Seit 16:05 Uhr Echtzeit
Samstag, 15.05.2021
 
Seit 16:05 Uhr Echtzeit

Interview / Archiv | Beitrag vom 25.07.2008

Kritische Aktionäre: Daimler potenzieller Übernahmekandidat

KAD-Sprecher Grässlin wirft Konzernleitung Missmanagement vor

Der Firmensitz von DaimlerChrysler in Stuttgart. (AP)
Der Firmensitz von DaimlerChrysler in Stuttgart. (AP)

Nach Ansicht des Sprechers der Kritischen Daimler-Aktionäre, Jürgen Grässlin, droht dem Daimler-Konzern schon seit längerem die Übernahme. Innerhalb nicht einmal eines Jahres habe sich der Wert der Daimler-Aktie nahezu halbiert, sagte Grässlin, nachdem die Aktie infolge einer Gewinnwarnung einen Preissturz von etwa zehn Prozent hinnehmen musste.

Neben diesem Preisverfall mache vor allem der Bargeldbestand bei Daimler in Höhe von zehn Milliarden Euro den Automobil-Konzern zu einem "lukrativen Schnäppchen", so Jürgen Grässlin im Deutschlandradio Kultur. Der Konzernleitung warf er Missmanagement vor, insbesondere kritisierte er Daimlers Engagement in der Rüstungsindustrie und die "fehlende Ökologisierung" der Produktion. Grässlin: "Die Gewinnwarnung ist berechtigt. Sie zeigt, wo Daimler steht."

Als Ausweg aus der Krise empfahl Jürgen Grässlin eine Reihe von Sofortmaßnahmen: die "Konzentration Daimlers auf das Kerngeschäft", den Verkauf der EADS-Anteile und "ganz schnell die Ökologisierung der Fahrzeugflotte".

Auch das Aktienrückkaufprogramm wurde vom Sprecher der Kritischen Aktionäre von Daimler begrüßt: "Im Prinzip ist es der richtige Schritt, weil, wenn ich sage, man hat noch mal zehn Milliarden flüssig, dann könnte man weitere Aktien zurückkaufen und wäre dann etwas gesicherter gegen eine Investorengruppe, die zuschlagen möchte."

Das vollständige Interview mit Jürgen Grässlin können Sie mindestens bis zum 25. Dezember 2008 in unserem Audio-on-demand-Angebot nachhören. (MP3-Audio)

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Interview

NahostkonfliktZu viele, die es immer besser wissen
Pro-Israel-Demonstration in München: "Israel muss sich verteidigen" steht auf einem Plakat. (picture alliance / dpa / ZUMAPRESS.com / Sachelle Babbar)

Die Journalistin Esther Schapira kritisiert die deutsche Nahost-Debatte scharf und rät zu "etwas mehr Zurückhaltung und Bescheidenheit". Auch die Verknüpfung von Nahostkonflikt und dem Antisemitismus in Deutschland hält sie für grundfalsch.Mehr

"Dalli Dalli" wird 50Erinnerungen an einen großen Showmaster
Der beliebte Quizmaster Hans Rosenthal während einer "Dalli-Dalli"-Sendung mit einer Karte in der Hand, auf der die Nummer "65" steht. (picture alliance / Istvan Bajzat )

Vor 50 Jahren hieß es erstmals "Dalli Dalli", die Show machte Hans Rosenthal berühmt. Der hatte ein Vierteljahrhundert zuvor den Holocaust überlebt. Seine Tochter erinnert sich an einen Mann, der hart arbeitete und nach Normalität strebte - aber nicht vergaß.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur