Kulturausschussvorsitzender fordert bessere Bedingungen für Investitionen in die Filmwirtschaft

Nach der Einigung der Bundesregierung auf eine Investitionspflicht für Streamingdienste und Sender in der vergangenen Woche ist eine Delegation des Kulturausschusses im Bundestag in die USA gereist. Dort sollte unter anderem bei Gesprächen mit Vertretern der Streaming-Dienste Netflix, Amazon Prime und Disney+ für die Investitionen geworben werden. Aus Sicht des Grünen-Kulturpolitikers Sven Lehmann bedarf es statt einer Investitionspflicht jedoch eher besserer Bedingungen für die Unternehmen. Die Produktionsbedingungen müssten durch steuerliche Anreize attraktiver gemacht werden, sagte Lehmann im Deutschlandfunk Kultur. Andere europäische Länder seien in dem Bereich schon weiter. Außerdem sei der deutsche Film deutlich mehr als Unterhaltung. Er sei ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Weit über 120.000 Menschen arbeiteten in der Filmindustrie mit alle ihren Facetten, so Lehmann. Die Branche erwirtschafte jährlich rund 10 Milliarden Euro Umsatz, und das nicht nur in den großen Studios wie Bavaria oder Babelsberg. Jede Investition sichere somit auch Arbeitsplätze und stärke die Region.