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Kulturnachrichten

Mittwoch, 29. Januar 2014

Kardinal Meisner verärgert Muslime

Kurz vor Ende seiner Amtszeit hat der Kölner Kardinal Meisner für große Verärgerung gesorgt.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, spricht von Ressentiments und islamfeindlichen Stimmungen. Damit bezog er sich auf einen Vergleich zwischen muslimischen und christlichen Familien, den Meisner gezogen habe. Laut Kölner-Domradio hatte der Kardinal bei einer Veranstaltung des "Neokatechumenalen Wegs", einer konservativen geistlichen Bewegung, den Kinderreichtum der Mitglieder gelobt und gesagt - Zitat - "Eine Familie von Euch ersetzt mir drei muslimische." Der religionspolitische Sprecher der Grünen, Volker Beck, warnte, Meisners Aussagen gefährdeten den öffentlichen Frieden. Das Christentum erfordere Respekt vor allen Menschen. Der Kardinal hat sich in der Zwischenzeit bei den Muslimverbänden entschuldigt. Seine Wortwahl sei "vielleicht unglücklich" gewesen.

Grimme-Preise: "Tatort" erhält Besondere Ehrung

Die ARD-Krimireihe "Tatort" gibt es seit mehr als 40 Jahren - heute ist sie Kult.

Darum erhält sie bei der Verleihung der diesjährigen Grimme-Preise die "Besondere Ehrung". Das Grimme-Institut lobte am Vormittag die Kommissare, die Drehbücher, die Regie und das Konzept regional verankerter Geschichten beim "Tatort". Die Sendung sei zum letzten "Fernseh-Lagerfeuer" geworden, das Zuschauer aller Generationen in seinen Bann schlage. Darüber hinaus stellte das Grimme-Institut 62 Kandidaten für weitere Preis-Kategorien vor, darunter viele öffentlich-rechtliche Produktionen wie die NDR-Doku "Geheimer Krieg" oder die ZDF-Serie "Lerchenberg".

Die Grimme-Preise werden im April zum 50. Mal verliehen. Sie gehören zu den wichtigsten deutschen Medienauszeichnungen und sollen vorbildliche Produktionen ehren.

Menschenrechtler: Journalisten werden in Sotschi überwacht

Nicht nur russische, sondern auch ausländische Journalisten werden während der Olympischen Winterspiele in Sotschi überwacht.

Davon gehen mehrere Menschenrechtsorganisationen aus. Der Vorstandsvorsitzende von "Reporter ohne Grenzen", Michael Rediske, sagte in Berlin, die gesammelten Daten würden bis zu drei Jahre lang gespeichert. Die Informationen könnten später dazu dienen, unliebsame Journalisten bei künftigen Visaanträgen zu benachteiligen oder gar der Unterstützung der Proteste zu beschuldigen. Er riet Journalisten dazu, bei Interviews während der Spiele Vorsicht walten zu lassen und gesammeltes Material über sichere Verbindungen zu speichern.

Die Winterspiele sollen am 7. Februar beginnen.

NS-Raubkunst: Grütters will Suche bündeln und ausbauen

Die neue Kulturstaatsministerin Monika Grütters findet es unerträglich, dass es immer noch Nazi-Raubkunst in deutschen Museen gibt.

Die CDU-Politikerin will daher die Suche nach geraubten Werken deutschlandweit bündeln und ausbauen. Das kündigte Grütters bei der ersten Vorstellung ihres Arbeitsprogramms in Berlin an. Die entsprechenden Bundesmittel sollten dafür verdoppelt werden. Grütters sagte, die bisherigen Stellen für Provenienzforschung leisteten gute Arbeit. Es fehle aber ein erkennbarer Ansprechpartner. Sie habe bereits entsprechende Gespräche mit den Bundesländern aufgenommen.

BAföG-Zahlungen auf Rekordniveau

In Deutschland beziehen immer mehr Schüler und Studenten Bafög.

Das geht aus einem aktuellen Bericht der Bundesregierung hervor. Im Jahr 2012 wurden rund 3,3 Milliarden Euro Ausbildungsförderung gezahlt. Zwei Jahre zuvor war es noch rund eine Milliarde weniger. Die Bundesregierung hat angekündigt noch in diesem Jahr das BAföG zu reformieren. Dabei sollen zum Beispiel die Förderbeträge für jeden Einzelnen erhöht werden. Das BAföG ist die finanzielle Unterstützung von Schülern und Studenten. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka betonte, dass damit allen jungen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, eine Ausbildung oder ein Studium in Deutschland ermöglicht werden soll.

Zahl der Orchester in Deutschland gesunken

Von einer "Krise der Klassik" kann eigentlich nicht die Rede sein.

Opern- und Konzerthäuser melden stabile Besucherzahlen auf hohem Niveau. Doch der Sparkurs im offentlichen Haushalt macht den Orchestern zu schaffen. Wie die Deutsche Orchestervereinigung mittteilte, sind seit Anfang der 90 Jahre 37 Orchester geschlossen worden. Zeit Zeit spielten in Deutschland nur noch gut 130 Klangkörper. Gleichzeitig sei auch die Zahl der Musiker-Planstellen von mehr als 12.000 auf 9.800 zurückgegangen. Der Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung, Gerald Mertens, warnte davor, dass angesichts des Sparkurses weitere Orchester schrumpfen oder verschwinden könnten.

Schiff „Roland von Bremen" wieder aufgetaucht

Gestern lag die Hansekogge noch auf dem Grund der Weser, heute ist sie wieder aufgetaucht.

Eine Bergemannschaft hat die "Roland von Bremen" wieder schwimmfähig gemacht. Der Pegel der Weser war am Morgen so niedrig, dass die Einsatzkräfte den Rumpf des Schiffes auspumpen konnten. Nach Angaben der Reederei "Hal över" hatte ein defektes Seeventil den Untergang der "Roland" verursacht. Inzwischen sei es aber gelungen, das Ventil abzudichten. Nun müssten die Wasserschäden begutachtet werden. Die „Roland von Bremen" ist ein 24 Meter langes Holzschiff, das als neues, maritimes Wahrzeichen der Hansestadt Bremen gilt.

Der Nachbau der mittelalterlichen Hansekogge ist 14 Jahre alt und liegt seit der Expo 2000 in Bremen. Das Original von 1380 ist im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven zu sehen. In der Nacht zum Dienstag war die "Roland" so weit gesunken, dass nur noch der Mast zu sehen war.

Bestseller-Autor Mankell an Krebs erkrankt

Meine Angst ist sehr groß, aber ich kann sie im Großen und Ganzen unter Kontrolle halten.

Das schreibt der schwedische Bestsellerautor Henning Mankell in einer Kolumne der Zeitung "Göteborgs Posten". Darin berichtet der Schriftsteller, dass er vor zwei Wochen die Diagnose Krebs erhalten habe. Der 65-Jährige hat demnach einen Tumor im Hals und einen in der Lunge. Es werde vermutet, dass auch andere Stellen seines Körpers betroffen seien. Mankell hat sich nach eigenen Angaben aus einem einfachen Grund dazu entschieden, über seine Krankheit zu schreiben. Es gehe für ihn um den Schmerz und das Leiden, das so viele andere Menschen auch betreffe.

Lernen außerhalb der Schule: Datenbank hilft bei der Suche geeigneter Orte

Biologie im Kompostwerk oder Latein im Kloster.

Der Schulunterricht außerhalb des Klassenzimmers kann bei Schülern ein besonders hohes Interesse wecken. Die richtigen Angebote zu finden ist für die Lehrer aber oft ein Problem. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat deshalb eine neue Internetplattform gestartet. Sie bietet auf einen Blick über 400 außerschulische Lernorte mit über 700 Angeboten an. Nach Auskunft von Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale will auch der benachbarte Verband Rheinland das Modell übernehmen. Anfragen zur Zusammenarbeit gebe es außerdem aus den Niederlanden und aus Niedersachsen.

Tochter schreibt an Hongkonger Milliardär: "Lieber Daddy, du musst akzeptieren, dass ich lesbisch bin."

Cecil Chao, Milliardär aus Hong Kong, hat eine lesbische Tochter.

Das will der Unternehmer aber nicht akzeptieren - und bietet dem Mann, der seine Tochter dazu bringt, ihn zu heiraten, eine Belohnung von umgerechnet fast 100 Millionen Euro. Chaos Tochter Gigi hat auf dieses zweifelhafte Angebot jetzt mit einem Offenen Brief reagiert. Darin bittet sie ihren Vater, sie so zu akzeptieren, wie sie ist, und ihre Lebensgefährtin wie jeden anderen Menschen auch zu behandeln. Weiter schreibt Gigi Chao, ihr Vater wisse gar nicht, wie glücklich sie sei. Es tue ihr leid, dass er annehme, sie lebe in einer lesbischen Beziehung, weil es in Hongkong nicht genügend attraktive Männer gebe.

Hier können Sie den vollständigen Brief lesen.

Kulturstaatsministerin Grütters über positive Folgen des Schwabinger Kunstfunds

Mit dem Fall Gurlitt hat sich die Museumslandschaft verändert - und das ist ein großer Fortschritt.

Dieser Ansicht ist Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Die CDU-Politikerin sagte der FAZ, Museen würden nicht mehr nur daran gemessen, wie sie mit Ankäufen, Ausstellungen und Besuchern umgingen, sondern auch daran, wie sie ihre Geschichte und die ihrer Sammlungen aufarbeiteten.

Mit Blick auf die Restitution von NS-Raubkunst betonte Grütters, es gehe dabei um die Anerkennung eines bitteren Lebensweges und des Unrechts, das einer Familie widerfahren sei. Diesen sehr persönlichen und moralischen Hintergrund dürfe man nicht unterschätzen.

Gurlitt erwägt Rückgabe einiger Bilder aus Münchner Kunstfund

Jetzt ist Cornelius Gurlitt doch bereit, einige Bilder aus seiner Sammlung zurückzugeben.

Sein Rechtsanwalt Hannes Hartung sagte der Deutschen Presse-Agentur, sein Mandant sei gewillt, sich die Raubkunst-Klagen genau anzusehen. Gurlitt wolle faire und gerechte Lösungen aushandeln. Die Taskforce "Schwabinger Kunstfund" habe ihm eine Aufstellung mit Werken zukommen lassen, zu denen es Anfragen von Erben gebe. Das Expertengremium hat nach eigenen Angaben bisher 458 der in Gurlitts Wohnung gefundenen Objekte als mögliche NS-Raubkunst identifiziert. Gestern hatte die Vorsitzende Ingeborg Berggreen-Merkel außerdem die Zusammensetzung der Taskforce bekannt gegeben. Ihr gehören insgesamt 14 internationale Experten an.

Künstlerischer Direktor des "Globe" erklärt die Faszination William Shakespeares

"Es gibt fast niemanden - ob im tiefsten Südamerika oder in den weitesten Ebenen Sibiriens -, der nicht ein bisschen über Shakespeare weiß."

Das sagt Dominic Dromgoole, Künstlerischer Direktor des Londoner "Globe"-Theaters. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur versucht er, die bis heute anhaltende Anziehungskraft des englischen Autors zu erklären. William Shakespeare schaffe es, auf ganz persönliche Weise jeden einzelnen anzusprechen und ihm Dinge zu sagen, die er hören wolle. Gleichzeitig spreche er aber auch zu einer ganzen Gesellschaft und darüber, wie Gesellschaften funktionierten, so Dromgoole. - Das "Globe" besuchen jedes Jahr rund eine Million Menschen. 2014, im Jubiläumsjahr zu Shakespeares 450. Geburtstag, dürften es noch einige mehr werden.

Soziologe Helbing über "Big Data": Der Geist ist aus der Flasche

Wenn es um "Big Data" geht, ist der Geist schon aus der Flasche.

Deshalb muss man ihn sich zunutze machen. So in etwa sieht es der Soziologe Dirk Helbing. Er plädiert in der "taz" dafür, die digitale Privatsphäre zu öffnen. Es sei unsinnig, dass Daten über Hunderte Millionen Menschen gesammelt würden, diese aber - unter dem Vorwand des Datenschutzes - keine Ahnung hätten, was damit angestellt werde. Informationen müssten stattdessen offen und transparent gesammelt werden, betont Helbing. Bürger müssten selbst entscheiden, was sie wofür freigeben. Von den riesigen Datenmengen würde dann jeder Einzelne profitieren, denn die verfügbaren Informationen könnten laut Helbing helfen, die großen Probleme des 21. Jahrhunderts zu lösen - zum Beispiel Finanzkrisen, den Klimawandel oder drohende Epidemien.

Journalist Timtschenko glaubt nicht an schnellen Systemwechsel in der Ukraine

Selbst wenn es in der Ukraine zum Machtwechsel kommt -

der Einfluss der Oligarchen bliebe bestehen. Davon ist der ukrainische Journalist Viktor Timtschenko überzeugt. Timtschenko sagte im Deutschlandradio Kultur, den Oligarchen gehe es vor allem darum, ihre Pfründe zu sichern - unabhängig davon, ob sie auf Seiten der Regierung oder der Opposition stünden. In echtes politisches Interesse werde das Engagement aber nicht münden, meinte Timtschenko. Es brauche eine gewisse Zeit, die Gesellschaft so zu gestalten, dass die Oligarchen weniger oder gar keinen Einfluss mehr auf die Politik hätten.

"Lipinski-Stradivari" in Wisconsin gestohlen

Sie gilt als eines der wertvollsten Instrumente der Welt.

In Milwaukee im US-amerikanischen Wisconsin ist einem Orchestermusiker eine 300 Jahre alte Stradivari-Geige geraubt worden. Laut Polizei nahm der Täter dem Musiker das Instrument nach einem Auftritt mit vorgehaltener Waffe ab.

Die Geige ist als Lipinski-Stradivari bekannt und soll mehrere Millionen Dollar wert sein. Der Besitzer ist anonym, er hatte das Instrument dem Konzertmeister des Milwaukee Symphony Orchestra auf unbestimmte Zeit geliehen. Die Lipinski-Stradivari wurde 1715 in der so genannten "goldene Periode" des berühmten Geigenbauers Antonio Stradivari hergestellt. Weltweit existieren noch um die 700 Stradivaris.

Vatikan postet Grafitti von Franziskus als "Superman"

Dass der Papst schon von Amts wegen besondere Fähigkeiten hat, steht zumindest für Katholiken fest.

In Rom traut man Franziskus aber offenbar noch viel mehr zu: Auf einem Graffito in einer Straße in der Nähe des Vatikans ist das Kirchenoberhaupt als Superman zu sehen - und zwar in vollem Flug mit gereckter rechter Faust, mit flatternder weißer Soutane und einem Koffer voller "Werte" in der Hand. Ein Foto des Kunstwerks macht zurzeit im Kurznachrichtendienst Twitter die Runde - gepostet hat es übrigens das Kommunikationsbüro des Vatikan.

Hier der Link zum Tweet aus dem Vatikan.

Sachsen-Anhalt fehlt Geld für den Erhalt der großen Kirchenbauten

An den großen Kirchenbauten in Sachsen-Anhalt wären eigentlich Renovierungsarbeiten notwendig.

Doch die landeseigene Stiftung Dome und Schlösser kann sie sich im Moment nicht leisten. Verwaltungsdirektor Claus Rokahr sagte der Deutschen Presse-Agentur, sieben Millionen Euro für den Unterhalt seien sehr wenig, gemessen an den 18 Objekten, für die die Stiftung zuständig sei. Aufgeschoben werden müssen unter anderem Dacharbeiten an den Domen in Havelberg und Halberstadt sowie Ausbesserungen am Ostchor des Magdeburger Doms.

Baden-Württemberg: Kultusminister sieht keinen Grund für Streit um Pflichtlektüre für Zehntklässler

Ist ein Buch als Pflichtlektüre für Schüler ungeeignet, wenn es darin auch um Sex geht?

Nein, findet der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch. Er äußerte sich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zum Streit um die Novelle "Zweier Ohne" von Dirk Kurbjuweit. Baden-Württemberg hatte das Buch zur Prüfungslektüre für die zehnten Klassen an Realschulen erklärt. Darüber hatten sich christliche Privatschulen beschwert, unter anderem, weil es in einigen Passagen um sexuelle Erfahrungen geht. Stoch sagte, er teile die Bedenken nicht. Warum das Kultusministerium nun trotzdem als alternative Lektüre Max Frischs "Andorra" anbietet, erklärt der Minister so: Man habe eine Auswahl bieten wollen, um zu zeigen, dass man die Bedenken ernst nehme.

Forscher entwickeln "Erlebnis-Buch"

Diese Erfindung muss sich mit der Phantasie der Leser messen.

Die Wissenschaftler des MIT Media Lab in Massachusetts nennen ihr Produkt ein "Buch zum Anziehen". Wichtigster Bestandteil ist eine Art Weste, die es ihrem Träger ermöglichen soll, zu fühlen wie der Protagonist der Geschichte. Das Gerät besitzt Sensoren, die erkennen, welche Seite der Leser aufgeschlagen hat. Je nach den Erlebnissen der Hauptfigur werden Temperatur und Herzschlag beeinflusst oder integrierte Airbags aufgepumpt, um ein Gefühl der Beklemmung zu erzeugen. Außerdem sind im Umschlag des speziell für diese Zwecke modifizierten Buches Leuchtdioden eingelassen, die ihre Farbe je nach Stimmung der Geschichte verändern.

Frühere Präsident der Oscar-Akademie Tom Sherak gestorben

Der Hollywood-Produzent Tom Sherak ist tot.

Wie seine Familie mitteilte, starb er gestern im Alter von 68 Jahren. Sherak war von 2009 bis 2012 Präsident der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences", die den Oscar vergibt. Zuvor war Sherak 17 Jahre lang Mitglied der Geschäftsführung des Filmstudios "20th Century Fox". In dieser Zeit entstanden unter anderem die Filme "Titanic", "Alien" und "Die Hard".

Costa-Literaturpreis für Debütroman über Schizophrenie

Der Debütroman eines Krankenpflegers über seine Erfahrungen mit psychisch Kranken ist außerordentlich bewegend, ohne sentimental zu sein.

Das sagte der Jury-Vorsitzende Rose Tremain bei der Verleihung des Costa Literaturpreises in London über das Buch "The Shock of the Fall" von Nathan Filer. Es gewann die Auszeichnung. Bisher hatte sich Filer vor allem mit Gedichten einen Namen gemacht. - Der Costa Book Award wird an Autoren aus Großbritannien und Irland verliehen. Er gilt als zweitwichtigste britische Literatur-Auszeichnung nach dem Booker-Preis.

Urteil: Irland hat Schülerin nicht vor Missbrauch geschützt

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einer Frau nach 40 Jahren Schmerzensgeld in einem Missbrauchsfall zugesprochen.

In der Urteilsbegründung heißt es, der irische Staat sei seiner Pflicht nicht nachgekommen, die Klägerin vor sexuellem Missbrauch zu schützen. Damit werde das Verbot von unmenschlichen oder entwürdigenden Handlungen der europäischen Menschenrechtskonvention verletzt. - Geklagt hatte eine Frau, die vor 40 Jahren an einer vom Staat finanzierten Schule mehrfach von deren Direktor missbraucht worden war.

Zeitungen in Venezuela haben kein Papier mehr - Journalisten demonstrieren

Den Zeitungen in Venezuela geht das Papier aus.

Bei einer Demonstration in der Hauptstadt Caracas haben jetzt etwa hundert Journalisten und Journalismusstudenten die Regierung aufgefordert, etwas gegen den Papiermangel zu unternehmen. Neun regionale Tageszeitungen hätten bereits schließen müssen und einige der großen Medienhäuser hätten ernsthafte Probleme.

Vor gut zehn Tagen hatte die nationale Währungsbehörde die Devisen für rund 70 Zeitungshäuser eingefroren. Deshalb können die Zeitungen zurzeit kein Papier mehr aus dem Ausland kaufen. Viele Journalisten werfen den Behörden vor, mit diesen Methoden die Presse zum Schweigen bringen zu wollen.

Laut der Organisation "Reporter ohne Grenzen" sind Journalisten in Venezuela auch unter dem neuen Präsidenten Nicolás Maduro starken Repressionen ausgesetzt.

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