Kritik wegen Stolperstein-Beschluss in Heidenau

Der Beschluss des Stadtrats im sächsischen Heidenau, keine weiteren Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus zu verlegen, stößt auf Kritik. Die SPD-Landtagsfraktion forderte den Stadtrat auf, die Entscheidung zu überdenken. Auch Politiker von Linken und Grünen in Sachsen wendeten sich gegen den Beschluss. Der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Heubner, sprach von einem Versuch, NS-Opfer aus dem Stadtbild zu verdrängen. Die Geschäftsführerin der Stolperstein-Stiftung, Demnig, sagte, Stolpersteine machten Geschichte dort sichtbar, wo sie geschehen sei. Der Stadtrat von Heidenau hatte am Donnerstagabend einen Antrag von AfD- und CDU-Stadträten mehrheitlich beschlossen. Demnach soll das Gedenken künftig vor allem auf einem Friedhof der Stadt stattfinden.