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Kulturnachrichten

Donnerstag, 30. Januar 2014

Suhrkamp-Streit: Barlach legt Beschwerde gegen Konzept ein

Der Streit um den Suhrkamp Verlag geht in eine neue Runde.

Suhrkamp-Mitgesellschafter Hans Barlach hat
sofortige Beschwerde gegen das gerichtlich genehmigte
Sanierungskonzept für den Verlag eingelegt. Das teilten Barlachs Schweizer Medienholding und Suhrkamp übereinstimmend mit.

Nach dem Konzept soll der Traditionsverlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Der mit Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zerstrittene Barlach würde dann weitreichende Mitspracherechte verlieren.

"Spiegel" widerspricht Gurlitt-Anwalt mit Videoaufzeichnung

Das aufgezeichnete Wort ist der beste Beweis.

Das hat sich das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" offenbar im Streit mit dem Anwalt des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt gedacht. Anwalt Hannes Hartung hatte dem Magazin vorgeworfen, den Sammler falsch zitiert zu haben. So soll das verbreitete Zitat "Freiwillig gebe ich nichts zurück" falsch gewesen sein. Sein Mandant sei stets gesprächsbereit gewesen.

Jetzt hat der Spiegel ein Video in dem Gurlitt diese Aussage macht unter der Überschrift "In eigener Sache" veröffentlicht.

Anwalt Hartung hatte angekündigt, gegen die Berichterstattung über Gurlitt vorgehen zu wollen.

Chinesisches Neujahrsfest: Böllerverbot für Parteimitglieder

Das Feuerwerk zum chinesischen Neujahrsfest heute Nacht könnte in Peking etwas bescheiden ausfallen.

Wegen des Smogs in der Hauptstadt hat die Kommunistische Partei ihre Mitglieder aufgerufen, auf das Böllern zu verzichten. Das könnte sich tatsächlich auswirken: Nach Medienberichten sind ein Zehntel der Pekinger Parteimitglieder.

Vor kurzem musste Peking Smog-Alarm ausrufen - der Feinstaubwert lag beim 26-fachen des Grenzwertes der Weltgesundheitsorganisation.

Jüdischer Weltkongress: Deutschland tut zu wenig im Umgang mit Raubkunst

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder, hat Deutschland beim Thema NS-Raubkunst Gleichgültigkeit vorgeworfen.

Dass fast 70 Jahre nach Ende des NS-Regimes eine Sammlung wie die Gurlitt-Kollektion auftauche, sei nur ein Beispiel. Lauder plädierte dafür, die Verjährungsfristen für Raubkunst aufzuheben. Außerdem schlug er vor, eine Kommission zu gründen, die die Museen überprüft, nach Opfern und deren Erben sucht und gerechte Entschädigungen anbietet.

Historiker fordert deutsches Rückgabegesetz für NS-Raubkunst

Hier könnte sich Deutschland ein Beispiel an Österreich und den Niederlanden nehmen.

Gemeint ist ein Restitutionsgesetz, das in beiden Ländern schon existiert. Ein solches fordert der Historiker Julius H. Schoeps auch für die Bundesrepublik. Ihm zufolge werden zum Beispiel in Österreich als Raubkunst identifizierte Stücke auf dem Kunstmarkt verkauft. Der Erlös komme Opfern oder Opfereinrichtungen zugute.

Schoeps kritisiert auch, dass es hierzulande keine unabhängige Herkunftsforschung gibt. Museen würden, wenn überhaupt, nur ihre eigenen Sammlungen erforschen. Außerdem hätten sie wenig Interesse daran, NS-Raubkunst aufzuspüren.

Sprudelwasser-Streit: Oxfam trennt sich von Schauspielerin Johansson

Was hat Sodawasser mit Politik zu tun?

In diesem Fall eine ganze Menge: Die US-Schauspielerin Scarlett Johansson ist als Botschafterin der Hilfsorganisation Oxfam zurückgetreten. Grund dafür war ihr Werbe-Engagement für das Unternehmen Sodastream, das Trinkwassersprudler herstellt. Sodastream ist ein israelisches Unternehmen. Seine Produkte stellt es in einer jüdischen Siedlung in den besetzten Palästinensergebieten her. Das Problem dabei: Oxfam hat zum Boykott von Produkten aus diesen Gebieten aufgerufen.

Sprachforscher: Angst vor Überfremdung spiegelt sich auch in Sprache

"Der Magen der deutschen Sprache hat in den letzten 100 Jahren erstaunlich viel verdaut."

Das sagt der Präsident der Akademie für Sprache und Dichtung, Heinrich Detering, und will damit einer Angst vor sprachlicher Überfremdung entgegenwirken. Auf einer Veranstaltung des Goethe-Instituts erklärte er, die Angst vor Überfremdung der Sprache sei oft ein Symbol für die Angst vor Überfremdung allgemein. Als Beispiel nannte er das Schlagwort "Armutszuwanderung": Es sei vielmehr die Angst vor Armut - und nicht das Wort an sich, das negative Gefühle auslöse.

Bis zum Herbst geht das Goethe-Institut mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Deutsch 3.0" den Veränderungen der deutschen Sprache auf den Grund.

Krise in der Ukraine: Deutsche Welle reagiert mit neuem TV-Magazin

Die Deutsche Welle reagiert mit ihrem Programm auf die Krise in der Ukraine.

Der Sender strahlt ab morgen über den Partnersender TVi ein gesellschaftspolitisches TV-Magazin für das Land aus. Intendant Peter Limbourg sagte, damit wolle man ein Zeichen gegen die zunehmende Medienrepression in der Ukraine setzen. Einen solchen Schritt erwarteten die Menschen in der aktuellen Situation. Die 26-minütige Sendung "Geofaktor" läuft einmal pro Woche in ukrainischer Sprache und soll deutsche und europäische Perspektiven für die Entwicklung in dem Land liefern. Außerdem habe die Deutsche Welle zusätzliche Korrespondenten nach Kiew entsandt, erklärte Limbourg.

Unbekannte Schriften von Lyrikerin Sappho aufgetaucht

Von der altgriechischen Dichterin Sappho ist nur ein Bruchteil ihres Werkes erhalten geblieben.

Forscher können sich freuen: Zwei bisher unbekannte Gedichte sind jetzt aufgetaucht. Wie die Zeitung "The Guardian" berichtet, hat ein anonymer Sammler die Texte einem Forscher der Universität Oxford vorgelegt, der die Echtheit bestätigte.

Die beiden Gedichte sind auf Papyrus geschrieben. Eines ist größtenteils erhalten, das andere "nur in Fragmenten".

Sappho hat im 7. und 6. Jahrhundert vor Christus gelebt und gilt als eine der wichtigsten altgriechischen Lyrikerinnen.
Sie ist vor allem für ihre erotische Dichtung bekannt.

Russische Justiz nimmt kremlkritischen Sender ins Visier

Was in Russland mit kremlkritischen Medien passiert, kann man jetzt wieder in Sankt Petersburg beobachten.

Die dortige Staatsanwaltschaft will mit einer Untersuchung klären, ob der TV-Sender "Doschd" bei einer Umfrage zu weit gegangen ist. Doschd hatte den Zuschauern die Frage gestellt, ob die Sowjetunion das belagerte Leningrad den Nationalsozialisten hätte ausliefern sollen, um mehr als eine Million Tote dort zu vermeiden. Die Umfrage hatte für so viel Wirbel gesorgt, dass schon mehrere Internetanbieter und Kabelbetreiber die Zusammenarbeit einstellten. Auch ein Kreml-Sprecher äußerte sich und sagte, der Sender habe eine "rote Linie" überschritten.

Doschd hat in der Vergangenheit immer wieder kritisch über die russische Regierung berichtet und Gegner von Präsident Wladimir Putin zu Wort kommen lassen.

Theologin: Überlegter Umgang mit Fallbeil, das zur Tötung der Geschwister Scholl eingesetzt wurde

Wie mit diesem Hinrichtungsinstrument umgegangen wird, muss genau überlegt werden.

Das meint die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Konkret geht es ihr um das Fallbeil, mit dem die Geschwister Scholl 1943 von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Sie fordert, dass die Guillotine sinnvoll in ein Museumskonzept eingebunden wird. Die Tötungsmaschine könne nicht einfach neben königlichen Insignien und bäuerlichen Sanitäreinrichtungen ausgestellt werden.

Das Fallbeil, mit dem die Geschwister im Gefängnis Stadelheim ermordet wurden, galt bis zu seiner Wiederentdeckung vor wenigen Wochen als verschollen.

Feuilletons kritisieren Oper "Brokeback Mountain"

Das Stück liefert keine neuen oder gar in die Tiefe gehenden Aspekte.

Mit diesen Worten kritisiert die "Süddeutsche Zeitung" die in dieser Woche erstmals in Madrid aufgeführte Oper "Brokeback Mountain". Der Komponist Carles Wuorinen brachte die Geschichte von zwei schwulen Cowboys im Teatro Real auf die Bühne. Das Stück schöpfe die musikalischen Möglichkeiten der Oper nicht aus, schreibt die Zeitung. Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" erkennt etwas "musikalisch Statisches", lobt aber die "psychologische Personenführung". Die Oper komme den Figuren näher als der Film von Ang Lee. Die "Welt hingegen bemängelt den "akademischen und buchhalterisch korrekten Tonfall" der Oper. Sie habe deshalb die Herzen der Zuschauer nicht erreicht.

Autorin Sabuschko:"Ukraine agiert nach Drehbuch Russlands"

"Gemeinsames Handeln ist die einzige Möglichkeit, angesichts des organisierten Wahnsinns nicht den Verstand zu verlieren."

Dieser Meinung ist die ukrainische Schriftstellerin Oksana Sabuschko angesichts der Situation in ihrem Heimatland. Die Autorin schreibt in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", die ukrainische Regierung agiere nach dem Drehbuch des Kremls und der russischen Staatssicherheit und verdiene es jetzt schon, vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gestellt zu werden. Für die Schriftstellerin steht Europa an der Schwelle eines neuen Krieges. Nur mache sich diese Tatsache offenbar niemand bewusst, schreibt Sabuschko.

Gurlitt-Anwalt Hartung: Öffentliche Hand muss für sichere Lagerung sorgen

Hannes Hartung sieht im Fall Gurlitt auch die öffentliche Hand in der Pflicht.

Der Anwalt des Kunstsammlers sagte im "Deutschlandradio Kultur", die Münchner Wohnung Gurlitts, wo die Sammlung jahrzehntelang gelagert war, scheide als Lagerstätte nun aus Sicherheitsgründen aus. Deshalb stelle sich die Frage: Wer trägt die Verantwortung dafür, neue geeignete und sichere Räume zu finden und zu finanzieren? In der "Süddeutschen Zeitung kritisierte Hartung zudem die Berichterstattung über seinen Mandandaten. Wenn Bilder aus den Ermittlungsakten abgedruckt würden, verletze das die Persönlichkeitsrechte. Dagegen werde man vorgehen.

Meinungsfreiheit in Sotschi: Diskussion zwischen OK und IOC

Beim Thema Meinungsfreiheit in Sotschi gehen die Meinungen offenbar auseinander -

und zwar zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee und dem Organisationskomitee der Winterspiele. OK-Chef Dimitri Tschernischenko widersprach IOC-Präsident Thomas Bach und bestätigte, dass politische Aussagen während der Spiele nicht erlaubt seien. Bach hatte zuvor bei einer Telefonkonferenz gesagt, die Athleten hätten "Meinungsfreiheit" und dürften sich bei Pressekonferenzen auch zu politischen Themen äußern. Strafen drohten einzig, sollten sich die Sportler während der Wettbewerbe oder bei den Medaillenvergaben entsprechend äußern. Tschernischenko sagte dagegen, Athleten dürften nicht-sportliche Themen nur in der Demonstrationszone 18 Kilometer außerhalb des Zentrums von Sotschi ansprechen.

Reporter: Einschüchterung von Journalisten in China an der Tagesordnung

Die Situation für Journalisten in China hat sich in den vergangenen dreißig Jahren nicht maßgeblich verbessert.

Das sagte der freie Korrespondent Paul Mooney in der "Süddeutschen Zeitung". Er berichtete in den 80er Jahren erstmals aus Peking. Seitdem habe sich die Einschüchterungs- und Überwachungs-Praxis nicht geändert, kritisiert Mooney. So käme es etwa immer wieder vor, dass die Polizei Ausrüstung wie Kameras, Laptops oder Notizbücher beschlagnahme oder aus Hotelzimmern mitnehme. In den vergangenen Monaten mussten mehrere Journalisten das Land verlassen. Auch Paul Mooneys Visum war im November nicht verlängert worden. Eine offizielle Begründung habe er nicht erhalten, sagte der Reporter.

Nach Enthüllungen: "New York Times"-Korrespondent muss China verlassen

Die USA-Regierung hatte sich vergeblich für ihn eingesetzt.

China hat den Pekinger Korrespondenten der "New York Times", Austin Ramzy, des Landes verwiesen. Der 39-jährige Journalist muss ausreisen, weil ihm das Visum nicht verlängert wird. Diplomaten sehen darin eine Vergeltungsaktion: Die Zeitung hatte über das Vermögen des früheren Ministerpräsidenten Wen Jiabao und dessen Familie berichtet. In diesem Zusammenhang musste bereits vor einem Jahr ein anderer Reporter der "New York Times" China verlassen. Der Auslandskorrespondentenclub in dem Land kritisierte die Entscheidung. Ein solches Verhalten sei weit von internationalen Standards entfernt, hieß es.

Ägypten: USA kritisieren Verfolgung von Al-Dschasira-Journalisten

Die USA sehen darin eine "ungeheuerliche Missachtung des Schutzes der fundamentalen Rechte und Freiheiten".

Eine Sprecherin des US-Außenministeriums übte scharfe Kritik an dem geplanten Prozess gegen 20 Journalisten des Fernsehsenders Al-Dschasira in Ägypten. Die Pressefreiheit sei ein Eckpfeiler der Demokratie. Kein Journalist dürfe Ziel von Gewalt oder politischer Verfolgung sein, betonte die Sprecherin. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Kairo mitgeteilt, dass 20 Al-Dschasira-Journalisten der Prozess gemacht werden soll, darunter auch vier Ausländern. Die 16 Ägypter wurden demnach wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation angeklagt. Ihre ausländischen Kollegen sollen sie mit Geld, Ausrüstung und Informationen versorgt haben. Ihnen wird außerdem vorgeworfen, falsche Nachrichten gesendet zu haben, um der Welt einen Bürgerkrieg in Ägypten vorzutäuschen.

Erst Ende Dezember waren in Kairo drei Al-Dschasira-Journalisten festgenommen worden. Sie waren angeklagt, weil sie Verbindungen zur damals bereits verbotenen Muslimbruderschaft unterhalten haben sollen.

Wuppertaler Museum will Gemälde an jüdischen Erben zurückgeben

Das jüdische Gemälde "Dame am Fenster" soll nach vielen Umwegen an seine rechtmäßigen Erben zurückgehen.

Das teilte das Wuppertaler Von der Heydt-Museum mit. Das Werk von Caspar Netscher befand sich seit den 50er Jahren im Bestand des Hauses und gehörte ursprünglich der Alten Pinakothek in München. Dort hatten es die Nationalsozialisten beschlagnahmt und an ein jüdisches Ehepaar in Belgien verkauft - wahrscheinlich um Devisen einzunehmen. Als das Ehepaar später floh, fiel das Bild zum zweiten Mal in die Hände der Nazis. Nach dem Krieg gelangte es schließlich in den Kunsthandel. Ein Sammler erwarb das Gemälde und schenkte des dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal. Jetzt will das Museum es den rechtmäßigen Erben zurückgeben.

Der Rat der Stadt Wuppertal wird am 24. Februar abschließend über die Restitution beraten.

Oscars: Academy disqualifiziert "Alone Yet Not Alone"

"Alone Yet Not Alone" hat keine Chancen mehr auf einen Oscar.

Der Song zum gleichnamigen Film war eigentlich in der Kategorie "Bestes Originallied" nominiert. Die Academy in Los Angeles disqualifizierte den Beitrag aber jetzt, wenige Wochen vor der Verleihung. Die Begründung: Der Komponist des Liedes, Bruce Broughton, - ein ehemaliges Mitglied der Academy - habe in einer E-Mail an Kollegen für seinen Beitrag geworben. Damit habe er seine Stellung in der Branche ausgenutzt. Broughton teilte mit, er sei über die Entscheidung "am Boden zerstört". Er habe lediglich auf das Lied hingewiesen. Seine Konkurrenten hätten in der Öffentlichkeit monatelang für ihre Beiträge geworben.

Die Oscars werden am 2. März in Los Angeles verliehen.

Rumänien verbietet von-Trier-Film "Nymphomaniac Vol. II"

Eine offizielle Begründung gab es nicht.

Rumäniens Behörden haben öffentliche Vorführungen des Films "Nymphomaniac Vol. II" von Lars von Trier verboten. Das sagte der Direktor der rumänischen Verleihfirma, Independenta Film, Antoine Bagnaninchi, der Deutschen Presse-Agentur. Gegen diesen "Zensurakt" wolle seine Firma Berufung einlegen. Rumänien sei das einzige Land in Europa, dass das Werk verbiete. Den ersten Teil des Dramas über eine Sexsüchtige hatten die rumänischen Behörden noch für Erwachsene freigegeben. Die Berlinale zeigt den neuen Film des dänischen Filmemachers mit Charlotte Gainsburg in der Hauptrolle erstmals in der vom Regisseur bevorzugten Langfassung.

In Deutschland startet der erste Teil am 20. Februar, der zweite am 3. April.

Kulturstaatsministerin Grütters will mehr Kontrollen bei Künstlersozialabgabe

Es kann nicht sein, dass die Ehrlichen zu Zahlmeistern für alle werden.

Das hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Kulturausschuss des Bundestags gesagt, und zwar mit Blick auf die Künstlersozialabgabe. Diese muss von Verlagen, Rundfunkanstalten, Theatern, Galerien oder Konzertveranstaltern gezahlt werden. Ob sie das auch wirklich tun, überprüft die Deutsche Rentenversicherung - allerdings nicht flächendeckend. Ein schärferes Kontrollgesetz war bisher vor allem am Widerstand der FDP gescheitert. Grütters will in den kommenden Monaten gemeinsam mit Arbeitsministerin Andrea Nahles von der SPD eine entsprechende Gesetzesvorlage auf den Weg bringen.

Papst auf dem Cover des Rolling Stone

Normalerweise zieren Rock- und Popstars das Cover des "Rolling Stone" - gerne auch mal in lasziver Pose.

Doch von der Ausgabe, die morgen erscheint, lächelt niemand anderes als Papst Franziskus. Die Unterzeile dazu lautet treffend: "The Times They Are A-Changin" - Die Zeiten ändern sich. Es ist schließlich das erste Mal, dass es ein Oberhaupt der katholischen Kirche auf das Titelblatt der US-amerikanischen Musikzeitschrift geschafft hat. Das Magazin teilte mit, "von Ton und Inhalt der öffentlichen Äußerungen des Papsts beeindruckt" zu sein. Der Vatikan reagierte nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" empört. Gleichzeitig mit der Würdigung Franziskus´ werde sein Vorgänger Benedikt im Magazin schlecht dargestellt.

Zuvor hatte Papst Franziskus bereits die Cover des "Time-Magazine" und einer Homosexuellen-Zeitschrift geschmückt.

Unabhängiger Sender in Russland in Schwierigkeiten

Die kritische Berichterstattung des Fernsehsenders störte offenbar viele im Kreml.

Davon ist die Besitzerin von "Doschd", Natalia Sindejewa, überzeugt. Mehrere Kabel- und Satellitenanbieter warfen das Programm aus ihren Kanälen, nachdem eine Umfrage des Senders zur Belagerung von Leningrad im Zweiten Weltkrieg Empörung ausgelöst hatte. Doschd hatten den Zuschauern die Frage gestellt, ob die Sowjetunion das belagerte Leningrad den Nationalsozialisten hätte ausliefern sollen, um mehr als eine Million Tote dort zu vermeiden. Der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, sagte, der Sender habe eine 'rote Linie' überschritten.

Spiegel-Chef Büchner will Online-Zugang kostenfrei halten

Bei "Spiegel Online" will Chefredakteur Wolfgang Büchner an Bewährtem festhalten.

Büchner sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der Zugang zur Internetausgabe des Nachrichtenmagazins solle weiter kostenlos bleiben. Der Journalist begründete dies mit starker Konkurrenz der öffentlich-rechtlichen Sender im Internet. Deshalb könnten sich in Deutschland reine Bezahlangebote nicht etablieren. Aufmachergeschichten bei "Spiegel Online" sollten jedoch auf ein attraktiveres Angebot in dem Heft hinweisen. Dafür solle das 18 Jahre alte Layout maßvoll modernisiert werden.

Amazon-Doku: Hessischer Rundfunk gewinnt Verfahren

Der Hessische Rundfunk darf seine TV-Dokumentation über Amazon weiter im Original senden.

Das entschied das Oberlandesgericht Hamburg und wies damit die Forderung eines ehemaligen Amazon-Dienstleisters zurück. Das Unternehmen wollte, dass der Sender die im Beitrag gebrauchte Formulierung "Abgefüttert wie die Schweine" nicht erneut verbreitet. Dies sei eine unzulässige Schmähkritik. Nach Angaben des Senders handelt es sich bei dem Passus um ein Zitat aus einer E-Mail, in der sich ein Zeuge über Missstände bei der Unterbringung und Verpflegung der Leiharbeiter äußert. Das Gericht sah darin eine zulässige Meinungsäußerung, für die es ausreichend belegbare Hinweise gegeben habe. Nach Angaben des hessischen Rundfunks zog das Unternehmen daraufhin seine Berufung gegen ein Urteil in erster Instanz zurück.

Neandertaler-Gene: Erbgut trägt zum Schutz gegen Kälte bei

Die Gene des Neandertalers haben unseren Vorfahren dabei geholfen, mit den kalten Wintern auf der nördlichen Erdhalbkugel zurechtzukommen.

In zwei Studien haben US-Forscher nachgewiesen, dass das Neandertaler-Erbe des modernen Menschen besonders bei den Genen ausgeprägt ist, die für die Produktion von Keratin wichtig sind - einem Protein, das für die Widerstandsfähigkeit von Haut, Haaren und Nägeln zuständig ist. Die Ergebnisse sind in den den Fachzeitschriften "Nature" und "Science" veröffentlicht. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Neandertal-Variante des Gens bei Europäern sehr häufig ist, während es bei Ostasiaten gar nicht vorkommt. Das könnte einige der äußerlichen Unterschiede zwischen den Menschengruppen erklären.

Auktion: Dokumente aus Nürnberger Prozessen versteigert

Die Dokumente waren im vergangenen Jahr auf einem Flohmarkt in Jaffa aufgetaucht.

Jetzt wurden rund 500 Seiten aus den Akten der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse in Jerusalem versteigert. Nach Angaben des Auktionshauses Kedem erhielt ein amerikanischer Sammler den Zuschlag für umgerechnet rund 7.300 Euro. Einige der Papiere waren zuvor in Berlin ausgestellt worden, bevor sie jetzt in die Auktion gingen. Obwohl die Dokumente keine bislang unbekannten Informationen enthielten, hätten sie doch tiefe Einblicke gegeben, wie die Anklage den wohl bedeutendsten Kriegsverbrecherprozess aller Zeiten angegangen habe, sagte ein Sprecher des Auktionshauses.

Karl der Große war hochgewachsen und schlank

Karl der Große war zwar kein Hühne, aber er überragte die meisten seiner Zeitgenossen.

Zu diesem Ergebnis kommt der Schweizer Wissenschaftler Frank Rühli. Der Mediziner untersuchte 1200 Jahre nach dem Tod des Frankenherrschers dessen linken Schienbeinknochen und berechnete: Karl der Große muss 1,84 Meter groß gewesen sein. Nach heutigen Maßstäben würde das 1,95 Meter entsprechen. "Grob berechnet" wog Karl außerdem 78 Kilogramm und hatte wohl einen Body Mass Index von 22. Damit war er dem Wissenschaftler zufolge auch ziemlich schlank.

Niederländische Friedensorganisation streicht Christus aus ihrem Namen

Christus ist nicht werbewirksam.

Eine niederländische Friedensorganisation hat den Verweis auf Christus aus ihrem Namen gestrichen. Statt unter der Bezeichnung "IKV Pax Christi" firmiere man künftig nur noch unter dem Namen "Pax", sagte Geschäftsführer Jan Gruiters der Zeitung "Trouw". Der Verweis auf das Christentum sei hinderlich, um ein größeres Publikum für die Friedensarbeit zu begeistern. Für den Beschluss zur Umbenennung seien vor allem PR-Erwägungen maßgeblich gewesen. "Pax" bleibe eine christliche Organisation.

One Direction erfolgreichste Musik-Künstler 2013

Die irisch-britische Band "One Direction" ist der erfolgreichste Music-Act 2013.

Der Internationale Verband der Phonoindustrie - IFPI - teilte mit, die Band sei die populärste der Branche - gemessen an verkauften Downloads, Videostreams und CDs. One Direction hatte im November mit "Midnight Memories" ihr drittes Studioalbum veröffentlicht. Der IFPI hatte erstmals die erfolgreichsten Künstler quer über alle Verkaufsarten von Musik ermittelt.

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