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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.06.2013

Künstler vorm Vergessen bewahren

Im Akademie-Gespräch geht es um Künste und Menschenrechte im Iran

Klaus Staeck im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Der iranische Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi (AP)
Der iranische Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi (AP)

Der iranische Künstler Mir Hossein Mussawi ist Thema beim 49. Akademie-Gespräch in der Akademie der Künste in Berlin. Klaus Staeck spricht mit der iranischen Menschenrechtsaktivistin über die Situation der Künste im Iran.

Über die Umstände von Mir Hossein Mussawi und seiner Ehefrau wisse man derzeit wenig, sagt Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste in Berlin. "Aber seine Situation ist mit Sicherheit keine gute." Hausarrest sei ja auch immer eine milde Form von Gefängnis. Mussawi sei zur Galionsfigur der Grünen Bewegung im Iran geworden, eine direkte Anklage gegen ihn gebe es nicht. "Aber das ist ja das Problem, Menschen wie er werden weggesperrt." Auch deshalb finde die Ausstellung mit seinen Arbeiten statt. Die Menschenrechtsaktivistin Shirin Ebadi, die extra aus London anreist, habe der Kooperationsrat der Grünen Bewegung in Paris vermittelt.

Von dort stammen auch die Blätter mit Arbeiten des Künstlers Mussawi . Woher die Blätter kommen, gehöre zu einem, der Geheimnisse, "die wir erfragen, aber nicht beantwortet bekommen", sagt Staeck. Angeblich seien sie schon länger im Westen, aber wie und woher die Arbeiten stammen, das könne man nicht so genau sagen, "Wir freuen uns, dass wir sie haben", sagt Staeck.

Mit Mussawi verbinde die Akademie der Künste, dass der früher auch mal Leiter der Kunstakademie in Teheran gewesen sei. Mit der Ausstellung wolle man Künstler vorm Vergessen bewahren, die wegen ihrer Arbeit und wegen ihres politischen Engagements mit Gefängnis bedroht werden.

Das vollständige Gespräch mit Klaus Staeck können Sie bis mindestens 6. November 2013 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Angebot nachhören.

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