Kultur- und Medienstaatsminister Weimer bringt eine Privatisierung des ZDF ins Gespräch

Der Staatsminister für Kultur und Medien, Weimer, fordert schon seit Längerem eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Bei einer rechtspolitischen Konferenz der Konrad Adenauer Stiftung in Berlin hat er offenbar laut über eine Privatisierung des ZDF nachgedacht. Das berichtet die Nachrichtenagentur KNA am Dienstag unter Berufung auf Teilnehmer der Veranstaltung am vergangenen Donnerstag. Demnach sagte der parteilose Politiker, man müsse die Frage überdenken, ob es das bisherige System aus ARD und ZDF in der aktuellen Form weiter brauche. Weimer nannte auch die Möglichkeit, ARD-Anstalten zusammenzulegen. Konkret sprach er den Angaben zufolge von einem "Kleeblatt im System" aus dann nur noch vier oder fünf Rundfunkanstalten in Deutschland. Als Begründung nannte er laut Bericht eine Belastung der privaten Medien, weil die Öffentlich-Rechtlichen aus dem Rundfunkbeitrag finanziert werden. Die "RTLs dieser Welt" stehen laut Weimer mit dem Rücken zur Wand, und der Medienmarkt stellt sich seiner Meinung nach heute als "Duopol" aus Big Tech und Öffentlich-Rechtlichen dar. Eine Sprecherin des Kulturstaatsministers reagierte auf Anfrage des Deutschlandradios mit dem Hinweis, dass man sich zu Berichten über eine nicht-öffentliche Veranstaltung nicht äußern möchte.