Kritik an geplanten Museumsgebühren für ausländische Touristen in Großbritannien

    Ein Blick auf das British Museum in London, Großbritannien. (Quelle: picture alliance)
    Das British Museum in London © picture alliance / NurPhoto / Jakub Porzycki
    Die nationalen Museen in Großbritannien bieten seit 2001 für jeden Besucher freien Eintritt an. Nun gibt es internationale Kritik an dem Vorschlag der britischen Regierung, diese Regelung für ausländische Touristen abzuschaffen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben insbesondere Länder mit Rückgabeforderungen protestiert. So erklärte der ghanaische Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa, dass eine solche Gebührenerhebung Fragen der "Fairness" aufwerfe, insbesondere dort, wo Rückgabe-Diskussionen noch andauerten. Eric Phillips von der Reparationskommission der Karibischen Gemeinschaft fragte, warum man bezahlen solle, um sein Kulturerbe zu sehen. Arley Gill vom nationalen Reparationsausschuss von Grenada, erklärte, die Priorität müsse darin bestehen, die Artefakte an ihre "rechtmäßigen Eigentümer" zurückzugeben. Die britische Regierung plant, mit den zusätzlichen Einnahmen den eigenen Kunstsektor zu unterstützen.