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Kulturnachrichten

Freitag, 24. Januar 2014

Ukraine: Schriftsteller wirft Janukowitsch Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor

Für Juri Andruchowytsch stehen die echten Extremisten an der Spitze der Ukraine.

Der ukrainische Schriftsteller hat nach den Gewaltexzessen in Kiew Präsident Viktor Janukowitsch Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Die Deutsche Presse-Agentur zitiert aus einem Brief des Autors, der vom Suhrkamp Verlag veröffentlicht wurde. Darin schreibt Andruchowytsch von einer "Revolution der Jugend". Behauptungen, dass es sich bei den Demonstranten um "Provokateure" und "Rechtsextreme" handele, weist er zurück. Wörtlich heißt es demnach: "Wenn die Diktatur siegt, wird Europa mit einem Nordkorea an seiner Ostgrenze rechnen müssen und mit fünf bis zehn Millionen Flüchtlingen."

Kairo: ARD-Fernsehteam attackiert und als "Verräter" beschimpft

Aufgebrachte Ägypter haben in Kairo ein ARD-Fernsehteam angegriffen.

Dabei wurden drei Mitarbeiter des Südwestrundfunks verletzt. Sie mussten unter anderem mit Schnittwunden und schweren Prellungen im Krankenhaus behandelt werden. Der SWR erklärte, die Männer seien attackiert worden, als sie am Ort des Bombenanschlags auf ein Polizeihauptquartier filmen wollten. Das Team sei als "Verräter" und Unterstützer der Muslimbruderschaft beschimpft worden. Erst ein Zivilpolizist habe die eingekesselten Mitarbeiter mit Warnschüssen befreien können. In Ägypten jährt sich morgen zum dritten Mal der Ausbruch der Revolution gegen Ex-Staatschef Hosni Mubarak.

Experte Jodeleit: Traditionelle Medien beeinflussen "Shit Storm"

Es sind die traditionellen Medien, die die öffentliche Debatte um Markus Lanz befördern.

Dieser Meinung ist der Kommunikationsexperte Bernhard Jodeleit. Er sagte im "Deutschlandradio Kultur", Meinungsforscher hätten nachgewiesen, dass Diskussionen, die nur in Onlinemedien geführt würden, die repräsentative Meinung der Bevölkerung nicht messbar beeinflussten. Vielmehr sei es so, dass Journalisten traditioneller Medien mit großer Reichweite das Internet beobachteten und darüber ausführlich berichteten. Dies sorge dann für Zulauf in den Petitions-Plattformen. So sei auch die Debatte um das umstrittene Lanz-Interview mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht zustande gekommen. Rund 170.000 Menschen haben bislang eine Online-Petition unterzeichnet, die die Absetzung des ZDF-Moderators fordert.

Münchner Kunstfund: SPD-Fraktion fordert Regierungsbericht

"Die Öffentlichkeit und das Parlament haben ein Recht auf Informationen darüber, was mit den Kunstwerken geschehen soll."

Mit diesen Worten hat die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag bis Februar einen Bericht der Landesregierung zum Münchner Kunstfund gefordert. Die kulturpolitische Sprecherin Isabell Zacharias sagte, der Fall Gurlitt sei wegweisend für den Umgang staatlicher Museen mit NS-Raubkunst. Dabei sei in den vergangenen Jahrzehnten vieles versäumt worden. Zacharias sieht das Ansehen der Landesregierung gefährdet. Diese habe offensichtlich immer noch kein Konzept, wie sie mit NS-Raubkunst umgehen solle. Zollfahnder hatten in Gurlitts Wohnung rund 1.400 Kunstwerke entdeckt, von denen viele bisher als verschollen galten.

Grütters: DFFF stärkt Filmstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb

Der Deutsche Filmförderfonds hat den Filmstandort Deutschland nachhaltig gestärkt.

Davon ist Kulturstaatsministerin Monika Grütters überzeugt. Sie teilte in Berlin mit, der DFFF habe im vergangenen Jahr Fördermittel in Höhe von 63,5 Millionen Euro vergeben und damit für Rekordinvestitionen gesorgt. Der Fonds unterstützte 115 Filmproduktionen mit Herstellungskosten von insgesamt 370 Millionen Euro. Unter den geförderten Projekten waren auch internationale Großproduktionen. Einige, wie etwa George Clooneys "The Monuments Men", wurden fast komplett in Deutschland gedreht. Grütters betonte, die Koalition habe sich zum Ziel gesetzt, das Förderprogramm unbefristet fortzusetzen.

ARD: Erstes Fernsehinterview von Edward Snowden

Die ARD hat das weltweit erste Fernseh-Interview mit Edward Snowden seit seiner Flucht aus Hongkong geführt.

Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter beantwortet darin Fragen zu aktuellen Themen und den Folgen seiner Enthüllungen. Das Treffen hat laut ARD unter konspirativen Umständen in Moskau stattgefunden. Snowden habe "besorgt, aber auch entspannt" gewirkt. Sechs Monate Vorbereitungszeit seien für das Interview notwendig gewesen. Das Erste sendet am Sonntag um 23 Uhr eine 30-Minuten-Fassung des Interviews. Das längere Gespräch gibt es im Frühjahr zu sehen, es ist Teil einer NDR-Dokumentation.

Bislang rund 170.000 Unterzeichner bei Online-Petition gegen Markus Lanz

Es ist ein regelrechter Sturm der Entrüstung.

Die Zahl der Gegner des ZDF-Moderators Markus Lanz, die die Absetzung seiner Talkshow fordern, wächst. Bislang haben rund 170.000 Menschen eine entsprechende Online-Petition unterzeichnet. Die Initiatorin Maren Müller sagte, sie wisse noch nicht, wann sie das Forum beenden werde. Anschließend gehe die Petition aber ans ZDF und an den Fernsehrat des Senders. Eine Sprecherin des ZDF nannte das Echo überraschend. Allerdings müsse man die Zahlen auch in Relation zu den Millionen Zuschauern setzen, die sich nicht geäußert hätten. Dem Branchendienst Meedia zufolge gibt es aber Zweifel, ob sich dahinter tatsächlich eine so große Anzahl an Menschen verbirgt.

Auslöser der Proteste gegen Lanz war dessen Interview mit Sahra Wagenknecht, in dem der Moderator die Linken-Politikerin nach Ansicht vieler Zuschauer zu häufig unterbrach und zu selten auf ihre Antworten einging. Nach Angaben des Branchendienstes "DWLD.de" hat sich Lanz bei Wagenknecht für das Interview entschuldigt. Demnach bezeichnete der Moderator sein Verhalten als "verbesserungswürdig".

Kirche plant Rettungsaktion für Weltbild und Hugendubel

Die Bistümer München-Freising und Augsburg wollen den insolventen Weltbild-Verlag und seinen Partner Hugendubel mit einem Kredit zu helfen.

Man werde insgesamt 35 Millionen Euro bereitstellen, teilten die Bistümer mit und bestätigten damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Mit dem Geld sollen sowohl die Weltbild GmbH als auch die Deutsche Buch Handels GmbH vor dem Aus bewahrt werden. Die beiden Unternehmen halten je 50 Prozent des deutschlandweit tätigen Buchhändlers Hugendubel. - Die in Augsburg ansässige Verlagsgruppe Weltbild mit rund 6.300 Beschäftigten hatte am 10. Januar Insolvenz angemeldet.

Time: Amerikaner gehen selten in ausländische Kinofilme

Wer in den USA ins Kino geht, steht auf einheimische Filme.

Die Nische für ausländische Filme in den Vereinigten Staaten werde hingegen immer kleiner, berichtet das "Time Magazin". Demnach geht nur eins von 200 verkauften Tickets für Werke ausländischer Regisseure über die Ladentheke. Laut Magazin war das in den 1960er Jahren anders. Damals hätten Federico Fellini oder Ingmar Bergman die Amerikaner in die Kinos gelockt. Die Gründe: Die Filme seien intelligenter und sexuell freizügiger gewesen und hätten US-Bürgern einen Eindruck von anderen Ländern und Kulturen vermittelt. In den kommenden Jahrzehnten habe sich das geändert. Hollywood-Produktionen hätten aufgeholt. Außerdem seien die US-Bürger nur noch an sich selbst interessiert.

Ägypten: Museum für Islamische Kunst nach Anschlag beschädigt

Das Kairoer Museum für Islamische Kunst ist bei einem Bombenanschlag schwer beschädigt worden.

Wie die Zeitung "Ahram Online" berichtet, wurden die Fassade und die monumentalen Schmucksäulen am Eingang komplett zerstört. Außerdem seien mehrere Decken eingebrochen. Über die Schäden an Kunstwerken gebe es noch keine genauen Angaben. Kulturminister Mohammed Ibrahim sprach von einem großen Verlust. Sobald die Kunstwerke in Sicherheit gebracht seien, werde der Bau restauriert. In Kairo waren mehrere Bomben detoniert. Durch die Anschläge wurden mindestens fünf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. In Ägypten jährt sich morgen zum dritten Mal der Ausbruch der Revolution gegen Ex-Staatschef Hosni Mubarak.

Australiens wohl ältestes Haus mit Graffiti beschmiert

Der "Australien-Tag" am Sonntag spaltet die Gemüter.

Einige Australier wollen dann an den Beginn der britischen Strafkolonie erinnern. Andere kritisieren den 26. Januar als "Tag der Besatzung" und verweisen auf das Schicksal der Aboriginies, die durch britische Siedler verdrängt wurden. Genau darauf wollten wohl Unbekannte mit einem Graffiti aufmerksam machen. Sie sprühten "26. Januar Australiens Schande" an das Haus von James Cook. Der Kapitän der britischen Marine erkundete Ende des 18. Jahrhunderts die Gegend um Sydney. Sein Haus gilt als das älteste in Australien und ist heutzutage ein Museum und eine beliebte Touristenattraktion. Nach Angaben eines Polizeisprechers handelt es sich bereits um die dritte Graffiti-Attacke seit einem Jahr.

Bosnische Muslime wollen nach Kriegsverbrechen weiter von Genozid sprechen

Die bosnische Stadt Visegrad ist durch Ivo Andrics Roman "Die Brücke über die Drina" weltberühmt geworden - und berüchtigt durch beispiellose Verbrechen an der Zivilbevölkerung im Bosnien-Krieg.

In den 90er Jahren wurden die muslimischen Bewohner der Stadt erschossen, in den Fluss geworfen oder vertrieben. Nach dem Krieg kehrten einige Muslime wieder nach Visegrad zurück. Sie sprachen von einem Genozid und gedachten ihrer Angehörigen auf einem städtischen Friedhof, an einem großen Mahnmal. Dieses Denkmal hat die serbisch dominierte Stadtverwaltung jetzt aber abändern lassen. Der Grund: Von einem systematischen Mord soll nicht die Rede sein. Arbeiter der Stadtverwaltung haben aus dem Steindenkmal das Wort "Genozid" herausgemeißelt. Die muslimische Gemeinde hat daraufhin eine Klage angekündigt.

Serbische Nationalisten wehren sich in verschiedenen Teilen Bosniens dagegen, die Massaker an der muslimischen Bevölkerung als Völkermord anzuerkennen.

Persönlichkeitsrecht: Google verliert vor Gericht gegen Mosley

Es geht um sechs heimlich aufgenommene Fotos einer Orgie mit Prostituierten.

Der Suchmaschinenbetreiber Google darf die Bilder des ehemaligen Chefs des Welt-Automobilverbands FIA, Max Mosley, nicht weiter verbreiten. Nach Auffassung des Hamburger Landgerichts verletzen die Fotos den 73-Jährigen schwer in seiner Intimsphäre. Wenn Google sie auch in Zukunft in seinen Suchergebnissen darstelle, werde ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro verhängt. Das Unternehmen kündigte Berufung an. Eine Sprecherin erklärte, das Urteil sei ein beunruhigendes Signal und widerspreche der europäischen Gesetzgebung.

Filmkomponist Riz Ortolani gestorben

Die Welt der Filmmusik hat einen ihrer berühmtesten Komponisten verloren.

Der Italiener Riz Ortolani ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Er arbeitete mit Regisseuren wie Vittorio De Sica, Dino Risi und Damiano Damiani zusammen. Auch US-Filmemacher Quentin Tarantino setzte seine Musik in seinen Produktionen ein, zum Beispiel in "Django Unchained" oder "Kill Bill". Vom Jazz beeinflusst schrieb Ortolani außerdem die Musik für "Ein Kampf um Rom" und "Old Shatterhand". Der Filmkomponist wurde mit einem Grammy ausgezeichnet. Er war auch für zwei "Golden Globes" und zwei "Oscars" nominiert.

Neptungrotte wird saniert - Jauch spendet Million

Günther Jauch hat gespendet - jetzt kann die Sanierung starten.

Wie die Stiftung Preußische Schlösser mitteilte, stellte der Moderator eine Million Euro für Arbeiten an der Neptungrotte in Potsdamer Schlosspark Sanssouci bereit. Mit diesem Geld und anderen Spenden soll das Bauwerk bis 2018 für geschätzte 3,5 Millionen Euro saniert werden. Neben Jauch beteiligen sich der Mäzen Gerhard Elsner und die "Potsdamer Schlössernacht" an dem Wiederaufbau. Die Grotte im Barockgarten Friedrichs des Großen ist vor allem durch Feuchtigkeit und Vandalismus beschädigt.

Hongkong will tonnenweise Elfenbein vernichten

Tierschutzgruppen sprechen von einer "bedeutenden Entscheidung gegen den blutigen Elfenbeinhandel".

Die Regierung in Hongkong plant, einen der weltgrößten Bestände an sichergestelltem Elfenbein zu vernichten. Sie will mit der Verbrennung der rund 28 Tonnen Schmuggelware noch in der ersten Hälfte dieses Jahres beginnen. Hongkong gilt als wichtiges Einfallstor für Elfenbein nach China. Experten vermuten, dass dort bis zu 70 Prozent des Elfenbeins weltweit landen. Auch China und die USA hatten in den vergangenen Monaten tonnenweise beschlagnahmtes "weißes Gold" vernichtet.

Israelische Menschenrechtlerin Aloni gestorben

Die israelische Politikerin und Menschenrechtlerin Schulamit Aloni ist tot.

Nach Angaben der Zeitung "Jediot Achronot" starb sie im Alter von 86 Jahren im Kreise ihrer Familie. Aloni zählte zu einer der angesehensten Vertreterinnen der israelischen Linken und Verfechterin der Menschenrechte. Sie galt unter anderem als scharfe Gegnerin der israelischen Siedlungspolitik. 2005 gründete sie, zusammen mit anderen, die israelische Menschenrechtsorganisation Jesch Din, die Palästinensern aus den besetzten Gebieten Rechtsbeistand leistet.

Erzbischof Becker kritisiert Zynismus in Internetblogs

Gut recherchierte journalistische Texte sind wie das Salz in einer Suppe.

Diesen Vergleich hat der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker gezogen. Gleichzeitig kritisierte er, dass seriös arbeitende Journalisten als Informationsmittler in der digitalen Welt oftmals übersprungen würden. Becker beobachte das vor allem in Blogs. Dort nehme er einen zunehmenden Zynismus wahr. Als Aufgabe von Medien und Kirche sieht es Becker daher, über die verantwortungsvolle Nutzung und Risiken der Internet-Welt stärker aufzuklären.

Van Goghs Sonnenblumen-Gemälde in London vereint

Wie unterscheiden sich Vincent Van Goghs Sonnenblumen-Gemälde voneinander?

Der Antwort auf diese Frage will jetzt die Londoner National Gallery näherkommen. Erstmals seit 65 Jahren stellt sie zwei Bilder aus der Serie zum Vergleich gegenüber. Eins stammt aus dem Besitz der National Gallery, das andere ist eine Leihgabe des Van Gogh Museums in Amsterdam. Beide Institutionen erklärten, Forscher hätten herausgefunden, dass der Vergleich der Werke zu einem "tieferen Verständnis" der Gemälde aus dem Jahr 1888 führe. - Die Ausstellung "Sunflowers" wird morgen eröffnet.

Russischer Bericht: EU drängt Sicht auf Homosexualität auf

Wochenlang hat Russland wegen des Umgangs mit Homosexuellen in der Kritik gestanden.

Jetzt schlägt das Land gegen die Europäische Union zurück. Ein russischer Kommissar stellte dazu einen mehr als 150 Seiten langen Bericht in Brüssel vor. Darin heißt es, die EU und ihre 28 Mitgliedsstaaten versuchten, anderen Staaten ihre neo-liberalen Werte aufzuzwingen. Dies sei besonders deutlich beim Umgang mit sexuellen Minderheiten. Die Sichtweise der EU, Homosexualität als ein normales Phänomen anzusehen und die Homo-Ehe zu unterstützen, stoße in Ländern mit traditionellen Werten aber auf Widerstand.

Statt den Umgang mit Homosexuellen in Russland zu kritisieren, sollte sich die EU ihren eigenen Problemen widmen. Dem russischen Bericht zufolge gibt es in Europa unter anderem eine wachsende Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Rumänien: Medienschaffende fordern ausgewogenen Journalismus

Sie verurteilen die "degradierenden Praktiken in der eigenen Presse".

In Rumänien haben mehr als 500 Medienschaffende gefordert, journalistische Standards einzuhalten. In einem offenen Brief sprechen sie sich dafür aus, Zuschauer und Leser unabhängig von der eigenen politischen Überzeugung korrekt und ausgewogen zu informieren. Grund für den Appell ist eine Hetzkampagne eines Privatsenders gegen mehrere Journalisten. Der Sender wirft ihnen vor, politisch das Lager von Präsident Traian Basescu zu vertreten. Die Leitmedien in der rumänischen Medienlandschaft gehören einflussreichen Politikern oder Unternehmern. Viele Journalisten sind den politischen Vorgaben ihrer Konzernbosse oft hörig, aus Angst den Job zu verlieren.

Schätzungen zufolge arbeiten in Rumänien rund 3.000 Journalisten.

Schauspieler Striesow will keinen Wiedererkennungseffekt schaffen

Ein Wiedererkennungsmerkmal würde ihn zu Tode langweilen.

Der Schauspieler Devid Striesow will sich in seiner Arbeit nicht beschränken. Er sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", er wolle so wenig wie möglich von dem wiederholen, was er schon einmal dargestellt habe. Auch in seiner Rolle als "Tatort"-Kommissar Stellbrink wolle er wandelbar bleiben. Dieses Talent des Schauspielers sei sogar dem amerikanischen Regisseur Woody Allen aufgefallen - Striessows größtem Idol. Im vergangenen Sommer habe Allen Striesow für eine neue Produktion anheuern wollen. Leider habe der Deutsche dafür aber keine Zeit gehabt. Striesow sagte dazu, es sei aber ein "Supergefühl" gewesen, dass ausgerechnet der Regisseur, der ihn am meisten inspiriert habe, alle Filme von ihm gesehen habe.

YouTube gewinnt Verfahren gegen Marlene Dietrich Collection

Fans von Marlene Dietrich können die Künstlerin auch in Zukunft auf YouTube sehen.

Das Oberlandesgericht München hat eine Klage der Marlene Dietrich Collection Berlin abgewiesen. Die Organisation wollte erreichen, dass insgesamt 40 Videos gelöscht werden, in denen die Schauspielerin und Sängerin zu sehen ist. Laut den Anwälten der Gesellschaft soll YouTube damit gegen Urheberrechte verstoßen haben. Die Richter sahen das anders. Hintergrund ist unter anderem, dass Marlene Dietrich 1938 die US-Staatsbürgerschaft annahm. Daher gilt das deutsche Urheberrecht für sie nur eingeschränkt.

Die Marlene Dietrich Collection Berlin ist eine Gesellschaft zum Schutz von Persönlichkeit und Lebenswerk der Filmdiva. Marlene Dietrich wurde 1901 in Berlin geboren und starb 1992 in Paris. Sie war unter anderem für den Oscar und den Golden Globe nominiert.

CNN: Hacker attackieren Twitter-Account

Der amerikanische Nachrichtensender CNN ist Opfer eines Hackerangriffs geworden.

Wie das Unternehmen per Twitter mitteilte, sind die Zugangsdaten für den eigenen Kurznachrichtendienst zwischenzeitlich von Unbekannten gehackt worden. Hinter der Attacke wird die sogenannte "Syrian Electronic Army" vermutet. Die Gruppe hat in den vergangenen Monaten wiederholt Medienhäuser und Verlage im Internet attackiert. In der Schweiz laufen derzeit Friedensgespräche für das Bürgerkriegsland.

Nobelpreisträgerin Munro kaufte von erstem Geld ein Kleid

Als die Nobelpreisträgerin Alice Munro mit dem Bücher-Schreiben anfing, wusste sie nicht, dass man damit auch was verdienen kann.

Die Kanadierin sagte bei einer Veranstaltung in New York, ihre ersten Geschichten habe sie veröffentlicht, ohne dafür Geld zu nehmen. Lange Zeit habe sie sich daher nicht die Kleidung kaufen können, von der sie geträumt habe. Ihre Figuren in den Geschichten hätten da mehr Glück gehabt. Mit ihrem ersten Geld als Schriftstellerin erwarb Munro nach eigenen Angaben ein Schwangerschaftskleid.

Die 82 Jahre alte Schriftstellerin erhielt im vergangenen Jahr den Literaturnobelpreis. Sie schrieb mehr als 150 Kurzgeschichten. Eine ihrer Erzählungen wurde im Film "An ihrer Seite" verarbeitet.

Berliner Philharmoniker ehren gestorbenen Claudio Abbado

Mit dem Adagietto aus der 5. Sinfonie von Gustav Mahler erwiesen die Berliner Philharmoniker Claudio Abbado gestern Abend die letzte Ehre.

Vor dem Konzert legten die Musiker auch eine Schweigeminute für den früheren Chefdirigenten ein. Abbado war am Montag im Alter von 80 Jahren gestorben. Er leitete von 1990 bis 2002 die Berliner Philharmoniker. Auch die ursprünglich für Mai mit Abbado geplanten Aufführungen sollen an den Stardirigenten erinnern - und teilweise ohne Konzertmeister gespielt werden.

Hildebrand Gurlitt erhielt 43 Bilder aus Kunsthalle Karlsruhe

Der Kunsthändler Hildebrand Gurlitt hat offenbar auch von der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe Bilder erhalten.

Wie die Leiterin Pia Müller-Tamm sagte, wurden von den Nationalsozialisten 149 Werke des Museums als entartete Kunst beschlagnahmt, vor allem Papierarbeiten. 43 Werke seien an Hildebrand Gurlitt gegangen. Ob diese Bilder ebenfalls beim Münchner Kunstfund dabei sind, könne sie nicht sagen. Zollfahnder hatten in der Wohnung des Kunsthändlersohnes Cornelius Gurlitt rund 1.400 Werke entdeckt, von denen viele bisher als verschollen galten - darunter bekannte Bilder von Picasso, Nolde, Renoir, Macke, Beckmann oder Matisse, aber auch bislang unbekannte Arbeiten von Dix oder Chagall.

Französischer Bürgermeister wegen Hitler-Satzes verurteilt

Der Umgang mit den Sinti und Roma sorgt in Frankreich immer wieder für Aufsehen - zuletzt in der westfranzösischen Gemeinde Cholet.

Dort ist ein Bürgermeister wegen einer verbalen Entgleisung zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt worden. Bei einem Streit mit Sinti und Roma, die ein Gelände seiner Gemeinde besetzt hielten, hatte der Bürgermeister gesagt - "Hitler hat vielleicht nicht genügend von ihnen getötet". Der Politiker hatte diese Aussage zunächst bestritten, eine Zeitung hatte die Tonaufnahme jedoch ins Internet gestellt. Angesichts eines drohenden Rauswurfs aus der Zentrumspartei UDI hat der Politiker die Partei in der Zwischenzeit verlassen.

Medienmanager Hombach glaubt an positive Effekte des Verkaufs von Springer-Titel an die Essener Funke-Gruppe

"Wenn Funke die beiden Kulturen klug zusammenführt, kann das eine kreative Explosion auslösen."

Das sagte der Medienmanager Bodo Hombach dem Berliner "Tagesspiegel" über den eingeleiteten Verkauf mehrerer Zeitungen und Zeitschriften des Axel-Springer-Verlags an die Essener Funke-Gruppe, dem früheren WAZ-Konzern. Er rechne mit neuen, interessanten Produkten in Print und Digital. Hombach, der bis 2012 die Geschäfte der WAZ führte, fügte hinzu, guter Journalismus sei sexy, egal ob in Zeitung oder TV. Dass die Online-Nutzung das klassische Fernsehen verdränge, glaube er nicht. Die TV-Nutzungsdauer sei trotz digitaler Konkurrenz nach wie vor auf sehr hohem Niveau.

Premiere zur Leipziger Buchmesse: Neue Comic-Manga-Convention geschaffen

Die Leipziger Buchmesse hat einen eigenen Szene-Treff für Comic- und Manga-Fans geschaffen.

Die erste Manga-Comic-Convention solle parallel zur Messe vom 13. bis 16. März ihre Tore öffnen, sagte eine Sprecherin. Damit füllt der Manga-Comic-Bereich erstmals eine ganze Messehalle. Erwartet werden rund 170 Aussteller. Zudem sind 150 Veranstaltungen geplant. Leipzig ist seit Jahren Treffpunkt für Manga- und Comic-Fans.

Thalia-Schauspieler Hans Christian Rudolph gestorben

Der Schauspieler Hans Christian Rudolph hat zwischen 1974 und 2003 an rund 50 Inszenierungen des Thalia-Theaters mitgewirkt.

Wie das Theater in Hamburg mitteilte, starb Rudolph gestern im Alter von 70 Jahren. Unter anderem stand er in "Platonow" von Jürgen Flimm auf der Bühne. Dafür erhielt er den Gertrud-Eysoldt-Ring, einen der bedeutendsten Theaterpreise im deutschsprachigen Raum.

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