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Kulturnachrichten

Samstag, 18. Januar 2014

Bayerischer Filmpreis für "Die andere Heimat"

Eine weitere bedeutende Auszeichnung für Edgar Reitz:

Der Filmemacher und sein Sohn Christian sind für "Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht" mit dem Bayerischen Filmpreis gehrt worden. Die Jury erklärte, das epochale Werk mit seinen beeindruckenden Bildern halte die Zuschauer über vier Stunden lang in Spannung und Atemlosigkeit. Zusätzlich zu diesem Produzentenpreis erhielt Edgar Reitz mit seinem Co-Autor Gert Heidenreich auch die Auszeichnung für das beste Drehbuch. Der Regiepreis ging an Andreas Prochaska für das historische Alpendrama "Das finstere Tal", das Mitte Februar anlaufen soll. Als beste Schauspieler wurden Tobias Moretti und Brigitte Hobmeier geehrt. Der 82-jährige Armin Mueller-Stahl bekam den Bayerischen Filmpreis für sein Lebenswerk.

- Die Auszeichnung wird seit 1979 von der Bayerischen Staatsregierung vergeben. Er ist in diesem Jahr mit insgesamt 300.000 Euro dotiert. Mehr Informationen finden Sie hier.

Riga eröffnet Festjahr zur Kulturhauptstadt Europas

Kultur als "positive Kraft" - unter diesem Motto wollen die Organisatoren die lettische Hauptstadt präsentieren.

Riga hat sein Festjahr als Europäische Kulturhauptstadt mit einer Aufführung der Wagner-Oper "Rienzi" eröffnet. Kulturministerin Dace Melbarde betonte, Lettland sei zwar klein, habe aber viele talentierte Künstler und sei kulturell in Europa konkurrenzfähig. Rigas Bürgermeister Nils Usakovs erklärte, er erhoffe sich für die Stadt neue kulturelle Impulse und mindestens 2,1 Millionen Besucher - das ist mehr als Lettland Einwohner hat. Zum Start des Festprogramms wollen heute tausende Menschen in Riga eine Kette bilden und ihre Lieblingsbücher von der alten in die neue Lettische Nationalbibliothek weiterreichen.

Chinesische Neujahrsgala ohne Protestmusiker Cui Jian

Er wollte sich nicht zensieren lassen.

Der "Vater der chinesischen Rockmusik", Cui Jian, wird nicht bei der patriotischen Neujahrsgala des chinesischen Staatsfernsehens mitwirken. Entsprechende Gerüchte hat seine Managerin bestätigt. Der Musiker sollte einen kritischen Song nicht singen, erklärte sie die Absage laut "Guardian". Cui Jian war in den 80er Jahren eine Symbolfigur der Demokratiebewegung in China: Er demonstrierte auf dem Platz des Himmlischen Friedens mit den Studenten und sein Song "Nothing to My Name" wurde zu ihrer inoffiziellen Hymne. Nachdem die Proteste gewaltsam von der Regierung niedergeschlagen wurden, durfte Cui Jian nur noch in kleinem Rahmen auftreten. Deshalb hatte es für Überraschung gesorgt, als das Staatsfernsehen den Musiker für die Neujahrsgala auf die Bühne holen wollte.

- Die Gala von CCTV wird jedes Jahr von mehreren hundert Millionen Zuschauern auf der ganzen Welt gesehen. Hier lesen Sie den Artikel im "Guardian".

Suhrkamp AG: Barlach will Mehrheit von Berkéwicz verhindern

Sie soll keine Mehrheit bekommen.

Bei der geplanten Umwandlung des Suhrkamp Verlags in eine Aktiengesellschaft will Miteigentümer Hans Barlach eine Mehrheit von Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz verhindern. Der Verwaltungsratspräsident von Barlachs Schweizer Medienholding, Rechtsanwalt Carl Ulrich Mayer, sagte der Deutschen Presseagentur, die Medienholding sei in Gesprächen für den Einstieg eines weiteren unabhängigen Investors. Das Angebot werde der Vorstand der Suhrkamp-Aktiengesellschaft "nicht so leicht ablehnen" können. Damit werde Unseld-Berkéwicz ihre Aktienmehrheit verlieren. - Bisher hält die Verlagschefin über ihre Familienstiftung 61 Prozent; Barlach ist über die Medienholding mit 39 Prozent am Verlag beteiligt.

Deutsches Theater in München wiedereröffnet

München hat eines seiner wichtigsten Theater wieder.

Nach jahrelanger Sanierung wurde gestern Abend das Deutsche Theater feierlich neueröffnet. Das Haus in der Münchner Innenstadt war wegen der Renovierungsarbeiten seit 2008 geschlossen. In dieser Zeit fanden die Aufführungen unter anderem in einem Zelt statt. Die Umbauten am Theater kosteten 94 Millionen Euro - mehr als geplant, denn es gab einige Rückschläge: So brach etwa 2011 im Dachstuhl ein Feuer aus, weil sich Isoliermaterial entzündete.

Islamischer Theologe Khorchide denkt nicht an Rückzug

"Ich habe Rückendeckung von der Politik, der Universität, meinen Studierenden und der muslimischen Basis."

Das hat der umstrittene Leiter des Zentrums für Islamische Theologie in Münster, Mouhanad Khorchide, bei einem Podiumsgespräch gesagt. Er denke nicht an einen Rückzug, betonte er auf der Veranstaltung in Wien, wie die Nachrichtenagentur Kathpress meldet. Khorchide ist als Islam-Professor bei muslimischen Verbänden in Deutschland umstritten: Einige werfen ihm eine zu liberale Haltung und mangelnde Fundierung seiner theologischen Kenntnisse vor. Dazu hatten sie im Dezember ein Gutachten vorgelegt. Khorchide erklärte, der Konflikt sei in erster Linie politisch motiviert: Es gehe um die Deutungshoheit des Korans.

In der Debatte wolle "eine Minderheit festlegen, was Islam ist und was nicht, um die bestehenden Machtverhältnisse weiterhin aufrechtzuerhalten". Dabei sei es Aufgabe der Theologie, mit kritischer Distanz über die Religion zu diskutieren. Seine Kritiker fürchteten aber wohl, er wäre "ein Agent des Westens", der die Lehren des Islam verwässern wolle.

Engagement dank Quarktasche - Intendant über Hobmeier

Essen kann offenbar ein Einstellungsgrund sein.

Die Schauspielerin Brigitte Hobmeier hat ihr Engagement am Münchner Volkstheater im Jahr 2002 jedenfalls einer Quarktasche zu verdanken. Das hat der Intendant Christian Stückl bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises erzählt. Er erinnerte sich, wie er damals zu einem großen Vorsprechen geladen hatte. Hobmeier sei gekommen, habe sich auf die Bühne gesetzt und eine Quarktasche ausgepackt und gegessen. Wie sie das gemacht habe, entlockte Stückl beim Gedanken daran ein "Wow!". Schon bevor die Schauspielerin etwas gesagt habe, sei ihm da klar gewesen: "Die möchten wir im Haus haben." - Brigitte Hobmeier wurde gestern beim Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin ausgezeichnet

- und zwar für ihre Rolle in dem Weltkriegsdrama "Ende der Schonzeit".

Pilawa in der "FAZ" über Rückkehr zur ARD

"Der NDR und die ARD - das ist schon so etwas wie Heimat für mich."

Das sagt Jörg Pilawa im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zu seiner Rückkehr vom ZDF zur ARD. Dort hatte er mehr als zehn Jahre verschiedene Sendungen moderiert, unter anderem "Herzblatt" und verschiedene Quiz-Shows, bevor er zum ZDF wechselte. Der Vertrag ist nun ausgelaufen. Pilawa betont, er habe ein neues gutes Angebot des Senders bekommen und hätte dort auch mehr Sendungen machen können als bei der ARD, aber er gehe dahin zurück, wo er "viel Freude und Erfolg" gehabt habe. Beginnen werde er am 1. März mit einer Hommage an "Einer wird gewinnen". Diese frühere Show mit Hans-Joachim Kulenkampff wurde vor 50 Jahren zum ersten Mal ausgestrahlt.

Autor Suarez fordert demokratische Infrastruktur des Internets

Science Fiction ist für Daniel Suarez kein Entwurf von Zukunftsszenarien.

Der Autor des Technikthrillers "Daemon" sagte der Zeitung "taz", es gehe bei Science Fiction vielmehr darum, Umbrüche einer Gesellschaft zu studieren. Suarez betonte, noch sei die Welt glücklicherweise nicht zu einem Polizeistaat 2.0 geworden. Aber es gehe jetzt um die Frage, wie die Demokratie in der neuen vernetzten Welt überleben könne. Nach Ansicht des Autors muss dafür die Infrastruktur des Internets dezentralisiert werden: Die Glasfaserkabel dürften nicht einigen wenigen Konzernen gehören, sondern den Kommunen.

Rassismus-Debatte: Haribo nimmt "Skipper-Mix" aus Sortiment

Der "Skipper-Mix" von Haribo liegt in Zukunft in Schweden und Dänemark nicht mehr in den Supermarkt-Regalen.

Damit reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf Einwände von Verbrauchern: Sie hatten die Lakritz-Figuren als rassistisch kritisiert. Die Süßigkeiten haben die Form von Masken und Gesichtern, die an afrikanische, asiatische oder indianische Kunst erinnern. In den vergangenen Wochen war im Internet immer wieder über den "Skipper-Mix" diskutiert worden. Haribos Chef für Schweden, Ola Dagliden, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Lakritz-Mix habe an Dinge erinnern sollen, die ein Seefahrer bei einer Reise um die Welt gesammelt haben könnte. Darin habe das Unternehmen nichts Negatives gesehen. - In Deutschland wird der Skipper-Mix nicht verkauft.

Bundeskunsthalle erweitert Angebot für Menschen mit Demenz

Bessere Angebote für behinderte Besucher - daran arbeitet die Bundeskunsthalle in Bonn.

Das Museum teilte mit, in einem neuen Vermittlungsprogramm liege der Schwerpunkt auf Kunst- und Kulturangeboten für Menschen mit dementiellen Erkrankungen. Das Haus ermögliche außerdem Tastführungen und ausführlich beschreibende Rundgänge für Sehbehinderte und Blinde sowie Führungen in Deutscher Gebärdensprache. Angeboten werden auch Workshops für Schüler mit Lernschwächen und geistiger Behinderung. - Die Bundeskunsthalle ist auf Wechselausstellungen spezialisiert und entwickelt nach eigenen Angaben bereits seit 1994 Angebote der sozialen Inklusion. Im März findet zu dem Thema eine Fachtagung in dem Museum statt.

"Guardian": Diskussion über Säfte und ihr mögliches Gesundheitsrisiko

"Wie Fruchtsaft von einem gesunden Lebensmittel zu Junk-Food wurde."

Der britische "Guardian" schreibt darüber, welches Gesundheitsrisiko von Säften ausgehen könnte. Diese Frage wurde aufgeworfen, weil eine Grundschule in einem Londoner Stadtbezirk die Fruchtgetränke verboten hat. Stattdessen dürfen die Schüler nur noch Wasser trinken. Grund für die Entscheidung der Schulleitung waren Aussagen einer medizinischen Beraterin der britischen Regierung. Sie hatte der "Sunday Times" gesagt, Fruchtsaft sei nicht so gesund wie ganze Früchte, sondern enthalte viel Zucker. Für den Körper sei Orangensaft deshalb dasselbe wie Cola. Allerdings werden Säfte in Großbritannien häufiger zusätzlich mit Zucker gesüßt als bei uns.

Christusstatue von Rio verliert halben Daumen durch Blitz

Ob das ein Kommentar von oben zur bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien war?

Die berühmte Christusstatue in Rio de Janeiro ist von einem Blitz getroffen worden und hat dabei die Hälfte des rechten Daumens verloren. Der für den Erhalt der Figur zuständige Pfarrer sagte lokalen Medien, die Statue auf dem Corcovado-Berg erleide jährlich drei bis fünf Einschläge, von denen ihr einige trotz eines Blitzableiters Schaden zufügten. Der abgebrochene Finger könne aber rasch wieder instand gesetzt werden, denn die Kirche habe einen Vorrat des Steins, aus dem die Statue 1931 errichtet wurde.

Wetterdienst: Saharastaub kommt nach Deutschland

Die Wüste kommt nach Deutschland - jedenfalls wenn es heute oder morgen regnet.

Dann könnte sich Staub aus der Sahara bei uns niederschlagen. Das sagte Meteorologe Olaf Pels Leusden vom Deutschen Wetterdienst der Deutschen Presse-Agentur. Für die Jahreszeit sei so etwas nicht ungewöhnlich. Denn ein Kaltluftstrom, der von Neufundland bis Marokko und Algerien unterwegs ist, wirbele den Saharastaub auf und leite ihn über das Mittelmeer bis nach Südskandinavien, bis zu 15 Mal pro Jahr. Nach Angaben des Meteorologen lässt der Wüstenstaub bei starken Ausbrüchen den Himmel milchig-weiß getrübt erscheinen. Besonders gut sei er bei Sonnenauf- und -untergang zu beobachten. Dann erscheine die Sonne weiß statt rot.

- Hier geht es zur Homepage des Deutschen Wetterdienstes mit der Saharastaub-Vorhersage.

Uckermark wirbt mit Postkarten um Rückkehrer

Eine Postkarte mit Blumenwiese und viel blauem Himmel - die soll Weggezogene an die Uckermark erinnern.

Heute liegt die Karte Tageszeitungen in der Region bei. Leser können sie an Abgewanderte in der Ferne verschicken, damit die nicht die Bindung an ihre Heimat verlieren. Das teilte die Willkommens-Agentur Uckermark mit. Sie informiert und berät Zuzügler und Rückkehrer und wird vom Bund gefördert.

Bischöfe twittern Aufmunterungen gegen dunkle Jahreszeit

Kurznachrichten gegen den Winterblues:

In Großbritannien wollen Geistliche ab Montag tägliche "kleine Aufmunterungen" per Twitter verbreiten. Bischof Richard Moth, zuständig für psychische Gesundheit, erklärte, viele Menschen litten besonders nach der Weihnachtspause unter der dunklen Jahreszeit. Dagegen wolle die katholische Bischofskonferenz von England und Wales ab Montag per Kurznachrichtendienst freundliche Botschaften verteilen, zum Beispiel "Du wirst geliebt" oder "Fürchte dich nicht, Gott ist nahe".

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