Kritik wegen Stolperstein-Beschluss in Heidenau

    Drei Stolpersteine mit den Namen von Emma Esther, Siegfried und Bertha Pess Mendelsohn sind in die Pflastersteine der Kramerstraße in Zeitz verlegt. Weiße Rosen liegen darauf.
    Stolpersteine halten die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus lebendig. © picture alliance / dpa / Heiko Rebsch
    Der Beschluss des Stadtrats im sächsischen Heidenau, keine weiteren Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus zu verlegen, stößt auf Kritik. Die SPD-Landtagsfraktion forderte den Stadtrat auf, die Entscheidung zu überdenken. Auch Politiker von Linken und Grünen in Sachsen wendeten sich gegen den Beschluss. Der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Heubner, sprach von einem Versuch, NS-Opfer aus dem Stadtbild zu verdrängen. Die Geschäftsführerin der Stolperstein-Stiftung, Demnig, sagte, Stolpersteine machten Geschichte dort sichtbar, wo sie geschehen sei. Der Stadtrat von Heidenau hatte am Donnerstagabend einen Antrag von AfD- und CDU-Stadträten mehrheitlich beschlossen. Demnach soll das Gedenken künftig vor allem auf einem Friedhof der Stadt stattfinden.