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Interview / Archiv | Beitrag vom 10.01.2019

Kriegskinder im Jemen Eine verlorene Generation?

Larissa Alles im Gespräch mit Liane von Billerbeck

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Ein Arzt misst den Arm eines unterernährten Mädchens im Aslam Health Center, Hajjah, Jemen. (dpa-Bildfunk / Hani Mohammed)
Im Jemen sind tausende von Kindern Hunger betroffen. Hier misst ein Arzt den Arm eines unterernährten Mädchens. (dpa-Bildfunk / Hani Mohammed)

Im Jemen herrscht seit Jahren Krieg. Trotz der im Dezember vereinbarten Waffenruhe, die etwas Hoffnung weckt, leidet vor allem die Zivilbevölkerung und am stärksten die Kinder, sagte Larissa Alles von "Save the Children".

"Vor allem die Kinder leiden am meisten unter diesem Krieg", sagte Larrissa Alles im Deutschlandfunk Kultur, die für das Hilfswerk "Save the Children" im Jemen arbeitet. "Wir vermuten, dass bis zu vier Millionen Kinder nicht in die Schule gehen können." Die Kleinen seien durch den Konflikt schon früh in ihrer Entwicklung sehr beeinträchtigt. Es gebe deshalb die große Sorge, dass da eine "verlorene Generation" heranwachse, wenn da nicht mehr unternommen werde, um den Jungen und Mädchen im Jemen zu helfen.

Unternährung und Traumata

Die Lage des Gesundheitswesens sei sehr schlecht, sagte Alles. Viele Kinder litten schon im frühkindlichen Alter an Unterernährung. Das mache sie für weitere Krankheiten sehr anfällig. Viele seien durch die Erfahrungen im Krieg schwer traumatisiert. Ihre Organisation versuche deshalb auch Räume zu schaffen, in denen die Kleinen auch noch Kind sein dürften. Die Arbeit im Jemen sei schwierig und komplex, aber die engagierten lokalen Mitarbeiter seien ein wichtiger Hoffnungsschimmer.

(gem)

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