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Alltag anders | Beitrag vom 31.07.2020

Korrespondenten berichten überSupermarktkasse

Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

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Ein Fahrgast kauft bei der Fahrt in der U-Bahn virtuell ein und studiert die Angebote im  Supermarkt.  (picture alliance / dpa)
Auch in der U-Bahn von Schanghai können die Fahrgäste virtuell im Supermarkt einkaufen und verirren sich nur nur selten an eine Kasse (picture alliance / dpa)

Viele Chinesen kaufen nur noch online ein. In der Türkei ist der Smalltalk beim Bezahlen beliebt. In Mexiko kann man an der Supermarktkasse auch seine Stromrechnung begleichen.

Steffen Wurzel in Schanghai:


"Viele Chinesen haben seit Jahren keinen Supermarkt mehr von innen gesehen, weil eben alles online bestellt wird. Wenn man aber in einen Supermarkt geht, die sind oft sehr schmutzig und das gilt auch für den Kassenbereich. Was an der chinesischen Supermarktkasse wirklich ganz typisch ist, wie schlecht organisiert das ist. Also, erstmal sind die Damen und Herren, die dort abkassieren, super langsam, wo ist hier der Code, wo scanne ich das ein? Und dann kommt man durcheinander, was ist jetzt schon bezahlt und was nicht? Ich finde das völlig chaotisch."

Silke Dietrich in Neu Delhi:


"In einem indischen Supermarkt geht es relativ ungesittet zu, weil Inder und Inderinnen in der Regel keine Schlangen kennen. In Coronazeiten sind Supermarktkassen definitiv eine der größten Herausforderungen hier. Es ist der absolute Standard, dass sich vorgedrängelt wird, auch mit Ellenbogen und Berührungen. Es gibt allerdings jetzt in Coronazeiten ein paar Ausnahmen. Ich war sehr überrascht, dass die Menschen in so Kreidekreisen vor den Supermärkten anstehen und da auch brav warten."

Anne-Katrin Mellmann in Mexiko-Stadt:


"In Mexiko ist jeder Supermarkteinkauf immer ein kleines Erlebnis für sich, weil ich mich immer sehr freue, spätestens wenn ich an die Supermarktkasse komme, da werde ich freundlich begrüßt von dem Kassierer, ob ich denn alles gefunden haben? Man kann aber auch manchmal Pech haben an der Kasse, wenn man vor sich einen Kunden zu stehen hat, der zum Beispiel gerade noch eine Rechnung bezahlen will, denn das ist hier das Besondere. Man kann eigentlich an allen Supermarktkassen Rechnungen bezahlen. Und zwar sind das Stromrechnungen, Gasrechnungen, Wasserrechnungen. Und das kann eben sehr lästig sein, wenn dann nicht genug Geld vorhanden ist auf der Karte oder, oder, oder. Dann wird die Schlange schon mal länger."

Katrin Senz in Istanbul:


"Grundsätzlich sieht die Supermarktkasse aus wie in Deutschland, aber in der Türkei, großer Unterschied: Smalltalk sehr beliebt. Und da kann die Schlange auch mal länger sein. Es ist hier jetzt schon so, dass mehr Kassen offen sind als in Deutschland. Die Arbeitskraft ist hier in der Regel günstiger als bei uns. Daher kann man es sich auch leisten, mal mehr Kassen aufzumachen. Die Kassierer mussten sich hier eine zeitlang sehr viel anhören, denn in der Türkei wurde die Plastiktüte plötzlich kostenpflichtig. Darüber haben sich viele aufgeregt. Plastiktüten liebt der Türke über alles."

Jana Genth in Johannesburg:


In meinem Supermarkt in Johannesburg an der Kasse selbst, jede Kassiererin und jeder Kassierer haben sowohl eine Gesichtsmaske als auch so ein Schild und dann noch die Plexiglasscheibe und auch noch den Handdesinfizierer neben der Kasse, damit sie sich bei jedem Kunden auch noch mal die Hände desinfizieren können. An der Kasse stehen die Leute diszipliniert an, da gibt es auch so Bodenmarkierungen, dass man den Mindestabstand einhält. Prinzipiell muss ich sagen, die Menschen, die sich sehen und begegnen, die freuen sich total, dass sie sich begegnen. Und auch die Kassierer an den Supermarktkassen, sind supernett und superhöflich und wann immer man miteinander lachen kann hinter seiner Maske, dann tut man das. Das sind so befreiende Elemente, die man beim Tagesablauf auch beim Einkaufen haben kann."

"Alltag anders" – wenn Sie einen Themenvorschlag haben, dann schicken Sie ihn gerne an diese E-Mail-Adresse: alltag.anders@deutschlandfunkkultur.de

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