Kulturminister und -senatoren von SPD und Grünen verteidigen Freiheit der Kunst

    Fassade des Buchladens „Zur schwankenden Weltkugel“ in Berlin, davor eine mit antifaschistischen Stickern beklebte Blechskulptur neben Blumenkästen und Postkartenständern.
    Die Buchhandlungen „Zur schwankenden Weltkugel“, „Rote Straße“ und „Golden Shop“ sollten 2026 eigentlich mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet werden. © picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka
    Kulturminister und -senatoren von SPD und Grünen haben die Freiheit der Kunst verteidigt - mit Blick auf den Ausschluss von drei linken Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos). Am Rande der Sitzung der Kulturministerkonferenz in Hamburg erklärte Bremens Kultursenator Andreas Bovenschulte, der Schutz der Kunstfreiheit sei ein verfassungsrechtliches hohes Gut, welches es entschieden zu schützen gelte. Förderentscheidungen hätten allein transparenten künstlerischen Qualitätskriterien zu folgen, heißt es in einer Stellungnahme, die er und seine Kollegen und Kolleginnen von SPD und Grünen unterzeichneten. Auch der SPD-Kulturminister der schwarz-roten Landesregierung in Hessen stellte sich dahinter. Kulturstaatsminister Weimer steht in der Kritik, weil er drei linke Buchläden von der Liste derer, die mit dem Buchhandlungspreis ausgezeichnet wurden, gestrichen hatte. Die Läden wehren sich auch juristisch gegen das Vorgehen.