliner Philharmonie rund um die Bühne angeordnet. Keiner der Zuschauer sitzt weiter als 32 Meter entfernt vom Dirigentenpult.

Muslime kündigen bundesweite Mahnwachen für Meinungsfreiheit an

Die Türkisch-Islamische Union Ditib hat für morgen bundesweite Mahnwachen vor Verlagshäusern, Redaktionsgebäuden und Fernsehstudios angekündigt

"Wir werden eine Spaltung unserer Gemeinschaft nicht zulassen", sagte der Ditib-Vorstandsvorsitzende Asikoglu morgen in Köln. Mit der Aktion wolle der Dachverband der Moscheegemeinden seine Solidarität mit den Opfern der Terroranschläge in Paris bekunden und für Meinungsfreiheit eintreten. Die Mahnwachen der Ditib-Landesgemeinschaften und der Imame sollen nach den Freitagsgebeten im ganzen Land stattfinden. Die Vertreter der muslimischen Religionsgemeinschaften besuchen unter anderem die Zeitungen "Die Zeit", "Hamburger Morgenpost" und "Spiegel", sowie den Axel-Springer-Verlag und die Studios von RTL, Südwestrundfunk und Bayerischem Rundfunk. In Frankfurt werde darüber hinaus das Französische Generalkonsulat besucht. An der Mahnwache beim ZDF um 14.30 Uhr in Mainz werden laut Ditib auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Integrationsministerin des Landes, Irene Alt, CDU-Politikerin Julia Klöckner und der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling teilnehmen.

Italienische Regisseure kritisieren Rauchverbot in Filmen

Ein geplantes Rauchverbot in Filmen empört die Filmemacher

Sie befürchten eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. "Wir müssen unser Erstaunen und unsere Sorge ausdrücken", hieß es in einem Appell in der Zeitung "La Repubblica", den auch Oscarpreisträger und Regisseur Paolo Sorrentino ("La Grande Bellezza - Die große Schönheit") unterzeichnete. Es sei "lächerlich", wenn man das Leben der Menschen in einem Film nicht mehr darstellen könnte. Das sei eine Beschränkung der künstlerischen Freiheit, die man aus religiösen Staaten kenne. Das Gesundheitsministerium hatte vergangene Woche mitgeteilt, das Rauchverbot in Italien möglicherweise auf Filme und TV-Serien auszuweiten. Auch soll Rauchen im Auto, wenn Kinder an Bord sind, verboten werden.

CD-Verkauf stützt deutschen Musikmarkt

Die CD bleibt die große Stütze für den deutschen Musikmarkt

Im vergangenen Jahr brachten CDs, aber auch Schallplatten in Deutschland noch immer 75 Prozent der Branchenumsätze. Insgesamt wurden mit dem Verkauf von CDs, Vinyl, Downloads und dem Streaming rund 1,48 Milliarden Euro und damit 1,8 Prozent mehr als 2013 erlöst. Das teilte der Bundesverband Musikindustrie und GfK Entertainment nach einer Hochrechnung mit. Genaue Zahlen sollen im März vorliegen. Der Absatzrückgang physischer Tonträger sei gegenüber dem Vorjahr sogar etwas gebremst worden. Während 2013 das Minus bei CDs und Platten gegenüber 2012 bei zwei Prozent lag, waren es 2014 nur noch ein Prozent weniger. Das digitale Geschäft sei um gut zwölf Prozent gewachsen, vor allem wegen des Streamings.

Alfred Neven DuMont gibt Aufsichtsratsvorsitz in der Mediengruppe ab

Nach einem Vierteljahrhundert an der Spitze des Aufsichtsrates der Mediengruppe M. DuMont Schauberg gibt Alfred Neven DuMont den Vorsitz ab

Der 87-Jährige wird Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats. Neuer Vorsitzender wird sein Verwandter und bisheriger Stellvertreter, der Verleger und Manager Christian DuMont Schütte (57). Er gehört zur zwölften Generation der Kölner Verlagsdynastie. Bei MDS erscheinen die Abonnement-Zeitungen "Kölner Stadt-Anzeiger", "Kölnische Rundschau", "Berliner Zeitung" und "Mitteldeutsche Zeitung" sowie die Boulevardblätter "Express", "Hamburger Morgenpost" und "Berliner Kurier" mit einer täglichen Gesamtauflage von mehr als einer Million. Zur Gruppe gehören unter anderem auch der Buchverlag DuMont und Beteiligungen an Radio- und Fernsehsendern und Anzeigenblättern.

NRW-Ministerin weist Kritik des Bundes an weiterem Kunstverkauf zurück

Kulturministerin Ute Schäfer sieht Verantwortung bei Berlin

Die SPD-Politikerin sieht beim drohenden Verkauf der Kunstsammlung der WestLB-Nachfolgegesellschaft Portigon auch den Bund in der Pflicht. Als stiller Gesellschafter sei er wie das Land "maßgeblich von den anstehenden Entscheidungen betroffen", erklärte Schäfer in Düsseldorf. Deshalb müsse auch das Bundesfinanzministerium einbezogen werden.
Schäfer forderte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) auf, den am 5. Februar geplanten Runden Tisch in NRW zur Zukunft der Kunst in landeseigenen Unternehmen zu unterstützen. Sie selbst lasse bereits prüfen, ob es sich bei den Portigon-Werken um national wertvolles Kulturgut handele, das nicht ausgeführt werden darf. Portigon ist die Rechtsnachfolgerin der infolge von Milliardenverlusten zerschlagenen WestLB. Sie wickelt den Geschäftsbetrieb der ehemaligen Landesbank ab. Grütters hatte NRW mit dem Eingreifen des Bundes gedroht, sollte eine Abwanderung von national wertvollem Kulturgut drohen.
Portigon-Chef Kai Wilhelm Franzmeyer hatte den Kunstverkauf als "alternativlos" wegen der EU-Vorgaben bezeichnet.

Oldtimer-Verkäufer sagen im Achenbach-Prozess aus

Kunstberater bestreitet vorsätzliche Täuschung

Im Betrugsprozess vor dem Landgericht Essen kommen heute die Verkäufer von wertvollen Oldtimern zu Wort. Achenbach hatte sie dem 2012 gestorbenen Aldi-Erben Albrecht verkauft. Die Anklage wirft Achenbach vor, den Milliardär bei 14 Kunstverkäufen und neun Oldtimergeschäften um rund 23 Millionen Euro betrogen zu haben. Allein 14 Millionen Euro Schaden sollen bei den Oldtimer-Deals entstanden sein. Achenbach hatte in einem Teilgeständnis zwar zugegeben, beim Verkauf einiger Kunstwerke unberechtigte Aufschläge vorgenommen und Rechnungen manipuliert zu haben. Bei den Oldtimer-Verkäufen habe er Albrecht aber nicht getäuscht. Die Preisaufschläge seien diesem bekannt gewesen, sagte der 62jährige.
Gestern hatte der Vorsitzende Richter Johannes Hidding weitere sechs Verhandlungstermine im Februar anberaumt. Das bedeute aber nicht, dass auch alle benötigt würden, sagte Hidding. Bisher war als letzter Verhandlungstag der 21. Januar vorgesehen.

Begegnungszentrum auf früherem Lagergelände in Zgorzelec

Das Europäische Zentrum für Bildung und Kultur steht auf dem Gelände des einstigen Kriegsgefangenenlagers Stalag Vllla.

An diesem Ort sollen Projekte entstehen, Workshops stattfinden und Ausstellungen gezeigt werden. Zwischen 1939 und 1945 waren dort rund 120 000 Menschen eingesperrt, darunter der französische Komponist Olivier Messiaen. Dessen "Quartett auf das Ende der Zeit" erklingt am Abend bei einem Konzert im neuen Begegnungszentrum. Am 15. Januar 1941 hatte Messiaen das Werk mit drei Mitgefangenen im Lager uraufgeführt.

140 Einsendungen für den "Goldenen Spatz"

Für das Kinderfilmfestival sind in diesem Jahr 140 Film- und Fernsehbeiträge eingereicht worden

Auch wenn die Auswahl an deutschsprachigen Produktionen damit etwas kleiner als im Vorjahr ausfalle, sei das Angebot in allen Kategorien sehr gut und vielfältig, sagte Festivalleiterin Margret Albers zum Ende der Filmsichtung durch die Auswahlkommissionen. Diese stellen bis zu 38 Produktionen zusammen, die beim Festival vom 31. Mai bis zum 6. Juni in Gera und Erfurt im Wettbewerb laufen. Die Siegerbeiträge werden dann von einer Kinderjury mit den "Goldenen Spatzen" gekürt.

Großer Kunstpreis Berlin für Autor Sherko Fatah

Der Schriftstleller den Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist

Fatha schaffe es in seiner Literatur, Gewalt in ihren unterschiedlichen Äußerungen zu betreiben, ohne sich zu ihrem Komplizen zu machen, heißt es in der Begründung der Jury. Seine Romane wie "Im Grenzland" (2001), "Onkelchen" (2004) oder "Der letzte Ort" (2014) bewegten sich fast immer im Spannungsfeld zwischen arabischer und westlicher Welt. Fatha wurde 1964 in Ost-Berlin geboren und ist Sohn eines Kurden und einer Deutschen. Der Kunstpreis Berlin wurde in Erinnerung an die März-Revolution von 1848 vom Berliner Senat gestiftet. Er wird von der Akademie der Künste im Auftrag des Landes verliehen.

Oberhausener Kurzfilmtage widmen sich 3D-Filmen

Die 61. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen beschäftigen sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit experimentellen 3D-Filmen

Das diesjährige Themenprogramm hat den Titel "Das Dritte Bild - 3D-Kino als Experiment", teilten die Veranstalter heute mit. Im bislang umfangreichsten Programm dieser Arbeit werden rund 50 Arbeiten gezeigt. Im Windschatten des Mainstream-Kinos seien zahlreiche 3D-Filme entstanden, die erstmals eine wirklich künstlerische Erprobung der Technik wagten, erklärten die Veranstalter der Kurzfilmtage. Zu sehen seien auch Musikvideos, die häufig als Experimentierfeld für 3D zwischen Kunst und Kommerz genutzt würden. Das Oberhausener Kurzfilmfestival findet vom 30. April bis 5. Mai statt.

Richterin Nußberger bekommt Schader-Preis

Die Auszeichnung gilt als eine der wichtigsten Preise für Gesellschaftswissenschaftler in Deutschland

"In der Vielfalt ihrer Arbeit als Sozialrechtlerin, Staatsrechtlerin, Rechtsvergleicherin, Slawistin und als Spezialistin für europäische Menschenrechte vertritt sie das Sozialrecht und das Sozialwesen in besonderer Breite und Tiefe", teilte die Stiftung als Begründung mit. Nußberger ist auch Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Der 51-Jährigen soll die Auszeichnung im Mai in Darmstadt vergeben werden. Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert.

Deutscher Filmball mit Oliver Stone in München

Über den roten Teppich am Sonnabend werden außerdem Heiner Lauterbach, Jan Josef Liefers oder Heike Makatsch laufen

Zum 42. Mal lädt die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft zum feierlichen Abschluss der Münchner Filmwoche, auf der die deutschen Filmverleiher jedes Jahr im Januar die kommenden Kinofilm-Highlights präsentieren. Preise gibt es schon am Freitagabend, wenn die Bayerischen Filmpreise verliehen werden. Der Publikumspreis geht an den Schrecken aller Büroarbeiter: an "Stromberg - Der Film" mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle als unerträglicher Chef. Auch der undotierte Ehrenpreis wurde bereits bekanntgegeben. Er geht in diesem Jahr an den Kameramann Gernot Roll (75), der Filme wie den Oscar-Gewinner "Nirgendwo in Afrika" von Caroline Link gedreht hat.

Polanski in Krakau verhört

Dem Starregisseur wird vorgeworfen 1977 Minderjährige missbraucht zu haben

Nach dem Auslieferungsantrag der USA an Polen ist der mit Missbrauchsvorwürfen konfrontierte Regisseur Roman Polanski in Krakau verhört worden. Das teilte die polnische Staatsanwaltschaft mit. Überdies werde "demnächst" ein Antrag an das zuständige Gericht im Fall Polanski gestellt, hieß es. Unklar blieb, ob der Fall mit dem Antrag zu den Akten gelegt oder ob dem US-Auslieferungsgesuch damit stattgegeben werden soll. Letzteres halten Beobachter allerdings für unwahrscheinlich. Über das Auslieferungsgesuch muss ein Gericht entscheiden. Wird der Antrag abgelehnt, ist der Fall aus polnischer Sicht abgeschlossen. Sollte das Gericht dagegen dem Gesuch stattgeben, obliegt die endgültige Entscheidung über eine Auslieferung dem Justizministerium in Warschau. Der französisch-polnische Filmemacher hatte am Montag im polnischen Fernsehen erklärt, er habe Vertrauen in die Justiz seines Heimatlandes. Die US-Behörden werfen dem 81-Jährigen vor, im Jahr 1977 eine 13-Jährige sexuell missbraucht zu haben. Der Regisseur bekannte sich nach seiner Festnahme wegen Sex mit einer Minderjährigen schuldig. Nach 42 Tagen im Gefängnis nutzte er seine vorläufige Freilassung kurz vor dem Urteilsspruch zur Flucht aus den USA.

Produzentin Ruth Waldburger erhält Bremer Filmpreis

Jury bezeichnnet Schweizerin als europäische Produzentin

Ruth Waldburger bringe immer wieder neue Partner aus verschiedenen Ländern zusammen, erklärte die Jury des Bremer Filmpreises. Waldburger sei offen für interessante Stoffe, kreative Künstler und ästhetische Innovationen. Der Schweizerin wird am Abend die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung im Rathaus der Hansestadt verliehen.
Die Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse Bremen vergibt den Filmpreis in Zusammenarbeit mit dem Kommunalkino "City 46" seit 1999. Geehrt werden Schauspieler, Regisseure, Autoren und Produzenten für langjährige Verdienste um den europäischen Film. Frühere Preisträger sind unter anderem Lars von Trier, Tilda Swinton und Nina Hoss.

Brandenburg untersagt Hinweisschilder für "Nudelmessen"

"Kirche des fliegenden Spaghettimonsters" sei Religionsparodie

Kirchen und Religionsgemeinschaften dürften laut Bundesverkehrsministerium mit Straßenschildern für ihre Gottesdienste werben. Die "Kirche des Spaghettimonsters" habe aber keine ernsthafte religöse Substanz", erklärte Brandenburgs Kultusministerin Sabine Kunst (SPD) in einer Antwort auf eine "Kleine Anfrage" ihrer Landtagsfraktion. Daher werde der zuständige Landesbetrieb künftig keine weitere Genehmigung für die Aufstellung von Hinweisschildern erteilen, erklärte Kunst.

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Fazit

Margaret Atwood wird 80Humanistin und hellsichtige Mahnerin
Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood (picture alliance / AP / Invision / Arthur Mola)

Weltberühmt wurde sie mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd". Heute feiert die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood ihren 80. Geburtstag. Über ihre teilweise düsteren Visionen sagt sie: "Ich beschreibe nur, was wir schon tun oder tun könnten."Mehr

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