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Fazit / Archiv | Beitrag vom 29.01.2019

Künstlerin Louisa ClementGespräch mit einer künstlichen Intelligenz

Louisa Clement im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Porträt von Louisa Clement. (Neven Allgeier for cubaparis)
Louisa Clement. (Neven Allgeier for cubaparis)

Louisa Clements Kunstwerke sind angesagt. Die 31-jährige Künstlerin stellt derzeit an vier Orten gleichzeitig aus − "Remote the Show" heißt die Ausstellung ihrer Arbeiten in Hannover.

In "Remote the Show" im Sprengel Museum in Hannover geht es um die Fragen der künstlichen Intelligenz und der Grenzen und Chancen des menschlichen Daseins im digitalen Zeitalter. Die Ausstellung zeigt eine erste Rundschau ihrer Arbeit: Sie beginnt mit 55 Portraits von Schaufensterköpfen ohne Nase, Mund oder Augen. Eine Anspielung auf die Beschaffenheit der Individualität im digitalen Raum.

"Ohne Handy fühlt man sich fast nackt"

Inspirieren lässt sich die Künstlerin von ihrem Alltag: "Wir haben heute alle eigentlich immer unser Handy dabei. Ohne Handy fühlt man sich auch schon fast nackt. Irgendwann kam für mich die Frage: Wieso brauchen wir so viel digitale Kommunikation? Und was hat sie für eine Relevanz in Bezug auf die reale Kommunikation?"

Installationsansicht, Wallraf Richartz Museum, Köln. (Sprengel Museum Hannover)Transformationsausschnitt, 2015, Glasbrocken. (Sprengel Museum Hannover)

Das Highlight der Ausstellung ist eine Arbeit mit Virtual Reality: Besucher können mit einer Schaufensterpuppe mit Hilfe einer künstliche Intelligenz Gespräche führen und ihr Fragen stellen. Die künstliche Intelligenz lernt während des Gesprächs dazu und kann immer besser auf die Fragen der Besucher reagieren. Durch die vielen interaktiven Elemente, wird der Besucher ein Teil der Ausstellung. Das Reizvolle an immersiver Kunst für die Künstlerin als auch die Besucher sei es herauszufinden, wie weit die Grenzen der neuen Medien offen sind.

(ns)

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