Seit 13:00 Uhr Nachrichten

Mittwoch, 23.10.2019
 
Seit 13:00 Uhr Nachrichten

Kulturnachrichten

Donnerstag, 23. Januar 2014

Internationales Auschwitz Komitee zeichnet Gabriel aus

Für sein Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus wird der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel ausgezeichnet.

Das Internationale Auschwitz-Komitee würdigt mit der undotierten Auszeichnung nach Angaben eines Sprechers damit Gabriels jahrzehntelanges Wirken in dem Bereich. Schon in der Jugendorganisation "Die Falken" habe der Minister Gedenkstättenfahrten organisiert und damit Jugendliche an die Zeit des Nationalsozialismus herangeführt. Bei der Entscheidung sei auch Gabriels öffentliche Auseinandersetzung mit seinem Vater, einem überzeugten Nazi, berücksichtigt worden. Das Internationale Auschwitz-Komitee ist ein Zusammenschluss von Holocaust-Überlebenden.

Hildebrand Gurlitt erhielt 43 Bilder aus Kunsthalle Karlsruhe

Der Kunsthändler Hildebrand Gurlitt hat offenbar auch von der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe Bilder erhalten.

Wie die Leiterin der Kunsthallte, Pia Müller-Tamm, sagte, wurden von den Nationalsozialisten 149 Werke des Museums als entartete Kunst beschlagnahmt, vor allem Papierarbeiten. 43 Werke seien an Hildebrand Gurlitt gegangen. Ob diese Bilder ebenfalls beim Münchner Kunstfund dabei sind, kann sie nicht sagen. Zollfahnder hatten in der Wohnung des Kunsthändlersohnes Cornelius Gurlitt rund 1400 Werke entdeckt, von denen viele bisher als verschollen galten - darunter bekannte Bilder von Picasso, Nolde, Renoir, Macke, Beckmann oder Matisse, aber auch bislang unbekannte Arbeiten von Dix oder Chagall.

Hamburger Speicherstadt für Welterbe nominiert

Die Hamburger Speicherstadt und der Naumburger Dom in Sachsen-Anhalt könnten bald zum Weltkulturerbe gehören.

Wie die Kultusministerkonferenz in Bonn mitteilte, wurden beide für das UNESCO-Weltkulturerbe nominiert. Eine Entscheidung werde im kommenden Jahr gefällt. Die zwischen 1885 und 1927 entstandene Speicherstadt in Hamburg gelte als das größte derartige Ensemble in der Welt, erklärten die Kultusminister. Einzigartig beim Naumburger Dom seien die Stifterfiguren. Die lebensgroßen Darstellungen hochadeliger Männer und Frauen zählten zum Herausragendsten, was die europäische Bildhauerei des Mittelalters hervorgebracht habe.

Serben ehren Sarajevo-Attentäter Princip mit Denkmal

Für die serbische Regierung ist klar: Gavrilo Princip ist ein Held.

Nach Einschätzung der regierungsnahen Zeitung "Novosti" bekommt der Nationalist nun völlig zu Recht ein Denkmal. Princip verübte das Attentat auf den Habsburger Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo, das vor 100 Jahren den Ersten Weltkrieg auslöste. Die Statue wird zum Jahrestag am 28. Juni in Belgrad errichtet. Ein identisches Denkmal soll in Ost-Sarajevo aufgestellt werden. In den vergangenen Monaten gab es eine internationale Diskussion darüber, ob Princip ein patriotischer Freiheitskämpfer oder eher ein nationalistischer Terrorist war.

Wiener Burgtheater erwartet erneut Verluste in Millionenhöhe

Die roten Zahlen werden noch etwas röter.

Das Wiener Burgtheater rechnet für die abgelaufene Spielzeit erneut mit Verlusten in Millionenhöhe. Georg Springer, Chef der Bundestheater-Holding, sagte dem ORF, das Defizit werde sicher höher sein als die knapp vier Millionen Euro Verlust aus der vorangegangenen Spielzeit. Er sei aber überzeugt, dass sich die Zahl im einstelligen Millionenbereich bewege.

Springer verteidigte die fristlose Entlassung der Vizedirektorin Silvia Stantejsky. Diese habe über Jahre eine intelligente Schattenwirtschaft aufgebaut. Stantejsky bestreitet die Vorwürfe und hat gegen ihre Entlassung geklagt.

Die Subventionen für das Burgtheater sind seit Jahren kaum erhöht worden - ungeachtet der Tatsache, dass beispielsweise die Gehälter deutlich gestiegen sind.

Hier der Link zum Interview mit Georg Springer.

Museum Folkwang Ausstellung mit Werken von Lagerfeld

Das Museum Folkwang ist das Flaggschiff der Kunst im Ruhrgebiet.

Zwei Ausstellungen werden in diesem Jahr vermutlich wieder für großen Andrang in Essen sorgen. Der Modeschöpfer Karl Lagerfeld präsentiert ab dem 15. Februar sein kreatives Werk. Wie das Museum mitteilte, sind Mode-Kreationen, eine riesige Wandinstallation mit Fotos, Collagen und Zeichnungen Lagerfelds sowie Werke aus seiner Plakat- und Buchsammlung zu sehen. Im Herbst startet die Ausstellung "Monet, Gauguin, van Gogh ... Inspiration Japan". Sie beleuchtet die große Japan-Begeisterung der Impressionisten und Künstler der frühen Moderne Frankreich.

Astronomen finden heraus, wann Monet seinen Sonnenuntergang gemalt hat

Was hat Claude Monet am 5. Februar 1883 um 16 Uhr 53 gemacht?

Schwer zu sagen? Nicht für diese Wissenschaftler: Astronomen der Universität Texas sind der Ansicht, dass der französische Maler in seinem Bild "Klippen bei Etretat, Sonnenuntergang" exakt diesen Moment festgehalten hat.

In ihrer Berechnung berücksichtigten die texanischen Forscher die Position der Sonne, das Wetter und den Meeresspiegel. Sie sind auch an den Ursprungsort des Gemäldes in die Normandie gereist und haben den Standort des Malers topografisch vermessen. Außerdem werteten sie astronomische und historische Daten aus.

Über die Studie berichtet der "Telegraph."

Älteste hebräische Inschrift aus Jerusalem entziffert

König Salomo trank den billigen Wein sicherlich nicht, vielmehr seine Arbeiter und Soldaten.

Das vermuten Forscher der Universität Haifa, die nach eigenen Angaben die älteste hebräische Inschrift aus Jerusalem entziffert haben. Wie die Universität mitteilte, handelt es sich um einen Fund aus der zweiten Hälfte des 10. vorchristlichen Jahrhunderts, vermutlich aus der Zeit König Salomos. Die Inschrift auf dem Vorratsgefäß, das in der Nähe des Tempelbergs gefunden wurde, beschreibt eine Weinlieferung an Arbeiter.

Pionier der Kinderheilkunde Theodor Hellbrügge gestorben

Theodor Hellbrügge hatte sich die Förderung und Integration behinderter Kinder zur Lebensaufgabe gemacht.

Wie jetzt erst bekannt wurde, starb der Münchner Kinderarzt am Dienstag im Alter von 94 Jahren. Hellbrügge gründete 1968 in Deutschland den ersten Montessori-Kindergarten für gesunde und behinderte Kinder. Sein mehrmals neu aufgelegtes Werk "Die ersten 365 Tage im Leben eines Kindes" wurde in mehr als 35 Sprachen übersetzt.

Großbritannien: Führungspositionen bei Fernsehsendern sind von Weißen dominiert

Das Fernsehen in Großbritannien wird von Weißen dominiert - und das muss sich ändern.

Dieser Ansicht ist der Comedian Lenny Henry. Er hat einen Plan ausgearbeitet, der dazu beitragen soll, die Position von Minderheiten in der Branche zu stärken. Henry schlägt unter anderem Steuererleichterungen für Sender vor, in denen Führungspositionen und Gremien nicht nur mit Weißen besetzt sind. Zudem fordert er Fortbildungsprogramme für die Angehörigen von Minderheiten.

Diskutiert wurde das Thema bei einem Treffen mit Kulturminister Ed Vaizey. Der Minister versprach, die großen Fernsehsender künftig stärker in die Pflicht zu nehmen.

Buddy Elias fordert Rückzug des ZDF aus Anne-Frank-Filmprojekt

Ohne das Tagebuch kann kein angemessener Film über Anne Frank entstehen.

Dieser Ansicht ist Buddy Elias, Vetter von Anne und Präsident des "Anne Frank Fonds" mit Sitz in Basel. In der Wochenzeitung "Die Zeit" nimmt er Stellung zu den Plänen des ZDF, einen Film zu produzieren, der ohne die Rechte am Tagebuch auskommt. Die Aufzeichnungen seien das Hauptzeugnis für die Geschichte der Familie Frank, erklärt Elias. Um die Authentizität des Werkes zu schützen, behalte man sich rechtliche Schritte vor. - Der Anne Frank Fonds hat die Rechte für einen deutschsprachigen Kinofilm an die Produktionsgemeinschaft AVE vergeben. Vom ZDF liegt nach den Worten Elias´ bis heute keine Anfrage vor.

Flohmarktfund: 500 Dokumente aus den Nürnberger Prozessen präsentiert

"Echte Briefe von Göring an Hitler auf dem Flohmarkt? Da ist man erstmal skeptisch."

Das schreibt die "Berliner Zeitung" über einen Dokumentenfund, der gestern in Berlin vorgestellt wurde. Es soll sich um einen Teil des Archivs von Isaac Stone handeln. Stone war Assistent des Chefanklägers bei den Nürnberger Prozessen. Die insgesamt 500 Dokumente hat ein Sammler auf einem Flohmarkt im israelischen Jaffa entdeckt. Es soll sich um Briefe, Notizen und Protokolle führender Nationalsozialisten handeln. Das Auktionshaus, das die Dokumente kommende Woche versteigern will, hat laut "Berliner Zeitung" keine Zweifel an deren Echtheit. Man rechne mit Verkaufspreisen zwischen 5.000 und 10.000 Dollar.

Tribeca-Filmfestival öffnet sich für Games

Es zählt die Geschichte - egal, ob sie in einem zweistündigen Kinofilm oder in einer Mini-Videosequenz erzählt wird.

Beim Tribeca-Filmfestival in New York wird es deshalb in diesem Jahr verstärkt auch um Videospiele gehen. Craig Hatkoff, einer der Mitbegründer, sagte der "New York Times" zur Begründung, Spiele hätten längst jeden Bereich des kulturellen Lebens durchdrungen.

Geplant sind unter anderem Spiele-Vorführungen, Vorträge und eine Preisverleihung. - Dafür kooperieren die Organisatoren mit dem "Games for Change"-Festival, das sich unter anderem auf Lernspiele spezialisiert hat.

Medienwissenschaftler über die Motive hinter der Online-Petition gegen Markus Lanz

"Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr."

So lautet der Titel einer Online-Petition, in der die Absetzung des ZDF-Moderators gefordert wird. Gut 80.000 Menschen haben sie mittlerweile unterzeichnet. Für den Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen steht die Petition für einen doppelten Protest. Er sagte dem "Tagesspiegel", es gehe zum einen darum, dass die Menschen immer noch unzufrieden mit dem Rundfunkbeitrag seien - und nicht für eine Sendung wie die von Lanz bezahlen wollten. Zum anderen sei der Protest Ausdruck einer generellen Medienverdrossenheit, glaubt Pörksen. Der Fall Lanz stehe für den Übergang von der "Mediendemokratie" in die "Empörungsdemokratie": Nicht mehr die Leitmedien setzten die Themen, sondern das Publikum - zum Beispiel per Shitstorm.

Auslöser der Proteste gegen Lanz war dessen Interview mit Sahra Wagenknecht, in dem der Moderator die Linken-Politikerin nach Ansicht vieler Zuschauer zu häufig unterbrach und zu selten auf ihre Antworte einging.

Elton John kritisiert Homosexuellenfeindlichkeit in Russland

Russland hat nichts gegen Homosexuelle -

sonst wäre Elton John doch nicht so beliebt. So hatte Präsident Wladimir Putin kürzlich vor Journalisten argumentiert. Jetzt hat sich der Angesprochene selbst zu Wort gemeldet - und Russland für seine homosexuellenfeindliche Haltung scharf kritisiert. Der britische Musiker schreibt in einem Statement, die russischen Gesetze begünstigten Homophobie und lieferten Extremisten den Vorwand für Menschenrechtsverletzungen. Das Verbot sogenannter "Homosexuellen-Propaganda" trage zu Missverständnissen und Vorurteilen bei.

John hat im Dezember ein Konzert in Moskau gegeben. Konservative Aktivisten hatten zuvor ein Auftrittsverbot für den schwulen Künstler gefordert.

Das Magazin "Rolling Stone" hat Johns vollständiges Statement veröffentlicht.

Zentralrat der Muslime plädiert für islamische Seelsorger in der Bundeswehr

"Wir brauchen muslimische Seelsorger in der Bundeswehr."

Dieser Ansicht ist Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Er sagte der "Süddeutschen Zeitung", es gebe schließlich etwa 1.600 deutsche Soldaten islamischen Glaubens. Mazyek plädierte außerdem für Alternativen zu den kirchlichen Wohlfahrtsträgern. Es sei an der Zeit, über eine muslimische Beteiligung an den Sozialeinrichtungen zu reden. Dafür müssten sich allerdings sowohl der Staat als auch die Muslime in Deutschland bewegen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière spricht kommende Woche mit muslimischen Verbänden über die Zukunft der Deutschen Islamkonferenz. Er hat bereits angekündigt, die Konferenz nicht in ihrer bisherigen Form weiterzuführen.

Museum der kroatischen Stadt Vukovar wiedereröffnet

Im Jugoslawienkrieg wurde die historische Innenstadt von Vukovar weitgehend zerstört.

Noch immer ist in der kroatischen Stadt nicht alles wieder aufgebaut - heute wird allerdings eines der markantesten Gebäude wieder der Öffentlichkeit übergeben: Im Barockschloss der Grafen von Eltz wird das Vukovarer Museum neu eröffnet. In der Dauerausstellung auf 3.500 Quadratmetern geht es um die Geschichte der Region Ostslawonien von der Frühgeschichte bis zum Jugoslawienkrieg. In der Gegend um Vukovar an der Grenze zur serbischen Provinz Vojvodina gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Serben und Kroaten.

"Reporter ohne Grenzen" verurteilt Angriffe auf Journalisten in der Ukraine

Mindestens 37 Journalisten wurden seit Sonntag bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew verletzt.

Diese Zahlen stammen von der Organisation "Reporter ohne Grenzen", die erklärt hat, viele der Reporter seien gezielt angegriffen worden. Der Geschäftsführer der Organisation, Christian Mihr, sagte, solche gezielten Angriffe seien völlig inakzeptabel und müssten sofort gestoppt werden.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" ist die Ukraine seit dem Amtsantritt von Präsident Viktor Janukowitsch von Platz 89 auf Platz 126 abgerutscht. Journalisten seien immer wieder Ziele von Angriffen. Gewaltdelikte würden nicht aufgeklärt. Außerdem gehörten die einflussreichsten Medien des Landes Politikern oder Geschäftsleuten.

Filmstiftung NRW will sich für crossmediale Projekte öffnen

Wenn sich die Kunst wandelt, muss auch die Kunstförderung mitziehen.

Die Filmstiftung NRW will künftig verstärkt auch neue Medien fördern. Es kämen Projekte auf die Stiftung zu, die komplett crossmedial gedacht seien, sagte Geschäftsführerin Petra Müller in Düsseldorf. Geschichten würden heute vom Internet über Shows bis ins Fernsehen erzählt. Daher, so Müller, sei ein "zartes Umsteuern" bei der Förderung angebracht.

Die Film- und Medienstiftung NRW unterstützt vor allem Kino- und Fernsehprojekte. Insgesamt gab sie im vergangenen Jahr 36 Millionen Euro aus. Gefördert wurden Produktionen wie "Der Medicus" von Philipp Stölzl oder "Rush" mit Daniel Brühl.

Weißer Adler im Brandenburger Landtag soll umgefärbt werden

Im neuen Brandenburger Landtag muss ein kleines, aber entscheidendes Detail noch geändert werden.

Der weiße Adler im Plenarsaal soll durch einen roten ersetzt werden, wie er auch im Wappen des Bundeslands zu sehen ist. Die "Bild"-Zeitung berichtet, darauf hätten sich alle fünf Landtags-Fraktionen geeinigt. Den Antrag auf die Umfärbung soll das Präsidium des Parlaments im Februar beschließen.

Der Landtag in den Fassaden des einstigen Potsdamer Stadtschlosses war Anfang der Woche offiziell eröffnet worden. Dabei hatten sich laut Medienberichten viele Besucher über den weißen Adler gewundert.

Schlagersänger Fred Bertelmann gestorben

Mehr als 40 Millionen Schallplatten hat er verkauft -

jetzt ist der Schlagersänger Fred Bertelmann im Alter von 88 Jahren gestorben. Bertelmann feierte seine größten Erfolge in den 1950er und 60er Jahren. Der Durchbruch gelang ihm mit dem Titel "Der lachende Vagabund". Das Lied habe ihn reich und berühmt gemacht, sagte er einmal selbst. Andere Hits waren "In Hamburg sind die Nächte lang", "Arrivederci Roma" und "Wenn es Nacht wird in Montana". Geboren wurde Fred Bertelmann 1925 in Duisburg. Entscheidend prägte ihn die US-Kriegsgefangenschaft, denn dabei lernte er den Swing und die Musik Glen Millers kennen.

Kulturnachrichten hören

Januar 2014
MO DI MI DO FR SA SO
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur