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Kulturnachrichten

Sonntag, 19. Januar 2014

"American Hustle" bei SAG Awards geehrt

Gaunerkomödie schlägt Sklaven-Drama:

Das Schauspielerensemble der 70er-Jahre-Gaunerkomödie "American Hustle" hat sich gegen den zweiten Favoriten "12 Years a Slave" durchgesetzt und den wichtigsten Preis der SAG Awards abgeräumt. Das sind die Preise, die jährlich in Hollywood von der US-Schauspielergewerkschaft an ihre Kollegen in Film und Fernsehen vergeben werden. Sie gelten auch als Indikator dafür, wie das Oscar-Rennen in ein paar Wochen ausgehen könnte. Beste Schauspielerin bei den SAG Awards wurde die Australierin Cate Blanchett für ihre Rolle in Woody Allens "Blue Jasmine", ihr Kollege Matthew McConaughey erhielt den Preis für seine Leistung im Aids-Drama "Dallas Buyers Club". Beide hatten auch schon bei den Golden Globes gewonnen.

Hier geht es zur Homepage der SAG Awards.

Mannheim fordert Werk aus Münchner Kunstfund zurück

Mannheim möchte sein Mädchen zurück:

Die Stadt geht nach eigenen Angaben davon aus, dass ihr das Werk "Melancholisches Mädchen" aus dem Münchner Kunstfund gehört. Deshalb habe Mannheim bei der Staatsanwaltschaft Augsburg einen so genannten Herausgabeanspruch gestellt. Das "Melancholische Mädchen" ist ein Farbholzschnitt von Ernst Ludwig Kirchner. Er wurde laut Kunsthalle Mannheim 1937 von den Nazis als "entartete Kunst" beschlagnahmt und galt als verschollen. Vorher sei er im Besitz der Stadt Mannheim gewesen. Es zählt zu den rund 1.400 Kunstwerken, die Zollfahnder in der Münchner Wohnung des Kunsthändlersohnes Cornelius Gurlitt entdeckt haben.

KMK-Präsidentin Löhrmann will Erinnerungskultur betonen

Ihr Schwerpunkt soll Erinnerungskultur sein.

Das hat die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Sylvia Löhrman, angekündigt. Die Grünen-Politikerin sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, sie wisse aus eigener Erfahrung, wie prägend eine Begegnung mit einem Zeitzeugen sei, beispielsweise beim Besuch einer Gedenkstätte oder auch im Schulunterricht. Lörhmann sagte weiter, der Bund müsse mehr in Ganztagsschulen investieren. Für diese Aufgaben reichten die im Koalitionsvertrag vereinbarten sechs Milliarden Euro nicht aus. Nach Löhrmanns Vorstellungen muss der Bund sich auch in anderen Bereichen stärker engagieren, zum Beispiel bei der Förderung von Sozialarbeit und von Integrationshelfern.

"Welt am Sonntag" über Niedriglöhne unter Akademikern

Sie haben jahrelang für eine gute Ausbildung studiert, aber trotzdem arbeiten in Deutschland hunderttausende Akademiker zu Niedriglöhnen.

Fast jeder Zehnte von ihnen bekam im Jahr 2012 nicht mehr als 9 Euro 30 brutto pro Stunde, berichtet die "Welt am Sonntag". Sie beruft sich auf Berechnungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen. Die Zeitung schreibt, von den abhängig Beschäftigten mit Hochschulabschluss hätten 8,6 Prozent einen Niedriglohn erhalten. Betroffen seien deutschlandweit rund 688.000 Menschen. Eine Expertin wird zitiert, es gebe seit Jahren eine konstante Gruppe von Akademikern, die zu geringen Löhnen arbeiteten. Dabei würden Frauen doppelt so häufig wie Männer nicht angemessen bezahlt.

Die "Welt am Sonntag" berichtet außerdem, dass im vergangenen Jahr mehr als 21.000 Akademiker arbeitslos waren als im Jahr davor.

Katharina Thalbach wird 60 - "FAZ" preist die Schauspielerin

"Die Stimme Berlins."

So überschreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" einen Artikel über die Schauspielerin Katharina Thalbach, die heute ihren 60. Geburtstag feiert. Die Zeitung lobt, egal welche Figuren sie spiele oder was immer sie tue, Thalbach sei "ganz und gar glaubwürdig". Außerdem könne niemand so dreckig, rauh und erotisch berlinern wie die im Ostteil der Stadt geborene Schauspielerin und Regisseurin. Heute steht Katharina Thalbach zum ersten Mal gemeinsam mit ihrer Tochter Anna und ihrer Enkelin Nellie auf der Bühne: Sie geben in der Komödie am Kurfürstendamm das Stück "Roter Hahn im Biberpelz".

Den Artikel lesen Sie hier.

Religiös motivierter Antisemitismus in Polen

Fast ein Viertel aller Polen glaubt, dass es jüdische Ritualmorde gibt.

Das schreiben Psychologen des polnischen Instituts für Vorurteilsforschung in einer aktuellen Studie. Sie zeigt, dass dieser traditionelle religiös motivierte Antisemitismus in den vergangenen Jahren angestiegen ist. Dagegen verbreiteten sich andere Formen der Judenfeindlichkeit wie die Unterstellung, Juden strebten nach Weltherrschaft oder nutzten den Holocaust für ihre Ziele aus, nicht weiter oder gingen zurück. Für den Anstieg des traditionellen Antisemitismus in Polen haben die Psychologen bisher noch keine Erklärung. Sie haben für ihre Studie 1.000 Menschen in ganz Polen befragt.

Stadtarchiv-Einsturz: "Focus" über Ermittlungen

Knapp fünf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen fast 100 mutmaßliche Verantwortliche.

Wie der "Focus" berichtet, musste der Kölner Oberstaatsanwalt Torsten Elschenbroich Verfahren gegen mögliche Schuldige einleiten, um die drohende Verjährungsfrist zu unterbrechen. Das Archiv war Anfang März 2009 eingestürzt, wobei zwei Menschen starben und zehntausende historische Bücher, Urkunden und Handschriften verschüttet und teils stark beschädigt wurden. Als Ursache für das Unglück gilt milliardenschwerer Pfusch am Bau einer neuen U-Bahnstrecke in Köln. Seit März 2009 war gegen Unbekannt ermittelt worden. Dem "Focus" zufolge stehen auf der Beschuldigtenliste Beteiligte aus allen Phasen der Bauplanung und -umsetzung.

Der Oberstaatsanwalt mache in seinem etwa 200-seitigen Bericht Schlamperei und kriminelle Energie für das Unglück verantwortlich.

Stück über schwule Fußballer auf Tour zu Sportvereinen

Homosexualität im Fußball - schon vor dem Outing von Ex-Profi Thomas Hitzelsperger hat eine Göttinger Theatergruppe dazu ein Stück entwickelt.

"Steh deinen Mann" heißt es und handelt von einem heterosexuellen Fußballer, der sich fragt, wer in seiner Mannschaft schwul sein könnte. Das Werk soll Mitte April Premiere feiern - und zwar in einer Umkleidekabine des Jahnstadions in Göttingen. Anschließend will die Theatergruppe mit dem Ein-Personen-Stück auf Tournee gehen: zu Sportvereinen in ganz Niedersachsen. Regisseur Reimar de la Chevallerie sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Ensemble wolle dort spielen, wo es Homophobie vermute. Das Projekt wird unter anderem vom Deutschen Fußball-Bund unterstützt.

Altamira-Höhle wird nach 12 Jahren wieder für Besucher geöffnet

Sie ist Weltkulturerbe, war aber lange Jahre für Besucher geschlossen.

Nun soll die Altamira-Höhle an der Nordküste Spaniens mit ihren berühmten steinzeitlichen Felsmalereien wieder geöffnet werden. Zunächst sollen einmal pro Woche fünf Personen durch die Höhle geführt werden. So könne ermittelt werden, welche Auswirkungen menschliche Präsenz in der Höhle habe, sagte Kulturstaatssekretär José María Lasalle. Danach soll entschieden werden, ob und wie die Besuche fortgesetzt werden können. - Die Altamira-Höhle war 1868 per Zufall von einem Jäger entdeckt worden. In ihr befinden sich mehr als 260 Felszeichnungen aus der Altsteinzeit. Zu sehen sind vor allem Tierbilder, aber auch abstrakte Zeichen, die noch nicht gedeutet werden konnten. Die Malereien waren durch Besucher in Mitleidenschaft gezogen worden - unter anderem wegen der Ausdünstungen des menschlichen Körpers.

Viele Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren vor einer Wiedereröffnung der Höhle gewarnt. Hier geht es zur englischsprachigen Seite des Altamira-Museums.

"Batman vs. Superman" kommt erst 2016 ins Kino

Das große Treffen der Superhelden wird verschoben:

Der Film "Batman vs. Superman" soll fast ein Jahr später ins Kino kommen als ursprünglich geplant. Das berichtet der Branchendienst "Hollywood Reporter" unter Berufung auf das Studio Warner Bros. Der Filmstart sei nun für Mai 2016 geplant und nicht für Juli 2015. Die Hauptdarsteller des Superhelden-Films sind aber fest gebucht: Ben Affleck spielt Batman und der Brite Henry Cavill steigt wieder in das blau-rote Kostüm von Superman.

Hier lesen Sie den Bericht des "Hollywood Reporter".

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