Kritik nach DDR-Hymne bei AfD-Veranstaltung - Ermittlungen gegen Kabarettist Steimle

Das Singen der DDR-Nationalhymne auf einer AfD-Veranstaltung in Sachsen-Anhalt stößt auf Kritik. Kanzleramtschef Frei nannte das "extrem befremdlich". Der CDU-Politiker kritisierte vor allem, dass auch Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Siegmund und Bundesparteichef Chrupalla eingestimmt hätten. CSU-Generalsekretär Huber warf der AfD vor, extremistisch und geschichtsvergessen zu sein. Die AfD hatte am Abend in Dessau-Roßlau zu einer Podiumsdiskussion mit dem Kabarettisten Uwe Steimle eingeladen. Dieser stimmte am Ende die DDR-Nationalhymne an. Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, gegen Steimle zu ermitteln. Es geht um den Vorwurf, den öffentlichen Frieden durch die Androhung von Straftaten gestört zu haben. Steimle hatte sich abfällig über Kanzler Merz geäußert und gefragt: "Wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?" Graf Stauffenberg hatte 1944 ein misslungenes Attentat auf Adolf Hitler verübt. Über das neue Porträtbild von Merkel hatte Steimle gesagt: "Im Moment hängt sie erst mal. Wenn der Nagel bricht, stellen wir sie an die Wand".