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Kulturnachrichten

Montag, 20. Januar 2014

Musikwelt trauert um Claudio Abbado

Der Tod von Claudio Abbado hat in der Musikwelt große Betroffenheit ausgelöst.

Die Berliner Philharmoniker würdigten ihren langjährigen Chefdirigenten als außerordentlichen Musiker und Menschen. Sein Tod sei ein "unendlich schwerer Verlust", erklärte das Orchester auf seiner Homepage. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sagte, Abbado habe die Philharmoniker nach dem Mauerfall in eine neue Zeit geführt und den kulturellen Ruf der Stadt gefestigt. Abbados Kollege Daniel Barenboim hob vor allem den Einsatz des Verstorbenen für zeitgenössische Musik und die Gründung zahlreicher Jugendorchester hervor.

Italiens Regierungschef Enrico Letta sagte, die Welt der Musik und der Kultur verliere einen absoluten Protagonisten. Abbado habe mit seinem Können und seiner Hingabe über sein Land hinaus bleibende Maßstäbe gesetzt.

Claudio Abbado ist heute im Alter von 80 Jahren in Bologna gestorben. Zwei Jahrzehnte lang leitete er die Mailänder Scala. Außerdem war er Musikdirektor beim London Symphony Orchestra und Künstlerischer Leiter der Berliner Philharmoniker. Erst im Sommer war er wegen seiner Verdienste vom italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano zum Senator auf Lebenszeit ernannt worden.

China plant ersten Kunst-Zensus

China plant eine groß angelegte Kunst-Inventur.

Die Volksrepublik will zum ersten Mal seit ihrer Gründung den Kunstbestand staatlicher Galerien und Kunstmuseen erfassen. Das Kulturministerium kündigte an, es wolle noch in diesem Jahr damit beginnen. Für den Kunst-Zensus sollen in einer digitalen Datenbank der Name des Künstlers, das Entstehungsdatum des Werks und vor allem dessen
Zustand dokumentiert werden. Vize-Kulturminister Dong sagte, das Ziel der Regierung sei es, Kunst besser zu erhalten und für die Gesellschaft zugänglich zu machen. Dafür müsse man sich zuvor einen Überblick über den gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Wert der gesamten Kunstwerke verschaffen. Untersuchungen hatten ergeben, dass viele Werke in einem schlechten Zustand sind. Meist weil sie nicht angemessen gelagert werden.

Deutsche Welle: Streichungen im Radio- und Fernsehprogramm

Englisch soll zum journalistischen "Flaggschiff" der Deutschen Welle werden.

Der Auslandssender plant deshalb einen massiven Umbau seines Programms. Unter anderem sollen acht Fernseh-Magazine gestrichen werden, die bisher auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Arabisch ausgestrahlt wurden. Das englische Fernseh- und Onlineprogramm wird dafür weltweit ausgebaut. Die Radioproduktion will man in Zukunft auf Afrika beschränken; die Ausstrahlung von Radioprogrammen über Kurzwelle wird eingestellt. Im Internet sollen die Online-Angebote in mehreren Sprachen durch Blogs ersetzt werden. Intendant Peter Limbourg hatte als Ziel ausgegeben, die Welle müsse in die Top 3 der Auslandssender hinter CNN und BBC aufrücken. Die Deutsche Welle wird nicht über Rundfunkgebühren, sondern durch Steuern finanziert. Ihr Jahresetat belief sich zuletzt auf 270 Millionen Euro.

Bolschoi Theater: Sochijew neuer Chefdirigent

Er tritt die Nachfolge von Wassili Sinaisski an.

Tugan Sochijew wird neuer musikalischer Leiter am Moskauer Bolschoi Theater. Der 36-Jährige übernimmt die Aufgabe zusätzlich zum Chefdirigat des Deutschen Symphonie-Orchesters in Berlin. Sochijew stammt aus Russland und studierte am staatlichen Konservatorium in Sankt Petersburg. Das Bolschoi Theater hatte Sochijews Vorgänger wegen Kritik an der musikalischen Qualität des Orchesters im Dezember entlassen.

Löhrmann: Lehrerbildung ist entscheidend für Schulentwicklung

Für Sylvia Löhrmann ist die Lehrerbildung eine der Kernaufgaben der Hochschulen.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz sagte bei einer Veranstaltung der Hochschulrektorenkonferenz in Essen, die Ausbildung von Lehrern ein entscheidender Schlüssel für die künftige Entwicklung in den Schulen. Als größte Herausforderung in den kommenden Jahrzehnten nannte Löhrmann die immer größer werdenden Unterschiede zwischen den Schülern. Schwerpunkt der Arbeit der Kultusministerkonferenz sei deshalb in den nächsten Jahren, die Standards für die Ausbildung von Lehrern zu aktualisieren.

Feuilletons zu Karin Beiers "Die Rasenden"

Von "Glanzleistung" bis "reaktionäre Veranstaltung" ist alles dabei.

Die Feuilletons sind geteilter Meinung über Karin Beiers erstes Stück am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Gestern wurde dort ihr Antikenprojekt "Die Rasenden" aufgeführt, eine Mischung aus fünf Stücken, unter anderem von Euripides und Hugo von Hofmannsthal. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hält die Inszenierung für "kopfausschaltend" und bemängelt, dass dieses Theater sich nur noch um sich selbst drehe. Die "Süddeutsche Zeitung" hält das Stück immerhin für einen "Erfolg", aber keinen "Triumph". Anders die Welt: Sie glaubt, dass das Schauspielhaus jetzt zurück ist als eines der führenden Theater im deutschsprachigen Raum.

Finnen interessieren sich mehr für estnische Kultur

Einkaufen, Besuche beim Friseur und billiger Schnaps - das waren lange die zentralen Motive, warum Finnen über das Meer ins südliche Nachbarland Estland fuhren.

Nun aber zeigt eine Untersuchung der estnischen Entwicklungsagentur EAS, dass sich das Blatt zunehmend wendet. Immer mehr Finnen kämen nach Estland, um dort auch das kulturelle Angebot zu nutzen, sagte EAS-Leiter Martin Hirvoja. Estlands Wirtschaftsminister Juhan Parts erklärte, man sehe dies als Herausforderung, die Kultur als Nische für den Fremdenverkehr weiter zu entwickeln. - Für die Studie hatte die EAS 1.000 Finnen befragt.

PGA-Awards für besten Film geht an "Gravity" und "12 Years a Slave"

Für amerikanische Produzenten gibt es nicht nur einen, sondern gleich zwei beste Filme des Jahres.

Die "Producers Guild of America" kürte in Los Angeles sowohl "Gravity" als auch "12 Years a Slave" mit ihrem Hauptpreis für den besten Film. Es ist das erste Mal in der 25-jährigen Geschichte der Verleihung, dass zwei Werke in dieser Kategorie geehrt wurden. Die Producers-Guild-Awards gelten normalerweise als Indikator für den Oscar: In den letzten sechs Jahren gewann dort jeweils der Film, den auch die Produzenten zuvor erkoren hatten.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr auch der Disney-Trickfilm "Die Eiskönigin" und die Fernsehserie "Breaking Bad".

Historiker betont Verantwortlichkeit der Deutschen am Ersten Weltkrieg

Wer war Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges?

Darüber diskutieren internationale Historiker 100 Jahre nach dem Beginn des Krieges. Der Deutsche Gerd Krumeich betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die "Deutschen 1914 auf den Knopf gedrückt" hätten. Er widersprach damit dem Australier Christopher Clark, der in einem Buch betont, der Ausbruch des Krieges sei zwangsläufig gewesen. Dass Clarks Buch zum Thema in Deutschland so beliebt sei, hält Krumeich für ein Zeichen, dass es hier ein Publikum gibt, dass sich nach einem "reinen Deutschland" sehne, in dem nicht "alles auf Hitler zugelaufen" sei.

Türkei will Uni-Aufnahmeprüfungen abschaffen

Die Türkei will die Aufnahmeprüfungen für Universitäten abschaffen.

Bei der Bewerbung um ein Studium in dem Land spielen die schulischen Leistungen bis jetzt keine Rolle. Schüler und Eltern empfinden dieses System als ungerecht und stressig. In Zukunft sollen die Unis sich ihre Studenten anhand von Schulnoten aussuchen. Auch sportliche, künstlerische und kulturelle Leistungen sollen berücksichtigt werden. Das türkische Bildungsministerium will das neue System an einigen Hochschulen als Pilotprojekt starten lassen. In zwei bis drei Jahren soll es an allen Universitäten angewandt werden.

Deutsche Historiker gegen Formulierung "Polnische Konzentrationslager"

In Polen sorgt die Formulierung schon länger für Empörung.

Jetzt haben auch deutsche Historiker den Begriff "polnische Konzentrationslager" offiziell kritisiert. Der Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands schrieb in einer Pressemitteilung, solche Formulierungen seien "Unwörter" und verfälschten die deutsche Verantwortung für NS-Verbrechen. Allerdings wendet sich der Verband gegen eine strafrechtliche Verfolgung in solchen Fällen, wie sie zur Zeit in Polen erwogen wird. Falschen Begriffen über deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg müsse man in der Öffentlichkeit und in der Geschichtsdidaktik begegnen.

US-Präsident Obama hatte im vergangenen Jahr für Ärger gesorgt, als er die Formulierung in einer Laudatio für einen polnischen Widerstandskämpfer verwendete. Er ließ den Vorfall anschließend durch einen Sprecher entschuldigen.

Lady Gaga: Album in China freigegeben

Auf dem Cover ihres neuen Albums "Artpop" trägt Lady Gaga jetzt Hose - zumindest in China.

Nach dreijährigem Streit mit den Zensurbehörden darf die US-Sängerin jetzt wieder in der Volksrepublik veröffentlichen. Allerdings kommt das Cover ihres neuesten Albums nicht im Original auf den Markt. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" schreibt, ist der Popstar darauf nicht nackt, sondern mit Hose zu sehen. Ihr Oberkörper wird nicht nur durch ihre Hände, sondern von einer großen blauen Kugel verdeckt. Vor drei Jahren hatte Chinas Kulturministerium unter anderem Lieder von Lady Gaga, Britney Spears und Katy Perry als zu vulgär eingestuft und auf den Index gesetzt.

Geigerin Vanessa Mae soll in Sotschi im Slalom antreten

Eigentlich ist sie für ihr Geigenspiel bekannt.

Offenbar hat Vanessa Mae aber auch Talent im Skifahren. Die Geigerin wird voraussichtlich bei den Olympischen Spielen in Sotschi im Slalom antreten. Das thailändische Olympische Komitee gab bekannt, dass die Qualifikation der 35-Jährigen telefonisch bestätigt sei. Man warte allerdings noch auf den offiziellen Brief. Mae tritt für Thailand an, unter dem Namen ihres thailändischen Vaters: Vanessa Vanakorn. Sie hatte ihre musikalische Karriere für ein Jahr auf Eis gelegt, um für Sotschi zu trainieren.

Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft zu Zuwanderung

Unser Zuwanderungsrecht ist immer noch ein Zuwanderungsverhinderungsrecht.

Das meint Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln. Im Deutschlandradio Kultur sagte er, es sei schon viel getan worden, aber man müsse noch viel mehr auf Willkommenskultur setzen. Dazu gehört für Hüther auch, dass praktische Voraussetzungen vereinfacht werden: Dass Zuwanderer einen Arbeitsvertrag vorweisen müssten, um einreisen zu können, sei "unhandlich". - Das IW veröffentlicht heute eine Studie zum Thema.

Hier können Sie das Interview mit Michael Hüther nachhören.

Bachelor-Abschluss reicht für Berufseinstieg, sagen Wirtschaftsexperten

Ob Bachelor- oder Master-Abschluss - das ist den meisten Unternehmen egal.

Davon sind zwei Wirtschaftsexperten überzeugt. Der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar, und der Deutschland-Chef der Wirtschaftsprüfungsfirma Pricewaterhouse Coopers, Norbert Winkeljohann, schreiben in der "Süddeutschen Zeitung" über das Thema. Sie glauben, dass der Bachelor in der Regel für den Berufseinstieg reicht. 70 Prozent der Unternehmen sei es egal, ob ein Absolvent einen Bachelor oder einen Master habe. Eine Ausnahme sehen die beiden bei stark wissenschaftsorientierten Fächern wie Chemie oder Physik.

Gedenkstätte Marienborn wird saniert

Vor allem das Dach der Gedenkstätte muss erneuert werden.

Mit mehr als 3 Millionen Euro soll der ehemals größte deutsch-deutsche Grenzübergang in Marienborn saniert werden. Laut der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt wurden hier allein zwischen 1985 und 1989 rund 34 Millionen Reisende abgefertigt. Neben dem Wellplastikdach sollen auch die Versorgungstunnel und der Kommandoturm restauriert werden.

Bangladesch: Erstes Magazin für Homosexuelle erschienen

In Bangladesh ist das vermutlich erste Magazin für Homosexuelle erschienen.

Es heißt "Roopbaan", das ist der Name einer Erzählung. Das Magazin umfasst 56 Seiten und wurde in der Hauptstadt Dhaka vorgestellt - in Anwesenheit von schwulen Aktivisten und Menschenrechtlern. Chefredakteur Rasel Ahmed sagte der Nachrichtenagentur AFP, er hoffe, dass er die Toleranz im Land vergrößern könne. In Bangladesch gelten noch äußerst konservative Regeln, Beziehungen zwischen Gleichgeschlechtlichen können mit lebenslanger Haft bestraft werden. Das Magazin, das vierteljährlich erscheint, ist auch nicht am Kiosk zu erhalten, sondern muss telefonisch bestellt werden.

"Wort zum Sonntag" wird seit 60 Jahren ausgestrahlt

Es dauert vier Minuten und ist die zweitälteste Sendung im deutschen Fernsehen.

Seit 60 Jahren wird in der ARD das "Wort zum Sonntag" ausgestrahlt. Das würdigt der Sender heute mit einer Feierstunde. Nur die "Tagesschau" gibt es schon länger als "Das Wort zum Sonntag". Das Format wird am Samstagabend gesendet und erreicht nach Senderangaben jede Woche knapp zwei Millionen Zuschauer. Es wird gemeinsam von der evangelischen und katholischen Kirche gestaltet.

Export im Internet: Deutsche Händler nur im Mittelfeld

Die Deutschen sind Export-Weltmeister - allerdings nicht im Internet.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung OC&C und des amerikanischen Konzerns Google. Sie haben 1.500 Online-Händler aus mehreren Ländern untersucht und geschaut, wie viel die ins Ausland verkaufen. An der Spitze stehen britische und US-amerikanische Internethändler, erst dann kommt Deutschland. Der Export-Überschuss der britischen Händler ist fast 70 Mal so groß wie der von deutschen Anbietern.

Großbrand beschädigt Weltkulturerbe in Norwegen

In Norwegen ist ein UNESCO-Weltkulturerbe durch einen Großbrand beschädigt worden.

Es handelt sich um die Altstadt der Ortschaft Laerdalsoyri, 200 Kilometer nordwestlich von Oslo. Insgesamt fingen 23 Häuser Feuer. Darunter befanden sich nach Medienberichten auch drei Gebäude aus dem für seine malerischen Holzbauten bekannten und kulturhistorisch bedeutenden Stadtkern. Wegen starker Winde dauerten die Löscharbeiten fast einen ganzen Tag. Mehrere hundert Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, einige erlitten Rauchvergiftungen.

Gladbecker Geiselnahme wird für ARD verfilmt

Das Geiseldrama von Gladbeck wird für das ARD-Fernsehen verfilmt.

Das bestätigte die "degeto", die Filmeinkaufsfirma der ARD. Demnach entwickelt das Unternehmen das Projekt gemeinsam mit der Produzentin Regina Ziegler. Sie sagte dem "Spiegel": "Wir wollen vor allem zeigen, wie die Medien ihre Distanz aufgegeben haben und zu Akteuren geworden sind." Drehbeginn soll im Frühjahr 2015 sein. Die Geiselnahme von Gladbeck ereignete sich 1988, als die Bankräuber Degowski und Rösner vor der Polizei flohen. Drei Menschen starben damals.

"Horst-Schimanski-Gasse": Duisburg will Kommissar verewigen

Kult-Kommissar "Schimmi" soll in Duisburg mit einer 25 Meter langen Gasse verewigt werden.

Der Duisburger Stadtteil Ruhrort will eine bislang namenlose Durchfahrt "Horst-Schimanski-Gasse" taufen. Eine Mehrheit der Bezirksvertreter hatte einem Vorschlag der Wählergruppe "Deine Stimme" zugestimmt. Ob der neue Name rechtlich möglich ist, prüft die Stadtverwaltung nach Angaben eines Sprechers allerdings noch. Im vergangenen Jahr war die Idee, die Straße als "Schimmi-Gasse" eintragen zu lassen, am Nein des Baurechtsamtes gescheitert. Es befürchtete unter anderem Urheberrechtsverletzungen. Einige der Bedenken sieht die Bezirksvertretung mit dem neuen Vorstoß ausgeräumt. So habe die Filmproduktionsfirma Bavaria, die die Rechte an "Schimanski" hält, keinerlei urheberrechtliche Einwände.

Londoner Tate Modern: Projekte in Turbinenhalle gesichert

In der großen Turbinenhalle der Londoner Tate Modern haben schon Künstler wie Ai Weiwei und Olafur Eliasson ausgestellt.

Seit 2012 ist die Halle verwaist. In Zukunft können dort wieder große Kunstprojekte stattfinden. Tate-Direktor Nicholas Serota sagte, die Finanzierung sei durch einen neuen Sponsor - den koreanischen Autohersteller Hyundai - gesichert. Heute wurde zudem eine neue Fußgängerbrücke durch den riesigen Raum fertig. Sie stellt die Verbindung zum Anbau der Tate Modern her, der 2016 eröffnen soll. - Die Tate Modern gehört zu den weltweit meistbesuchten Museen für zeitgenössische Kunst mit jährlich rund 5,5 Millionen Besuchern.

Singapur: Kein Preis für Video von Pussy Riot

Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Alechina waren eigens zum Wettbewerb nach Singapur gereist.

Bei einem Wettbewerb für Videokunst gingen die Musikerinnen der russischen Punkband Pussy Riot indessen leer aus. Die Gruppe war dort mit dem Kurzclip über ihren regierungskritischen Auftritt in einer Moskauer Kirche nominiert worden. Die Organisatoren kürten stattdessen am Wochenende den australischen Videokünstler Daniel Crooks zum Sieger der Veranstaltung "Prudential Eye Awards". Der Auftritt von Pussy Riot 2012 richtete sich gegen den heutigen Präsidenten Wladimir Putin und die orthodoxe Kirche und brachte drei der Musikerinnen ins Gefängnis; inzwischen sind alle wieder auf freiem Fuß.

PGA-Awards für besten Film geht an "Gravity" und "12 Years a Slave"

Für amerikanische Produzenten gibt es nicht nur einen, sondern gleich zwei beste Filme des Jahres.

Die "Producers Guild of America" kürte in Los Angeles sowohl "Gravity" als auch "12 Years a Slave" mit ihrem Hauptpreis für den besten Film. Es ist das erste Mal in der 25-jährigen Geschichte der Verleihung, dass zwei Werke in dieser Kategorie geehrt wurden. Die Producers-Guild-Awards gelten normalerweise als Indikator für den Oscar: In den letzten sechs Jahren gewann dort jeweils der Film, den auch die Produzenten zuvor erkoren hatten.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr auch der Disney-Trickfilm "Die Eiskönigin" und die Fernsehserie "Breaking Bad".

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