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Donnerstag, 01.10.2020
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Heinemann-Friedenspreis für Kinderbuch zum Klimawandel

Für ihr Bilderbuch zum Klimawandel erhalten die Autorin Kristina Scharmacher-Schreiber und die Illustratorin Stephanie Marian den diesjährigen Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher. Das Buch "Wie viel wärmer ist ein Grad?" stelle komplexe Zusammenhänge anschaulich, verständlich und lesenswert dar, erklärte Nordrein-Westfalens Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen in Düsseldorf. Mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher erinnert die NRW-Landesregierung an das friedenspolitische Engagement des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann (1899-1976). Der Preis wird zum 37. Mal verliehen. Er ist mit 7.500 Euro dotiert.

Mafalda-Schöpfer Quino mit 88 Jahren gestorben

Der argentinische Zeichner Quino ist tot. Der Schöpfer der vor allem in Lateinamerika sehr populären Comic-Figur Mafalda starb im Alter von 88 Jahren, wie sein Verleger Daniel Divinsky heute mitteilte. Das etwas altkluge Mädchen Mafalda tritt für Gerechtigkeit, Frieden und Gleichberechtigung ein und hinterfragt die Welt der Erwachsenen. Ein bekannter Spruch von Mafalda lautet: "Haltet die Welt an, ich will aussteigen." Quino zeichnete sie zwischen 1964 und 1973 für verschiedene Zeitungen.

Studie bestätigt NS-Nähe von Alfred Bauer

Der erste Leiter der Berlinale, Alfred Bauer, war dem nationalsozialistischen Regime enger verbunden als bisher bekannt. In der Untersuchung des Münchner Instituts für Zeitgeschichte heißt es, Bauer habe nach 1945 seine Rolle in der Filmindustrie in der NS-Zeit systematisch verschleiert. Die Erkenntnisse über seine Verantwortlichkeiten in der Reichsfilmintendanz und sein Verhalten im Entnazifizierungsverfahren seien bestürzend, erklärte Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek. Alfred Bauer hatte das internationale Filmfest Berlin bis 1976 geleitet. Nach einem Zeitungsartikel war der nach ihm benannte Preis in diesem Jahr nicht vergeben worden.

Kulturetat des Bundes soll 2021 um 6,6% steigen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat den Etat für ihr Ressort bei den Haushaltsberatungen im Bundestag verteidigt. Er soll im kommenden Jahr um 120 Millionen Euro oder 6,6 Prozent erhöht werden. Dadurch stünden der Christdemokratin Grütters 1,94 Milliarden Euro zur Verfügung. Im Reichstagsgebäude sagte sie, Kultur sei keine Delikatesse für Feinschmecker, sondern Brot für alle.

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